Warum Malta für Kulturfans und Sonnenhungrige gleichermaßen spannend ist
Malta ist klein genug, um während einer Reise erstaunlich viel zu entdecken, und gleichzeitig vielseitig genug für einen abwechslungsreichen Urlaub. Zwischen goldfarbenen Kalksteinstädten, mächtigen Festungsanlagen, kleinen Fischerdörfern und tiefblauem Mittelmeer liegen nur kurze Entfernungen.

Dazu kommen prähistorische Tempel, versteckte Badeplätze, die ruhiger wirkende Nachbarinsel Gozo und eine Küche, in der sich mediterrane und britische Einflüsse begegnen. Ein Urlaub auf Malta eignet sich deshalb gleichermaßen für Kulturreisende, Badeurlauber, Paare und alle, die gern auf eigene Faust unterwegs sind. Für einen ersten Eindruck reichen drei bis vier Tage, für eine Kombination aus Malta Sehenswürdigkeiten, Stränden und einem Ausflug nach Gozo sind fünf bis sieben Tage deutlich entspannter.
Wer zusätzlich mehrere Badetage einplanen möchte, kann problemlos eine ganze Woche oder länger bleiben. Malta eignet sich zudem sehr gut für Reisen außerhalb der klassischen Hochsaison.

Valletta und der Grand Harbour gehören zu den Höhepunkten jeder Malta-Reise
Die Hauptstadt Valletta ist kompakt, lebendig und voller Geschichte. Hinter den mächtigen Festungsmauern führen schnurgerade Straßen zwischen sandfarbenen Fassaden hindurch, während kleine Plätze, Treppen und traditionelle geschlossene Holzbalkone für das typische Stadtbild sorgen. Valletta gehört zum UNESCO-Welterbe und besitzt auf relativ kleiner Fläche eine außergewöhnliche Dichte historischer Bauwerke.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Valletta zählt die St. John’s Co-Cathedral mit ihrer prachtvollen barocken Ausstattung. Ebenfalls sehenswert sind der Großmeisterpalast, das National Museum of Archaeology und Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel. Einen der schönsten Ausblicke bekommt man in den Upper Barrakka Gardens: Von den Terrassen reicht der Blick über den Grand Harbour zu den Three Cities auf der gegenüberliegenden Seite.
Gerade diese Hafenlandschaft macht Valletta besonders. Wer genügend Zeit hat, sollte deshalb auch nach Birgu, Senglea und Cospicua übersetzen oder fahren. Die drei historischen Städte wirken stellenweise ruhiger als Valletta und gehören zu den schönsten Gegenden, um ohne festen Plan durch schmale Straßen und entlang kleiner Häfen zu spazieren. Am Abend lohnt sich die Rückkehr nach Valletta oder ein Abstecher nach Sliema, von wo aus die beleuchtete Silhouette der Hauptstadt besonders eindrucksvoll wirkt.
Mdina und Rabat zeigen Malta von seiner stillen historischen Seite
Mit Mdina wartet im Inselinneren ein völlig anderes Malta. Die ehemalige Hauptstadt liegt erhöht hinter gewaltigen Mauern und wird wegen ihrer ruhigen Atmosphäre häufig als „Silent City“ bezeichnet. Hinter dem monumentalen Stadttor beginnt ein Labyrinth aus schmalen Gassen, Adelspalästen, Kirchen und hellen Kalksteinfassaden. Besonders am frühen Morgen und gegen Abend entfaltet die Altstadt von Mdina ihren besonderen Reiz, wenn ein großer Teil der Tagesbesucher verschwunden ist.
Direkt vor den Mauern beginnt Rabat, sodass sich beide Orte hervorragend miteinander verbinden lassen. Während Mdina vor allem mit Architektur und Atmosphäre begeistert, findet man in Rabat unter anderem die St.-Pauls-Katakomben und weitere Spuren der langen Besiedlungsgeschichte Maltas. Von einigen Aussichtspunkten in und um Mdina reicht der Blick weit über das Inselinnere bis in Richtung Küste.
Für einen Ausflug sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Wer gemütlich essen, Museen besuchen und durch Rabat spazieren möchte, kann problemlos länger bleiben. Mdina gehört zu den Orten auf Malta, die gerade wegen ihrer überschaubaren Größe besonders intensiv wirken.

