Benidorm zeigt sich zwischen Wolkenkratzern und versteckten Buchten

Benidorm liegt an der Costa Blanca in der Provinz Alicante. Die Stadt ist für ihre ungewöhnlich hohe Bebauung, langen Stadtstrände, zahlreichen Hotels und ein umfangreiches Freizeitangebot bekannt. Gleichzeitig liegen historische Gassen, archäologische Fundorte, kleine Buchten und geschützte Naturlandschaften nur wenige Minuten voneinander entfernt.

Luftaufnahme von Benidorm mit Hochhäusern, Küstenlinie und türkisblauem Meer
Luftbild der Küste von Benidorm – Bildnachweis: Daria Kulkova – iStock-Datei-ID: 1349062189

Auf den ersten Blick wirkt Benidorm wie eine moderne Ferienmetropole. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein Ort mit einem alten Fischerviertel, traditionellen Festen, spanischen Tapasbars und Aussichtspunkten, von denen sich Stadt, Meer und Berge gleichzeitig überblicken lassen.

Gerade diese Gegensätze machen Benidorm als Urlaubsziel interessant. Reisende können morgens durch die Serra Gelada wandern, mittags am Strand liegen, am Nachmittag die Altstadt besuchen und den Abend in einer ruhigen Tapasbar oder einem lebhaften Unterhaltungslokal verbringen.

Blick über den Strand und die Hochhäuser von Benidorm entlang der geschwungenen Küste
Strandpromenade und Küste von Benidorm – Bildnachweis: JESUSDEFUENSANTA – iStock-Datei-ID: 2190579183

Die Playa de Levante ist Benidorms bekanntester Strand

Die Playa de Levante erstreckt sich über mehr als zwei Kilometer zwischen Punta Pinet und Punta Canfali. Feiner goldener Sand, eine breite Promenade und die dicht dahinter aufragende Skyline machen sie zu einem der bekanntesten Stadtstrände Europas. Durch ihre Ausrichtung erreicht die Sonne den Strand bis in die Abendstunden.

Entlang der Promenade liegen Restaurants, Cafés, Bars, Geschäfte und zahlreiche Hotels. Der Strand eignet sich daher besonders für Reisende, die kurze Wege und ein lebhaftes Umfeld bevorzugen.

Am frühen Morgen zeigt sich Levante überraschend ruhig. Dann gehen Einheimische spazieren, erste Schwimmer ziehen ihre Bahnen und die Sonne steigt über der Serra Gelada auf.

Im Juli und August wird es deutlich voller. Wer einen ruhigen Platz sucht, sollte vor 10 Uhr kommen oder einen Abschnitt weiter entfernt von den zentralen Zugängen wählen.

Die Playa de Poniente ist weitläufiger und entspannter

Südwestlich der Altstadt beginnt die Playa de Poniente. Mit einer Länge von mehr als drei Kilometern ist sie der größte Strand Benidorms und bietet deutlich mehr Raum für lange Spaziergänge. Die Atmosphäre gilt insgesamt als ruhiger als an der Playa de Levante.

Besonders auffällig ist die moderne Promenade mit ihren geschwungenen Formen, farbigen Flächen und erhöhten Aussichtspunkten. Cafés, Restaurants und Wohngebäude begleiten den Weg, ohne dass überall dieselbe Dichte an Bars und Unterhaltung herrscht.

Poniente eignet sich gut für Familien, Paare und Reisende, die einen entspannten Strandurlaub in Benidorm verbringen möchten. Je weiter man sich von der Altstadt in Richtung La Cala bewegt, desto ruhiger wird es häufig.

Am Abend gehört ein Spaziergang auf der Promenade zu den schönsten Erlebnissen. Dann färbt sich der Himmel über den Bergen, während auf der gegenüberliegenden Seite die Lichter der Stadt angehen.

