5 Orte auf Mallorca, die auf jede Reiseliste gehören
Mallorca ist weit mehr als eine Insel für Strandurlaub. Besonders im Westen und Norden treffen gewaltige Berge, historische Dörfer, versteckte Schluchten und spektakuläre Küstenstraßen aufeinander. Schon wenige Kilometer hinter den bekannten Ferienorten beginnt eine Landschaft, die mit dem klassischen Bild von Mallorca nur wenig gemeinsam hat.

Wer die Insel zum ersten Mal besucht oder Mallorca noch einmal von einer anderen Seite kennenlernen möchte, sollte sich Zeit für einige ihrer außergewöhnlichsten Landschaften nehmen. Der Torrent de Pareis, die Serra de Tramuntana, Valldemossa, Port de Sóller und das Cap de Formentor gehören zu jenen Orten, die zeigen, wie abwechslungsreich Mallorca tatsächlich ist. Manche lassen sich miteinander verbinden, für andere lohnt sich ein eigener Ausflugstag.
Torrent de Pareis
Der Torrent de Pareis gehört zu den spektakulärsten Naturlandschaften Mallorcas. Die gewaltige Schlucht liegt im Nordwesten der Insel und endet unmittelbar bei Sa Calobra am Mittelmeer. Steile Felswände ragen auf beiden Seiten empor und lassen den Ausgang der Schlucht beinahe wie eine natürliche Kathedrale wirken.
Für viele Besucher beginnt das Erlebnis bereits in Sa Calobra. Vom kleinen Hafen führt ein befestigter Fußweg entlang der Küste und durch in den Fels geschlagene Tunnel bis zur Mündung des Torrent de Pareis. Nach dem letzten Tunnel öffnet sich plötzlich die beeindruckende Schlucht mit ihrem Kiesstrand.

Wer lediglich die Mündung sehen möchte, benötigt keine anspruchsvolle Wanderausrüstung. Schon der kurze Weg von Sa Calobra vermittelt einen hervorragenden Eindruck von der Landschaft. Anders sieht es aus, wenn eine Wanderung durch den Torrent de Pareis geplant ist: Diese Tour gehört zu den anspruchsvolleren Unternehmungen auf Mallorca und darf nicht mit einem normalen Spaziergang verwechselt werden.
Wasserstände, Wetter, rutschige Felsen und schwierige Passagen können die Durchquerung gefährlich machen. Wer die Schlucht vollständig erwandern möchte, sollte Erfahrung besitzen und sich über die aktuellen Bedingungen informieren beziehungsweise eine geführte Tour wählen. Nach starken Regenfällen kann sich die Situation innerhalb der Schlucht deutlich verändern.
Auch die Anfahrt nach Sa Calobra ist außergewöhnlich. Die kurvenreiche Straße windet sich durch die Berge und überwindet auf relativ kurzer Strecke große Höhenunterschiede. Besonders bekannt ist die markante Straßenkurve Nus de sa Corbata, der „Krawattenknoten“, bei dem sich die Straße spektakulär um sich selbst windet.
Wer nicht selbst fahren möchte, kann Sa Calobra je nach Saison auch auf andere Weise erreichen. Besonders eindrucksvoll ist die Anreise vom Meer, wenn entsprechende Bootsverbindungen angeboten werden. Dabei zeigen sich die steilen Felswände der Nordwestküste aus einer vollkommen anderen Perspektive.

Am Torrent de Pareis sollte man nicht ausschließlich auf den berühmten Strand schauen. Gerade die Dimensionen der umliegenden Felswände machen diesen Ort außergewöhnlich. Wer früh oder außerhalb besonders stark besuchter Zeiten kommt, kann die Atmosphäre wesentlich ruhiger erleben.
Der Torrent de Pareis und Sa Calobra zeigen Mallorca von einer wilden Seite. Nur wenige Orte auf der Insel vermitteln so eindrucksvoll, welche Kräfte Wasser und Erosion über lange Zeiträume in der Gebirgslandschaft hinterlassen haben. Für Naturfans gehört die Schlucht deshalb zu den eindrucksvollsten Zielen der Insel.
Serra de Tramuntana
Die Serra de Tramuntana zieht sich entlang des Nordwestens Mallorcas und prägt einen großen Teil der spektakulärsten Landschaften der Insel. Berge, Täler, Olivenhaine, Trockensteinmauern und kleine Dörfer wechseln sich auf relativ engem Raum ab. Die Kulturlandschaft der Tramuntana gehört zum UNESCO-Welterbe und erzählt gleichzeitig von der jahrhundertelangen Nutzung dieser schwierigen Bergregion.
Wer Mallorca ausschließlich von Palma und den großen Badeorten kennt, erlebt hier beinahe eine andere Insel. Die Straßen führen durch Wälder, über Bergpässe und entlang steiler Hänge. Immer wieder öffnen sich Panoramablicke auf das Mittelmeer, während wenige Kilometer weiter kleine Orte zwischen den Bergen auftauchen.