Maltas Strände reichen von breiten Sandbuchten bis zu felsigen Badeplätzen
Malta ist nicht die klassische Insel mit kilometerlangen Sandstränden an jeder Küste. Dafür sind die Strände auf Malta ausgesprochen abwechslungsreich. Im Norden liegen einige der bekanntesten Sandbuchten. Mellieħa Bay, auch als Għadira Bay bekannt, besitzt einen vergleichsweise langen Sandstrand und flach abfallendes Wasser. Golden Bay ist landschaftlich besonders reizvoll, während die benachbarte Għajn Tuffieħa Bay von hohen Hängen eingerahmt wird und einen natürlicheren Eindruck vermittelt.
Daneben gibt es zahlreiche felsige Badestellen und kleine Buchten. St. Peter’s Pool bei Marsaxlokk ist für sein klares Wasser und die felsige Küstenlandschaft bekannt, während rund um Sliema und St. Julian’s mehrere Zugänge direkt ins Meer liegen. Badeschuhe können an vielen felsigen Stellen angenehm sein.
Einer der berühmtesten Ausflüge auf Malta führt nach Comino zur Blue Lagoon. Das intensiv türkisfarbene Wasser zwischen Malta und Gozo gehört zu den bekanntesten Motiven des Archipels, entsprechend groß kann der Andrang sein. Für einen Landgang im Bereich der Blue Lagoon auf Comino gilt aktuell ein Zugangssystem mit kostenlosem QR-Landing-Pass und reserviertem Zeitfenster. Besonders während der Hauptsaison empfiehlt es sich deshalb, den Ausflug rechtzeitig zu planen und die aktuellen Bedingungen vorab zu prüfen.
Marsaxlokk, Blue Grotto und uralte Tempel im Süden Maltas
Der Süden besitzt einige der abwechslungsreichsten Sehenswürdigkeiten auf Malta. Im Fischerdorf Marsaxlokk liegen farbenfrohe traditionelle Boote im Hafen, während Restaurants und Cafés die Promenade säumen. Besonders beliebt ist der Ort für einen entspannten Spaziergang und ein Mittagessen mit Fisch oder Meeresfrüchten. Wer Marsaxlokk besucht, kann den Ausflug gut mit weiteren Zielen im Süden verbinden.
Westlich davon liegt die Blue Grotto, eine Gruppe von Meereshöhlen an einer spektakulären Felsküste. Bei passenden Bedingungen starten kleine Boote zu Fahrten entlang der Höhlen. Auch ohne Bootstour lohnt sich die Umgebung wegen der Aussicht auf die steilen Klippen und das tiefblaue Meer.
Nur wenige Kilometer entfernt führen Ħaġar Qim und Mnajdra deutlich weiter zurück in Maltas Vergangenheit. Die megalithischen Tempelanlagen entstanden vor mehr als 5.000 Jahren und gehören zum UNESCO-Welterbe. Gerade der Kontrast aus gewaltigen Steinblöcken, karger Landschaft und dem nahen Mittelmeer macht den Besuch besonders eindrucksvoll. Noch außergewöhnlicher ist das unterirdische Ħal-Saflieni-Hypogäum in Paola, eine prähistorische Anlage aus in den Fels geschlagenen Kammern und Gängen. Für besonders gefragte historische Stätten sollte man verfügbare Besuchsmöglichkeiten rechtzeitig prüfen.
Gozo ist der perfekte Ausflug für alle, die Malta ruhiger erleben möchten
Wer mehrere Tage auf Malta verbringt, sollte Gozo nach Möglichkeit nicht auslassen. Die zweitgrößte Insel des Archipels wirkt ländlicher und ruhiger. Felder, kleine Dörfer, steinige Küsten und Buchten bestimmen das Landschaftsbild, während die Entfernungen überschaubar bleiben.
Zentrum der Insel ist Victoria, das auch Rabat genannt wird. Über der Stadt erhebt sich die Cittadella mit mächtigen Festungsmauern und weitem Blick über Gozo. Weitere schöne Ziele sind die Küstenlandschaft von Dwejra, die Bucht von Xlendi, Marsalforn und der rötlich-goldene Sandstrand Ramla Bay. Auch die Ġgantija-Tempel gehören zu den bedeutenden prähistorischen Anlagen der maltesischen Inseln und sind Teil des UNESCO-Welterbes.
Gozo als Tagesausflug ist möglich, allerdings bleibt dann wenig Zeit für spontane Stopps. Wer die ruhigere Atmosphäre genießen möchte, kann eine oder zwei Nächte auf der Insel verbringen. Besonders schön sind die frühen Morgenstunden und Abende, wenn die Tagesausflügler wieder auf Malta sind.

