Gran Canaria – vom Stadtbummel zu den Dünen in die Berge
Gran Canaria ist so eine Insel, die dich nicht mit einem einzigen Superlativ erschlägt, sondern dich ganz ruhig einsammelt. Du steigst aus dem Flieger, atmest diese warme Atlantikluft ein, und merkst oft schon nach ein paar Stunden, wie der Kopf leiser wird und der Blick wieder weiter wird.

Genau dieses Ankommen fühlt sich hier nicht wie „Urlaub auf Knopfdruck“ an, sondern eher wie ein sanftes Zurückfinden in einen besseren Rhythmus. Warme Atlantikluft im Gesicht, Salz auf der Haut, ein Kaffee in der Sonne, und plötzlich ist alles nicht mehr ganz so dringend.
Was Gran Canaria dabei so besonders macht, ist die Mischung aus Strandgefühl und richtigem Inselalltag. Du bekommst hier nicht nur Liegestuhl und Postkarten-Meer, sondern auch kleine Momente, die sich echt anfühlen. Morgens schlenderst du über eine Promenade, auf der die Einheimischen genauso unterwegs sind wie die Besucher. Mittags sitzt du in einer Seitenstraße, wo der Kellner dich freundlich, aber unaufgeregt bedient, weil hier niemand Theater braucht. Und am späten Nachmittag merkst du, dass die Insel mehr kann als Küste, weil hinter der nächsten Kurve auf einmal eine andere Welt beginnt.
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Denn Gran Canaria ist nicht nur Strand, sondern auch Berge, Schluchten und Aussichtspunkte, bei denen man automatisch langsamer wird. Du fährst ein Stück ins Inselinnere, und plötzlich wird die Luft klarer, die Farben werden ruhiger, und die Landschaft wirkt fast wie ein Wechsel in ein anderes Land. Genau dieser Kontrast ist das Schöne. Unten an der Küste ist es lebendig, leicht und sonnig, weiter oben wirken die Dörfer stiller, bodenständiger und ein bisschen zeitlos. Stadt und Natur liegen hier so nah beieinander, dass du an einem Tag beides haben kannst, ohne das Gefühl zu bekommen, du müsstest dich entscheiden.

Auch die Städte fühlen sich angenehm vielfältig an. Las Palmas hat Ecken, die modern, urban und überraschend kreativ wirken, und gleichzeitig Orte, die historisch und charmant geblieben sind. Du kannst durch Viertel laufen, in denen es nach Meer riecht und nach Alltag klingt, und wenige Minuten später stehst du an einem Strandabschnitt, als wäre das die normalste Sache der Welt. Und genau da entsteht dieses Gefühl, dass Gran Canaria nicht nur eine Kulisse ist, sondern eine Insel, die lebt. Kleine Bergdörfer gehören genauso dazu wie lange Wege am Wasser, Märkte, Cafés und Plätze, auf denen man einfach sitzen und schauen kann.
Was ich an Gran Canaria besonders mag, ist dieses Tempo. Die Insel kann trubelig sein, wenn du es willst, aber sie drängt dich nie. Du kannst früh losziehen, viel sehen, viel erleben, oder du machst es genau andersherum und lässt die Tage weich werden. Ein Spaziergang am Meer, ein Abstecher in eine ruhigere Bucht, später ein Blick von oben ins Tal, und am Ende sitzt du irgendwo mit einem einfachen Essen und fühlst dich zufrieden, weil sich der Tag nicht nach Plan, sondern nach Stimmung angefühlt hat. Echte Abwechslung entsteht hier nicht durch Attraktionen, sondern durch die Insel selbst, durch ihre Räume, ihre Höhen, ihr Licht.
Wenn du Lust auf Sonne hast, aber auch auf ein Reiseziel, das mehr ist als nur „schönes Wetter“, dann ist Gran Canaria genau diese Mischung aus unkompliziert und überraschend. Es ist die Art Insel, auf der du dich schnell zurechtfindest, aber trotzdem jeden Tag etwas entdeckst, das dich kurz innehalten lässt. Und am Ende merkst du, dass du nicht nur angekommen bist, sondern auch ein Stück leichter wieder abfliegst. Einfach und überraschend eben, ohne laut zu sein.

