Hams Caves auf Mallorca: Was Besucher tief unter Porto Cristo erwartet

Stalaktiten und Stalagmiten in Hams Caves

Hams Caves in Porto Cristo: Mallorcas faszinierende Unterwelt entdecken

Tropfsteine, unterirdische Galerien und ein geheimnisvoller See tief unter der Erde: Die Hams Caves bei Porto Cristo gehören zu den bekanntesten Höhlen Mallorcas. Auf Mallorquinisch heißen sie Coves dels Hams und liegen unmittelbar vor dem Küstenort Porto Cristo im Osten der Insel. Besonders berühmt sind sie für ungewöhnliche, teilweise hakenförmige Formationen, die den Höhlen sogar ihren Namen gegeben haben.

Hams Caves in Porto Cristo
Hams Caves in Porto Cristo – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Ein Besuch führt durch mehrere vollkommen unterschiedliche Bereiche. Die Cueva Redonda, Cueva Azul und Cueva Clásica verbinden natürliche Höhlenformationen mit moderner Beleuchtung und audiovisuellen Elementen. Einer der Höhepunkte wartet schließlich am unterirdischen See Mar de Venecia, wo ein musikalisches Schauspiel Teil des Rundgangs ist.

Warum heißen sie eigentlich Hams Caves?

Der Name der Höhlen geht auf besonders ungewöhnliche Gesteinsformationen zurück. „Hams“ bedeutet auf Mallorquinisch beziehungsweise Katalanisch „Angelhaken“, und genau an solche Haken erinnern einige der charakteristischen Formationen.

Sie unterscheiden sich dadurch von klassischen Stalaktiten, die meist relativ gerade von der Decke nach unten wachsen. In den Hams Caves entstanden teilweise verzweigte und gebogene Formen, die beinahe entgegen der Schwerkraft zu wachsen scheinen.

Diese außergewöhnlichen Strukturen gehören bis heute zu den Erkennungsmerkmalen der Höhle. Wer genau hinsieht, entdeckt zwischen den großen Tropfsteinformationen immer wieder feinere Strukturen, die fast wie kleine Äste oder Haken wirken.

Hams Caves in Porto Cristo mit Stalaktiten
Hams Caves in Porto Cristo mit Stalaktiten – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Die Höhlen sind Millionen Jahre alt

Die Entstehung der Coves dels Hams begann lange bevor Menschen Mallorca besiedelten. Nach Angaben der Betreiber reicht die Geschichte der Höhlen rund zehn Millionen Jahre zurück.

Über sehr lange Zeiträume drang Wasser durch das kalkhaltige Gestein. Mineralien lagerten sich ab und ließen nach und nach Stalaktiten, Stalagmiten, Säulen und weitere Formationen entstehen.

Was Besucher heute innerhalb weniger Minuten durchqueren, ist damit das Ergebnis geologischer Prozesse über Millionen von Jahren. Gerade diese Dimension macht Tropfsteinhöhlen so faszinierend: Manche Formationen verändern sich für das menschliche Auge praktisch überhaupt nicht, obwohl ihre Entwicklung bis heute weitergehen kann.

Pedro Caldentey entdeckte die Höhlen 1905

Die moderne Geschichte der Hams Caves begann im Jahr 1905. Der mallorquinische Höhlenforscher Pedro Caldentey Santandreu entdeckte das Höhlensystem, als er in der Gegend nach Onyx suchte.

Die Entdeckung erwies sich schnell als außergewöhnlich. Statt lediglich auf das gesuchte Gestein zu stoßen, fand Caldentey ein umfangreiches System aus unterirdischen Räumen und Tropfsteinformationen.

Nur wenige Jahre später wurden die Höhlen für Besucher erschlossen. Damit begann eine touristische Geschichte, die inzwischen weit mehr als ein Jahrhundert zurückreicht.