Maltas Küche verbindet mediterrane Zutaten mit einer ganz eigenen Tradition
Auch kulinarisch lohnt es sich, Malta etwas genauer kennenzulernen. Zu den bekanntesten Snacks gehören Pastizzi, kleine knusprige Teigtaschen, die traditionell unter anderem mit Ricotta oder Erbsenfüllung angeboten werden. Ebenfalls typisch ist maltesische Ftira, ein rustikales Brot beziehungsweise belegtes Fladenbrot, das sich hervorragend für eine schnelle Mahlzeit eignet.
Auf Speisekarten findet man außerdem Fenek, also Kaninchen, das als eines der traditionellen Gerichte Maltas gilt. Dazu kommen Bigilla aus dicken Bohnen, maltesischer Ziegen- oder Schafskäse namens Ġbejna, Fisch und Meeresfrüchte. Lampuki ist ein saisonal gefangener Fisch, der auf Malta besonders bekannt ist. Wer etwas Typisches trinken möchte, kann lokale Weine oder die bittersüße maltesische Kräuterlimonade Kinnie probieren.
Als kulinarische Mitbringsel eignen sich beispielsweise maltesischer Honig, Meersalz, Olivenprodukte, Kapern oder lokale Süßwaren. Gerade in kleineren Orten und auf Gozo findet man Geschäfte, die Produkte aus regionaler Herstellung anbieten.
Die beste Reisezeit für Malta hängt von Strand und Unternehmungen ab
Die beste Reisezeit für Malta liegt für viele Reisende im Frühling und Herbst. Dann lässt sich Sightseeing meist angenehmer mit Spaziergängen, Wanderungen und Ausflügen kombinieren als während der heißesten Sommerwochen. Gleichzeitig wirken Landschaft und Städte außerhalb der Hauptsaison häufig etwas entspannter.
Für einen klassischen Badeurlaub auf Malta sind die Sommermonate besonders beliebt. Im Juli und August kann es allerdings sehr heiß werden, und bekannte Strände sowie Sehenswürdigkeiten sind stärker besucht. Wer Baden und Besichtigen miteinander verbinden möchte, findet häufig im Frühsommer oder frühen Herbst besonders angenehme Bedingungen.
Auch im Winter ist Malta ein interessantes Ziel für Kulturreisen. Das Wetter ist im Vergleich zu Mitteleuropa mild, allerdings können Wind, Regen und wechselhafte Tage auftreten. Für Tempel, Städte und Museen kann diese Jahreszeit trotzdem attraktiv sein.

Anreise nach Malta und Fortbewegung auf der Insel
Der internationale Flughafen liegt bei Luqa und damit relativ zentral im Südosten der Hauptinsel. Von dort bestehen Busverbindungen in verschiedene Regionen. Das öffentliche Busnetz auf Malta verbindet Valletta mit vielen Orten, Stränden und Sehenswürdigkeiten; auch auf Gozo verkehren Linienbusse. Aktuelle Routen, Fahrpläne und kurzfristige Änderungen lassen sich über die offiziellen Verkehrsinformationen beziehungsweise die Tallinja-App überprüfen.
Für Reisende, die viele abgelegenere Buchten und Orte besuchen möchten, kann ein Mietwagen auf Malta praktisch sein. Zu beachten ist der Linksverkehr. Zudem können dichter Verkehr und begrenzte Parkmöglichkeiten rund um Valletta, Sliema und andere stark besuchte Orte das Fahren anstrengender machen. Für reine Stadt- und Badeferien ist ein Auto deshalb nicht zwingend notwendig.
Zwischen einzelnen Hafenorten sind Fähren eine angenehme Alternative. Für Gozo stehen ebenfalls Fährverbindungen zur Verfügung. Wer mehrere Verkehrsmittel kombiniert, kann Malta gut ohne eigenes Auto entdecken und spart sich insbesondere in den dicht bebauten Regionen die Parkplatzsuche.
Fünf Tage auf Malta lassen sich abwechslungsreich und ohne Hektik planen
Für eine erste Reise sind fünf Tage auf Malta ein guter Zeitraum. Den ersten Tag kann man vollständig Valletta und dem Grand Harbour widmen und am Nachmittag oder Abend zu den Three Cities übersetzen. Am zweiten Tag passen Mdina und Rabat zusammen; anschließend bleibt noch Zeit für einen Aussichtspunkt oder einen Abstecher an die Westküste.
Der dritte Tag eignet sich für den Süden mit Marsaxlokk, Blue Grotto und Ħaġar Qim oder Mnajdra. Am vierten Tag bietet sich ein ganztägiger Ausflug nach Gozo an. Der fünfte Tag kann bewusst lockerer bleiben: je nach Jahreszeit mit Golden Bay, Għajn Tuffieħa, Mellieħa oder einer Bootstour Richtung Comino.
Wer sieben Tage zur Verfügung hat, muss deutlich weniger kombinieren. Dann lässt sich Gozo mit Übernachtung einbauen, und es bleibt genügend Zeit für einen Strandtag, kleinere Orte oder einen Abend in Sliema und St. Julian’s.

