Messina als Reiseziel: Der unterschätzte Sizilien-Tipp für alle, die Meer und Kultur lieben

Messina ist ein Reiseziel für alle, die Sizilien nicht nur über Palermo, Catania, Taormina oder Syrakus kennenlernen möchten. Die Stadt liegt ganz im Nordosten der Insel direkt an der Meerenge von Messina. Hier ist Sizilien dem italienischen Festland so nah, dass man Kalabrien bei klarer Sicht fast greifen kann. Fähren, Schiffe, Meer, Berge und Stadtleben prägen das Bild.

Blick auf den Domplatz in Messina unter einem strahlend blauen Himmel mit Schäfchenwolken
Historische Architektur und Hafen von Messina – Bildnachweis: travellaggio – iStock-Datei-ID: 1151780421

Viele Reisende sehen Messina nur kurz, wenn sie mit der Fähre ankommen oder weiter nach Taormina fahren. Das ist schade, denn die Stadt hat mehr zu bieten, als man zuerst erwartet. Messina besitzt einen eindrucksvollen Domplatz, eine berühmte astronomische Uhr, schöne Aussichtspunkte, eine lange Hafenpromenade, Museen, Kirchen, Strände in der Umgebung und eine Küche, die stark vom Meer geprägt ist.

Messina ist keine perfekt polierte Postkartenstadt. Erdbeben, Krieg und Wiederaufbau haben sie stark verändert. Genau deshalb wirkt sie anders als viele historische Orte auf Sizilien. Wer makellose Altstadtromantik sucht, wird vielleicht überrascht sein. Wer aber echte Hafenatmosphäre, sizilianischen Alltag und eine spannende Lage zwischen Meer und Bergen mag, findet hier ein interessantes Ziel voller Charakter.

Eine idyllische, mit Natursteinen gepflasterte Gasse voller bunter Blumentöpfe und üppiger Kletterpflanzen
Charmante Gasse in Sizilien – Bildnachweis: e55evu – iStock-Datei-ID: 1125987368

Wie kommt man nach Messina?

Messina ist auf mehreren Wegen erreichbar. Besonders typisch ist die Anreise über die Straße von Messina. Wer vom italienischen Festland kommt, fährt meist über Villa San Giovanni oder Reggio Calabria und setzt mit der Fähre oder dem Schnellboot nach Sizilien über. Gerade diese kurze Überfahrt ist ein besonderer Moment, weil die Küste Siziliens langsam näher rückt.

Wer mit dem Flugzeug reist, nutzt häufig den Flughafen Catania. Von dort gibt es Bus- und Bahnverbindungen nach Messina. Auch der Flughafen Reggio Calabria kann interessant sein, da er auf der anderen Seite der Meerenge liegt. Palermo ist ebenfalls möglich, bedeutet aber meist eine längere Weiterreise.

Mit dem Zug ist Messina gut erreichbar und lässt sich bequem in eine Sizilien-Rundreise einbauen. Verbindungen bestehen unter anderem nach Catania, Taormina, Syrakus und Palermo. Auch die besondere Zug-Fähr-Verbindung zwischen Festland und Sizilien macht die Überfahrt zu einem Reiseerlebnis, das man nicht überall in Europa findet.

Wie bewegt man sich in Messina?

Das Zentrum von Messina lässt sich gut zu Fuß erkunden. Dom, Glockenturm, wichtige Plätze, einige Kirchen, Einkaufsstraßen und der Hafenbereich liegen so nah beieinander, dass man sie bei einem Stadtspaziergang gut verbinden kann. Für den ersten Eindruck braucht man in der Innenstadt kein Auto.

Für längere Strecken gibt es Busse, Straßenbahn, Taxis und Fahrdienste. Wer Richtung Ganzirri, Torre Faro, Strände oder Aussichtspunkte außerhalb des Zentrums möchte, sollte die Verbindung vorher prüfen. Ein Mietwagen ist vor allem sinnvoll, wenn man Messina als Basis für Ausflüge nach Taormina, Milazzo, Tindari, in die Peloritani-Berge oder entlang der sizilianischen Küste nutzen möchte.

In der Stadt selbst kann ein Auto eher unpraktisch sein. Verkehr, Parkplätze und enge Straßen können anstrengend werden. Wer zentral wohnt, kombiniert am besten Spaziergänge, öffentliche Verkehrsmittel und für einzelne Ausflüge einen Mietwagen.