🌍 Wo liegt Gran Canaria eigentlich
Gran Canaria gehört zu den Kanarischen Inseln und damit zu Spanien. Die Insel liegt im Atlantik vor der nordwestafrikanischen Küste und zählt verwaltungstechnisch zur Provinz Las Palmas. Viele verbinden die Kanaren mit Wintersonne, aber Gran Canaria ist mehr als nur warmes Wetter und blaues Meer, weil du hier auf kleinem Raum sehr unterschiedliche Landschaften erlebst.
Der Norden wirkt oft grüner und frischer, mit mehr Wolken, mehr Feuchtigkeit und einem angenehm milden Klima. Der Süden ist dagegen häufig trockener und sonniger, mit hellen Stränden und diesem klassischen Urlaubsgefühl, das sofort entspannt. Dazwischen liegt das Inselinnere mit Höhenzügen, Schluchten und Aussichtspunkten, die den Wechsel der Klimazonen spürbar machen und genau deshalb fühlt sich Gran Canaria so abwechslungsreich an.
✈️ Anreise und Ankommen vor Ort
Am unkompliziertesten kommst du mit dem Flugzeug nach Gran Canaria. Du landest am Flughafen Gran Canaria, der auch unter dem Kürzel LPA läuft, und von dort bist du je nach Ziel in ungefähr 20 bis 45 Minuten in Las Palmas oder im Süden bei Maspalomas, Playa del Inglés oder Mogán.
Wenn du schon auf einer anderen Kanareninsel bist, kannst du Gran Canaria auch per Fähre erreichen. Besonders praktisch ist das im Norden über den Hafen Puerto de las Nieves bei Agaete, von wo es Fährverbindungen gibt und du gleichzeitig direkt eine schöne Ecke der Insel erwischst.

Vor Ort lohnt sich ein Mietwagen, wenn du wirklich die ganze Insel sehen willst, weil du damit spontan ins Bergland oder an abgelegenere Küstenabschnitte kommst. Wenn du lieber ohne Auto reist, kannst du dich in den Ferienorten und zwischen den größeren Orten auch gut mit Bussen bewegen, nur für ganz entlegene Spots musst du dann etwas mehr planen.
🌤️ Wetter, Sommer und Winter, und warum sich die Insel so anders anfühlen kann
Gran Canaria hat ein mildes Klima, das viele das ganze Jahr über als angenehm empfinden. Im Sommer sind die Temperaturen typischerweise warm, oft um die Mitte bis obere Zwanziger, und die Tage fühlen sich im Süden meist trockener und sonniger an. Im Winter bleibt es häufig frühlingshaft, oft um die 20 Grad, und gerade der Unterschied zwischen Nord und Süd ist dann spannend, weil der Norden öfter Wolken und etwas mehr Feuchtigkeit abbekommt, während der Süden sich oft wie eine kleine Sonnengarantie anfühlt.
Wenn du Badeurlaub willst, ist der Sommer natürlich klassisch, aber viele lieben Gran Canaria gerade zwischen November und März, weil du dann Sonne tanken kannst, ohne dass dich diese harte Hochsommerhitze dauerhaft ausbremst. Für Wanderungen im Inselinneren sind Frühling, Herbst und Winter oft ideal, weil du dann angenehmer unterwegs bist.
🎭 Veranstaltungen übers Jahr, die dir ein echtes Inselgefühl geben
Gran Canaria hat einige Feste, die mehr sind als nur Programmpunkte, weil du dort sofort spürst, wie die Insel denkt, feiert und zusammenkommt. Wenn du zur richtigen Zeit da bist, reicht oft schon ein Abend, um dieses besondere Inselgefühl mitzunehmen, das man sonst nur zwischen den Zeilen merkt.
In Las Palmas de Gran Canaria ist der Karneval ein echtes Highlight und er läuft meist von Ende Januar bis hinein in Ende Februar oder ganz am Anfang März. Die Stadt wirkt dann wie ein großes Freilufttheater, mit Umzügen, Kostümen, Musik und dieser Mischung aus Stolz und Humor, die typisch kanarisch ist. Selbst wenn du nicht jede Veranstaltung mitnimmst, lohnt es sich, abends durch die Straßen zu laufen und die Stimmung aufzusaugen.