Schon 1910 konnten Besucher die Höhlen erkunden

Bereits 1910 wurden die Coves dels Hams für Besucher geöffnet. Nach Angaben der Tourismusinformation von Manacor waren sie damit die ersten Höhlen Spaniens, die für die Öffentlichkeit erschlossen wurden.

Besonders bemerkenswert war die Beleuchtung. Pedro Caldentey ließ elektrisches Licht installieren, obwohl Porto Cristo selbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht entsprechend elektrifiziert war.

Mit einem Wassersystem, einer Dynamomaschine und einem Speicher wurde Strom erzeugt, um die Höhle beleuchten zu können. Für die damalige Zeit war das ausgesprochen fortschrittlich und zeigt, wie früh man das touristische Potenzial der Anlage erkannte.

Zugang zur Rundhöhle der Cuevas dels Hams mit Sitzgelegenheiten und Natursteinwänden
Eingangsbereich der Cuevas dels Hams bei Porto Cristo auf Mallorca – Bildnachweis: https://cuevasdelshams.com/

Die Cueva Redonda bildet den ersten besonderen Bereich

Die heutige Besichtigung beginnt mit der Cueva Redonda, der runden Höhle. Anders als die späteren tief unterirdischen Bereiche besitzt dieser Abschnitt einen offenen Charakter.

Hier befindet sich ein grüner Garten mit mediterraner Vegetation. Nach Angaben der Höhlen leben beziehungsweise bewegen sich dort auch verschiedene auf Mallorca heimische Vogelarten frei.

Dadurch beginnt der Besuch nicht sofort in völliger Dunkelheit. Erst nach und nach führt der Weg tiefer in die unterirdische Welt.

Die Cueva Azul verbindet Natur und moderne Inszenierung

In der Cueva Azul, der Blauen Höhle, wird die natürliche Umgebung mit moderner Technik kombiniert. Beleuchtung hebt einzelne Felsformationen hervor und lässt die Strukturen der Höhle besonders deutlich erscheinen.

Ein dokumentarischer Teil beschäftigt sich mit der Geschichte Mallorcas, den ersten Bewohnern der Insel sowie mit der Entstehung und Entdeckung der Höhlen. Dadurch bekommen Besucher zusätzliche Hintergrundinformationen, bevor der Rundgang weiter in die Anlage führt.

Zu sehen sind unter anderem markante Bereiche mit Namen wie Samson-Säulen, Ebenen des Fra Mauro und Höllengraben. Die Namen tragen zur fast märchenhaften Atmosphäre der Höhlen bei.

Genesis erzählt von der Geschichte des Lebens

In einem natürlichen Auditorium der Blauen Höhle wird die audiovisuelle Präsentation Genesis – The History of Life gezeigt. Dabei werden Bilder direkt auf die Felsflächen projiziert.

Thematisch führt die Darstellung vom Urknall bis in die Gegenwart. Die jahrmillionenalten Felswände werden dadurch selbst zu einer riesigen Projektionsfläche.

Diese Inszenierung unterscheidet die Hams Caves von einer klassischen Höhlenführung, bei der ausschließlich geologische Formationen betrachtet werden. Wer natürliche Höhlen möglichst unverändert erleben möchte, sollte wissen, dass moderne Licht- und Multimediaelemente bewusst Teil des Besuchskonzepts sind.

Die Cueva Clásica führt durch zwölf Galerien

Anschließend wartet mit der Cueva Clásica der klassische Höhlenbereich. Er besteht aus zwölf Galerien und zeigt zahlreiche Tropfsteinformationen.

Stalaktiten hängen von den Decken, während Stalagmiten vom Boden nach oben wachsen. Wo beide über sehr lange Zeiträume zusammentreffen, können mächtige Säulen entstehen.

Daneben sind es gerade die kleineren und ungewöhnlich geformten Strukturen, die den Charakter der Hams Caves ausmachen. Durch die Beleuchtung treten viele Details deutlich hervor.

Manche Formationen tragen fantasievolle Namen

Wie in vielen berühmten Tropfsteinhöhlen wurden auch hier bestimmten Bereichen und Formationen eigene Namen gegeben. Einige beziehen sich auf Fantasiewelten, andere auf Literatur.

