Roscón auf Mallorca: Geschichte, Tradition, Zutaten, wo du ihn bekommst und ein Rezept, das nach Feiertag schmeckt 👑🥮
Auf Mallorca endet die Weihnachtszeit nicht mit Silvester. Viele freuen sich erst richtig auf den 6. Januar. Dann kommen die Reyes Magos. An diesem Tag gibt es Geschenke, und die festliche Stimmung erreicht noch einmal ihren Höhepunkt.

Untrennbar dazu gehört der Roscón de Reyes. Dieses runde Hefegebäck sieht aus wie eine Krone und gehört für viele Familien ganz selbstverständlich auf den Tisch. Es duftet nach Orange und Vanille und fühlt sich sofort nach Feiertag an.
Das Besondere ist die kleine Überraschung im Inneren. Beim Anschneiden wird es kurz still, alle schauen genau hin. Wer sie findet, lacht, jubelt oder muss eine kleine Rolle übernehmen. In diesem Moment werden alle am Tisch wieder ein bisschen zu Kindern. Genau das macht den Roscón de Reyes zu mehr als nur Gebäck.
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👑 Was ist ein Roscón de Reyes
Roscón de Reyes ist ein ringförmiger festlicher Hefekranz. Seine Form erinnert bewusst an eine Krone. Oben drauf liegt oft buntes kandiertes Obst, das wie kleine Edelsteine wirkt. Dazu kommen gehobelte Mandeln oder grober Zucker, die dem Ganzen Struktur und Glanz geben.
Innen ist der Roscón entweder ganz pur oder gefüllt. Besonders beliebt ist eine leichte Sahnefüllung, die ihn saftig und weich macht. Daneben gibt es Varianten mit Creme oder Trüffelcreme, je nach Region und persönlichem Geschmack.
Egal ob schlicht oder üppig gefüllt. Der Roscón gehört für viele fest zur Reyes Zeit. Er sieht nicht nur besonders aus, sondern schmeckt auch nach Feiertag und Tradition.

🕰️ Ein bisschen Geschichte, die man wirklich spürt
Der Roscón hat sehr alte kulturelle Wurzeln. Seine Ursprünge reichen weit zurück und werden oft mit Festtraditionen rund um Winter, Neubeginn und das Ende des alten Jahres verbunden. Schon früh spielten runde Gebäcke eine symbolische Rolle, weil sie für Gemeinschaft, Kreis und Wiederkehr standen.
In Spanien entwickelte sich daraus über viele Generationen das klassische Dreikönigsgebäck. Heute wird der Roscón fast überall am 5. und 6. Januar gegessen und gehört fest zu den Feierlichkeiten rund um die Reyes Magos. Er ist weniger Dessert als Ritual und markiert einen besonderen Moment im Jahreslauf.
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Auf Mallorca gehört der Roscón ebenfalls ganz selbstverständlich dazu. Oft wird er im Familienkreis gegessen, nach dem Umzug der Reyes oder am Morgen nach der Bescherung. Man sitzt zusammen, schneidet den Kuchen an und teilt diesen Augenblick. Genau dadurch wird der Roscón zu einem stillen Familienmoment, der Tradition lebendig hält.
📅 Wann und wo man ihn auf Mallorca isst
Auf Mallorca isst man Roscón vor allem rund um den Día de Reyes. Er gehört fest zu diesen beiden Tagen und ist für viele Familien genauso wichtig wie die Geschenke selbst.
Viele kaufen den Roscón bereits am 5. Januar und essen ihn am Abend. Oft geschieht das nach dem Umzug der Reyes, wenn alle wieder zu Hause sind und die Aufregung langsam nachlässt. Dann wird gemeinsam angeschnitten und geteilt.
Andere genießen ihn am 6. Januar. Entweder morgens zum Frühstück oder später am Nachmittag zum Kaffee. Egal zu welcher Uhrzeit, der Roscón markiert einen Moment des Zusammenseins. Genau deshalb ist er mehr als nur Gebäck, sondern Teil eines festen Rituals.
Typische Momente sind
- nach der Cabalgata am Abend des 5. Januar
- am Morgen des 6. Januar, wenn Geschenke ausgepackt wurden
- als Merienda am Nachmittag, wenn Freunde oder Familie vorbeikommen
🛒 Wo du auf Mallorca einen richtig guten Roscón bekommst
Du findest Roscón fast überall, das stimmt. Supermärkte, Bäckereiketten und Cafés bieten ihn rund um den Día de Reyes an. Praktisch ist das, aber geschmacklich gibt es deutliche Unterschiede.