Die imposante Kuppel des Tempio di Cristo Re überragt die Gebäude und bietet einen weiten Blick über die Straße von Messina
Tempio di Cristo Re über Messina – Bildnachweis: saiko3p – iStock-Datei-ID: 2231769347

Piazza Duomo: Das Herz von Messina

Die Piazza Duomo ist der wichtigste Platz in Messina und für viele Besucher der beste Startpunkt. Hier stehen der Dom, der berühmte Glockenturm mit der astronomischen Uhr und der Orionbrunnen. Der Platz verbindet Geschichte, Wiederaufbau und das alltägliche Leben der Stadt auf sehr anschauliche Weise.

Besonders beeindruckend ist der Glockenturm. Täglich um 12 Uhr wird die astronomische Uhr zu einem kleinen Schauspiel. Bewegliche Figuren, Symbole und Szenen setzen sich in Bewegung, und viele Besucher versammeln sich auf dem Platz, um diesen Moment mitzuerleben.

Die Piazza Duomo wirkt klar, hell und weniger überladen als manche großen Plätze in Italien. Sie zeigt sehr gut, wie Messina nach schweren Zerstörungen wieder aufgebaut wurde. Gerade dieser Wiederaufbau gehört zur Identität der Stadt und macht den Platz zu einem wichtigen Teil jedes Aufenthalts.

Der Dom von Messina: Geschichte, Zerstörung und Wiederaufbau

Der Dom von Messina gehört zu den wichtigsten Bauwerken der Stadt. Seine Geschichte ist eng mit Zerstörung und Neuanfang verbunden. Besonders das schwere Erdbeben von 1908 und spätere Kriegsschäden haben Messina stark geprägt. Die Kathedrale wurde wiederhergestellt und steht heute als Symbol für die Widerstandskraft der Stadt.

Von außen wirkt die Kirche ruhig, hell und klar. Innen lohnt sich ein Blick auf Architektur, Ausstattung und Atmosphäre. Der Dom ist kein rein musealer Ort, sondern ein lebendiger Teil des religiösen und städtischen Lebens.

Zusammen mit dem Glockenturm und dem Orionbrunnen bildet er das wichtigste Ensemble im Zentrum. Wer nur wenig Zeit in Messina hat, sollte diesen Bereich trotzdem nicht auslassen, denn hier wird der Wiederaufbau der Stadt besonders sichtbar.

Die goldene Statue der Madonnina auf der Festungsanlage am Hafeneingang von Messina
Statue der Madonnina am Hafen von Messina – Bildnachweis: Julia Lavrinenko – iStock-Datei-ID: 1485186959

Orionbrunnen: Ein Meisterwerk mitten auf dem Domplatz

Der Orionbrunnen auf der Piazza Duomo gehört zu den schönsten historischen Kunstwerken in Messina. Er ist dem mythischen Gründer der Stadt gewidmet und verbindet Skulptur, Symbolik und städtische Geschichte. Zwischen Dom und Glockenturm wirkt der Brunnen wie ein eleganter Mittelpunkt des Platzes.

Bei einem ruhigen Blick erkennt man viele feine Details. Figuren, Wasser, helle Steine und die Lage auf der Piazza machen ihn zu einem besonders schönen Fotomotiv. Der Brunnen zeigt, dass Messina trotz Erdbeben, Kriegsschäden und Wiederaufbau wichtige historische Kunstschätze bewahrt hat.

Der Besuch passt gut in einen langsamen Rundgang durch das Zentrum. Erst der Dom, dann die astronomische Uhr, danach der Brunnen und anschließend weiter durch die umliegenden Straßen. So bekommt man einen stimmigen ersten Eindruck von Messina.

Santuario di Cristo Re: Einer der schönsten Ausblicke auf Stadt und Meerenge

Das Santuario di Cristo Re liegt oberhalb von Messina und bietet einen wunderbaren Blick auf Stadt, Hafen und Meerenge. Wer Messina von oben erleben möchte, sollte diesen Ort einplanen. Von hier erkennt man besonders gut, wie nah Sizilien und Kalabrien einander an dieser Stelle kommen.

Der Aufstieg oder die Fahrt hinauf lohnt sich vor allem am späten Nachmittag. Dann ist das Licht oft weicher, und der Blick über Dächer, Hafen und Wasser wirkt besonders stimmungsvoll. Bei klarer Sicht sieht man weit hinüber zum italienischen Festland.

Dieser Aussichtspunkt zeigt Messina von seiner stärksten Seite. Unten liegt die Hafenstadt, davor das Meer, gegenüber das Festland und dahinter die Berge. Genau diese besondere Lage macht Messina so einzigartig.