Bekannt ist beispielsweise der „Cementerio de las Hadas“ – der Friedhof der Feen. Dort erinnern Stalaktiten in ihrer Form an Zypressen.

Ein anderer Bereich wurde nach John Miltons „Paradise Lost“ benannt. Pedro Caldentey setzte damit einem seiner bevorzugten Schriftsteller ein kleines unterirdisches Denkmal.

Der Mar de Venecia liegt tief unter der Erde

Einer der bekanntesten Bereiche ist der unterirdische See Mar de Venecia, auf Deutsch „Meer von Venedig“. Er befindet sich tief innerhalb des Höhlensystems.

Das ruhige Wasser und die beleuchteten Felsformationen schaffen eine vollkommen andere Atmosphäre als in den trockeneren Galerien. Spiegelungen verstärken die Wirkung der Tropfsteine zusätzlich.

Nach Angaben der offiziellen Tourismusinformationen Mallorcas befindet sich der See rund 30 Meter unter der Oberfläche. Damit erreicht der Besuch hier einen seiner eindrucksvollsten Punkte.

Stalaktiten und Stalagmiten spiegeln sich im klaren Wasser des unterirdischen Sees in den Cuevas dels Hams
Spiegelungen im unterirdischen See der Cuevas dels Hams auf Mallorca – Bildnachweis: https://cuevasdelshams.com/

Ein musikalisches Schauspiel gehört zum Besuch

Am Mar de Venecia findet ein musikalisches Schauspiel statt. Licht, Musik und die natürliche Kulisse des unterirdischen Sees werden miteinander kombiniert.

Dadurch entsteht eine fast theatralische Atmosphäre. Das Wasser reflektiert die beleuchteten Formationen und lässt den unterirdischen Raum optisch noch größer erscheinen.

Wer klassische Tropfsteinhöhlen bereits kennt, erlebt hier deshalb eine etwas andere Form der Präsentation. Die Hams Caves setzen bewusst darauf, Natur und Inszenierung miteinander zu verbinden.

Die Temperatur unter der Erde ist angenehm konstant

Ein Höhlenbesuch ist gerade während eines heißen Mallorca-Sommers eine interessante Abwechslung. Unter der Erde herrschen deutlich gleichmäßigere Bedingungen als draußen in der Sonne.

Trotzdem empfiehlt sich eine leichte Jacke oder ein dünner Pullover, wenn man schnell friert. Der Temperaturunterschied kann nach einem heißen Sommertag deutlich spürbar sein.

Festes und bequemes Schuhwerk ist ebenfalls sinnvoll. In einer natürlichen Höhle können Wege feucht und stellenweise rutschiger sein als auf normalen Gehwegen.

Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt

Wer die außergewöhnlichen Formationen fotografieren möchte, darf nach den aktuellen Besucherinformationen grundsätzlich Fotos in den Hams Caves aufnehmen. Allerdings gelten Einschränkungen.

Blitzlicht, Stative und Selfie-Sticks sind nach Angaben der Betreiber nicht erlaubt. Diese Regeln dienen sowohl einem geregelten Besucherablauf als auch dem Schutz und der Atmosphäre innerhalb der Anlage.

Gerade bei wenig Licht kann das Fotografieren mit dem Smartphone etwas schwieriger sein. Moderne Geräte kommen mit den beleuchteten Bereichen aber meist recht gut zurecht.

Die Hams Caves liegen direkt bei Porto Cristo

Die Höhlen befinden sich an der Straße zwischen Manacor und Porto Cristo. Dadurch sind sie aus vielen Ferienorten im Osten Mallorcas schnell erreichbar.

Besonders von Cala Millor, Sa Coma, Cala Bona, S’Illot oder Porto Cristo selbst sind die Anfahrtswege überschaubar. Auch aus anderen Teilen Mallorcas ist ein Tagesausflug problemlos möglich.

