Unsere Top 10 auf Mallorca: Diese schönsten Orte zeigen dir Strände, Berge, Dörfer und Ausblicke, die du einmal erlebt haben musst

Mallorca ist viel mehr als Strand, Ballermann und klassischer Sommerurlaub. Die Insel verbindet Bergdörfer, historische Altstädte, Naturparks, Fischerhäfen, Wochenmärkte, Aussichtspunkte, Klöster, Buchten und kleine Orte, die oft viel länger im Kopf bleiben als die bekannten Postkartenmotive. Wer Mallorca wirklich erleben möchte, sollte nicht nur an einem Badeort bleiben, sondern verschiedene Ecken der Insel entdecken. Denn zwischen Tramuntana-Gebirge, Inselmitte, Ostküste und Südwesten verändert sich die Stimmung oft überraschend stark.

Luftaufnahme der gotischen Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca mit Blick auf das Meer
Kathedrale La Seu in Palma – Majestätisches Wahrzeichen Mallorcas im Überblick – Bildnachweis: Mlenny Stock-Datei-ID: 2148102597

Diese Auswahl zeigt 10 der schönsten Orte auf Mallorca. Manche Ziele sind ideal für Kultur, Geschichte und gemütliche Altstadtgassen. Andere leben von Natur, Meerblick, kleinen Häfen, versteckten Badeplätzen oder einer besonderen Marktstimmung. Genau diese Mischung macht Mallorca so vielseitig. An einem Tag kann man durch enge Gassen schlendern, am nächsten über einen Wochenmarkt gehen, danach an einer Bucht baden oder von einem Aussichtspunkt über die Küste schauen.

Zu jedem Ort bekommst du Ideen für Sehenswürdigkeiten, Ausflüge, Veranstaltungen und die Anreise vom Flughafen Palma de Mallorca. So lässt sich besser einschätzen, ob sich ein Ziel eher für einen Tagesausflug, einen längeren Aufenthalt oder als Zwischenstopp auf einer Rundfahrt eignet. Die Fahrzeiten sind grobe Richtwerte und hängen stark von Verkehr, Saison und Parkplatzsituation ab. Besonders im Sommer, an Markttagen und in beliebten Bergorten sollte man etwas mehr Zeit einplanen.

Enge Kopfsteinpflastergasse in Valldemossa mit grünen Fensterläden und üppiger Pflanzenpracht
Blumengeschmückte Gasse mit Natursteinfassaden in Valldemossa auf Mallorca – Bildnachweis: trabantos Stock-Datei-ID: 1053239410

Auch öffentliche Verbindungen können je nach Saison und Tageszeit unterschiedlich praktisch sein. Deshalb solltest du Bus- und Zugverbindungen vor der Fahrt immer aktuell prüfen. Die TIB verbindet den Flughafen direkt mit mehreren Urlaubsorten und bietet online die aktuellen Linien und Fahrpläne. Wer flexibel bleiben möchte, kombiniert Mietwagen, Bus oder kurze Spaziergänge vor Ort. So wird aus der Reise über Mallorca keine reine Liste von Sehenswürdigkeiten, sondern eine abwechslungsreiche Entdeckungstour durch die schönsten und oft überraschend vielfältigen Inselseiten.

1. Palma: Die Hauptstadt, die man nicht nur schnell abhaken sollte

Palma ist für viele Reisende nur der Ankunftsort auf Mallorca. Das ist eigentlich schade, denn die Inselhauptstadt gehört zu den schönsten und vielseitigsten Zielen der Insel. Zwischen Hafen, Stadtmauer und alten Gassen zeigt sich Mallorca hier besonders lebendig. Die Altstadt ist voller enger Straßen, versteckter Innenhöfe, Kirchen, kleiner Plätze, Cafés, Boutiquen und Restaurants. Besonders eindrucksvoll ist die Kathedrale La Seu, die direkt über dem Meer und dem Parc de la Mar liegt. Wer dort am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang steht, erlebt einen der schönsten Stadtmomente Mallorcas.

Weitblick über sandfarbene Altstadtdächer mit Kirche und fernen Bergen.
Palma de Mallorca mit Dächermeer und Kirchturm – Bildnachweis: Al Carrera – iStock-Datei-ID: 2185372462

Vom Flughafen ist Palma am einfachsten zu erreichen. Mit dem Auto oder Taxi dauert die Fahrt meist nur etwa 15 bis 20 Minuten, je nach Verkehr und Tageszeit. Auch mit dem Bus kommt man direkt in die Stadt, was Palma besonders praktisch für Reisende ohne Mietwagen macht. Wer zentral ankommt, kann viele Sehenswürdigkeiten wunderbar zu Fuß entdecken. Für weitere Ziele auf Mallorca ist die Estació Intermodal ein guter Ausgangspunkt, denn von dort starten zahlreiche Bus- und Bahnverbindungen in andere Teile der Insel.

In Palma kannst du durch die Gassen schlendern, die Kathedrale La Seu besuchen, zum Königspalast La Almudaina gehen oder am Hafen entlangspazieren. Auch das Castell de Bellver lohnt sich, denn von dort hat man einen schönen Blick über die Stadt, die Bucht und das Meer. Wer lieber das echte Stadtleben spüren möchte, sollte eine der Markthallen besuchen. Besonders der Mercat de l’Olivar ist ein lebendiger Ort für frische Produkte, Fisch, Obst, Gemüse, kleine Tapas-Pausen und mallorquinische Alltagsstimmung. Die genauen Öffnungszeiten solltest du vor dem Besuch kurz prüfen, da sie je nach Wochentag und Saison abweichen können.