Auch im Süden spielt Karneval eine große Rolle, vor allem rund um Maspalomas. Der findet meistens im März statt, oft eher in der ersten Monatshälfte bis ungefähr Richtung Ende März. Das Ganze fühlt sich sonniger und „urlaubiger“ an als in der Hauptstadt, mit viel Open Air und einem Publikum, das gern länger draußen bleibt, weil die Nächte mild sind.
Wenn du es lieber ruhiger magst, ist die Mandelblüte im Inselinneren ein wunderschöner Moment. Sie fällt häufig in den Zeitraum Anfang Februar. In Orten wie Tejeda gibt es dann ein Wochenende, das sich fast poetisch anfühlt, weil Tradition, regionale Produkte, Musik und dieses zarte Blütenbild zusammenkommen. Es ist kein lautes Fest, sondern eher ein warmes Inselwochenende, das man langsam genießt.
Im August wird es in Agaete besonders lebendig, weil dort die Fiesta de La Rama gefeiert wird. Das ist jedes Jahr Anfang August und hat eine Energie, die man schwer beschreiben kann, weil es gleichzeitig traditionell, wild und herzlich wirkt. Du siehst, wie sehr solche Feste zur Identität gehören, und dass hier nicht für Touristen gefeiert wird, sondern für die Insel selbst.
Im Herbst, meist Anfang September, spürst du in Teror rund um die Fiesta del Pino eine besondere Stimmung. Das Fest verbindet religiöse Tradition mit Dorffestgefühl. Viele Menschen pilgern dorthin, und gleichzeitig stehen Essen, Musik und Begegnung im Mittelpunkt. Gerade diese Mischung macht es so eindrücklich.
Und wenn du Musik liebst, dann ist WOMAD in Las Palmas ein starkes Erlebnis, das typischerweise im November stattfindet. Die Stadt wirkt dann offen, kreativ und bunt. Es geht nicht nur um Konzerte, sondern auch um Kultur, Streetfood und dieses Gefühl, dass du mitten im Leben einer Inselstadt stehst.
🏛️ Sehenswürdigkeiten, die du nicht nur „abhaken“ willst
Gran Canaria hat diese Mischung aus Klassikern und Orten, die sich wie ein kleiner Zufallsfund anfühlen, obwohl sie längst bekannt sind. Genau das macht das Inselgefühl so schön, weil du an einem Tag ganz bequem „Best of“ machen kannst, und am nächsten Tag an einem Ort stehst, der sich plötzlich ganz privat anfühlt.

Wenn du Stadt und Geschichte magst, dann starte in Las Palmas im Viertel Vegueta. Dort liegt das historische Herz der Stadt, mit ruhigen Plätzen, alten Fassaden, Innenhöfen und kleinen Museen, die sich perfekt für einen entspannten Vormittag eignen. Du kannst hier ohne festen Plan loslaufen, mal in eine Seitengasse abbiegen, kurz anhalten, und irgendwann sitzt du in einem Café, während um dich herum dieses leise Altstadtleben weiterläuft.
Naturfans zieht es früher oder später zu den Dünen von Maspalomas. Das ist nicht einfach nur ein Strandabschnitt, sondern ein geschützter Naturraum mit einem großen Dünenfeld, einer Lagune und dem Palmenbereich am Rand. Wenn du am späten Nachmittag kommst, wirkt das Licht weicher, die Schatten länger, und plötzlich sieht alles aus, als hätte jemand die Farben ein bisschen gedreht. Es lohnt sich, hier bewusst langsam zu gehen, weil genau dieses Tempo zur Landschaft passt.
Wenn du Inselinneres willst, dann gehört das Bergland auf deine Liste. Rund um Roque Nublo und in den Hochlagen bei Pico de las Nieves bekommst du Ausblicke, die dich kurz vergessen lassen, dass du auf einer Insel bist, die viele vor allem mit Strand verbinden. Es fühlt sich eher nach Gebirge an, nur dass du zwischendurch den Atlantik am Horizont siehst. Nimm dir dafür am besten ein bisschen Zeit, weil schon die Fahrt dorthin Teil des Erlebnisses ist.
Sehr besonders ist auch das Guayadeque-Tal, weil du dort Natur, Schluchtlandschaft und Höhlenhäuser zusammen erlebst. Die Gegend wirkt ruhig und eindrucksvoll, und genau dieser Mix aus Kultur und Landschaft macht den Reiz aus. Du spürst hier, dass Gran Canaria nicht nur Küste ist, sondern auch Geschichte, Alltag und eine ganz eigene Art, mit der Umgebung zu leben.
Und wenn dich Vulkanlandschaften faszinieren, dann ist die Caldera de Bandama spannend. Du stehst hier vor einer großen, kreisförmigen Formation, die dir die vulkanische Seite der Insel sehr direkt zeigt. Es ist einer dieser Orte, an denen man automatisch leiser wird, weil die Landschaft so klar und mächtig wirkt.