Für Besucher mit Mietwagen stehen nach Angaben des Betreibers kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Außerdem gibt es unter anderem Toiletten, Gastronomie, Gartenbereiche und eine Picknickzone.

Luftaufnahme der geschützten Bucht von Porto Cristo mit Hafen, Strand und türkisblauem Wasser.
Luftbild von Porto Cristo, Mallorca – Bildnachweis: 1MEDIA – Stock-ID: 1880045168

Porto Cristo sollte man nicht einfach wieder verlassen

Wer die Höhlen besucht, sollte anschließend auch Porto Cristo kennenlernen. Der ehemalige Fischerort besitzt einen natürlichen Hafen, einen kleinen Strand und eine Promenade mit Restaurants und Cafés.

Der Ort ist wesentlich kleiner als große Ferienzentren wie Cala Millor. Gerade rund um Hafen und Strand lässt sich deshalb ein entspannter Spaziergang einplanen.

Die Kombination ist unkompliziert: zunächst die Höhlen besuchen und anschließend einige Stunden am Meer verbringen. Dadurch wird aus der Höhlenbesichtigung schnell ein ganzer Tagesausflug.

Der Hafen gehört zu den schönsten Bereichen Porto Cristos

Der Hafen von Porto Cristo zieht sich weit ins Landesinnere hinein. Fischerboote, Freizeitboote und kleinere Ausflugsschiffe prägen das Bild.

Entlang des Wassers befinden sich verschiedene Restaurants und Cafés. Gerade am späteren Nachmittag ist die Umgebung schön für einen Spaziergang.

Von verschiedenen Punkten lässt sich beobachten, wie eng Porto Cristo mit dem Meer verbunden ist. Bevor der Tourismus an Bedeutung gewann, spielten Fischerei und Hafen eine wesentlich größere Rolle für den Ort.

Weiß-blauer „PORTO CRISTO“-Schriftzug vor der Bucht mit Booten, Palmen und Felsenküste.
Porto Cristo, Mallorca – Bildnachweis: Unaihuiziphotography – Stock-ID: 2191726273

Der Strand liegt mitten im Ort

Direkt am Ende der geschützten Bucht befindet sich der Strand von Porto Cristo. Der Sandstrand liegt unmittelbar neben dem Zentrum und ist entsprechend leicht erreichbar.

Das Wasser ist durch die Lage innerhalb der Bucht häufig geschützter als an vollkommen offenen Küstenabschnitten. Trotzdem sollten selbstverständlich immer die aktuellen Bedingungen und Warnflaggen beachtet werden.

Nach einem Höhlenbesuch ist der Strand besonders im Sommer eine angenehme Ergänzung. Innerhalb weniger Minuten wechselt man von der unterirdischen Welt zurück ans Mittelmeer.

Porto Cristo besitzt gleich zwei berühmte Höhlensysteme

Eine Besonderheit des Ortes ist die ungewöhnlich hohe Dichte spektakulärer Höhlen. Neben den Coves dels Hams befinden sich hier auch die berühmten Cuevas del Drach.

Beide Anlagen werden gelegentlich miteinander verwechselt, sind jedoch zwei getrennte Sehenswürdigkeiten. Sie besitzen unterschiedliche Höhlenbereiche und Besuchskonzepte.

Wer Höhlen besonders interessant findet, kann grundsätzlich beide kennenlernen. Für viele Besucher ist es allerdings angenehmer, sie auf unterschiedliche Tage zu verteilen, damit die einzelnen Eindrücke nicht ineinander übergehen.

Die Cuevas del Drach sind die berühmten Nachbarn

Die Drachenhöhlen von Porto Cristo gehören zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Mallorcas. Besonders berühmt sind sie für den großen unterirdischen Lago Martel.

Dadurch stellt sich häufig die Frage, welche Höhle besser ist. Eine eindeutige Antwort gibt es darauf kaum, denn beide Anlagen setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Die Coves dels Hams fallen besonders durch ihre charakteristischen hakenartigen Formationen, die verschiedenen Höhlenbereiche und moderne audiovisuelle Präsentationen auf. Die Cuevas del Drach wiederum sind vor allem für die Dimension ihres unterirdischen Sees bekannt.