Urlauberin an einem Aussichtspunkt mit Blick auf Strand, Meer und Skyline von Benidorm
Urlauberin mit Blick auf Benidorm – Bildnachweis: JESUSDEFUENSANTA – iStock-Datei-ID: 2190579181

Mal Pas ist die kleine Bucht zwischen den großen Stränden

Zwischen Levante und Poniente liegt unterhalb der Altstadt die kleine Playa de Mal Pas. Sie wird durch den Felsen des Cerro Canfali geschützt und befindet sich direkt neben Hafen und Balcón del Mediterráneo.

Die Bucht wirkt wesentlich intimer als die großen Stadtstrände. Wegen ihrer zentralen Lage und der begrenzten Sandfläche ist sie im Sommer allerdings schnell belegt.

Mal Pas eignet sich außerdem zum Schnorcheln. Rund um die Felsen beginnt eine überraschend abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft, obwohl sich die Bucht mitten im Stadtzentrum befindet.

Der Balcón del Mediterráneo ist das schönste Fotomotiv

Auf dem Felsvorsprung zwischen den beiden Hauptstränden liegt der Balcón del Mediterráneo, der auch als Mirador del Castell bezeichnet wird. Seine weiße Balustrade, blau-weißen Fliesen und die große Treppenanlage gehören zu den bekanntesten Ansichten Benidorms.

An dieser Stelle stand im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine Festung, die den Ort vor Angriffen vom Meer schützen sollte. Heute sind nur noch wenige Spuren erhalten, während der Aussichtspunkt freien Blick auf Levante, Poniente, die vorgelagerte Insel und die Serra Gelada bietet.

Am frühen Morgen lässt sich der Balkon vergleichsweise ruhig erleben. Zum Sonnenuntergang füllt sich der Platz mit Spaziergängern, Musikern und Fotografen.

Wer beide großen Strände besucht, sollte den Weg über die Altstadt und den Aussichtspunkt wählen. Dadurch wird aus einem einfachen Strandspaziergang ein abwechslungsreicher Rundgang durch Benidorms schönste Stadtlandschaft.

Die Altstadt bewahrt das frühere Benidorm

Rund um den Cerro Canfali liegt der historische Ortskern. Enge Gassen, weiße Häuser, kleine Plätze und Treppen erinnern an die Zeit, bevor Benidorm zu einem internationalen Ferienzentrum wurde.

Besonders stimmungsvoll sind die Straßen zwischen dem Aussichtspunkt, der Kirche San Jaime, der Plaza de la Constitución und dem Hafen. Hier befinden sich zahlreiche Tapasbars, Restaurants und kleine Geschäfte.

Die Altstadt ist kompakt und lässt sich ohne festen Plan erkunden. Hinter belebten Straßen öffnen sich immer wieder ruhigere Ecken mit traditionellen Fassaden und Blicken auf das Meer.

Die Kirche San Jaime überragt den alten Ortskern

Die Kirche San Jaime y Santa Ana steht am höchsten Punkt der Altstadt. Sie wurde im 18. Jahrhundert errichtet und ist an ihrer weißen Fassade sowie der auffälligen blauen Kuppel zu erkennen. Im Inneren befindet sich die Kapelle der Virgen del Sufragio, der Schutzpatronin Benidorms.

Der Platz vor der Kirche liegt nur wenige Schritte vom Balcón del Mediterráneo entfernt. Beide Orte lassen sich deshalb hervorragend gemeinsam besuchen.

Während Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen ist Zurückhaltung angebracht. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, und Fotografieren ist nur entsprechend den Hinweisen vor Ort sinnvoll.

Weiße Kirche mit Glockenturm in einer engen Straße der Altstadt von Benidorm
Kirche im historischen Zentrum von Benidorm – Bildnachweis: vejaa – iStock-Datei-ID: 2267561265

Die Tapasstraßen zeigen die spanische Seite der Stadt

Benidorm besitzt neben internationalen Restaurants eine lebendige Tapaskultur. Besonders rund um die Plaza de la Constitución und die angrenzenden Altstadtgassen liegen Bars, Tavernen und kleine Lokale dicht beieinander. Der Bereich wird wegen seiner vielen Wein- und Tapasbars gelegentlich auch als „Weinstraße“ bezeichnet.