Stein-Sphinx vor bunten Fassaden, Cafés und Bäumen im Stadtzentrum.
Sphinx am Stadtboulevard von Palma – Bildnachweis: Pictures-and-Pixels – iStock-Datei-ID: 2217495302

Als Ausflug von Palma bieten sich Portixol, Cala Major, Illetes, das Castell de Bellver oder eine Fahrt Richtung Valldemossa an. Portixol ist ideal für einen Spaziergang am Meer, während Illetes und Cala Major gut zu einem Badestopp passen. Valldemossa bringt dagegen schon das Gefühl der Tramuntana mit engen Gassen, Steinhäusern und Bergblicken. So lässt sich ein Aufenthalt in Palma wunderbar mit Küste, Kultur und kleinen Ausflügen verbinden.

Im Winter wirkt Palma besonders stimmungsvoll, weil Weihnachtsbeleuchtung, Krippenrouten und die Feste rund um Sant Sebastià die Stadt lebendig machen. Im Sommer ist Palma heißer und voller, dafür lassen sich Kultur, Shopping, Hafen und Meer besonders gut miteinander kombinieren. Gerade diese Mischung macht die Stadt so reizvoll. Palma ist nicht nur Startpunkt einer Mallorca-Reise, sondern ein eigenes Reiseziel, für das man sich ruhig einen ganzen Tag oder sogar mehrere Tage Zeit nehmen sollte.

2. Valldemossa: Das Bergdorf, das sofort nach Mallorca aussieht

Valldemossa liegt in der Serra de Tramuntana und gehört zu den Orten, die fast jeder Mallorca-Reisende irgendwann sehen möchte. Das Bergdorf wirkt wie eine Mischung aus Postkartenmotiv, Künstlerort und ruhigem Rückzugsplatz. Die Steinhäuser, grünen Fensterläden, Pflanzen vor den Türen und die Lage zwischen den Bergen machen den Ort besonders fotogen. Gerade in den schmalen Gassen entdeckt man viele kleine Details, die Valldemossa so beliebt machen. Trotz seiner Bekanntheit hat sich der Ort viel Charme bewahrt, vor allem am frühen Morgen oder später am Nachmittag, wenn es etwas ruhiger wird.

Blick auf das malerische Bergdorf Valldemossa auf Mallorca mit traditionellen Steinhäusern, grünen Terrassengärten und der umliegenden Tramuntana-Bergkulisse bei Sonnenuntergang.
Panorama von Valldemossa, Mallorca – historische Steinhäuser und mediterrane Landschaft – Bildnachweis: Sean Pavone – Stock-ID: 1392120005

Vom Flughafen Palma de Mallorca fährst du mit dem Mietwagen je nach Verkehr etwa 30 bis 40 Minuten nach Valldemossa. Die Strecke ist nicht besonders lang, führt aber nach und nach hinein in die Landschaft der Tramuntana. Ohne Auto geht es meist zuerst nach Palma und von dort weiter mit dem Bus Richtung Valldemossa. Für einen Tagesausflug ist das gut machbar. Mit Mietwagen bist du aber flexibler, besonders wenn du anschließend noch Deià, Sóller oder einen Aussichtspunkt in der Umgebung besuchen möchtest.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Kartause von Valldemossa. Sie prägt den historischen Charakter des Ortes und gehört für viele Besucher fest zum Rundgang dazu. Doch auch der Ortskern selbst ist ein Highlight. Du kannst durch die Gassen schlendern, kleine Läden entdecken, auf einem Platz eine Pause einlegen und eine Coca de Patata probieren. Dieses weiche, leicht süße Gebäck gehört zu Valldemossa fast genauso dazu wie die Bergkulisse. Immer wieder öffnen sich schöne Blicke auf die umliegenden Hänge, Steinhäuser und grünen Täler.

Valldemossa liegt in einem Tal der Serra de Tramuntana und gilt mit seiner erhöhten Lage als einer der besonders stimmungsvollen Orte der Insel. Durch die Berge wirkt das Klima oft etwas frischer als an der Küste, was den Besuch gerade an warmen Tagen angenehm machen kann. Die Kombination aus Bergdorf, Geschichte, Natur und Aussicht macht den Ort ideal für alle, die Mallorca nicht nur als Badeinsel erleben möchten.

Der Wochenmarkt von Valldemossa findet sonntags statt und ist eine schöne Ergänzung zum Ortsbesuch. Er ist kleiner als die großen Märkte von Santanyí, Alcúdia oder Artà, passt aber sehr gut zur Atmosphäre des Ortes. Zwischen regionalen Produkten, kleinen Ständen und dem historischen Ortsbild entsteht eine gemütliche Marktstimmung. Wer es ruhiger mag, sollte nicht zur Hauptzeit am späten Vormittag kommen, sondern möglichst früh starten oder den Besuch auf den Nachmittag legen.

Getigerte Katze auf Steinmauer, weiße Katze im Fenster mit grünen Läden.
Straßenkatzen in Valldemossa – Bildnachweis: RussieseO – iStock-Datei-ID: 1328585171

Von Valldemossa aus lohnen sich Ausflüge nach Deià, Sóller, Son Marroig und zum Aussichtspunkt Sa Foradada. Besonders schön ist die Gegend für alle, die gerne langsam unterwegs sind und mehrere Stopps miteinander verbinden. Man kann durch Orte bummeln, Ausblicke genießen, kurze Spaziergänge machen oder einfach in einem Café sitzen und die besondere Tramuntana-Stimmung aufnehmen. Genau deshalb bleibt Valldemossa für viele nicht nur ein kurzer Fotostopp, sondern einer der schönsten Orte auf Mallorca.

3. Deià: Künstlerdorf zwischen Bergen und Meer

Deià ist klein, aber voller Atmosphäre. Der Ort liegt an den Hängen der Serra de Tramuntana und blickt auf eine Landschaft aus Natursteinmauern, Olivenbäumen, Bergen und Meer. Viele Besucher kommen wegen der besonderen Schönheit des Dorfes, andere wegen der ruhigen, fast künstlerischen Stimmung. Deià wirkt nicht wie ein klassischer Badeort, sondern eher wie ein Platz für Menschen, die Natur, gutes Essen, kleine Gassen, Ausblicke und ein langsameres Reisetempo lieben.

