Artà an einem Tag erleben: Erst über den Wochenmarkt bummeln, dann hinauf zum Sant Salvador und am Nachmittag zu den Höhlen von Artà
📍 Wo Artà liegt und warum es sich für einen Tagesausflug lohnt
Artà liegt im Nordosten von Mallorca und damit angenehm weit weg vom Trubel der großen Urlaubszentren. Genau das macht den Ort so passend für einen Tagesausflug. Du bekommst hier ein richtiges Städtchen mit Gassen, kleinen Plätzen und echtem Alltag. Es wirkt nicht geschniegelt, sondern gewachsen. Du kannst in Ruhe durch die Straßen schlendern, einen Kaffee trinken und einfach beobachten, wie der Ort tickt.

Über dem Ort liegt eine erhöhte Anlage, die dir oben eine weite Aussicht über die Landschaft gibt. Das ist dieser Moment, in dem du merkst, wie grün und hügelig der Nordosten sein kann. Und das Schöne ist, dass du von Artà aus mit wenigen Kilometern Abstand schon wieder an der Küste bist. Dort warten Buchten, Natur und ein ganz anderer Rhythmus als im Ort selbst.
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Artà hat heute rund 8.700 Einwohner und fühlt sich dadurch lebendig an, ohne hektisch zu wirken. Du hast genug Leben für Stimmung, Läden und Cafés. Du hast aber auch genug Ruhe, damit sich der Ausflug nicht wie ein Durchrennen anfühlt.
🚗🚌 So kommst du hin
Mit dem Auto ist Artà von Palma aus wirklich unkompliziert zu erreichen. Du fährst in der Regel über die Ma-15 Richtung Manacor und dann weiter in den Nordosten bis Artà. Je nach Verkehr und Startpunkt in Palma kannst du grob mit 55 bis 75 Minuten rechnen. Wenn du nicht hetzen willst, plane lieber eine gute Stunde plus ein kleines Polster ein. Dann kommst du entspannt an und startest den Tag ohne Zeitdruck.

Mit dem Bus klappt es ebenfalls, vor allem wenn du in Palma oder in größeren Orten im Osten gut angebunden bist. In der Sommersaison gibt es sogar eine direkte Expressverbindung 411e, die über Artà nach Palma fährt und als Sommerlinie ausgewiesen ist. Außerhalb davon ist die klassische Variante oft mit Umstieg, zum Beispiel über Manacor und dann weiter mit der Linie 411 Richtung Artà. Für einen Tagesausflug mit Höhlen und spontanen Abstechern bist du mit dem Auto trotzdem meist deutlich freier, weil du Zeiten, Stopps und Rückfahrt komplett nach deinem Rhythmus legen kannst.
🏘️ Artà im Überblick und ein Blick in die Geschichte
Artà war lange ein Ort, der stark vom Umland lebt. Das spürst du bis heute, weil der Ort nicht nur aus Cafés für Gäste besteht, sondern aus einer Mischung aus Handwerk, kleinen Läden und ganz normalem Alltag. Viele Dinge wirken hier bodenständig und praktisch. Genau deshalb fühlt sich Artà so echt an, wenn du durch die Gassen gehst und nicht das Gefühl hast, dass alles nur Kulisse ist. Der Markt passt da gut rein, weil er nicht nur für Besucher gemacht ist, sondern auch für Menschen aus der Gegend, die ihren Einkauf erledigen und sich dabei kurz austauschen.
Oberhalb der Stadt liegt die alte Wehranlage, die als Almudaina bekannt ist. Sie geht auf die islamisch geprägte Zeit der Insel zurück, und später wurde in christlicher Zeit weitergebaut und weiter genutzt. Wenn du den Weg nach oben läufst, merkst du schnell, warum dieser Platz früher wichtig war. Von hier oben hast du Überblick über den Ort und das Umland, und du verstehst sofort, dass es dabei um Schutz und Sicht ging und nicht um Romantik.
Heute stehen dort vor allem die Umfassungsmauern, die dem Ganzen diese klare Form geben. Innerhalb dieser Mauern liegt die Wallfahrtskirche, die das Stadtbild prägt und für viele der Punkt ist, an dem Artà am eindrucksvollsten wirkt. Oben ist es oft ruhiger als unten im Ort. Du hörst mehr Wind als Stimmen. Und genau dieser Kontrast macht den Besuch so lohnend, weil du in kurzer Zeit erst den Alltag in den Gassen hast und dann diese stille Höhe darüber.