Familien können den Besuch mit Dinosaurland verbinden

Direkt mit dem Gelände der Hams Caves verbunden ist heute außerdem Dinosaurland. Dort werden mehr als 100 Dinosauriermodelle in Lebensgröße präsentiert.

Besonders Familien mit kleineren Kindern können dadurch Höhlenbesuch und Freizeitattraktion miteinander kombinieren. Es werden auch Kombinationsangebote für beide Bereiche angeboten.

Wer ausschließlich die Natursehenswürdigkeit besuchen möchte, muss Dinosaurland dagegen nicht zwangsläufig einplanen. Beide Angebote sprechen teilweise unterschiedliche Interessen an.

Sehr realistische Dinosaurier im Dinosaurland in Porto Cristo
Sehr realistische Dinosaurier im Dinosaurland in Porto Cristo – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Cala Anguila liegt nur wenige Kilometer entfernt

Südlich von Porto Cristo befindet sich die Cala Anguila. Die kleine Sandbucht wird von Felsen eingerahmt und besitzt typisches klares Wasser der mallorquinischen Ostküste.

Nach dem Höhlenbesuch lässt sich hier ein Strandnachmittag verbringen. Gerade außerhalb der stärksten Hauptsaison wirkt die Bucht besonders schön.

Während des Sommers kann sie allerdings gut besucht sein. Wie an vielen kleineren Buchten Mallorcas lohnt sich eine frühe Anreise.

Cala Mendia liegt direkt nebenan

Nicht weit von Cala Anguila entfernt befindet sich die Cala Mendia. Auch hier wartet eine geschützte Sandbucht zwischen felsigen Küstenabschnitten.

Beide Strände können gut mit Porto Cristo kombiniert werden. Dadurch bietet sich die Region auch für Reisende an, die Höhlenbesichtigung und Badetag miteinander verbinden möchten.

Wer mehrere Tage im Osten Mallorcas verbringt, kann die Buchten außerdem einzeln besuchen und muss nicht alle Ziele in einen einzigen Tag packen.

Reihen von Liegen und Strohschirmen vor einer blaugrünen Badebucht.
Strandtag an der Cala Mendia mit Schirmen in Reih und Glied – Bildnachweis: Wirestock – iStock-Datei-ID: 1438350513

Cala Romàntica bietet eine weitere schöne Bucht

Etwas weiter südlich liegt Cala Romàntica, die auch unter dem Namen S’Estany d’en Mas bekannt ist. Die Bucht zieht sich relativ weit zwischen den Felsen ins Landesinnere.

Sandstrand, klares Wasser und bewachsene Felswände sorgen für eine typisch mediterrane Kulisse. In der Umgebung befinden sich außerdem verschiedene Wege entlang der Küste.

Damit lässt sich ein Besuch der Hams Caves gut mit einem Nachmittag an einer der Buchten südlich von Porto Cristo verbinden.

Die Küste eignet sich auch für Wanderungen

Rund um Porto Cristo führen verschiedene Wege durch die Küstenlandschaft im Osten Mallorcas. Besonders außerhalb des Hochsommers lassen sich Strandbesuche dadurch mit Spaziergängen oder längeren Touren verbinden.

Felsige Abschnitte wechseln sich mit kleinen Buchten und mediterraner Vegetation ab. Immer wieder öffnen sich Ausblicke über das Meer.

Im Sommer sollte man längere Touren dagegen möglichst auf die frühen Morgenstunden legen. Schatten ist entlang der Küste nicht überall vorhanden.

Sa Coma ist schnell erreichbar

Nördlich von Porto Cristo liegt Sa Coma. Der Ferienort besitzt einen breiten Sandstrand und eine lange Promenade.

