Mallorquinischer Mandelkuchen: So einfach gelingt der saftige Inselklassiker

Stück Mandelkuchen mit Puderzucker, Minzzweig und Gabel auf Glasteller.

Mallorquinischer Mandelkuchen: Saftiger Klassiker mit Mandeln und Zitrone

Saftig, intensiv nach Mandeln duftend und dabei erstaunlich einfach: Mallorquinischer Mandelkuchen gehört zu den Süßspeisen, die hervorragend zur Küche der Baleareninsel passen. Häufig wird er als Gató de almendra oder auf Mallorquinisch Gató d’ametlla bezeichnet. Das Besondere: Traditionelle Varianten kommen ohne Mehl aus und erhalten ihre lockere Konsistenz durch gemahlene Mandeln und aufgeschlagene Eier.

Stück mallorquinischer Mandelkuchen mit Puderzucker, rohen Mandeln und Mandelblüten auf rustikalem Holzuntergrund
Traditioneller mallorquinischer Mandelkuchen (Gató de Almendra) mit Mandeln und Mandelblüten auf Holzbrett – Bildnachweis: DianaHirsch Stock-Datei-ID: 1306115261

Mandeln besitzen auf Mallorca eine lange Tradition und prägen Teile der Landschaft bis heute. Besonders während der Mandelblüte auf Mallorca zeigen sich zahlreiche Bäume mit weißen und zartrosa Blüten. Die Früchte finden anschließend ihren Weg in Süßspeisen, Gebäck und andere Gerichte – und der Mandelkuchen gehört zu den bekanntesten Möglichkeiten, sie zu genießen.

Mallorcas Mandelbäume prägen die Landschaft

Wer im späten Winter durch das Inselinnere fährt, kann sie kaum übersehen: blühende Mandelbäume zwischen Feldern, Trockensteinmauern und Dörfern. Abhängig von Lage und Wetter beginnt die Blüte häufig bereits im Januar oder Februar.

Der Mandelanbau besitzt auf Mallorca eine lange Geschichte. Die Bäume kommen mit dem mediterranen Klima und trockenen Sommern vergleichsweise gut zurecht, auch wenn Krankheiten, Trockenheit und Veränderungen in der Landwirtschaft den traditionellen Anbau vor Herausforderungen stellen.

In der mallorquinischen Küche sind Mandeln trotzdem weiterhin fest verankert. Sie werden geröstet gegessen, für Süßigkeiten verwendet und bilden die wichtigste Zutat des klassischen Mandelkuchens.

Stück Mandelkuchen mit Puderzucker, Minzzweig und Gabel auf Glasteller.
Saftiger Mandelkuchen mit Puderzucker – Bildnachweis: vikif – iStock-Datei-ID: 178641383

Was macht mallorquinischen Mandelkuchen besonders?

Der traditionelle Gató d’ametlla unterscheidet sich deutlich von einem klassischen deutschen Rührkuchen. Butter und Mehl spielen in vielen ursprünglichen Rezeptvarianten keine Rolle.

Stattdessen bilden Eier, Zucker und gemahlene Mandeln die Grundlage. Aufgeschlagenes Eiweiß sorgt dafür, dass der Kuchen trotz der relativ schweren Mandeln locker wird.

Dazu kommen häufig Zitronenschale und etwas Zimt. Manche Rezepte verwenden zusätzlich Vanille oder andere Aromen, doch gerade die einfache Kombination lässt den Mandelgeschmack besonders gut zur Geltung kommen.

Zutaten für mallorquinischen Mandelkuchen

Für eine Springform mit etwa 24 Zentimetern Durchmesser benötigt ihr:

  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 6 Eier
  • 180 g Zucker
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • etwas Butter oder Öl für die Form
  • Puderzucker zum Bestäuben

Wer es weniger süß mag, kann die Zuckermenge etwas reduzieren. Wichtig sind vor allem gute Mandeln, denn ihr Aroma bestimmt maßgeblich den Geschmack des fertigen Kuchens.

Zubereitung des Gató d’ametlla

Zuerst den Backofen auf etwa 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Springform einfetten. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Es sollte eine stabile, luftige Masse entstehen.