Vom Flughafen Palma de Mallorca brauchst du mit dem Auto meist etwa 45 bis 60 Minuten. Besonders schön ist die Strecke über Valldemossa, weil sie durch eine der reizvollsten Gegenden der Tramuntana führt. Die Straße ist kurvig und stellenweise schmal, bietet aber immer wieder wunderbare Blicke auf Berge, Täler und Küste. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man normalerweise zuerst nach Palma und dann weiter über Valldemossa. Für einen entspannten Besuch ist ein Mietwagen praktischer, weil die Verbindungen in den Bergen nicht so dicht sind und man spontaner an Aussichtspunkten halten kann.

Steinfarbene Häuser mit Zypressen an einem Hang in Deià.
Deià – terrassenförmiges Bergdorf auf Mallorca – Bildnachweis: Susana del Pozo – iStock-Datei-ID: 1384814339

In Deià selbst geht es weniger um große Sehenswürdigkeiten, sondern mehr um das Gesamtgefühl des Ortes. Du kannst durch die Gassen laufen, die Kirche besuchen, den Friedhof mit Blick über das Tal anschauen oder einfach zwischen Steinhäusern, Pflanzen und kleinen Treppenwegen umherstreifen. Besonders schön ist es, wenn man sich nicht zu viel vornimmt und Deià langsam auf sich wirken lässt. Ein Café, ein kurzer Spaziergang oder ein Blick über die Dächer reichen manchmal schon, um den besonderen Charakter des Dorfes zu spüren.

Ein beliebtes Ziel ist die Cala Deià, die unterhalb des Ortes liegt. Die kleine Bucht ist rauer und steiniger als viele Sandstrände auf Mallorca, aber genau das macht ihren Reiz aus. Hier wirkt die Küste wilder, natürlicher und weniger perfekt inszeniert. Wer baden möchte, sollte Badeschuhe einpacken und bei stärkerem Wellengang vorsichtig sein. Auch ohne langen Badestopp lohnt sich die Fahrt oder der Spaziergang hinunter, denn die Mischung aus Felsen, Wasser und Berglandschaft ist besonders schön.

In der Nähe von Deià liegen einige der schönsten Ziele der Westküste. Son Marroig, Sa Foradada, Valldemossa und Sóller lassen sich gut mit einem Ausflug verbinden. Gerade die Strecke entlang der Tramuntana ist ein Erlebnis für sich, weil hinter fast jeder Kurve ein neuer Blick auf Berge, Meer oder Terrassenlandschaften wartet. Wer genügend Zeit hat, sollte Deià daher nicht nur als kurzen Fotostopp sehen, sondern als Teil einer ruhigen Rundfahrt durch den Nordwesten Mallorcas.

Traditionelle Natursteinhäuser in einer Gasse von Deià mit Blick auf die umliegenden Berge
Malerische Gasse mit Blick auf Deià, das Künstlerdorf in Mallorcas Tramuntana-Gebirge – Bildnachweis: hector campoy cifuentes Stock-Datei-ID: 2182443356

Deià hat außerdem einen kleinen Wochenmarkt am Mittwochmorgen. Er ist überschaubar, passt aber gut zum Charakter des Dorfes und eignet sich für einen gemütlichen Start in den Tag. Für größere Märkte bieten sich Sóller am Samstag oder Valldemossa am Sonntag an. So lässt sich Deià wunderbar mit Marktbesuch, Küstenblicken, kleinen Spaziergängen und der besonderen Ruhe verbinden, die diesen Ort zu einem der schönsten Bergdörfer Mallorcas macht.

4. Sóller und Port de Sóller: Orangen, Straßenbahn und Meer

Sóller gehört zu den schönsten Orten im Nordwesten Mallorcas und verbindet Berglandschaft, historisches Zentrum und mediterranes Alltagsleben auf besonders charmante Weise. Der Ort liegt in einem fruchtbaren Tal, das für Orangen, Zitronen, Olivenhaine und die beeindruckende Kulisse der Serra de Tramuntana bekannt ist. Im Zentrum steht die Kirche Sant Bartomeu an der Plaça de la Constitució. Genau dort treffen Cafés, Straßenbahn, Einheimische, Besucher und das entspannte Inselleben aufeinander. Diese Mischung macht Sóller sofort lebendig, ohne dass der Ort seine gemütliche Atmosphäre verliert.

Vom Flughafen Palma de Mallorca fährt man mit dem Auto über den Tunnel von Sóller meist etwa 35 bis 45 Minuten. Je nach Verkehr, Saison und Tageszeit kann es etwas schneller oder langsamer gehen. Ohne Auto ist die Verbindung über Palma gut möglich. Besonders schön ist die historische Bahn von Palma nach Sóller, die durch Landschaften, Tunnel und Täler fährt. Sie ist weniger ein schneller Transfer als ein Erlebnis für sich. Genau deshalb gehört sie für viele Besucher fest zu einem Ausflug nach Sóller dazu. Von dort fährt die alte Straßenbahn weiter bis Port de Sóller.

Luftaufnahme des weißen Leuchtturms Far del Cap Gros auf einer Klippe mit Blick über die Bucht von Port de Sóller und die Tramuntana.
Far del Cap Gros, Sóller, Mallorca – Luftbild über der Bucht von Port de Sóller – Bildnachweis: Boarding1Now – Stock-ID: 2221910900

In Sóller kannst du wunderbar durch das Zentrum bummeln, kleine Läden entdecken, den Bahnhof mit seinen Kunstwerken anschauen und Produkte aus Orangen probieren. Besonders schön ist es, sich auf der Plaça de la Constitució treiben zu lassen und einfach das Treiben rund um die Straßenbahn zu beobachten. Danach lohnt sich die Fahrt mit der Straßenbahn zum Hafen. Port de Sóller bietet eine geschützte Bucht, eine schöne Promenade, Restaurants, Bootsausflüge und stimmungsvolle Sonnenuntergänge über dem Wasser.