Von dort erreicht man außerdem die geschützte Halbinsel Punta de n’Amer. Dadurch lässt sich ein Höhlenbesuch am Vormittag mit einer kleinen Wanderung am Nachmittag kombinieren.

Gerade im Frühling und Herbst ist diese Mischung besonders angenehm. Die Temperaturen eignen sich dann besser für längere Spaziergänge.

Blick auf den langen Sandstrand von Sa Coma auf Mallorca mit Wohnmobilen entlang der Promenade und Palmen im Hintergrund
Wohnwagen campen am Strand von Sa Coma – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Punta de n’Amer verbindet Natur und Geschichte

Zwischen Sa Coma und Cala Millor liegt die Punta de n’Amer. Das geschützte Gebiet gehört zu den schönsten Naturzielen an diesem Abschnitt der Ostküste.

Verschiedene Wege führen durch Dünen, Buschland und offene Landschaft bis zum historischen Castell de sa Punta de n’Amer. Vom Wehrturm bietet sich ein weiter Blick auf die Küste.

Wer morgens die Hams Caves besucht, kann am Nachmittag von Sa Coma aus in Richtung Punta de n’Amer laufen. Damit verbindet der Tag zwei vollkommen unterschiedliche Landschaftserlebnisse.

Cala Millor bietet den langen Sandstrand

Noch etwas weiter nördlich liegt Cala Millor. Der bekannte Ferienort besitzt einen langen Sandstrand, eine Promenade und eine große Auswahl an Restaurants und Geschäften.

Von Cala Millor sind die Hams Caves schnell erreichbar. Entsprechend gehören sie zu den klassischen Ausflugszielen für Urlauber an diesem Teil der Ostküste.

Wer ohne Mietwagen reist, kann sich vor Ort nach aktuellen Busverbindungen oder organisierten Ausflügen erkundigen. Fahrpläne können sich saisonal ändern.

Panoramablick auf den Strand von Cala Millor auf Mallorca mit Hotels, Besuchern und türkisfarbenem Wasser.
Cala Millor Strand mit Hotels und türkisblauem Meer auf Mallorca – Bildnachweis: Alex – Stock-ID: 859017576

Manacor lässt sich ebenfalls gut kombinieren

In die andere Richtung liegt Manacor, die größte Stadt im Osten Mallorcas. Wer die Region nicht ausschließlich wegen ihrer Strände kennenlernen möchte, kann den Höhlenbesuch mit einem Abstecher dorthin verbinden.

Das Zentrum besitzt Geschäfte, Cafés und einen deutlich alltäglicheren Charakter als die Ferienorte an der Küste. Besonders an Markttagen wird es in Teilen der Innenstadt lebhaft.

Porto Cristo gehört zur Gemeinde Manacor. Dadurch liegen Stadt, Küste und Höhlen innerhalb derselben Gemeinde und dennoch in landschaftlich vollkommen unterschiedlichen Bereichen.

Im Sommer sind die Höhlen eine willkommene Abkühlung

Während des Sommers auf Mallorca kann ein Höhlenbesuch besonders angenehm sein. Wenn draußen hohe Temperaturen herrschen, bietet die unterirdische Umgebung eine deutliche Abwechslung.

Gerade deshalb sind die Höhlen während der Hauptsaison beliebt. Wer möglichst flexibel sein möchte, sollte Tickets und Besuchszeiten vorher prüfen.

Anschließend kann der restliche Tag am Strand von Porto Cristo, Cala Anguila oder Cala Mendia verbracht werden. Dadurch entsteht eine ideale Kombination aus Sehenswürdigkeit und Badeurlaub.

Frühling und Herbst eignen sich für einen ganzen Ausflugstag

Im Frühling und Herbst lässt sich der Besuch noch besser mit weiteren Aktivitäten verbinden. Die Temperaturen sind meist angenehmer für Spaziergänge durch Porto Cristo oder entlang der Küste.

Auch Punta de n’Amer oder andere Wanderwege im Osten der Insel sind dann interessanter als während der größten Sommerhitze. Nach dem Höhlenbesuch bleibt somit noch genügend Programm für den restlichen Tag.