Häufige Fragen & Antworten für die Reise nach Malta
Ist Malta eine Reise wert?
Ja. Malta verbindet auf sehr kleinem Raum historische Städte, prähistorische Tempel, Festungen, mediterrane Küsten und Badebuchten. Dadurch eignet sich das Land sowohl für eine kurze Städtereise als auch für einen längeren Urlaub.
Wie viele Tage braucht man für Malta?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind vier bis fünf Tage sinnvoll. Wer zusätzlich Gozo, Comino und mehrere Strände besuchen möchte, sollte etwa eine Woche einplanen.
Was muss man auf Malta unbedingt gesehen haben?
Zu den Höhepunkten gehören Valletta, Mdina und Rabat, die Tempelanlagen Ħaġar Qim und Mnajdra, Marsaxlokk sowie mindestens ein Ausflug an die spektakuläre Küste. Bei ausreichend Zeit gehört auch Gozo dazu.
Wo gibt es die schönsten Strände auf Malta?
Zu den beliebtesten Sandbuchten zählen Mellieħa Bay, Golden Bay und Għajn Tuffieħa. Wer felsige Badeplätze mag, findet zusätzlich zahlreiche kleinere Buchten und natürliche Meereseinstiege.
Braucht man auf Malta einen Mietwagen?
Nicht unbedingt. Viele bekannte Orte lassen sich mit Bussen und Fähren erreichen. Ein Mietwagen bietet jedoch mehr Freiheit, wenn abgelegene Buchten und mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Tag besucht werden sollen.
Lohnt sich Gozo als Tagesausflug?
Ja, allerdings sollte man früh starten. Für Victoria mit der Cittadella sowie ein oder zwei weitere Ziele reicht ein Tag. Wer Gozo intensiver erleben möchte, sollte mindestens eine Nacht bleiben.
Was sollte man auf Malta essen?
Typisch sind Pastizzi, Ftira, Ġbejna und Fenek. Außerdem lohnt es sich, Fischgerichte, Bigilla und regionale Produkte wie Honig, Olivenöl und Wein zu probieren.
Wann ist die beste Reisezeit für Malta?
Für eine Mischung aus Sightseeing und angenehmen Temperaturen sind Frühling und Herbst besonders interessant. Für einen ausgeprägten Badeurlaub eignen sich die wärmeren Sommermonate und der frühe Herbst.

Malta ist dort am schönsten, wo Geschichte, goldener Stein und tiefblaues Meer zusammentreffen
Malta wirkt auf der Landkarte klein, doch genau darin liegt ein großer Vorteil. Innerhalb weniger Tage lassen sich jahrtausendealte Tempel, barocke Städte, Fischerhäfen und mediterrane Buchten miteinander verbinden. Morgens kann man noch durch die stillen Straßen von Mdina laufen, wenige Stunden später am Meer sitzen und den Tag mit Blick auf den Grand Harbour ausklingen lassen.
Gerade diese kurzen Wege und starken Kontraste machen einen Urlaub auf Malta so abwechslungsreich. Wer zusätzlich Gozo und Comino einplant und nicht versucht, jeden Ort in möglichst kurzer Zeit abzuhaken, entdeckt ein Reiseziel, das weit mehr bietet als Sonne und Meer.
Warst du schon einmal auf Malta? Welche Sehenswürdigkeit, Bucht oder welchen persönlichen Tipp würdest du anderen Reisenden für ihre erste Malta-Reise empfehlen?