Wer aktiver unterwegs sein möchte, findet rund um Sóller viele Möglichkeiten für Spaziergänge und Wanderungen. Wege führen Richtung Fornalutx, Biniaraix oder hinauf in die Berge der Tramuntana. Auch Küstenwege und Aussichtspunkte machen die Umgebung reizvoll. Dadurch eignet sich Sóller nicht nur für einen kurzen Ortsbesuch, sondern auch als Ausgangspunkt für mehrere Tage im Nordwesten der Insel. Gerade die Verbindung aus Tal, Bergen, Meer und historischen Verkehrsmitteln macht den Ort so besonders.

Historische Straßenbahn fährt durch das Zentrum von Sóller vor der Kirche Sant Bartomeu auf Mallorca.
Straßenbahn in Sóller vor der Kirche Sant Bartomeu – Bildnachweis: cegli – Stock-ID: 1491242042

Der Wochenmarkt in Sóller findet samstags im Zentrum statt und bringt zusätzlich Leben in die Gassen und auf die Plätze. Dann mischen sich regionale Produkte, Blumen, Obst, Kunsthandwerk und Marktstimmung mit dem normalen Ortsleben. Als Ausflüge passen Fornalutx, Deià, Sa Calobra, der Mirador de ses Barques oder eine Bootstour entlang der Nordwestküste sehr gut dazu. Sóller ist damit ein Ort für Genießer, Naturfreunde und alle, die Mallorca von seiner grünen, bergigen und lebendigen Seite erleben möchten.

5. Fornalutx: Ein kleines Dorf mit großer Wirkung

Fornalutx ist einer dieser Orte, die man nicht lange erklären muss, sobald man dort ankommt. Enge Steingassen, kleine Treppen, Blumen vor den Häusern, alte Türen und die mächtige Bergkulisse machen das Dorf zu einem der schönsten Ziele in der Serra de Tramuntana. Es liegt oberhalb des Sóller-Tals und wirkt deutlich ruhiger als viele bekanntere Orte der Insel. Gerade diese Mischung aus Bergdorf, Naturstein, Pflanzen und Aussicht sorgt dafür, dass Fornalutx nicht wie ein klassischer Ausflugsort wirkt, sondern wie ein Platz, an dem man automatisch langsamer wird.

Vom Flughafen Palma de Mallorca dauert die Fahrt mit dem Auto meist etwa 40 bis 55 Minuten. Man fährt zunächst Richtung Sóller und danach weiter hinauf in die Berge. Schon die Anreise zeigt, warum diese Gegend so beliebt ist. Hinter Sóller wird die Landschaft enger, grüner und bergiger. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anreise weniger direkt. Meist geht es zuerst nach Palma, dann weiter nach Sóller und von dort in Richtung Fornalutx. Wer den Ort wirklich genießen möchte, verbindet ihn am besten mit Sóller, Biniaraix oder einer kleinen Wanderung.

Viel planen muss man in Fornalutx nicht, denn der Ort selbst ist die eigentliche Sehenswürdigkeit. Du kannst dich auf die Plaça setzen, durch die schmalen Gassen laufen und auf die vielen kleinen Details achten. Alte Steinfassaden, Pflanzkübel, Treppenwege, Fensterläden und kleine Ausblicke auf das Tal machen den Charme des Dorfes aus. Besonders schön ist Fornalutx am Morgen oder später am Nachmittag, wenn weniger Tagesgäste unterwegs sind und das Licht weich auf die Häuser fällt.

Blick auf Fornalutx mit Natursteinhäusern, grünen Bäumen und Bergen im Hintergrund.
Dorfblick auf Fornalutx in den Bergen – Bildnachweis: Alex – iStock-Datei-ID: 1059951492

Einen großen Wochenmarkt wie in Sóller, Artà oder Santanyí solltest du hier nicht erwarten. Fornalutx lebt eher von seiner stillen Atmosphäre als von viel Programm. Für richtige Marktstimmung fährst du am besten samstags nach Sóller und kombinierst den Besuch danach mit einem Abstecher nach Fornalutx. So bekommst du erst das lebendige Treiben im Tal und anschließend die ruhige Bergdorfstimmung oberhalb davon.

In der Nähe lohnen sich außerdem Biniaraix, der Barranc de Biniaraix, der Mirador de ses Barques und Port de Sóller. Wer gerne wandert, findet rund um Fornalutx schöne Wege mit Blicken auf Berge, Terrassenlandschaften und das Sóller-Tal. Wer es ruhiger mag, braucht nur durch den Ort zu schlendern, einen Kaffee zu trinken und die besondere Tramuntana-Atmosphäre wirken zu lassen. Fornalutx ist perfekt für alle, die nicht viele Programmpunkte brauchen, sondern einen Ort langsam erleben möchten und genau darin den größten Reiz finden.

6. Pollença und Port de Pollença: Altstadt, Calvari und Blick nach Formentor

Pollença im Norden Mallorcas ist eine wunderbare Mischung aus Geschichte, Kunst, Marktleben und Natur. Der Ort liegt nicht direkt am Meer, wirkt aber genau dadurch besonders entspannt und ursprünglich. Gleichzeitig ist mit Port de Pollença ein passender Hafen- und Badeort ganz in der Nähe. So lassen sich Altstadt, Berge und Küste an einem Tag gut verbinden. Diese Mischung macht die Gegend ideal für Reisende, die nicht nur baden möchten, sondern auch durch Gassen schlendern, Plätze entdecken und die Landschaft im Norden der Insel erleben wollen.

Vom Flughafen Palma de Mallorca nach Pollença brauchst du mit dem Auto meist etwa 45 bis 60 Minuten. Die Strecke führt quer über die Insel in Richtung Norden und ist gut machbar, auch für einen Tagesausflug. Je nach Saison gibt es öffentliche Verbindungen Richtung Pollença und Port de Pollença, teilweise direkt oder mit Umstieg. Für Ausflüge nach Formentor, Alcúdia, Cala Sant Vicenç oder in die Berge ist ein Mietwagen aber hilfreich. Besonders im Sommer sollte man die Verkehrsregelungen nach Formentor vorher prüfen, da die Zufahrt zeitweise eingeschränkt sein kann.