Santuario della Madonna di Montalto: Ruhiger Blick über Messina

Ein weiterer schöner Aussichtsort ist das Santuario della Madonna di Montalto. Auch von hier bekommt man einen weiten Blick auf Messina, den Hafen und die Meerenge. Der Ort wirkt ruhiger als die zentralen Plätze und eignet sich gut für eine kleine Pause abseits von Verkehr und Stadttrubel.

Messina ist eine Stadt, die man von oben besonders gut versteht. Die Lage zwischen Hügeln, Hafen und Wasser erschließt sich nicht vollständig, wenn man nur unten durch die Straßen läuft. Deshalb lohnen sich solche Aussichtspunkte sehr.

Wer fotografiert, sollte beide Seiten der Stadt nutzen. Unten im Zentrum gibt es Dom, Brunnen und Hafen. Oben sieht man das größere Panorama und erkennt, wie besonders diese Stadtlage wirklich ist.

Luftaufnahme der Kathedrale von Messina mit ihrem markanten Glockenturm vor dem Hafenbecken
Dom von Messina am Hafen – Bildnachweis: saiko3p – iStock-Datei-ID: 2272222535

Der Hafen und die Meerenge: Messinas maritime Seele

Messina lebt vom Meer. Der Hafen, die Fähren, die Schiffe und die Straße von Messina bestimmen den Rhythmus der Stadt. Man merkt schnell, dass Messina nicht nur am Wasser liegt, sondern durch diese besondere Lage am Meer geprägt wurde.

Die Meerenge ist mehr als eine geografische Besonderheit. Sie ist Verbindung und Grenze zugleich. Hier fahren Fähren, Handelsschiffe und Boote zwischen Sizilien und Kalabrien. Gleichzeitig ranken sich alte Mythen um diese Meeresstelle, besonders um Skylla und Charybdis aus der griechischen Mythologie.

Ein Spaziergang am Hafen oder entlang der Uferbereiche lohnt sich, auch wenn Messina keine klassische Strandpromenade wie ein Badeort hat. Die Stadt zeigt hier ihre echte, maritime Seite. Wer Schiffe, Hafenstimmung und Meerblick mag, wird diesen Teil besonders spannend finden.

Passeggiata a Mare: Spazieren mit Blick aufs Wasser

Die Passeggiata a Mare ist ein schöner Bereich für einen Spaziergang am Wasser. Hier sieht man die Meerenge, beobachtet Schiffe und genießt den Blick Richtung Kalabrien. Besonders am frühen Abend ist die Atmosphäre angenehm, wenn das Licht weicher wird und die Stadt ruhiger wirkt.

Messina zeigt sich hier weniger dicht und städtisch. Der Blick öffnet sich, das Meer liegt nah, und die Stadt bekommt mehr Weite. Gerade nach einem Rundgang durch das Zentrum ist dieser Spaziergang eine sehr passende Ergänzung.

Wer einen ruhigen Moment sucht, sollte sich etwas Zeit nehmen und einfach am Wasser entlanglaufen. Messina ist nicht nur durch seine Gebäude interessant, sondern vor allem durch seine besondere Lage zwischen Sizilien, Meer und Festland.

Museo Regionale di Messina: Kunst und Caravaggio

Das Museo Regionale di Messina gehört zu den wichtigsten Kulturorten der Stadt. Hier findet man Skulpturen, Gemälde, historische Stücke und wertvolle Kunstwerke, die viel über Messina, Sizilien und die bewegte Geschichte der Region erzählen. Besonders bekannt sind Werke von Antonello da Messina und Caravaggio.

Ein Besuch lohnt sich für alle, die Messina kulturell besser verstehen möchten. Gerade weil die Stadt durch Erdbeben, Krieg und Wiederaufbau so viel verloren hat, wirken erhaltene Sammlungen und Kunstschätze hier besonders bedeutend.

Das Museum ist auch eine gute Idee bei wechselhaftem Wetter oder großer Hitze. Wer sich für Kunst, Geschichte und ruhigere Orte interessiert, sollte es nicht auslassen. Es zeigt eine wertvolle, nachdenkliche und sehr sehenswerte Seite von Messina.

Ganzirri-Seen: Lagunenstimmung im Norden von Messina

Im Norden von Messina liegen die Laghi di Ganzirri. Diese Seen und Lagunenbereiche zeigen eine ruhigere Seite der Stadt. Hier wird Messina flacher, wasserreicher und stärker von Natur, Fischerei, Booten und entspannter Alltagsatmosphäre geprägt.