Statt ein vollständiges Menü zu bestellen, kann man von Lokal zu Lokal ziehen und mehrere kleine Gerichte probieren. Oliven, Käse, Schinken, Kroketten, Meeresfrüchte und verschiedene Pintxos gehören zu den typischen Angeboten.

Am frühen Abend ist die Atmosphäre meist entspannter als zu später Stunde. Wer einen ruhigen Genussabend sucht, findet in den Seitenstraßen häufig persönlichere Lokale als direkt an der Strandpromenade.

Die Skyline gehört zur Identität Benidorms

Benidorm besitzt eine ungewöhnlich große Zahl hoher Wohn- und Hotelgebäude. Die kompakte Bebauung lässt zwischen den Türmen immer wieder freie Sichtachsen zum Meer und ermöglicht vielen Unterkünften kurze Wege zu Strand und Innenstadt.

Die Hochhäuser werden unterschiedlich bewertet. Manche Reisende empfinden sie als zu dominant, andere schätzen gerade die Mischung aus urbaner Skyline und mediterraner Landschaft.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich das Stadtbild vom Balcón del Mediterráneo, vom Tossal de la Cala und von den Aussichtspunkten der Serra Gelada. Die offizielle Tourismusorganisation zählt diese Orte zu den besten Punkten, um Benidorms Architektur von oben zu betrachten.

Das Tossal de la Cala führt in die Römerzeit

Am westlichen Ende der Playa de Poniente erhebt sich das Tossal de la Cala. Auf dem ungefähr 100 Meter hohen Hügel liegt eine archäologische Anlage mit Resten eines römischen Militärpostens aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Forschungen ordnen ihn den Auseinandersetzungen der Sertorianischen Kriege zu.

Von oben reicht der Blick über Poniente, die Cala de Finestrat und die umliegenden Berge. Dadurch lohnt sich der Aufstieg selbst für Besucher, die sich weniger intensiv für Archäologie interessieren.

Nach aktuellem Stand ist die Anlage täglich zugänglich; zusätzlich werden zu bestimmten Zeiten Führungen angeboten. Da sich Besuchszeiten ändern können, sollte die aktuelle Information vor dem Aufstieg geprüft werden.

Die Serra Gelada beginnt direkt hinter dem Ferienzentrum

Am östlichen Ende Benidorms erhebt sich der Naturpark Serra Gelada. Das geschützte Gebiet umfasst einen markanten Küstengebirgszug zwischen den Buchten von Benidorm und Altea sowie Teile des vorgelagerten Meeresraums.

Schon nach wenigen Minuten verlässt man die dicht bebaute Stadt und erreicht felsige Hänge, mediterrane Vegetation und Aussichtspunkte über das Meer.

Die Serra Gelada ist besonders für Wanderer interessant, bietet aber auch kürzere Wege, die sich ohne große Bergtour bewältigen lassen. Im Sommer gibt es auf vielen Abschnitten kaum Schatten.

Luftaufnahme der Altstadt von Benidorm mit blauer Kuppelkirche direkt an der Mittelmeerküste
Altstadt und Kirche von Benidorm aus der Luft – Bildnachweis: Antonio Carlos Soria Hernandez – iStock-Datei-ID: 1326979561

Das Kreuz von Benidorm bietet das große Stadtpanorama

Die Route zur Cruz de Benidorm beginnt im Bereich Rincón de Loix. Der offizielle Weg ist rund fünf Kilometer lang, überwindet etwa 237 Höhenmeter und wird als mittelschwer beschrieben. Für Hin- und Rückweg werden ungefähr drei Stunden veranschlagt.