Vogelperspektive auf die dicht bebaute Altstadt von Pollença mit ihrer zentralen Kirche und umliegenden Gebäuden
Luftaufnahme von Pollença – historische Altstadt auf Mallorca – Bildnachweis: querbeet Stock-Datei-ID: 2148848679

In Pollença solltest du unbedingt die 365 Stufen zum Calvari hinaufgehen. Der Aufstieg ist zwar etwas anstrengend, gehört aber zu den schönsten Erlebnissen im Ort. Oben wartet ein weiter Blick über Pollença, die Dächer, die Hügel und die umliegende Landschaft. Auch die Plaça Major, die kleinen Gassen, Galerien, Cafés und Läden machen den Ort attraktiv. Pollença hat dabei eine ruhige, kultivierte Atmosphäre, die gut zu einem langsamen Bummel passt.

In Port de Pollença geht es maritimer und noch stärker Richtung Meer. Dort kannst du an der Promenade spazieren, baden, in einem Restaurant sitzen oder Bootsausflüge unternehmen. Die Bucht ist geschützt und wirkt oft sanfter als die wildere Küste rund um Formentor oder Cala Sant Vicenç. Genau dieser Wechsel zwischen Altstadt und Küste macht die Region so vielseitig. Morgens ein Marktbesuch in Pollença, später ein Spaziergang am Hafen und danach ein Blick Richtung Berge ergeben einen sehr runden Tagesausflug.

Der Markt von Pollença gehört zu den bekanntesten Wochenmärkten im Norden Mallorcas. Er findet sonntags im Zentrum statt und bringt viel Leben in die Straßen rund um die Plaça Major. Zwischen Lebensmitteln, Kunsthandwerk, Kleidung, Pflanzen und typischen Produkten entsteht eine schöne Marktstimmung, die gut zum historischen Ortsbild passt. Wer es ruhiger mag, kommt möglichst früh. In der Nähe warten außerdem das Cap de Formentor, Cala Sant Vicenç, Alcúdia und der Naturpark s’Albufera. Pollença ist damit ein perfekter Ausgangspunkt für alle, die Mallorcas Norden abwechslungsreich, entspannt und trotzdem voller Eindrücke erleben möchten.

Treppe zum Kalvarienberg in Pollença, gesäumt von Zypressen und mit Blick auf Kirche und Altstadt im Norden von Mallorca
Kalksteinstufen zum Kalvarienberg mit Blick auf die Altstadt von Pollença – Bildnachweis: Kris Hoobaer – Stock-ID: 1401750572

7. Alcúdia: Mittelalterliche Mauern und eine der schönsten Altstädte der Insel

Alcúdia gehört zu den Orten, die auf Mallorca fast immer funktionieren. Die historische Altstadt ist von mächtigen Mauern umgeben und bietet schöne Gassen, kleine Plätze, Restaurants, Cafés und Geschäfte. Gleichzeitig liegt Port d’Alcúdia mit langen Stränden, Hotels, Promenade und guter touristischer Infrastruktur ganz in der Nähe. Dadurch ist Alcúdia ideal für Familien, Kulturfans, Strandurlauber und alle, die gern mehrere Seiten Mallorcas an einem Ort verbinden möchten.

Vom Flughafen Palma de Mallorca fährst du mit dem Auto meist etwa 45 bis 60 Minuten in den Norden der Insel. Die Strecke ist gut ausgebaut und lässt sich auch nach der Ankunft meist angenehm fahren. Öffentliche Verbindungen Richtung Norden sind ebenfalls gut organisiert, je nach Saison auch mit direkteren Flughafenlinien. Wer in Alcúdia oder Port d’Alcúdia wohnt, hat viele Ziele im Norden schnell erreicht und braucht für schöne Ausflüge oft keine langen Tagesetappen.

In Alcúdia lohnt sich zuerst ein Rundgang auf oder entlang der Stadtmauer. Von dort bekommst du einen schönen Eindruck vom historischen Zentrum und seinen alten Strukturen. Auch die Altstadt selbst, die Kirche Sant Jaume und die römischen Spuren von Pollentia sind interessant. Gerade diese Mischung aus Mittelalter, römischer Geschichte und mallorquinischem Ortsleben macht Alcúdia besonders reizvoll. Danach kannst du nach Port d’Alcúdia fahren, am langen Strand spazieren, baden oder eine Pause mit Blick auf die Bucht einlegen.

Schmale historische Gasse in Alcudia mit Naturstein-Häusern, grünen Fensterläden und Blumentöpfen.
Mittelalterliche Altstadtgasse in Alcudia, Mallorca – Bildnachweis: Inigo Arza Azcorra – Stock-ID: 2155132889

Ein schöner Kontrast zur Altstadt ist der Naturpark s’Albufera in der Nähe. Dort wird es ruhiger, grüner und naturverbundener. Der Park ist besonders spannend für Vogelbeobachtung, leichte Spaziergänge und stille Naturmomente abseits der belebten Strandbereiche. So lässt sich ein Tag in Alcúdia wunderbar aufteilen. Erst Geschichte und Gassen, dann Meer, Strand oder Natur.

Der Wochenmarkt in Alcúdia findet dienstags und sonntags im historischen Zentrum statt und gehört zu den beliebtesten Märkten im Norden Mallorcas. Dann füllen sich die Gassen mit Ständen, regionalen Produkten, Kleidung, Kunsthandwerk, Obst, Gemüse und lebendiger Marktstimmung. Wer es entspannter mag, kommt möglichst früh, denn zur Hauptzeit kann es voll werden. Schöne Ausflüge in der Nähe sind Pollença, Formentor, Playa de Muro, Can Picafort und die Halbinsel La Victòria. Alcúdia ist damit ein vielseitiger Ort, der Kultur, Strand, Familienfreundlichkeit und Ausflüge im Norden der Insel sehr gut miteinander verbindet.