🧭 Ausflüge, die sich wie ein Mini Roadtrip anfühlen
Ein Ausflug, der fast immer gut ankommt, ist eine Runde an die Nordküste nach Agaete. Schon die Fahrt fühlt sich wie ein Tapetenwechsel an, weil die Landschaft rauer wird und die Stimmung ein bisschen ursprünglicher wirkt. Im Hafen Puerto de las Nieves kannst du entspannt am Wasser sitzen, Boote beobachten und dir ganz unkompliziert einen Teller frischen Fisch gönnen, am besten mit Blick aufs Meer. Und wenn du Lust auf ein Bad abseits klassischer Sandstrände hast, sind die natürlichen Meerwasserpools in der Gegend ein richtig schöner Zwischenstopp, weil du dort oft ruhiger schwimmst und das Wasser trotzdem dieses echte Atlantikgefühl behält.
Im Südwesten ist Puerto de Mogán perfekt für einen entspannten Nachmittag. Der Ort wird wegen seiner Kanäle und kleinen Brücken gern als „kleines Venedig“ beschrieben, und ja, dieses Postkarten-Gefühl ist wirklich da, nur eben mit Sonne, Palmen und Bougainvillea statt Gondeln. Du schlenderst durch die hellen Gassen, schaust in kleine Läden, setzt dich irgendwo auf einen Kaffee oder ein Eis, und merkst, wie schnell man hier automatisch langsamer wird. Besonders schön ist es, wenn du dir keinen Zeitdruck machst und einfach nur durch den Ort treiben lässt.
Wenn du das Meer nicht nur anschauen willst, dann ist Whale Watching auf Gran Canaria ein typischer Ausflug. Es gibt mehrere Anbieter, die Touren anbieten, bei denen du mit etwas Glück Delfine siehst und manchmal auch Wale. Wichtig ist, dass du dich auf Natur einlässt, weil Sichtungen nie garantiert sind, aber genau das macht es auch besonders. Wenn es klappt, ist es ein Moment, den man nicht so schnell vergisst, weil du die Tiere nicht in einer Show siehst, sondern in ihrem echten Lebensraum.
Und wenn du gern zu Fuß unterwegs bist, ist die Insel ein kleines Wanderparadies. Du kannst innerhalb kurzer Zeit von Küstenwegen zu Bergpfaden wechseln, ohne dass es sich kompliziert anfühlt. Ein Ziel, das viele als besonders wild erleben, ist Güi Güi. Dort ist nicht nur der Ort selbst das Highlight, sondern schon der Weg dorthin, weil du dich die Strecke wirklich erarbeiten musst und am Ende dieses Gefühl hast, etwas „gefunden“ zu haben, statt nur irgendwo angekommen zu sein.