Zu den bekanntesten Zielen gehören Valldemossa, Deià, Sóller und Fornalutx. Doch die Tramuntana besteht nicht nur aus ihren berühmten Dörfern. Kleine Aussichtspunkte, alte Wege, Olivenhaine und abgelegene Täler machen einen großen Teil ihres Reizes aus.
Für Wanderer ist die Region besonders interessant. Der GR 221, auch als Trockenmauerweg bekannt, durchquert große Teile der Serra de Tramuntana und verbindet verschiedene Orte miteinander. Daneben gibt es zahlreiche kürzere Wanderungen, die sich auch in einen normalen Urlaub integrieren lassen.
Die beste Zeit für längere Touren liegt häufig außerhalb der heißesten Sommerwochen. Im Frühling zeigt sich die Landschaft vielerorts grüner, während Herbst und Winter ebenfalls gute Bedingungen für Wanderungen bieten können. Wetterumschwünge in den Bergen sollten allerdings niemals unterschätzt werden.

Auch mit dem Auto lässt sich die Tramuntana hervorragend entdecken. Dabei sollte man die Entfernungen nicht nur anhand der Kilometer beurteilen. Kurvige Straßen, Verkehr und zahlreiche Fotostopps sorgen dafür, dass selbst relativ kurze Strecken deutlich länger dauern können.
Gerade darin liegt aber der Reiz. Eine Fahrt durch die Serra de Tramuntana sollte kein Rennen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit sein. Ein Kaffee in einem Bergdorf, ein spontaner Aussichtspunkt oder ein kurzer Spaziergang zwischen alten Olivenbäumen gehören genauso dazu.
Wer nur einen einzigen Tag für Mallorcas Bergwelt besitzt, bekommt bereits einen guten ersten Eindruck. Wer mehrere Tage bleibt, entdeckt jedoch eine Landschaft, die immer wieder neue Seiten zeigt. Die Tramuntana ist deshalb weniger eine einzelne Sehenswürdigkeit als vielmehr eine ganze Region, die zu den größten Schätzen Mallorcas gehört.
Valldemossa
Mit seinen Natursteinhäusern, engen Straßen und der Kulisse der Tramuntana gehört Valldemossa zu den bekanntesten Bergdörfern Mallorcas. Der Ort liegt nur eine vergleichsweise kurze Fahrt von Palma entfernt und wirkt dennoch vollkommen anders als die Inselhauptstadt. Blumen, grüne Fensterläden und kleine Gassen sorgen für das typische Bild, das viele Besucher mit dem historischen Mallorca verbinden.
Im Zentrum steht die berühmte Kartause von Valldemossa, die Real Cartuja. Das ehemalige Kloster prägt die Geschichte des Ortes und ist eng mit dem Aufenthalt von Frédéric Chopin und George Sand verbunden. Beide verbrachten im Winter 1838/39 einige Zeit auf Mallorca.
Wer Valldemossa besucht, sollte sich allerdings nicht ausschließlich auf die Kartause konzentrieren. Ein großer Teil des Charmes liegt in den kleinen Straßen abseits der wichtigsten Besucherwege. Schon wenige Minuten vom Zentrum entfernt werden manche Gassen deutlich ruhiger.