Luftaufnahme des Strandes von Alcudia mit einem langen Holzsteg, türkisfarbenem Wasser, Badenden und Hotels im Hintergrund.
Strand von Alcudia mit Holzsteg ins türkisfarbene Meer – Bildnachweis: pbsm – Stock-ID: 1982710338

8. Artà: Wochenmarkt, Sant Salvador und echtes Inselleben

Artà gehört zu den schönsten Orten im Osten Mallorcas und hat sich trotz seiner Beliebtheit ein starkes eigenes Gesicht bewahrt. Die Stadt wirkt lebendig, aber nicht übertrieben touristisch. Zwischen Natursteinhäusern, kleinen Läden, Cafés, Plätzen und alten Gassen entsteht eine Atmosphäre, die sehr gut zum ursprünglicheren Mallorca passt. Besonders am Dienstag, wenn Wochenmarkt ist, füllen sich die Straßen mit Ständen, Düften, Farben und Besuchern. Doch Artà lohnt sich auch an ruhigeren Tagen, wenn man mehr Zeit für die Altstadt, die Aussicht und die kleinen Details hat.

Vom Flughafen Palma de Mallorca brauchst du mit dem Auto meist etwa 60 bis 75 Minuten. Die Strecke führt je nach Route über Manacor oder durch den Osten der Insel. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Artà ebenfalls erreichbar, aber meist mit Umstieg und etwas mehr Planung. Für einen Tagesausflug aus Cala Ratjada, Cala Millor, Sa Coma oder Porto Cristo ist Artà sehr gut geeignet. Gerade von den Urlaubsorten an der Ostküste aus lässt sich der Besuch angenehm mit einem Marktbesuch, einem Stadtbummel oder einem Abstecher in die Umgebung verbinden.

Panoramablick auf die Stadt Artà mit alter Kirche und grüner Hügellandschaft
Blick über die Dächer von Artà auf Mallorca mit Kirche und Berglandschaft im Hintergrund – Bildnachweis: Neme Jimenez Stock-Datei-ID: 2179826177

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist Sant Salvador oberhalb der Stadt. Der Weg hinauf führt über Stufen und kleine Stationen und belohnt mit einem weiten Blick über Artà, die Dächer, die umliegenden Hügel und die Landschaft im Osten Mallorcas. Auch die Altstadt selbst ist sehenswert. Kleine Boutiquen, Galerien, Cafés, Restaurants und ruhige Seitengassen machen den Ort besonders angenehm. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte außerdem Ses Païsses besuchen, eine prähistorische Anlage am Rand der Stadt, die einen spannenden Blick in die frühe Besiedlung Mallorcas gibt.

Artà ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für den Naturpark Llevant und die Küstenregion im Nordosten. Dort wird Mallorca deutlich wilder, trockener und weniger bebaut als an vielen bekannten Badeorten. Wanderwege, Aussichtspunkte, kleine Buchten und die Nähe zu Orten wie Capdepera oder Colònia de Sant Pere machen die Gegend sehr abwechslungsreich. Dadurch passt Artà gut zu Reisenden, die Kultur, Natur und mallorquinisches Alltagsleben miteinander verbinden möchten.

Der Wochenmarkt von Artà findet dienstags am Vormittag statt und gehört zu den schönsten Märkten im Osten der Insel. Dann entsteht rund um die Straßen und Plätze eine lebendige Marktstimmung mit Lebensmitteln, Kunsthandwerk, Kleidung, Keramik, regionalen Produkten und vielen kleinen Eindrücken. Für Besucher ist der Vormittag die beste Zeit, wobei es zur Hauptsaison schnell voll werden kann. Wer es ruhiger mag, kommt früh oder besucht Artà an einem anderen Tag.

Sehr belebter Wochenmarkt in Artá
Belebter Wochenmarkt in Artá – Bildnachweis: Marcel Rübesam

In der Nähe lohnen sich Capdepera, Cala Ratjada, Canyamel, Colònia de Sant Pere und die Strände der Llevant-Region. Auch die Burg von Capdepera, die Höhlen von Artà bei Canyamel oder ein Abstecher an die Nordostküste lassen sich gut einbauen. Artà ist damit mehr als nur ein kurzer Marktstopp. Die Stadt ist ein vielseitiges Ziel für alle, die den Osten Mallorcas intensiver erleben möchten und dabei eine schöne Mischung aus Geschichte, Natur, Genuss und Altstadtflair suchen.

9. Santanyí: Sandstein, Marktflair und Buchten wie aus dem Bilderbuch

Santanyí liegt im Südosten Mallorcas und ist einer dieser Orte, an denen sich Markt, Altstadt und Strandausflug besonders gut verbinden lassen. Die hellen Sandsteinhäuser, kleinen Boutiquen, Galerien, Restaurants und Cafés geben dem Ort eine elegante, aber trotzdem entspannte Atmosphäre. Santanyí wirkt gepflegt und lebendig, ohne seine mallorquinische Stimmung zu verlieren. Besonders schön ist der Ort an Markttagen, wenn sich die Straßen rund um die Kirche, den Hauptplatz und die kleinen Gassen mit Ständen, Farben, Düften und Besuchern füllen.

Vom Flughafen Palma de Mallorca erreicht man Santanyí mit dem Auto meist in etwa 40 bis 55 Minuten. Die Fahrt führt durch den Süden und Südosten der Insel und ist gut machbar, auch für einen Tagesausflug. Öffentliche Verbindungen führen häufig über Palma oder Campos und brauchen etwas mehr Planung. Wer flexibel zu den Buchten, Aussichtspunkten und Naturzielen in der Umgebung möchte, ist mit dem Auto klar im Vorteil. Besonders für Cala Santanyí, Cala Llombards oder den Naturpark Mondragó lohnt sich diese Flexibilität.