Die besten Roscóns kommen meist aus echten Forns und Pastisserien. Dort wird der Teig mit Zeit verarbeitet, Aromen dürfen sich entwickeln, und die Textur stimmt einfach. Man schmeckt den Unterschied sofort. Der Hefeteig ist luftiger, der Duft intensiver und die Füllung ausgewogener.
Diese Betriebe nehmen ihr Handwerk ernst. Oft backen sie nur begrenzte Mengen und haben rund um den 5. Januar richtig viel zu tun. Wer Wert auf Qualität legt, bestellt vor oder stellt sich bewusst an. Für viele gehört genau das dazu, weil ein guter Roscón den Feiertag erst komplett macht.
Gute Anlaufstellen sind
- klassische Forns im Ort, oft mit langer Tradition
- Konditoreien in Palma, besonders in den Vierteln mit viel Laufkundschaft
- Markthallen und große Supermärkte, wenn du spät dran bist
- Hotels und Cafés, wenn du einfach ein Stück probieren willst
Mein Tipp.
Frag nach „hecho hoy“ oder geh am Vormittag. Dann ist er am frischesten.
🍊 Woraus besteht Roscón de Reyes
Ein guter Roscón lebt von Aroma und Teigführung. Beides entscheidet darüber, ob er nur süß ist oder wirklich nach Fest schmeckt. Gute Zutaten und genügend Ruhezeit machen hier den Unterschied.
Der Teig ist nicht schwer, sondern luftig und leicht faserig. Er erinnert an einen feinen Hefeteig, der beim Auseinanderziehen sanft nachgibt. Nichts klebt, nichts wirkt kompakt oder trocken.
Genau diese Leichtigkeit macht einen guten Roscón aus. Er sättigt, ohne zu beschweren, und lädt dazu ein, noch ein Stück zu nehmen. Wenn Aroma, Textur und Balance stimmen, wird er zum Mittelpunkt des Moments.
Typische Zutaten
- Weizenmehl
- Milch oder Wasser
- Hefe oder Sauerteiganteil
- Zucker
- Eier
- Butter oder Öl
- Orangen und Zitronenabrieb
- oft ein Hauch Orangenblütenwasser
- Prise Salz
Topping Klassiker.
- kandierte Früchte
- grober Zucker
- Mandeln
🥄 Rezept: Klassischer Roscón de Reyes wie aus der Pastisseria 👩🍳👑
Dieses Rezept ergibt einen großen festlichen Kranz oder alternativ zwei kleinere. So kannst du entscheiden, ob du einen Mittelpunkt für den Tisch möchtest oder lieber zwei Varianten zum Teilen.
Plane unbedingt genügend Zeit ein. Hefeteig braucht Ruhe, um sein volles Aroma zu entwickeln und die richtige Struktur zu bekommen. Die Gehzeiten sind kein Nebenschritt, sondern ein wichtiger Teil des Ergebnisses.
Wenn du dem Teig diese Zeit gibst, wird er luftig, feinporig und angenehm leicht. Genau diese Geduld zahlt sich aus. Ein guter Roscón entsteht nicht unter Druck, sondern mit Ruhe. Und genau das macht ihn am Ende besonders weich und aromatisch.
Zutaten
Teig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 80 g Zucker
- 7 g Trockenhefe oder 20 g frische Hefe
- 200 ml lauwarme Milch
- 2 Eier (M)
- 80 g weiche Butter
- Abrieb von 1 Orange und 1 Zitrone
- 1 bis 2 TL Orangenblütenwasser, optional
- 8 g Salz
- 1 TL Vanille oder Vanillezucker
Zum Bestreichen und Topping
- 1 Ei zum Bestreichen
- 60 bis 100 g kandierte Früchte
- 2 EL grober Zucker
- 2 EL gehobelte Mandeln
Die Überraschung
- 1 kleine Figur oder Mandel
- optional ein „Böhnchen“ oder eine Bohne als zweite Überraschung
Zubereitung
- Löse die Hefe in der lauwarmen Milch auf und gib einen Teelöffel Zucker dazu. Lass es 5 bis 10 Minuten stehen.
- Vermische Mehl, Zucker, Salz, Vanille und Abrieb in einer Schüssel.
- Gib Eier, Milch Hefemix und Orangenblütenwasser dazu. Knete 5 Minuten.
- Gib die weiche Butter stückchenweise dazu und knete weitere 10 Minuten, bis der Teig glatt und elastisch ist.