Der Weg verläuft größtenteils auf befestigtem Untergrund, steigt jedoch stetig an. Vom Kreuz reicht das Panorama über die gesamte Skyline, beide Hauptstrände, die vorgelagerte Insel und das bergige Hinterland.

Am frühen Morgen und kurz vor Sonnenuntergang ist die Lichtstimmung besonders schön. Für den Rückweg nach Einbruch der Dunkelheit wird eine Taschenlampe benötigt.

Cala del Tío Ximo ist die kleine Naturbucht

Am Fuß der Serra Gelada liegt die Cala del Tío Ximo. Die kleine Bucht besteht aus Sand, Kies und felsigen Bereichen und bietet bei ruhigem Wasser gute Bedingungen zum Schnorcheln.

Der Zugang ist deutlich weniger bequem als an Levante oder Poniente. Dafür wirkt die Umgebung natürlicher und bietet einen starken Kontrast zur nahen Skyline.

Da die Liegefläche begrenzt ist, sollte nur wenig Gepäck mitgenommen werden. Badeschuhe erleichtern den Einstieg, und bei stärkerem Seegang ist besondere Vorsicht notwendig.

Punta del Cavall ist ein leichterer Naturausflug

Von Cala del Tío Ximo führt eine befestigte Route in Richtung Punta del Cavall beziehungsweise Punta de la Escaleta. Der offizielle Weg gilt als leicht, ist auch für Fahrräder und Rollstühle vorgesehen und führt zu Küstenblicken sowie den Resten eines historischen Wachturms.

Die vollständige Route ist länger, kann aber problemlos abgekürzt werden. Bereits nach den ersten Abschnitten öffnen sich schöne Ausblicke auf Felsen, Meer und Benidorm.

Für Familien und Reisende, die keine steile Wanderung unternehmen möchten, ist dieser Weg eine gute Alternative zum Aufstieg auf die höheren Bereiche der Serra Gelada.

Die Insel von Benidorm ist ein klassischer Bootsausflug

Vor der Küste liegt die Illa de Benidorm. Ausflugsboote starten vom Hafen und teilweise aus dem Bereich Rincón de Loix. Die Überfahrt dauert ungefähr 20 Minuten und wird bei geeigneten Wetterbedingungen regelmäßig angeboten.

Auf der Insel führt ein kurzer Weg durch die felsige Landschaft. Der längste Pfad misst nur ungefähr 400 Meter, besitzt aber unebene und teilweise steile Abschnitte.

Rund um die Insel befinden sich interessante Tauch- und Schnorchelbereiche. Der Lebensraum ist empfindlich, weshalb markierte Wege eingehalten und Tiere nicht gestört werden sollten.

Bei stärkerem Wind oder Wellengang können Fahrten verändert oder abgesagt werden. Der aktuelle Fahrplan sollte deshalb erst kurz vor dem Ausflug bestätigt werden.

Freizeitparks machen Benidorm besonders familienfreundlich

Rund um Benidorm befinden sich mehrere große Freizeitangebote. Terra Mítica verbindet Fahrgeschäfte und Shows mit Themenbereichen zu klassischen Kulturen des Mittelmeerraums. Der Park öffnet saisonal, weshalb Besuchstage und zugängliche Bereiche vor der Ticketbuchung geprüft werden müssen.

Aqualandia bietet Rutschen und Wasserattraktionen, während Mundomar auf Meeres- und exotische Tiere ausgerichtet ist. Terra Natura und Aqua Natura kombinieren Tierpark beziehungsweise Wasserpark zu einem weiteren großen Familienangebot.

Die Parks liegen nicht alle direkt nebeneinander. Wer mehrere besuchen möchte, sollte Anreise, Öffnungstage und Eintrittspreise vorab vergleichen.