Gerade im Frühling zeigt sich die Landschaft außerdem wesentlich grüner. Dadurch wirkt auch die Umgebung zwischen Manacor und Porto Cristo vollkommen anders als im trockenen Hochsommer.

Stalaktiten und Stalagmiten in Hams Caves
Stalaktiten und Stalagmiten in Hams Caves – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Auch bei Regen sind die Hams Caves ein gutes Ziel

Mallorca wird zwar mit Sonne verbunden, doch auch auf der Insel gibt es Regentage. Dann gehören die Hams Caves zu den naheliegenden Ausflugszielen im Osten.

Ein großer Teil des Besuchs findet geschützt unter der Erde statt. Allerdings sollte man bei starkem Unwetter trotzdem aktuelle Hinweise und mögliche Einschränkungen prüfen.

Wer mehrere Regentage erwischt, kann den Höhlenbesuch beispielsweise mit Manacor oder einem längeren Restaurantbesuch in Porto Cristo verbinden.

Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise besser vorher prüfen

Bei Öffnungszeiten und Eintrittspreisen sollte man sich nicht auf ältere Reiseführer verlassen. Zeiten, Ticketmodelle und Kombinationsangebote können sich verändern.

Auf der offiziellen Seite der Coves dels Hams werden aktuelle Besuchsinformationen und Tickets angeboten. Besonders während der Hauptsaison kann es sinnvoll sein, den gewünschten Zeitraum vorher zu prüfen.

Wer mit Kindern unterwegs ist, kann außerdem vergleichen, ob ein Kombiticket mit Dinosaurland interessant ist. Für einen reinen Höhlenbesuch ist das jedoch nicht zwingend erforderlich.

Für den Besuch sollte man genügend Zeit einplanen

Die Hams Caves sind kein Ort, den man lediglich für ein schnelles Foto besucht. Durch die unterschiedlichen Bereiche, audiovisuelle Präsentationen und das musikalische Schauspiel sollte ausreichend Zeit eingeplant werden.

Anschließend lohnt sich zumindest ein kurzer Abstecher nach Porto Cristo. Hafen, Strand und Promenade liegen so nah, dass es schade wäre, unmittelbar nach der Höhle wieder weiterzufahren.

Wer daraus einen ganzen Tagesausflug macht, kann zusätzlich eine der umliegenden Buchten besuchen. Cala Anguila, Cala Mendia und Cala Romàntica bieten sich dafür besonders an.

Stalaktiten und Stalagmiten in Hams Caves
Stalaktiten und Stalagmiten in Hams Caves – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Die Hams Caves zeigen eine vollkommen andere Seite Mallorcas

Mallorca wird meist mit Stränden, Buchten und türkisfarbenem Meer verbunden. Unter der Oberfläche verbirgt sich jedoch eine Landschaft, die mit der bekannten Ferieninsel kaum etwas gemeinsam zu haben scheint.

In den Hams Caves haben Millionen Jahre dauernde geologische Prozesse bizarre Formen, große Galerien und einen unterirdischen See geschaffen. Besonders die hakenartigen Formationen machen das Höhlensystem unverwechselbar.

Gleichzeitig erzählen die Höhlen ein Stück früher Tourismusgeschichte. Schon 1910 wurden sie für Besucher geöffnet und erhielten eine elektrische Beleuchtung, bevor Porto Cristo selbst entsprechend versorgt war.

Heute verbindet der Rundgang Natur, Geschichte und moderne Inszenierung. Zusammen mit Porto Cristo und den Buchten der Umgebung entsteht daraus eines der vielseitigsten Ausflugsziele im Osten Mallorcas.

Habt ihr die Hams Caves bei Porto Cristo schon besucht? Welche Höhlen auf Mallorca haben euch besonders beeindruckt – die Coves dels Hams oder die Cuevas del Drach? Schreibt eure Erfahrungen und Tipps gerne in die Kommentare.


AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.