Eigelb und Zucker mehrere Minuten cremig schlagen, bis die Mischung deutlich heller geworden ist. Anschließend Zitronenabrieb, Zimt und gemahlene Mandeln unterrühren. Der Teig wirkt jetzt relativ kompakt, was vollkommen normal ist.

Nun den Eischnee portionsweise vorsichtig unterheben. Dabei nicht kräftig rühren, denn möglichst viel Luft soll im Teig bleiben. Die Masse anschließend in die vorbereitete Form geben und glattstreichen.

Den Kuchen ungefähr 35 bis 40 Minuten backen. Da Backöfen unterschiedlich arbeiten, gegen Ende mit einem Holzstäbchen prüfen, ob noch feuchter Teig daran haftet. Wird die Oberfläche zu dunkel, kann der Kuchen locker mit Backpapier abgedeckt werden.

Nach dem Backen vollständig auskühlen lassen

Der fertige Mandelkuchen sollte zunächst einige Minuten in der Form ruhen. Anschließend vorsichtig aus der Springform lösen und vollständig auskühlen lassen.

Beim Abkühlen kann der Kuchen etwas zusammensinken. Das ist bei dieser Art von Mandelkuchen ohne Mehl nicht ungewöhnlich und kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgegangen ist.

Vor dem Servieren wird Gató d’ametlla traditionell schlicht mit Puderzucker bestäubt. Mehr braucht es eigentlich nicht, denn der Kuchen soll vor allem nach Mandeln schmecken.

Zitronenschale bringt mediterrane Frische

Die Kombination aus Mandeln und Zitrone passt besonders gut. Wichtig ist allerdings, nur die äußere gelbe Schale abzureiben und möglichst nichts von der weißen Schicht darunter zu verwenden, da diese bitter schmecken kann.

Alternativ kann Orange verwendet werden. Dadurch wird der Kuchen etwas süßer und fruchtiger im Aroma.

Wer beide Zitrusfrüchte mag, kann Zitronen- und Orangenabrieb miteinander kombinieren. Die Menge sollte jedoch zurückhaltend bleiben, damit das Mandelaroma weiterhin im Mittelpunkt steht.

Zimt gehört für viele einfach dazu

Eine kleine Menge Zimt verleiht dem Kuchen eine warme Würze, ohne daraus einen klassischen Gewürzkuchen zu machen. Gerade zusammen mit Mandeln und Zitrone entsteht ein Aroma, das hervorragend zur mediterranen Küche passt.

Wer Zimt nicht mag, kann ihn problemlos weglassen. Auch etwas Vanille eignet sich als Alternative.

Auf zu viele zusätzliche Aromen sollte man allerdings verzichten. Der Reiz des mallorquinischen Mandelkuchens liegt gerade in seiner einfachen Zutatenliste.

Warum wird der Mandelkuchen manchmal trocken?

Obwohl Mandeln reich an Fett sind, kann Gató trocken werden, wenn er zu lange gebacken wird. Deshalb sollte man gegen Ende der Backzeit regelmäßig kontrollieren.

Auch das Eiweiß spielt eine wichtige Rolle. Wird der Eischnee beim Unterheben zu stark bearbeitet, verliert der Teig Luft und der Kuchen wird kompakter.

Nach dem Backen sollte der Mandelkuchen außerdem gut verpackt aufbewahrt werden. Häufig schmeckt er sogar am nächsten Tag besonders aromatisch, wenn sich die Aromen vollständig verbunden haben.

Mit Mandeleis wird daraus ein typisch mallorquinisches Dessert

Auf Mallorca wird Mandelkuchen gerne mit Mandeleis kombiniert. Der warme oder zimmerwarme Kuchen und das kalte Eis ergeben zusammen ein einfaches, aber ausgesprochen leckeres Dessert.

Im Sommer passt diese Variante besonders gut. Wer kein Mandeleis findet, kann alternativ Vanilleeis verwenden.

Für die klassische Variante genügt dagegen ein Stück Kuchen mit Puderzucker und Kaffee. Gerade diese Schlichtheit macht Gató d’ametlla so angenehm.