🚂 Die alte Bahn, die hier einmal endete
Viele wundern sich, wenn sie hören, dass Artà früher einen Bahnanschluss hatte. Die Strecke von Manacor nach Artà wurde 1921 eröffnet und 1977 wieder eingestellt, und damit endete hier ein kleines Kapitel Inselalltag, das man sich heute kaum noch vorstellen kann. Damals bedeutete die Bahn für viele Orte im Osten mehr Verbindung und mehr Bewegung, nicht nur für Reisende, sondern auch für Menschen aus der Region, die zwischen den Orten unterwegs waren.
Von dieser alten Trasse ist heute vor allem die Idee geblieben, und genau das macht es so spannend für einen Ausflug abseits vom Strand. Teile des Verlaufs werden als Via Verde genutzt, also als grüner Weg, auf dem du gut zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein kannst. Das passt perfekt, wenn du statt Strand einmal Landschaft sehen willst, weil du auf dieser Route ruhigere Ecken, Felder, kleine Orte und typische Ost-Mallorca-Stimmung mitnimmst, ohne dass du dafür eine große Tour planen musst.

🧺 Der Wochenmarkt, der den Vormittag trägt
Wenn du den Tag passend legen kannst, dann nimm den Wochenmarkt mit, denn der ist in Artà ein richtig guter Einstieg. Laut Ajuntament d’Artà findet er dienstags statt. Die Stände starten ab etwa 10 Uhr auf der Plaça del Conqueridor und in den angrenzenden Straßen. Der Markt läuft meist bis ungefähr 13.30 bis 14 Uhr. Die Markthalle am Platz ist schon früher in Bewegung und öffnet in der Regel ab 8 Uhr.
Vor Ort bekommst du genau diese Mischung, die einen Mallorca-Markt so schön macht. Es gibt typischerweise Obst und Gemüse, Oliven und eingelegte Sachen, Honig, Käse, Brot und Gebäck. Dazu kommen Stände mit Kleidung und Stoffen, Körben, Keramik, Lederwaren und kleinen Mitbringseln, die nicht nach Massenware aussehen. Wenn du gern probierst, lohnt es sich, zuerst einmal langsam an den Lebensmitteln entlangzugehen und dir dann Zeit für die Handwerksstände zu nehmen, weil du so weniger hin und her läufst.

Wenn du in Ruhe schauen willst, komm eher vormittags. Gegen Mittag wird es oft deutlich voller, und dann wird es in den Gassen auch enger. Rund um das Zentrum sind Parkplätze dann schneller weg, deshalb ist es entspannter, wenn du früh ankommst und den Markt wie einen gemütlichen Spaziergang startest. Danach kannst du den Rest des Tages ganz locker an die Altstadt, die Almudaina oder einen Abstecher Richtung Küste hängen.
🏰 Hinauf zum Sant Salvador, die „Burg“ über dem Ort
Nach dem Markt passt ein Rundgang durch die Gassen richtig gut, weil du dabei erst einmal in das Alltagsgefühl von Artà eintauchst. Du gehst an kleinen Läden vorbei, schaust auf Türen und Fensterläden, hörst Stimmen vom Platz, und merkst schnell, dass der Ort nicht nur aus schönen Ecken für Fotos besteht. Wenn du dir dafür Zeit nimmst, wirkt der spätere Weg nach oben noch besser, weil du den Kontrast zwischen unten und oben viel deutlicher spürst.
Dann geht es Schritt für Schritt hinauf zum Sant Salvador, und genau dieser Weg ist schon ein Teil vom Ausflug. Du läufst langsam höher, die Straßen werden ruhiger, und irgendwann öffnet sich der Blick. Oben stehst du an der großen Umfassungsmauer, die Artà wie ein Gürtel umschließt, und du verstehst sofort, warum dieser Platz früher Schutz bedeutete. Es fühlt sich nicht wie ein „Spot“ an, sondern wie ein Ort, der seinen Sinn ganz selbstverständlich zeigt.
Heute ist es vor allem ein Aussichtspunkt und ein Platz für eine ruhige Viertelstunde. Du schaust über Dächer, Felder und die Hügel des Nordostens. Du siehst Wege und Linien in der Landschaft, und oft reicht genau dieser Blick, um zu merken, wie viel Mallorca abseits der Küste zu bieten hat. Das Beste daran ist, dass du dafür keinen großen Aufwand brauchst, sondern einfach nur hochgehst, kurz sitzen bleibst und den Wind arbeiten lässt.