- Decke den Teig ab und lass ihn 60 bis 90 Minuten gehen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
- Forme den Teig zu einer Kugel. Steche in der Mitte ein Loch und ziehe es zu einem Ring. Mach das Loch größer als du denkst, weil es beim Gehen wieder kleiner wird.
- Lege den Ring auf ein Backblech mit Backpapier. Decke ihn locker ab und lass ihn 45 bis 60 Minuten gehen.
- Drücke jetzt die Figur oder Mandel von unten in den Teig. Mach das an einer Stelle, die du dir nicht merkst.
- Bestreiche den Roscón mit verquirltem Ei.
- Dekoriere mit kandierten Früchten, Mandeln und grobem Zucker.
- Backe bei 180 Grad Ober Unterhitze etwa 18 bis 25 Minuten. Er sollte goldig sein, aber nicht zu dunkel.
- Lass ihn abkühlen, sonst wird er beim Anschneiden schnell trocken.
🍶 Optional: Sahnefüllung
Wenn du ihn gefüllt willst, schneide ihn nach dem Auskühlen waagerecht auf und fülle ihn mit steif geschlagener Sahne. Viele geben etwas Vanille und einen Hauch Zitronenabrieb dazu.
🟢 Tipps, damit er wirklich wie Feiertag schmeckt
- Nimm Abrieb von Bio Zitrusfrüchten, das macht den Unterschied.
- Knete lange genug. Dann wird er fluffig.
- Überbacke ihn nicht. Ein trockener Roscón ist traurig.
- Wenn du Zeit hast, lass den Teig nach dem Kneten auch im Kühlschrank über Nacht ruhen. Dann wird das Aroma tiefer.

🎁 Die Tradition mit Figur und Bohne, die jede Familie kennt
Der schönste Teil kommt beim gemeinsamen Essen. In vielen Familien sind im Roscón zwei Dinge versteckt. Eine kleine Figur und eine Bohne. Alle wissen das, und genau deshalb wird jeder Bissen plötzlich wichtig.
Wer die Figur findet, wird für den Tag zum König oder zur Königin gekrönt. Manchmal gibt es sogar eine Papierkrone, die stolz aufgesetzt wird. Für einen Moment steht diese Person im Mittelpunkt, und alle lachen mit.
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Wer dagegen die Bohne findet, hat Pech. Traditionell muss diese Person den nächsten Roscón bezahlen oder im kommenden Jahr mitbringen. Genau deshalb wird am Tisch auf einmal langsam gekaut und auffällig still. Jeder hofft und bangt gleichzeitig. Und genau in diesem Moment entsteht jedes Jahr wieder das gleiche herzliche Lachen, das den Roscón zu mehr als nur Gebäck macht.
🧊 Aufbewahrung, damit er nicht trocken wird
Roscón schmeckt am allerbesten frisch. Direkt nach dem Anschneiden ist der Teig am luftigsten und das Aroma am intensivsten. Genau dann zeigt er, was er kann.
Bleibt etwas übrig, pack ihn luftdicht ein. So trocknet der Hefeteig nicht aus. Am nächsten Tag hilft kurzes Anwärmen, damit er wieder weich und aromatisch wird.
Gefüllte Varianten gehören in den Kühlschrank, vor allem mit Sahne oder Creme. Ungefüllte Roscóns halten sich besser bei Raumtemperatur. Mit der richtigen Aufbewahrung bleibt er auch am nächsten Tag noch richtig gut genießbar.
🌟 Warum Roscón auf Mallorca so gut passt
Mallorca liebt Bäckereien, Tradition und Rituale. Genau dafür steht der Roscón. Er ist süß, festlich und tief im Familienleben verankert. Man teilt ihn nicht einfach, man feiert ihn gemeinsam.
Der Roscón verbindet Generationen. Kinder fiebern mit, Erwachsene erinnern sich, Großeltern erzählen. Am Tisch treffen Erinnerungen und neue Momente aufeinander. Alles wirkt vertraut und gleichzeitig besonders.
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Er passt perfekt zu einem Wintertag auf der Insel. Draußen ist es kühl, vielleicht etwas grau, aber drinnen riecht es nach Hefe, Orange und Kaffee. In genau diesen Momenten fühlt sich alles nach Zuhause an. Und genau deshalb ist der Roscón mehr als nur ein Kuchen.
Hast du zum Jahreswechsel in Spanien oder direkt auf Mallorca einen Roscón probiert? Wir hat er dir geschmeckt und was hattest du für Erfahrungen? Hast du Lust ihn vielleicht sogar nachzumachen? Wir freuen uns über ein paar Kommentare.