Mandeln kurz rösten sorgt für mehr Aroma

Wer den Mandelgeschmack intensivieren möchte, kann gemahlene Mandeln vor der Verarbeitung vorsichtig anrösten. Dabei ist allerdings Aufmerksamkeit gefragt, da gemahlene Nüsse schnell verbrennen.

Anschließend müssen die Mandeln vollständig abkühlen, bevor sie in den Teig kommen. Schon eine leichte Röstung kann das Aroma deutlich kräftiger machen.

Für einen möglichst klassischen Kuchen ist dieser Schritt jedoch nicht notwendig. Hochwertige aromatische Mandeln bringen bereits von selbst genügend Geschmack mit.

Der Kuchen kommt ohne klassisches Mehl aus

Ein weiterer Vorteil des traditionellen Rezepts ist, dass es ohne Weizenmehl auskommt. Dadurch ist der Kuchen von seiner Rezeptur her grundsätzlich für viele Menschen interessant, die auf Gluten verzichten.

Wer ihn ausdrücklich für Personen mit Zöliakie oder einer starken Glutenunverträglichkeit backt, sollte allerdings darauf achten, dass sämtliche verwendeten Zutaten und Arbeitsgeräte frei von möglichen Glutenverunreinigungen sind.

Backpulver benötigt der Kuchen ebenfalls nicht zwingend. Seine lockere Struktur entsteht hauptsächlich durch die aufgeschlagenen Eier.

So lässt sich das Rezept abwandeln

Eine besonders einfache Variante entsteht mit Orangenschale statt Zitrone. Wer Schokolade mag, kann den fertigen Kuchen außerdem mit etwas dunkler Schokolade dekorieren, auch wenn das nicht der klassischen schlichten Version entspricht.

Für mehr Struktur können einige gehackte Mandeln auf die Oberfläche gegeben werden. Auch Mandelblättchen eignen sich als Dekoration.

Zu viel sollte man allerdings nicht verändern. Wer einen typisch mallorquinisch inspirierten Gató möchte, bleibt am besten bei Mandeln, Eiern, Zucker, Zitrone und etwas Zimt.

Ein Stück Mallorca für zu Hause

Mallorquinischer Mandelkuchen zeigt besonders schön, dass ein gutes Dessert keine lange Zutatenliste benötigt. Gemahlene Mandeln und Eier bilden die Grundlage, während Zitrone und Zimt nur kleine aromatische Akzente setzen.

Gerade weil kein klassischer Rührteig notwendig ist, besitzt der Kuchen eine besondere Konsistenz: saftig, weich und gleichzeitig intensiv nussig. Mit etwas Puderzucker wird daraus ein unkomplizierter Kuchen für Kaffee, Dessert oder einen mediterranen Nachmittag.

Und vielleicht erinnert der Duft beim Backen ein wenig an Mallorca – an Mandelbäume, kleine Dorfcafés und die ersten warmen Tage des Jahres, wenn sich die Insel langsam vom Winter verabschiedet.

Häufige Fragen zu mallorquinischem Mandelkuchen

Wie heißt mallorquinischer Mandelkuchen auf Mallorca?
Er wird häufig als Gató de almendra beziehungsweise auf Mallorquinisch als Gató d’ametlla bezeichnet.

Braucht mallorquinischer Mandelkuchen Mehl?
Eine klassische Variante wird ohne Weizenmehl gebacken. Gemahlene Mandeln übernehmen einen wesentlichen Teil der Struktur.

Warum fällt mein Mandelkuchen nach dem Backen etwas zusammen?
Das kann bei einem Kuchen, dessen Volumen hauptsächlich durch aufgeschlagene Eier entsteht, vollkommen normal sein. Wichtig ist, den Eischnee vorsichtig unterzuheben.

Wie lange bleibt Mandelkuchen saftig?
Gut verpackt hält er sich normalerweise mehrere Tage. Häufig entwickelt sich das Mandel- und Zitronenaroma nach einigen Stunden sogar noch stärker.

Was passt zu Gató d’ametlla?
Klassisch genügt Puderzucker. Besonders lecker schmeckt der Kuchen außerdem mit Mandeleis, Vanilleeis, Kaffee oder einem Klecks leicht geschlagener Sahne.


AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.