☕ Mittagspause, ganz bodenständig
Für die Mittagspause musst du in Artà nicht lange suchen, weil der Ort kulinarisch gut aufgestellt ist und vieles angenehm bodenständig bleibt. Du findest Bars und Restaurants, die es einfach halten und genau deshalb gut funktionieren, vor allem wenn du nach Markt und Spaziergang einfach nur kurz runterkommen willst. Oft reicht schon ein Tisch in zweiter Reihe, ein bisschen Schatten und das Gefühl, dass du hier nicht hetzen musst.
Sehr passend sind ein pa amb oli, eine Tortilla, ein paar Tapas oder auch etwas Fisch, je nachdem, worauf du Lust hast und was gerade gut klingt. Dazu passt ein Kaffee an einem Platz, wo man Leute schauen kann, weil Artà genau diese angenehme Mischung aus Alltag und Ausflug hat. Du sitzt, hörst das Stimmengewirr, schaust in die Gassen hinein und merkst, dass der Ort auch ohne großes Programm wirkt.
Danach bist du wieder fit, weil der Nachmittag noch ein Highlight bereithält. Wenn du die Pause nicht zu lang ziehst, hast du genug Zeit, entspannt weiterzumachen, ohne dass der Tag sich anfühlt, als würdest du nur von Punkt zu Punkt rennen.
🕳️ Die Höhlen von Artà, ein guter Programmpunkt am Nachmittag
Die Coves d’Artà liegen bei Canyamel und sind von Artà aus mit dem Auto schnell erreicht. Vor Ort läuft der Besuch geführt ab, was dir den Vorteil gibt, dass du nicht planlos durchgehst, sondern die wichtigsten Bereiche in einem sinnvollen Ablauf siehst. Die Führung dauert laut offizieller Seite 35–40 Minuten. Das passt perfekt für einen Tagesausflug, weil du die Höhlen gut in den Nachmittag einbauen kannst, ohne dass dir gleich der halbe Tag weg ist.

Bei den Öffnungszeiten ist es angenehm übersichtlich. Von November bis April ist in der Regel von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Von Mai bis Oktober ist es meist von 10.00 bis 18.00 Uhr. Am 25. Dezember und am 1. Januar ist geschlossen.
Preislich liegen Erwachsene laut offizieller Tarifseite bei 16 Euro. Kinder von 7 bis 12 Jahren zahlen 8 Euro. Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt.
🌿 Was du in der Umgebung noch schaffst, ohne den Tag zu überladen
Wenn du nach den Höhlen noch Luft hast, dann nimm dir einen kurzen Abstecher ans Meer, zum Beispiel zur Cala Torta. Die Bucht ist naturbelassen und nicht geschniegelt. Oft ist es dort auch etwas windiger, und genau das macht den Reiz aus. Du kommst schnell runter und kannst einfach ein Stück am Wasser entlanglaufen. Im Sommer lohnt sich das Baden besonders dann, wenn das Meer ruhig genug ist. Weil die Bucht nur wenige Kilometer von Artà entfernt liegt, passt sie gut in denselben Tag, ohne dass du das Gefühl hast, noch einmal komplett neu planen zu müssen.

Wenn du statt Strand lieber Natur möchtest, ist der Parc Natural de la Península de Llevant eine sehr gute Alternative. Dort findest du Wege und Aussichtspunkte in dieser typischen Nordost-Landschaft mit Hügeln, trockenem Grün und weitem Blick. Du musst dafür keine große Wanderung machen. Schon ein kurzer Rundweg oder ein Stück hinein und wieder zurück reicht oft, um ein gutes Gefühl für die Gegend zu bekommen. Gerade am späten Nachmittag wirkt das besonders schön, weil das Licht weicher wird und die Landschaft noch ruhiger aussieht.
🌞 Sommer und Winter, so wirkt Artà in den Jahreszeiten
Im Sommer lebt Artà stark vom Markttag, von den Cafés und von der Nähe zur Küste, und genau deshalb lohnt es sich, den Tag eher früh zu starten. Dann nimmst du den Markt noch in ruhigerer Stimmung mit, bekommst einen guten Platz für den ersten Kaffee und läufst entspannt durch die Gassen, bevor es richtig warm wird.
So verbringst du die besten Stunden nicht im Auto oder auf der Parkplatzsuche, sondern dort, wo Artà am meisten Spaß macht. Wenn du den Tag klug legst, passt am Ende sogar noch ein kurzer Abstecher zu einer Bucht oder ein Stück Natur dazu, ohne dass es sich gehetzt anfühlt.