Die Gegend eignet sich gut für Spaziergänge, Essen am Wasser und einen Ausflug aus dem Stadtzentrum. Besonders schön ist der Bereich am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird und sich Boote, Häuser und Himmel im Wasser spiegeln.

Auch kulinarisch ist Ganzirri interessant. In der Umgebung findet man Restaurants mit Fisch und Meeresfrüchten. Wer Messina abseits des Domplatzes erleben möchte, sollte diesen nördlichen Stadtteil mit seiner besonderen Wasserlandschaft einplanen.

Blick von oben auf das tiefblaue Meer und die Bucht von Taormina, eingerahmt von blühenden Oleandersträuchern
Malerische Bucht bei Taormina – Bildnachweis: Balate Dorin – iStock-Datei-ID: 2157818809

Torre Faro und Capo Peloro: Wo sich Meere und Strömungen treffen

Ganz im Norden liegt Torre Faro mit Capo Peloro. Hier läuft Sizilien fast spitz in Richtung Kalabrien aus. Die Landschaft wirkt besonders, weil sich Meere, Strömungen, Sand, Lagunen und der Blick auf das italienische Festland auf engem Raum treffen.

Der Pilone di Torre Faro, ein hoher ehemaliger Strommast, ist ein auffälliges Wahrzeichen der Gegend. Auch wenn er nicht klassisch schön ist, prägt er das Bild dieses ungewöhnlichen Ortes. In der Umgebung gibt es Strände, Wasserblicke und eine Atmosphäre, die ganz anders wirkt als im Zentrum von Messina.

Torre Faro eignet sich gut für einen halben Tag außerhalb der Innenstadt. Wer Meer, Weite, besondere Küstenlandschaften und ungewöhnliche Orte mag, wird diesen nördlichen Teil von Messina spannend finden.

Strände bei Messina: Baden mit Blick auf die Meerenge

Messina ist kein typischer Badeort wie Taormina, Cefalù oder San Vito Lo Capo. Trotzdem gibt es in der Umgebung schöne Strände und Badestellen, besonders Richtung Norden bei Ganzirri, Torre Faro und entlang der Küste. Dort lassen sich Stadtbesuch und Meer gut miteinander verbinden.

Die Küstenabschnitte sind je nach Lage sandig, kieselig oder gemischt. Das Wasser kann sehr schön sein, doch die Strömungen nahe der Meerenge sollte man ernst nehmen. Baden sollte man nur dort, wo es üblich und sicher ist, und lokale Hinweise sollte man beachten.

Für einen reinen Strandurlaub gibt es auf Sizilien passendere Orte. Für eine Reise mit Stadt, Hafen, Kultur und ein paar entspannten Badestunden ist Messina aber sehr interessant.

Taormina: Der beliebteste Ausflug ab Messina

Taormina liegt südlich von Messina und gehört zu den bekanntesten Zielen auf Sizilien. Die Stadt ist berühmt für ihre spektakuläre Lage, das antike Theater, den Blick auf den Ätna und die Nähe zur Isola Bella. Von Messina aus lässt sich Taormina sehr gut als Tagesausflug einplanen.

Der Kontrast ist besonders spannend. Messina wirkt echter, maritimer und weniger touristisch, während Taormina eleganter, bekannter und oft deutlich voller ist. Zusammen zeigen beide Orte sehr schön, wie unterschiedlich der Nordosten Siziliens sein kann.

Wer in Messina wohnt, kann früh nach Taormina starten und am Abend zurückkehren. So bleibt man nah an einem der großen Highlights der Insel und nutzt Messina gleichzeitig als praktischere Basis für einen Tagesausflug.

Milazzo und die Äolischen Inseln: Inselträume ab der Nordküste

Milazzo liegt westlich von Messina und ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Fahrten zu den Äolischen Inseln. Von hier starten Verbindungen zu Lipari, Vulcano, Salina, Stromboli und weiteren Inseln, die zu den schönsten Zielen im Norden Siziliens gehören.

Von Messina aus erreicht man Milazzo je nach Verbindung mit Auto, Bus oder Transfer. Wer genug Zeit hat, sollte eine oder mehrere Inseln einplanen. Für einen Tagesausflug bieten sich besonders Vulcano oder Lipari an. Noch schöner ist es, mindestens eine Nacht auf den Inseln zu bleiben.