Typisch für den Ort ist auch die Coca de Patata, ein weiches Kartoffelgebäck, das traditionell mit Valldemossa verbunden wird. Zusammen mit einem Kaffee oder einer heißen Schokolade gehört es für viele zu einem Besuch dazu. Gerade am Morgen lässt sich ein Rundgang dadurch angenehm beginnen.
Valldemossa eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für eine Tour entlang der Westküste. Von hier kann es beispielsweise weiter nach Son Marroig und Deià gehen. Die Straße bietet unterwegs immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf Berge und Meer.
Besonders in der Hauptreisezeit kann es im Zentrum allerdings sehr voll werden. Wer die Möglichkeit hat, sollte deshalb früh am Morgen kommen oder seinen Besuch auf eine ruhigere Jahreszeit legen. Dann lässt sich die besondere Atmosphäre wesentlich entspannter erleben.

Auch Wanderer finden rund um Valldemossa interessante Möglichkeiten. Die umliegenden Berge eröffnen vollkommen andere Perspektiven auf den Ort und die Westküste. Einige Routen sind allerdings anspruchsvoll oder können besonderen Zugangsregelungen unterliegen, weshalb eine aktuelle Planung wichtig ist.
Valldemossa verbindet Geschichte, Architektur und Berglandschaft auf besonders harmonische Weise. Wer Mallorca jenseits der Strände kennenlernen möchte, findet hier einen Ort, der hervorragend zeigt, warum die Tramuntana zu den faszinierendsten Regionen der Insel gehört.
Port de Sóller
Port de Sóller liegt in einer nahezu kreisförmigen Bucht an der Nordwestküste und gehört zu den schönsten Hafenorten Mallorcas. Berge umgeben den Ort auf mehreren Seiten, während sich entlang des Wassers eine Promenade mit Restaurants, Cafés und Stränden erstreckt. Diese Kombination aus Hafen, Meer und Tramuntana macht Port de Sóller besonders.
Eines der bekanntesten Motive ist die historische Straßenbahn, die zwischen Sóller und dem Hafen verkehrt. Wenn die Bahn langsam entlang der Promenade fährt, entsteht eines jener Bilder, die unmittelbar mit dieser Region Mallorcas verbunden werden. Gleichzeitig ist sie für viele Besucher eine praktische und außergewöhnliche Verbindung zwischen beiden Orten.

Wer genügend Zeit hat, sollte deshalb nicht nur Port de Sóller, sondern auch Sóller selbst besuchen. Rund um die Plaça Constitució warten historische Gebäude, Cafés und die markante Kirche Sant Bartomeu. Besonders samstags sorgt der Wochenmarkt zusätzlich für Leben im Zentrum.
Port de Sóller eignet sich dagegen hervorragend für einen entspannten Nachmittag am Wasser. Die Strände liegen direkt an der Bucht und ermöglichen es, einen Ausflug durch die Berge mit einigen Stunden am Meer zu verbinden. Entlang der Promenade finden sich zahlreiche Möglichkeiten für eine Pause.
Auch Spaziergänge lohnen sich. Von verschiedenen Punkten rund um die Bucht ergeben sich immer wieder neue Perspektiven auf Hafen und Berge. Wer etwas höher hinausläuft, kann die besondere Form der Bucht noch besser erkennen.
Für Wanderer ist die Umgebung ebenfalls interessant. Alte Wege verbinden Sóller, Port de Sóller und umliegende Berglandschaften miteinander. Besonders außerhalb der heißen Sommermonate lässt sich die Region hervorragend zu Fuß entdecken.
Ein weiterer Höhepunkt kann die Anreise aus Palma sein. Die historische Bahn nach Sóller führt durch die Landschaft und anschließend besteht die Möglichkeit, mit der Straßenbahn zum Hafen weiterzufahren. Aktuelle Fahrpläne und Ticketinformationen sollten allerdings vor der Reise überprüft werden.

