Cala Mesquida

Cala Mesquida ist eine Bucht und eine nach dieser benannte Siedlung (Urbanització) im Nordosten der spanischen Baleareninsel Mallorca. Die Bucht befindet sich im nordwestlichen Teil des Gemeindegebietes von Capdepera.

Der Strand der Cala Mesquida ist 300 Meter lang und im Mittel 130 Meter breit. An den flachabfallenden Sandstrand schließt sich eine etwa einen Kilometer ins Landesinnere erstreckende von einem Kiefernwald umgebende Dünenlandschaft an. Die ganze Bucht befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Doch selbst nach Ausweisung als Naturschutzgebiet verschlechterten sich zunächst noch die ökologischen Bedingungen in der Bucht. Die Dünen wurden niedergetreten und Sand als Baumaterial entnommen. Durch den Einsatz von Holzzäunen und -stegen und verstärkte Kontrollen konnte jedoch der Schutz verbessert werden.[1]

Während der Hauptsaison findet die Bucht nicht zuletzt durch ihre Erreichbarkeit über eine gut ausgebaute Straße von Artà bzw. Capdepera aus regen Besuch. Das Rote Kreuz überwacht den Strand während dieser Zeit. Die für einen touristisch erschlossenen Strand üblichen Einrichtungen wie Strandbar, Liegestuhl und Sonnenschirmverleih sind ebenfalls vorzufinden. Im Jahre 2003 wurden für den Strand von der Gemeindeverwaltung genehmigt: 300 Liegen, 100 Sonnenschirme, 12 Wassertretboote, 1 Kiosk, 1 Überwachungsturm, 1 Signalmast, 1 Rettungsstation Cruz Roja (Rotes Kreuz), mit zwei Anlegeplätzen für Motorboote und zwei für Segelboote.

Unmittelbar am östlichen Ende der Bucht steht ein kleiner Bunker des spanischen Militärs. Er entstand nach dem spanischen Bürgerkrieg während des Franco-Regimes und wurde aus Sorge vor einer Invasion der Alliierten errichtet. Das spanische Militär hält am Bestand des Bunkers fest.[2]

Mehrfach erlitten Schiffe an der Bucht Schiffbruch. Längere Zeit lag ein bei Nebel aufgelaufenes französisches Schiff in der Bucht. Später ereilte das ebenfalls französische Schiff Albatros das gleiche Schicksal. Trotzdem gilt die Bucht als guter Ankerplatz, soweit nicht der Tramuntana weht. Die ursprünglich abgelegene Bucht soll darüber hinaus für den Schmuggel von Kaffee und Tabak von Bedeutung gewesen sein.[1]

Östlich der Bucht erhebt sich der Es Telégraf, auf dem sich die Turmruine Talaia de Son Jaumell befindet. Nördlich dem Berg vorgelagert ist das Cap des Freu.

In der Bucht mündet der nur zeitweise Wasser führende Torrent de Cala Mesquida in das Mittelmeer.

Siedlung Cala Mesquida

Westlich oberhalb der Bucht befindet sich die Siedlung Cala Mesquida mit 40 Einwohnern (Stand 2015).[3] In der Ortslage befinden sich mehrere große Hotelanlagen, so dass die tatsächliche Einwohnerzahl in der touristischen Saison erheblich höher liegt. Im Ort bestehen auch Restaurants und Geschäfte sowie eine deutsche Metzgerei. Westlich der Bucht ist unweit der Ortslage im Steilufer der Küste in Karten die Cova des Coloms (deutsch Taubenhöhle) angegeben. Entlang der Küste nach Nordwesten in Richtung Cala Tortabeginnt in Cala Mesquida der Küstenwanderweg Camí dels Carabiners.

Am südlichen Ende der Siedlung befindet sich eine Kabelübergabestation, an der das Menorca mit Mallorca verbindende 132 kV-Seekabel endet und in das Freileitungsnetz Mallorcas eingebunden wird.

Zugang

Von einem Kreisverkehr der Landstraße MA-15, an der Umgehungsstraße von Capdepera, führt eine asphaltierte Straße zur Hotelsiedlung von Cala Mesquida. Es besteht eine Busverbindung nach Cala Rajada.

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