Die Äolischen Inseln zeigen Sizilien von einer vulkanischen, wilden und sehr besonderen Seite. Messina ist dafür ein praktischer Startpunkt, wenn man die Nordostküste erkundet und die Reise um ein echtes Inselerlebnis erweitern möchte.

Tindari: Heiligtum, Antike und Meerblick

Tindari ist ein schöner Ausflug westlich von Messina. Der Ort ist bekannt für das Santuario della Madonna Nera, antike Ruinen und den Blick auf die Lagunen von Marinello. Die Lage hoch über dem Meer macht den Besuch besonders eindrucksvoll.

Der Ausflug verbindet Kultur, Religion, Geschichte und Landschaft auf engem Raum. Man kann das Heiligtum besuchen, durch die archäologische Zone gehen und die weite Aussicht genießen. Besonders schön ist der Blick hinunter auf die Sandformen, das Wasser und die Küste.

Tindari passt gut für Reisende, die ab Messina nicht nur Richtung Taormina fahren möchten. Die Nordküste Siziliens hat viele spannende Orte, und Tindari gehört zu den lohnenden Stationen.

Reggio Calabria: Ein Sprung aufs Festland

Durch die Fähren über die Meerenge ist Reggio Calabria auf dem italienischen Festland von Messina aus sehr nah. Wer Lust auf einen ungewöhnlichen Tagesausflug hat, kann die kurze Überfahrt nutzen und Kalabrien für ein paar Stunden erleben.

Besonders bekannt ist das Archäologische Nationalmuseum in Reggio Calabria mit den Bronzen von Riace. Auch die Uferpromenade der Stadt eignet sich gut für einen Spaziergang mit Blick zurück Richtung Sizilien. Der Ausflug zeigt sehr schön, wie eng beide Regionen geografisch und kulturell miteinander verbunden sind.

Für Reisende, die gern Übergänge, Meerwege und regionale Unterschiede erleben, ist dieser Abstecher besonders reizvoll. Man fährt nur über die Meerenge und steht plötzlich auf dem italienischen Festland.

Was isst man in Messina?

Messina ist ein sehr gutes Ziel für alle, die sizilianische Küche lieben. Durch die Lage an der Meerenge spielen Fisch und Meeresfrüchte eine große Rolle. Besonders bekannt ist Schwertfisch, der als Pesce spada gegrillt, gerollt, gefüllt oder in verschiedenen regionalen Varianten serviert wird.

Eine typische Spezialität sind Braciole messinesi. Das sind kleine gefüllte Fleischröllchen, die oft gegrillt werden. Auch Focaccia messinese sollte man probieren. Sie wird häufig mit Endivie, Käse, Tomaten und Sardellen zubereitet. Dazu kommen Pidoni, Arancini, Pasta mit Fisch, Caponata, Cannoli und viele süße Klassiker Siziliens.

Sehr schön ist eine Granita mit Brioche am Morgen. Das ist auf Sizilien fast schon ein kleines Urlaubsritual. In Messina passt sie besonders gut, wenn danach ein Spaziergang durch die Stadt oder ans Meer wartet.

Blick über die antiken Ruinen des Theaters in Taormina bei Sonnenaufgang mit dem Ätna im Hintergrund
Antikes griechisches Theater in Taormina – Bildnachweis: michelangeloop – iStock-Datei-ID: 656939650

Wann ist die beste Reisezeit für Messina?

Messina kann man grundsätzlich das ganze Jahr über besuchen. Besonders angenehm sind Frühling, Frühsommer und Herbst. April, Mai, Juni, September und Oktober eignen sich gut für Stadtspaziergänge, Ausflüge, Aussichtspunkte und einzelne Badetage, ohne dass die Hitze zu anstrengend wird.

Im Juli und August ist es heißer und voller. Für Badeausflüge kann diese Zeit schön sein, doch Sightseeing in der Stadt wird im Hochsommer deutlich anstrengender. Dann sollte man früh starten, mittags Pausen einplanen und den Abend für Spaziergänge am Wasser nutzen.

Der Winter ist ruhiger und milder als in vielen Teilen Europas. Für einen klassischen Badeurlaub ist er nicht ideal, aber für Stadtbesuche, Essen, Museen und Ausflüge kann Messina auch in der Nebensaison interessant sein.

Für wen lohnt sich Messina besonders?