Am Abend entwickelt Port de Sóller noch einmal eine andere Atmosphäre. Wenn die Sonne tiefer steht und sich das Licht über der Bucht verändert, füllen sich Promenade und Restaurants. Wer einen Tag in der Tramuntana entspannt ausklingen lassen möchte, findet dafür in Port de Sóller einen besonders schönen Ort.
Cap de Formentor
Ganz im Norden Mallorcas wartet mit dem Cap de Formentor eine der spektakulärsten Küstenlandschaften der Insel. Die Halbinsel zieht sich weit ins Mittelmeer hinaus und ist von schroffen Bergen, steilen Felswänden und zahlreichen Aussichtspunkten geprägt. Schon die Fahrt durch diese Landschaft gehört zu den großen Erlebnissen einer Mallorca-Reise.
Einer der bekanntesten Stopps ist der Mirador Es Colomer. Von den Aussichtsplattformen reicht der Blick über gewaltige Felsformationen und das Meer. Besonders bei klarem Wetter zeigt sich hier eindrucksvoll, wie steil die Nordküste Mallorcas tatsächlich ist.

Weiter draußen auf der Halbinsel liegt der Leuchtturm von Formentor. Die Straße dorthin führt durch eine karge Berglandschaft, die sich deutlich von vielen anderen Regionen der Insel unterscheidet. Am Ende scheint der Leuchtturm beinahe über dem Mittelmeer zu schweben.
Unterwegs gibt es immer wieder Möglichkeiten, die Landschaft aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben. Dabei sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, an ungeeigneten Stellen am Straßenrand anzuhalten. Gerade auf engen Abschnitten sind offizielle Park- und Aussichtsmöglichkeiten die deutlich bessere Wahl.
In den stark besuchten Monaten gelten auf der Formentor-Halbinsel regelmäßig Verkehrsbeschränkungen für private Fahrzeuge. Die konkreten Zeiträume und Regelungen können sich ändern. Wer den Leuchtturm oder andere Bereiche besuchen möchte, sollte deshalb unbedingt vor der Fahrt die aktuellen offiziellen Informationen prüfen.
Auch die Playa de Formentor lässt sich in einen Ausflug integrieren. Der lange, von Bäumen eingerahmte Strand zeigt eine wesentlich sanftere Seite der Halbinsel als die steilen Klippen rund um den Leuchtturm. Dadurch können Landschaftstour und Badepause miteinander verbunden werden.
Ein guter Ausgangspunkt für Formentor ist Port de Pollença. Von dort beginnt die Fahrt in Richtung Halbinsel und die Berge rücken schnell näher. Auch Pollença selbst mit seiner historischen Altstadt lässt sich gut in einen längeren Ausflug einbauen.
Das Cap de Formentor wirkt besonders eindrucksvoll, wenn man sich genügend Zeit nimmt. Statt nur bis zum Leuchtturm zu fahren und sofort wieder umzudrehen, lohnt es sich, Aussichtspunkte und Landschaft bewusst wahrzunehmen. Die Kombination aus Felsen, Bergen und offenem Mittelmeer macht die Halbinsel zu einem der eindrucksvollsten Orte Mallorcas.
Der Torrent de Pareis, die Serra de Tramuntana, Valldemossa, Port de Sóller und das Cap de Formentor zeigen Mallorca von einer Seite, die mit einem reinen Badeurlaub wenig zu tun hat. Hier stehen Berge, Schluchten, historische Orte und wilde Küsten im Mittelpunkt. Gleichzeitig unterscheiden sich alle fünf Ziele deutlich voneinander.

Wer genügend Zeit hat, sollte deshalb nicht versuchen, diese Orte in einen einzigen Tag zu packen. Valldemossa und Port de Sóller lassen sich beispielsweise gut in eine Tour durch die Tramuntana integrieren, während Sa Calobra und der Torrent de Pareis mehr Zeit verdienen. Für das Cap de Formentor lohnt sich wiederum ein eigener Ausflug in den Norden.
Genau diese Vielfalt macht Mallorca so interessant. Am Morgen kann man zwischen hohen Felswänden stehen, wenige Stunden später durch ein Bergdorf laufen und den Tag schließlich mit Blick über das Mittelmeer beenden. Wer die Insel jenseits der bekannten Strände erkundet, entdeckt schnell, warum Mallorca auch nach vielen Reisen immer wieder neue Seiten zeigt.
Welche dieser fünf Mallorca-Highlights habt ihr bereits besucht? Gehören der Torrent de Pareis, Valldemossa oder das Cap de Formentor zu euren Favoriten – oder fehlt euch noch ein besonderer Ort auf dieser Liste? Schreibt eure Erfahrungen und Mallorca-Tipps gerne in die Kommentare.
AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.