🌅 Die drei schönsten Orte auf Gran Canaria
Las Palmas de Gran Canaria
Las Palmas fühlt sich an wie Urlaub mit echtem Stadtleben, weil du hier Altstadt, Cafés, Märkte und Strand an einem Ort kombinieren kannst, ohne dass es künstlich wirkt. Besonders Vegueta gibt dir dieses historische Flair, das perfekt zu einem langen Spaziergang passt.
Tejeda und das Bergland rund um Roque Nublo
Wenn du nur einmal ins Inselinnere fährst, dann nimm dir Zeit dafür, weil die Landschaft dort so anders ist als der Süden am Meer. Du stehst plötzlich in einer anderen Welt, und die Aussichtspunkte machen aus einem normalen Tag einen, den du später noch im Kopf hast.
Puerto de Mogán
Puerto de Mogán ist ideal, wenn du es schön, ruhig und fotogen willst, weil du dort am Wasser sitzt, durch kleine Gassen läufst und dich dabei automatisch langsamer bewegst. Die Kanäle und die Architektur geben dem Ort genau dieses besondere „Hier will ich noch bleiben“ Gefühl.
🏖️ Die drei schönsten Strände, je nach Stimmung
Playa de Maspalomas
Maspalomas ist dieser Strand, an dem du Weite spürst, weil du Sand, Meer und Dünenblick zusammen bekommst. Außerdem liegt er nahe am Faro de Maspalomas, wodurch sich Strandtag und Spaziergang am Abend sehr schön verbinden lassen.
Playa de Las Canteras
Las Canteras ist perfekt, wenn du Strand willst, aber trotzdem Stadt um dich herum, weil du nach dem Baden direkt an die Promenade kannst. Der Strand ist lang, gut erreichbar und ein Klassiker, der auch ohne großen Plan funktioniert.
Güi Güi
Güi Güi ist nichts für „mal eben kurz“, aber genau das macht ihn so besonders, weil du dir diesen Strand erarbeiten musst. Wenn du fit bist und Lust auf ein wildes, naturbelassenes Erlebnis hast, dann bleibt dieser Ort oft am längsten im Kopf.
🍽️ Was man auf Gran Canaria gern isst, und was du unbedingt probieren solltest
Kulinarisch ist Gran Canaria sehr kanarisch und gleichzeitig angenehm unkompliziert, weil vieles bodenständig ist und trotzdem nach Urlaub schmeckt. Du bekommst hier keine Show-Küche, sondern ehrliches Essen, das oft einfach aussieht, aber genau deshalb so gut funktioniert. Vieles lebt von guten Zutaten, vom Meer, von Kartoffeln, von Saucen, von Käse, und von diesem gemütlichen „Wir sitzen noch ein bisschen“, das auf der Insel ganz natürlich passiert.
Sehr typisch sind Papas arrugadas mit Mojo. Das sind kleine, schrumpelige Salz-Kartoffeln, die außen leicht salzig sind und innen weich bleiben. Dazu kommt Mojo, meist als rote Variante mit mehr Würze und als grüne Variante mit Kräutern. Du findest das in unzähligen Bars und Restaurants, oft als Vorspeise oder als Beilage zu Fisch und Fleisch. Und es ist genau dieses Gericht, bei dem du nach dem ersten Bissen denkst: Okay, jetzt bin ich wirklich auf Gran Canaria angekommen.

Auch Gofio begegnet dir immer wieder, weil es in der kanarischen Küche eine wichtige Rolle spielt. Es ist ein geröstetes Mehl, das je nach Region und Gericht unterschiedlich eingesetzt wird. Mal wird es als Beilage serviert, mal steckt es in Saucen, mal wird es in traditionellen Varianten angeboten, die eher nach Heimatküche als nach Touristenkarte wirken. Wenn du neugierig bist, lohnt es sich, einfach einmal danach zu fragen, weil viele Lokale es auf ihre eigene Art machen.
Ein Klassiker, der besonders bekannt ist, ist Sancocho canario. Das ist ein traditionelles Gericht mit Fisch, Kartoffeln und typischen Beilagen, das sehr nach Inseltradition schmeckt und oft eher wie ein Sonntagsessen wirkt als wie ein schneller Snack. Wenn du Fisch magst, ist das ein schöner Moment, um die kanarische Küche nicht nur „nebenbei“ kennenzulernen, sondern wirklich zu probieren, wie sie ursprünglich gedacht ist.
Wenn du Käse liebst, schau unbedingt nach kanarischen Sorten. Sehr bekannt ist Flor de Guía, eine echte Spezialität, die viele gern als kleine Kostprobe zum Wein oder als Teil einer Tapas-Auswahl bestellen. Auf der Insel findest du außerdem häufig weitere lokale Käsevarianten, manchmal etwas kräftiger, manchmal milder, oft mit einer spannenden Note, die gut zu Mojo, Brot oder einfach zu einem ruhigen Abend passt.