Benidorm besitzt ein ausgeprägtes Nachtleben

Bars, Diskotheken, Livemusik, Shows und internationale Unterhaltung gehören seit Jahrzehnten zum touristischen Angebot. Das lebhafteste Nachtleben konzentriert sich auf Teile der Avenida de Mallorca, den Rincón de Loix und verschiedene Lokale rund um die Strandgebiete.

Gleichzeitig kann man in Benidorm problemlos einen ruhigen Urlaub verbringen. Poniente, La Cala und einige Bereiche rund um die Altstadt wirken abends deutlich entspannter als das große Ausgehviertel.

Bei der Buchung lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Lage der Unterkunft. Schon wenige Straßen können darüber entscheiden, ob nachts Musik und Straßenleben zu hören sind oder nicht.

Historische Kanonen auf einem gepflasterten Aussichtspunkt mit weiß-blauer Balustrade in Benidorm
Aussichtspunkt mit Kanonen in Benidorm – Bildnachweis: Vladislav Zolotov – iStock-Datei-ID: 1018429612

Altea ist der schönste Küstenausflug

Nördlich von Benidorm liegt Altea. Die Altstadt steigt über weißen Gassen und Treppen zur Kirche Nuestra Señora del Consuelo mit ihren charakteristischen blauen Kuppeln hinauf. Aussichtspunkte öffnen den Blick über die Bucht und die umliegenden Berge.

Kleine Galerien, Kunsthandwerksgeschäfte und Restaurants verleihen Altea eine ruhigere Atmosphäre als Benidorm. Für Altstadt, Uferpromenade und ein Mittagessen sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden.

Altea ist mit der Linie 9 der TRAM erreichbar. Auch Panoramabus-Linie 31 verbindet Benidorm über El Albir mit Altea.

La Vila Joiosa begeistert mit farbigen Häusern

Südlich von Benidorm liegt La Vila Joiosa, auf Spanisch Villajoyosa. Der Ort ist für seine farbigen Häuser am Meer, die historische Altstadt, Fischerei und Schokoladentradition bekannt. Die offizielle Tourismusregion zählt ihn zu den charakteristischen Küstenzielen rund um Benidorm.

Ein Spaziergang führt von der Strandpromenade durch den alten Ortskern und entlang des Flusses. Mehrere Schokoladenhersteller bieten außerdem Museen, Werksverkauf oder Besichtigungen an.

La Vila Joiosa lässt sich mit der TRAM in Richtung Alicante erreichen und eignet sich deshalb hervorragend für einen Ausflug ohne Mietwagen.

Guadalest liegt spektakulär über dem Tal

El Castell de Guadalest befindet sich auf einem steilen Felsen im bergigen Hinterland. Ein in den Fels geschlagener Zugang führt in den historischen Ortskern mit Burgresten, kleinen Museen und Aussichtspunkten über den türkisfarbenen Stausee.

Guadalest ist klein, aber stark besucht. Ein früher Start ermöglicht ruhigere Gassen und bessere Chancen auf einen Parkplatz.

Von Benidorm fahren auch Linienbusse beziehungsweise touristische Angebote nach Guadalest. Bestimmte 24- und 72-Stunden-Touristenkarten schließen nach aktuellem Stand die Ausflugslinie 16 ein.

Die Wasserfälle von Algar sind besonders im Sommer beliebt

Bei Callosa d’en Sarrià liegen die Fonts de l’Algar. Wasserfälle, natürliche Becken und grüne Uferbereiche bilden ein beliebtes Ausflugsziel im Hinterland der Costa Blanca. Die Region liegt nur wenige Kilometer von Benidorm entfernt und ist von den Gebirgszügen Aitana, Serrella, Ponotx und Bernia umgeben.

Im Hochsommer kann es sehr voll werden. Badeschuhe sind wegen glatter Steine sinnvoll, und die Regeln zu zugänglichen Badebereichen müssen beachtet werden.