Im Winter ist Artà deutlich ruhiger, und genau dann wirkt der Ort oft besonders angenehm. Der Rundgang durch die Straßen fühlt sich entschleunigt an, und der Weg hinauf zur Anlage macht richtig Sinn, weil die Luft meist klarer ist und du die Aussicht oft noch besser hast. Dazu kommt, dass du oben mehr Stille hast und die Landschaft stärker wirkt, weil nicht alles von Sommerbetrieb überdeckt wird. Natürlich ist nicht alles so lange geöffnet wie in der Saison, aber genau das kann auch ein Vorteil sein, weil du Artà dann mehr als Ort erlebst und weniger als Programmpunkt.
✅ Ein einfacher Tagesplan, der sich bewährt
Wenn du es klassisch machen willst, startest du am Vormittag ganz entspannt im Ort. Du bummelst zuerst über den Markt und lässt dir Zeit für einen kurzen Rundgang durch die Gassen. So kommst du direkt in dieses Artà-Gefühl rein, ohne dass du gleich von Programmpunkt zu Programmpunkt springen musst. Danach gehst du Schritt für Schritt hinauf zum Sant Salvador, bleibst oben kurz stehen und nimmst dir ein paar Minuten für die Aussicht, weil genau das den Vormittag schön abrundet.

Mittags gönnst du dir dann etwas zu essen, ohne lang zu suchen. Ein pa amb oli, eine Tortilla oder ein paar Tapas passen perfekt, weil es schnell geht und trotzdem satt macht. Danach bist du wieder fit, denn am frühen Nachmittag fährst du zu den Höhlen. Die Führung ist überschaubar, und genau deshalb passt das so gut in einen Tagesausflug, weil du nicht das Gefühl hast, der Nachmittag ist danach komplett weg.
Zum Abschluss nimmst du dir dann noch etwas Luft für draußen. Entweder fährst du an eine Bucht wie Cala Torta und holst dir frische Luft am Wasser. Oder du machst noch ein kurzes Stück im Naturpark, einfach hinein, ein bisschen laufen, wieder zurück. So bleibt der Tag rund, ohne dass du hetzen musst, und du hast am Ende das Gefühl, Artà wirklich erlebt zu haben und nicht nur „abgehakt“.
✍️ Artá ist so vielseitig
Artà ist für einen Tagesausflug genau richtig, wenn du Mallorca nicht nur als Strandkulisse sehen willst, sondern als Insel mit Marktleben, Geschichte und einem Stück Landschaft gleich daneben. Du bekommst hier einen Ort, der Alltag hat und trotzdem spannend bleibt. Du bummelst durch Gassen, sitzt kurz auf einem Platz, schaust in Läden, und merkst schnell, dass es sich nicht wie ein aufgesetztes Ausflugsziel anfühlt, sondern wie ein echtes Städtchen, das einfach seinen eigenen Rhythmus hat.

Dazu kommt die Geschichte, die in Artà nicht nur irgendwo auf einer Tafel steht, sondern im Stadtbild sichtbar wird. Der Weg hinauf zur Anlage ist nicht schwer, aber er lohnt sich, weil du oben sofort verstehst, warum dieser Platz früher wichtig war. Du stehst an den Mauern, schaust über Dächer und Hügel, und hast diesen klaren Moment, in dem du Mallorca mehr als Insel siehst und weniger als Urlaubsziel.
Und genau weil alles nah beieinander liegt, bekommst du auf kurzen Wegen viel Abwechslung. Erst Markt und Ort, dann Höhe und Aussicht, später auf Wunsch noch Höhlen oder eine Bucht. Du musst dafür keinen langen Plan bauen und nicht den ganzen Tag im Auto sitzen. Am Ende hast du dieses gute Gefühl, dass du einen Ort wirklich erlebt hast, statt nur durchgefahren zu sein.
Warst du schon mal in Artà? Wie hat dir der Ort gefallen und von welchen schönen Erlebnissen kannst du berichten? Wir freuen uns jederzeit über ein paar Kommentare.