Mein Tipp ist, dir mindestens einmal einen Abend zu nehmen, an dem du nicht „schnell was isst“, sondern dich durch kleine Teller probierst. Bestell lieber zwei, drei Sachen zum Teilen, nimm dir Zeit, und lass es ruhig ein bisschen später werden. Genau dabei entsteht oft dieses typische Gran-Canaria-Gefühl, bei dem man merkt, wie entspannt die Insel sein kann und wie sehr Essen hier Teil des Lebens ist.
🛡️ Sicherheit und Versorgung, damit du dich vor Ort wirklich entspannt fühlst
Gran Canaria gilt insgesamt als sehr gut bereisbar, auch wenn du allein unterwegs bist oder spontan planst. Viele Orte sind touristisch gut erschlossen, du findest schnell Anschluss, und du kannst dir den Urlaub so leicht oder so aktiv machen, wie du ihn gerade brauchst. Trotzdem lohnt es sich, wie überall in beliebten Ferienregionen, ein bisschen aufmerksam zu bleiben, damit gar nicht erst dieses unnötige Stressgefühl entsteht.
In belebten Gegenden ist es sinnvoll, auf Taschen und Wertsachen zu achten. Das gilt vor allem in Menschenmengen, in Bussen, auf Promenaden, auf Märkten und an Hotspots, wo es enger wird und viel Bewegung ist. Eine kleine Umhängetasche eng am Körper, das Handy nicht offen am Tisch liegen lassen, und wichtige Dokumente lieber sicher verstauen, dann bist du in der Regel schon auf der sicheren Seite und kannst den Kopf frei behalten.
Für Notfälle ist in Spanien die 112 die zentrale Nummer für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Es beruhigt, das einmal im Hinterkopf zu haben, auch wenn du sie hoffentlich nie brauchst. Wenn du allein reist, ist es außerdem praktisch, eine Adresse oder den Namen deiner Unterkunft griffbereit zu haben, damit du im Zweifel schnell sagen kannst, wo du bist.
Was die Versorgung angeht, bist du auf Gran Canaria in den Städten und Ferienorten sehr gut aufgestellt. Du findest Supermärkte, Apotheken und medizinische Anlaufstellen meist ohne lange Wege, und auch spontane Besorgungen sind selten ein Problem. Wenn du Ausflüge ins Inselinnere planst, denk eher an die Basics wie genügend Wasser, Sonnenschutz und passende Schuhe, weil die Sonne auch dann arbeitet, wenn es sich gerade gar nicht extrem heiß anfühlt. Gerade in höheren Lagen kann die Luft angenehm wirken, aber du merkst später trotzdem, dass du mehr Sonne abbekommen hast, als du dachtest.
Bei Badeorten lohnt es sich außerdem, die Flaggen und Hinweise am Strand ernst zu nehmen. Atlantikströmungen können je nach Tag deutlich stärker sein, als es vom Handtuch aus aussieht, und manchmal kippt die Situation schneller, als man erwartet. Wenn die Einheimischen zurückhaltend ins Wasser gehen oder bestimmte Bereiche meiden, ist das oft der beste Hinweis überhaupt.

🌺 Gran Canaria wartet auf dich
Gran Canaria ist ein Reiseziel, das sich leicht und entspannt anfühlt, weil du nicht ständig kämpfen musst, um einen schönen Tag zu haben. Du kommst an, spürst diese warme Luft, und merkst schnell, dass hier vieles einfacher läuft, wenn du es zulässt. Du kannst dir Sonne holen, am Meer durchatmen und einfach nur da sein, ohne das Gefühl, du müsstest ständig „mehr“ machen, um das Beste rauszuholen.
Gleichzeitig ist Gran Canaria eine Insel, die dir mit kleinen Ausflügen sofort mehr Tiefe gibt. Ein Tag in den Bergen, ein Nachmittag in der Altstadt oder ein Abstecher an die Nordküste reicht oft schon, damit du nicht nur Strandbilder im Kopf hast, sondern ein echtes Gefühl für die Insel bekommst. Du siehst, wie unterschiedlich die Landschaften sind, wie das Licht wechselt, wie sich Orte voneinander abgrenzen, und plötzlich fühlt es sich so an, als würdest du Gran Canaria nicht nur besuchen, sondern ein bisschen verstehen.
Wenn du die Insel so angehst, dass du nicht jeden Tag komplett durchplanst, passiert meistens das, was man sich von Urlaub heimlich wünscht. Du lässt Raum für spontane Cafés, für einen langen Spaziergang an der Promenade, für einen Umweg, weil es irgendwo gut riecht, und für diese Momente, in denen man sagt: Wir bleiben noch kurz sitzen. Genau dann wird es nicht nur eine Reise, sondern eine Pause, die wirklich wirkt. Raum für Spontanität ist hier kein Extra, sondern fast schon der beste Plan.
Warst du schon mal auf Gran Canaria? Wie hat dir die Insel gefallen und von welchen schönen Erlebnissen kannst du berichten? Wir freuen uns jederzeit über ein paar Kommentare.