Die Ausflugslinie 18 ist nach aktuellem Angebot in bestimmten touristischen Bustickets enthalten. Fahrplan und Saisonbetrieb sollten kurz vor dem Besuch kontrolliert werden.

Alicante eignet sich für einen ganzen Kulturtag

Alicante liegt südlich von Benidorm und ist mit der TRAM-Linie 1 erreichbar. Die Verbindung führt von Benidorm Intermodal bis zur zentral gelegenen Station Luceros.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Altstadt, die Explanada de España, der Hafen, der Stadtstrand Postiguet und das Castillo de Santa Bárbara. Die große Festung erhebt sich auf dem Monte Benacantil und bietet weite Ausblicke über Stadt und Küste.

Für Alicante sollte ein ganzer Tag eingeplant werden. Die Fahrt mit der TRAM ist landschaftlich reizvoll, dauert jedoch länger als eine direkte Autofahrt.

Benidorms Küche reicht von Reisgerichten bis Pintxos

Die Gastronomie verbindet die Küche der Provinz Alicante mit einem sehr internationalen Restaurantangebot. Fisch, Meeresfrüchte, Paella und weitere Reisgerichte stehen ebenso auf den Karten wie Tapas, Pintxos und mediterrane Fleischgerichte.

In der Altstadt lässt sich besonders gut eine kleine Tapasrunde unternehmen. An Poniente und Levante dominieren dagegen Restaurants mit Meerblick und einer großen Auswahl für internationale Gäste.

Wer authentischer essen möchte, sollte Lokale berücksichtigen, in denen auch viele Einheimische sitzen. Mittagsmenüs sind häufig preiswerter als ein Abendessen direkt an der ersten Strandlinie.

Die beste Reisezeit für Benidorm

Mai, Juni, September und Anfang Oktober bieten eine gute Kombination aus Badewetter, geöffneten Freizeitangeboten und etwas weniger Andrang.

Juli und August sind besonders warm und lebhaft. Strände, Parks und Ausflugsziele werden voller, während Nachtleben und Veranstaltungsprogramm ihren Höhepunkt erreichen.

Herbst, Winter und Frühling eignen sich gut für längere Spaziergänge und Wanderungen. Benidorm bleibt im Gegensatz zu vielen kleineren Ferienorten ganzjährig belebt, auch wenn einzelne Strand- und Freizeitangebote saisonal eingeschränkt sind.

Die Anreise erfolgt meist über Alicante

Der Flughafen Alicante-Elche liegt südlich von Benidorm. Transfers sind mit Linien- beziehungsweise Fernbussen, Shuttles, Taxis und Mietwagen möglich. Alternativ fährt der Flughafenbus C6 nach Alicante zur Station Luceros, wo Anschluss an die TRAM in Richtung Benidorm besteht.

Mit dem Auto wird Benidorm über die AP-7 oder die Küstenstraße N-332 erreicht. Die Stadt liegt nach Angaben der Tourismusorganisation ungefähr 38 Kilometer von Alicante entfernt.

Fernbusse verbinden Benidorm außerdem mit zahlreichen spanischen Städten. Der zentrale Busbahnhof liegt am Paseo Els Tolls und ist mit örtlichen Buslinien an die Feriengebiete angebunden.

Benidorm lässt sich gut ohne Mietwagen erkunden

Levante, Altstadt, Poniente und viele zentrale Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar. Stadtbusse verbinden darüber hinaus Rincón de Loix, La Cala, Freizeitparks, Busbahnhof und umliegende Orte.

Die TRAM fährt mit Linie 1 nach Alicante und mit Linie 9 über Altea, Calpe und weitere Küstenorte bis Dénia. Dadurch lassen sich mehrere Ausflüge ohne Auto organisieren.

Panoramabusse verkehren auf zwei touristischen Linien durch Benidorm sowie nach Cala de Finestrat, El Albir und Altea. Die aktuellen Zeiten sollten saisonal geprüft werden.