Messina lohnt sich für Reisende, die Sizilien abseits der bekanntesten Postkartenorte erleben möchten. Die Stadt passt gut zu Individualreisenden, Kulturinteressierten, Fährreisenden, Sizilien-Rundreisenden, Fotografen und allen, die Hafenstädte mit echtem Charakter mögen.

Besonders gut eignet sich Messina für Menschen, die mehrere Ausflüge planen möchten. Taormina, Tindari, Milazzo, die Äolischen Inseln, Reggio Calabria und die Strände im Norden lassen sich gut einbauen. Dadurch kann die Stadt ein praktischer und zugleich spannender Standort sein.

Wer reine Altstadtromantik oder einen perfekten Badeort sucht, findet auf Sizilien vielleicht passendere Ziele. Wer aber eine echte Stadt mit Meer, Geschichte, Aussicht und guter Küche sucht, sollte Messina nicht unterschätzen und als besonderes Reiseziel einplanen.

Panorama der Stadt Messina mit ihren historischen Gebäuden, dem Dom und dem geschäftigen Yachthafen
Messina im Sonnenschein – Bildnachweis: NANCY PAUWELS – iStock-Datei-ID: 902575428

Häufige Fragen und Antworten zu Messina

Ist Messina ein guter Ort für Kreuzfahrtgäste?

Ja, Messina eignet sich sehr gut für einen kurzen Landgang. Der Domplatz, die astronomische Uhr, der Hafenbereich und einige Aussichtspunkte lassen sich je nach Liegezeit gut erreichen. Wer mehr Zeit hat, kann auch Taormina als Ausflug einplanen.

Ist Messina touristisch überlaufen?

Messina ist meist weniger überlaufen als Taormina, Palermo oder einige bekannte Strandorte. Rund um den Domplatz und bei Kreuzfahrtschiffen kann es voller werden, aber insgesamt wirkt die Stadt oft alltäglicher und weniger touristisch.

Kann man Messina gut ohne Auto besuchen?

Ja, für das Zentrum und einen kurzen Aufenthalt braucht man kein Auto. Für Ganzirri, Torre Faro, Tindari, Milazzo oder abgelegenere Strände ist ein Auto aber sehr hilfreich.

Ist Messina für Familien geeignet?

Ja, Messina kann mit Kindern funktionieren, wenn man Domplatz, Uhrenspiel, Hafen, Eispausen, Strandabschnitte und kurze Ausflüge kombiniert. Bei Hitze sollte man das Programm nicht zu voll packen.

Ist Messina romantisch?

Messina ist nicht romantisch im klassischen Postkartenstil, aber die Meerenge, Aussichtspunkte, Sonnenuntergänge, Hafenlichter und Spaziergänge am Wasser können sehr stimmungsvoll sein.

Kann man von Messina schnell aufs italienische Festland?

Ja, die Fähren über die Meerenge machen die Verbindung nach Kalabrien sehr einfach. Besonders Villa San Giovanni und Reggio Calabria sind naheliegende Ziele auf dem Festland.

Welche Mitbringsel passen gut aus Messina?

Schöne Mitbringsel sind sizilianische Süßigkeiten, Pistazienprodukte, Mandeln, Olivenöl, Wein, Keramik, Meersalz, Gewürze, lokale Feinkost oder Gebäck aus einer traditionellen Pasticceria.

Ist Messina gut für einen längeren Sizilien-Urlaub geeignet?

Ja, wenn man die Stadt als Basis für Ausflüge nutzt. Für einen reinen Badeurlaub gibt es schönere Orte. Für Kultur, Fähren, Taormina, Nordküste und Äolische Inseln ist Messina aber sehr praktisch.

Messina ist Sizilien mit Meer, Fähren und echter Hafenatmosphäre

Messina ist kein Reiseziel, das sich auf den ersten Blick so leicht verkauft wie Taormina oder Palermo. Die Stadt ist rauer, moderner und stark vom Wiederaufbau geprägt. Doch genau darin liegt ihr eigener Reiz. Messina zeigt Sizilien nicht als perfekte Kulisse, sondern als lebendige Stadt zwischen Insel und Festland.

Domplatz, astronomische Uhr, Hafen, Aussichtspunkte, Ganzirri, Torre Faro, gutes Essen und die Nähe zu Taormina, Tindari und den Äolischen Inseln machen Messina viel spannender, als viele erwarten. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt hier ein Sizilien mit Charakter, Meerblick und vielen echten Momenten.


Warst du schon einmal in Messina oder im Nordosten Siziliens unterwegs? Und welche Reiseziele in Italien oder Europa haben dich zuletzt positiv überrascht?