Kleine Bucht mit kristallklarem Wasser, umgeben von weiß gestrichenen Häusern mit grünen Fensterläden in Santanyí, Mallorca
Malerische Bucht mit türkisblauem Wasser und traditionellen Fischerhäusern in Santanyí auf Mallorca – Bildnachweis: IMAG3S – Stock-ID: 2204591963

In Santanyí selbst kannst du wunderbar durch die Altstadt bummeln, in kleinen Läden stöbern, Cafés besuchen und regionale Produkte entdecken. Viele Geschäfte sind liebevoll gestaltet, und zwischen Kunst, Mode, Keramik, Feinkost und Dekoration findet man immer wieder schöne Mitbringsel. Der Ort eignet sich weniger für ein straffes Besichtigungsprogramm, sondern eher für einen entspannten Spaziergang mit Pausen. Gerade diese Mischung aus hübschen Straßen, kleinen Plätzen und gemütlicher Gastronomie macht Santanyí so beliebt.

Die Umgebung ist aber mindestens genauso wichtig wie der Ort selbst. Cala Santanyí, Cala Llombards, Caló des Moro, S’Almunia und der Naturpark Mondragó gehören zu den bekanntesten Ausflugszielen in der Nähe. Während einige Buchten sehr beliebt und in der Hauptsaison schnell voll sind, bietet Mondragó eine schöne Kombination aus Natur, Spazierwegen und Badebuchten. Wer früh startet, kann erst durch Santanyí schlendern und später ans Meer fahren. So entsteht ein abwechslungsreicher Tag zwischen Ortsleben, Küste und Landschaft.

Der Markt von Santanyí findet mittwochs und samstags statt und gehört zu den bekanntesten Wochenmärkten im Südosten Mallorcas. Dann verteilen sich die Stände über die Hauptstraßen, die Umgebung der Kirche und den Hauptplatz. Angeboten werden unter anderem Lebensmittel, Kleidung, Kunsthandwerk, Keramik, Schmuck, Taschen und typische Produkte der Insel. Die Marktstimmung ist lebendig, besonders zur Hauptzeit kann es aber voll werden. Wer es entspannter mag, kommt möglichst früh und nimmt sich danach Zeit für einen Kaffee oder einen kleinen Bummel.

Bündel mit frischen Kräutern und Salaten liegen im Vordergrund, während Marktbesucher und Stände in Santanyí unscharf im Hintergrund zu sehen sind.
Frisches Grün dominiert einen Marktstand in Santanyí – Bildnachweis: Neme Jimenez – iStock-Datei-ID: 1338631620

Santanyí eignet sich perfekt für einen halben Tag Markt und Altstadt, gefolgt von einem Nachmittag am Meer. Genau diese Verbindung macht den Ort so reizvoll. Erst ein Spaziergang durch die Gassen, dann ein Besuch auf dem Markt, später eine Fahrt zur Küste oder in den Naturpark. So zeigt Santanyí eine besonders schöne Seite des Südostens und gehört für viele Besucher zu den Orten, die Mallorca elegant, entspannt und trotzdem angenehm ursprünglich wirken lassen.

10. Capdepera und Cala Ratjada: Burg, Küste und der wilde Osten

Capdepera wird oft übersehen, weil viele Besucher direkt nach Cala Ratjada weiterfahren. Dabei ist der Ort selbst ein echtes Highlight im Osten Mallorcas. Über dem historischen Ortskern liegt das Castell de Capdepera, eine alte befestigte Anlage mit Mauern, Türmen und einem wunderschönen Blick über die Landschaft bis Richtung Küste. Unten im Ort geht es deutlich ruhiger zu als in den bekannten Ferienorten am Meer. Genau dieser Kontrast macht Capdepera so reizvoll. Nur wenige Minuten entfernt wartet Cala Ratjada mit Hafen, Promenade, Stränden, Restaurants und vielen Möglichkeiten für Ausflüge entlang der Ostküste.

Vom Flughafen Palma de Mallorca dauert die Fahrt mit dem Auto meist etwa 70 bis 85 Minuten. Die Strecke führt quer über die Insel und lohnt sich besonders für Reisende, die den Nordosten intensiver entdecken möchten. Öffentliche Verbindungen sind möglich, brauchen aber oft mehr Zeit und führen meist über Manacor oder andere Umstiegspunkte. Für einen Urlaub im Osten Mallorcas ist die Gegend rund um Capdepera und Cala Ratjada besonders spannend, weil man Burgbesuch, Strandtage, Märkte, kleine Wanderungen und Küstenausflüge gut miteinander verbinden kann.

Blick auf die Dächer und historischen Gebäude von Capdepera auf Mallorca mit Kirche und umliegenden Hügeln im Hintergrund
Historischer Ortskern von Capdepera auf Mallorca mit Blick auf die Kirche – Bildnachweis: Al Carrera Stock-Datei-ID: 2204859989

In Capdepera ist das Castell der wichtigste Besuchspunkt. Der Aufstieg ist nicht besonders lang, belohnt aber mit einer schönen Aussicht und einem guten Gefühl für die Geschichte des Ortes. Danach lohnt sich ein Spaziergang durch die Gassen oder eine Pause auf der Plaça de l’Orient. In Cala Ratjada wird es maritimer und lebendiger. Dort kannst du zum Hafen gehen, an der Promenade entlanglaufen, nach Cala Gat spazieren, den Leuchtturm Far de Capdepera besuchen oder zu Buchten wie Cala Agulla und Cala Mesquida fahren. Gerade diese Mischung aus historischem Ort und naher Küste macht die Region sehr abwechslungsreich.

Auch für kleine Küstenwanderungen ist die Gegend sehr schön. Rund um Cala Ratjada, Cala Gat, Cala Agulla und Cala Mesquida findest du immer wieder Wege mit Blick auf Felsen, Pinien, Meer und Buchten. Wer es ruhiger mag, startet früh am Morgen oder kommt außerhalb der Hauptsaison. Dann wirkt die Landschaft offener, die Strände sind leerer, und Capdepera zeigt sich von einer deutlich entspannteren Seite.

Far de Capdepera – weißer Leuchtturm auf einem Felsvorsprung über dem Meer an Mallorcas Ostküste.
Der historische Leuchtturm Far de Capdepera an der Steilküste von Mallorca mit Blick auf das weite Mittelmeer – Bildnachweis: sndr Stock-Datei-ID: 1186931842

Der Wochenmarkt in Capdepera findet mittwochs im Zentrum statt. Er wird auf der Plaça de l’Orient abgehalten und ist am Vormittag besonders schön mit einem Ortsbummel zu verbinden. Außerdem gibt es in Cala Ratjada ebenfalls Markttage, die vor allem für Urlauber an der Küste praktisch sind. Als Ausflüge passen Artà, Canyamel, Cala Mesquida, Cala Torta und der Naturpark Llevant sehr gut dazu. Capdepera ist damit nicht nur ein kurzer Stopp auf dem Weg ans Meer, sondern ein lohnender Ort für alle, die Mallorcas Osten mit Geschichte, Aussicht, Küste und etwas mehr Ruhe erleben möchten.

Bonus-Tipp: Cap de Formentor als Ausflug einplanen

Das Cap de Formentor ist kein klassischer Ort zum Übernachten, sondern eines der spektakulärsten Ausflugsziele auf Mallorca. Die schmale Straße, die steilen Felswände, der Mirador Es Colomer, die weiten Blicke über das Meer und der Leuchtturm am Ende der Halbinsel gehören zu den stärksten Landschaftserlebnissen der Insel. Schon die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis, denn hinter jeder Kurve öffnen sich neue Ausblicke auf Küste, Berge und tiefblaues Wasser. Besonders gut passt Formentor als Tagesausflug ab Pollença, Port de Pollença oder Alcúdia.

Die berühmte Panoramastraße ist wunderschön, verlangt aber auch Aufmerksamkeit. In der Hauptsaison kann es eng, voll und langsam werden, besonders an Aussichtspunkten und beliebten Fotostopps. Der Mirador Es Colomer gehört zu den bekanntesten Stopps, weil man dort die dramatische Steilküste besonders eindrucksvoll sieht. Wer weiterfährt, erreicht schließlich den Far de Formentor, den Leuchtturm am nördlichen Ende Mallorcas. Dort fühlt sich die Insel plötzlich wild, windig und ziemlich weit weg vom klassischen Badeurlaub an.

Wichtig ist vor allem die Anreise. In der Hauptsaison gibt es Zufahrtsbeschränkungen, die man unbedingt beachten sollte. Für 2026 sind Maßnahmen vom 15. Mai bis 18. Oktober zwischen 10:00 und 22:00 Uhr auf dem Abschnitt zum Leuchtturm vorgesehen. In dieser Zeit ist der Zugang für nicht autorisierte Fahrzeuge stark eingeschränkt. Plane deshalb entweder sehr früh am Morgen, später am Abend oder nutze Bus und öffentlichen Verkehr. So vermeidest du Stress, mögliche Strafen und Parkplatzprobleme.

Drohnenaufnahme des Leuchtturms am Cap Formentor auf Mallorca mit Blick auf das tiefblaue Mittelmeer und die felsige Küstenlandschaft.
Luftaufnahme vom Leuchtturm am Cap Formentor, Mallorca – Bildnachweis: cinoby – Stock-ID: 819799686

Wer Formentor entspannt erleben möchte, sollte genügend Zeit einplanen und nicht nur schnell bis zum Leuchtturm fahren. Ein Stopp am Mirador Es Colomer, eine Pause mit Blick auf die Küste oder ein Abstecher zur Platja de Formentor machen den Ausflug deutlich schöner. Besonders stimmungsvoll ist die Halbinsel am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht weicher wird und die Landschaft noch dramatischer wirkt. Dann zeigt sich Formentor genau so, wie viele sich Mallorca erträumen: wild, weit, felsig und voller Meerblick.

Welche Route ist für die 10 Orte ideal?

Wenn du mehrere Orte kombinieren möchtest, kannst du Mallorca gut in Regionen aufteilen. Für den Westen passen Palma, Valldemossa, Deià, Sóller und Fornalutx zusammen. Das ist eine perfekte Route für Bergdörfer, Aussicht, Kultur und Tramuntana-Flair. Für den Norden eignen sich Pollença, Port de Pollença, Alcúdia und Formentor. Dort bekommst du Altstadt, Strände, Natur und große Ausblicke in einer Reise.

Für den Osten und Südosten bieten sich Artà, Capdepera, Cala Ratjada und Santanyí an. Diese Route ist besonders schön, wenn du Märkte, Burgen, Buchten und mallorquinische Orte erleben möchtest. Wer eine Woche Zeit hat, sollte nicht alle Ziele an einem Tag abhaken wollen. Mallorca ist am schönsten, wenn man sich treiben lässt, früh startet und zwischendurch Pausen einplant.

Die schönsten Orte auf Mallorca liegen nicht alle am Strand

Mallorca zeigt seine ganze Stärke erst, wenn man die Insel in verschiedenen Stimmungen erlebt. Palma bringt Kultur und Stadtgefühl. Valldemossa, Deià, Sóller und Fornalutx zeigen die Magie der Tramuntana. Pollença und Alcúdia verbinden Geschichte mit Natur und Meer. Artà, Santanyí und Capdepera bringen Marktleben, Steinhäuser, Buchten und den ruhigeren Osten ins Spiel.

Genau diese Mischung macht Mallorca so besonders. Die Insel kann elegant, wild, dörflich, historisch, lebendig und still sein. Wer nur am Strand bleibt, sieht eine schöne Seite. Wer aber diese Orte besucht, versteht Mallorca viel tiefer.


Warst du schon einmal an einem dieser Orte auf Mallorca oder hast du einen anderen Lieblingsort auf der Insel, den man unbedingt sehen sollte? Wir freuen uns über deine Tipps, Reiseberichte und persönlichen Empfehlungen in den Kommentaren.