Autofahrer müssen die Regeln der innerstädtischen Umweltzone beachten. Benidorm hat im Zentrum eine Niedrigemissionszone eingerichtet, deren Grenzen und Zufahrtsbestimmungen vor der Fahrt kontrolliert werden sollten.

Stadtbild von Benidorm mit vielen Hochhäusern, Wohnanlagen und der Küste im Hintergrund
Stadtansicht von Benidorm mit Hochhäusern – Bildnachweis: Volodymyr Kalyniuk – iStock-Datei-ID: 2244717880

Welcher Stadtteil passt zu welchem Urlaub?

Rund um Levante und Rincón de Loix wohnen Reisende mitten im lebhaften Feriengeschehen. Strand, Bars, Unterhaltung und viele Restaurants liegen dort besonders nah.

Poniente eignet sich besser für lange Strandtage, Spaziergänge und eine etwas ruhigere Atmosphäre. Der alte Ortskern ist ideal für Besucher, die Tapas, Gassen und beide Hauptstrände zu Fuß erreichen möchten.

La Cala liegt am westlichen Rand Benidorms und wirkt wohnlicher. Für Ausflüge und das lebhafte Zentrum werden von dort jedoch häufiger Bus, Taxi oder ein längerer Spaziergang benötigt.

Sicherheit und praktische Hinweise

Benidorm lässt sich grundsätzlich unkompliziert besuchen. An vollen Stränden, in Bussen, auf Märkten und in Ausgehvierteln sollten Mobiltelefon, Geldbörse und Taschen trotzdem aufmerksam verwahrt werden.

Die Sonne wird durch die Meeresbrise leicht unterschätzt. Wasser, Sonnencreme und Kopfbedeckung gehören besonders auf die Wege der Serra Gelada und zum Tossal de la Cala.

An felsigen Buchten sind Badeschuhe hilfreich. Beim Schwimmen gelten die Flaggen und Hinweise des Rettungsdienstes, auch wenn das Meer vom Strand aus ruhig erscheint.

Wer nach einer Partynacht unterwegs ist, sollte nicht allein schwimmen oder von Felsen ins Wasser springen. Für den Rückweg zur Unterkunft sind offizielle Taxis oder Nachtverbindungen die sicherere Wahl.

Für wen sich Benidorm besonders lohnt

Benidorm eignet sich für Familien, Paare, Senioren, Aktivurlauber und Nachtschwärmer. Die Stadt bietet kurze Wege, eine große Auswahl an Unterkünften und ein ungewöhnlich vielseitiges Freizeitangebot.

Ruhesuchende sollten Poniente, La Cala oder eine Unterkunft außerhalb des großen Ausgehviertels wählen. Wanderer finden in der Serra Gelada und im bergigen Hinterland überraschend anspruchsvolle Landschaften.

Weniger passend ist Benidorm für Reisende, die ein abgelegenes Fischerdorf oder unberührte Strände ohne Bebauung erwarten. Die Stärke der Stadt liegt gerade in der Verbindung aus urbanem Ferienleben, Strand und Natur.

Wie viele Tage sollte man für Benidorm einplanen?

Für Levante, Poniente, Altstadt, Balcón del Mediterráneo und einen Aussichtspunkt sind drei bis vier Tage sinnvoll.

Eine Woche ist ideal, wenn zusätzlich Serra Gelada, Benidorm-Insel, ein Freizeitpark und Altea oder La Vila Joiosa besucht werden sollen.

Mit Guadalest, Algar, Alicante und weiteren Küstenorten lassen sich zehn bis vierzehn Tage abwechslungsreich gestalten, ohne täglich die Unterkunft wechseln zu müssen.

Panorama von Benidorm mit Hochhäusern, langem Sandstrand und Bergen im Hintergrund
Skyline und Strand von Benidorm – Bildnachweis: StockSeller_ukr – iStock-Datei-ID: 2262462248

Häufige Fragen & Antworten für die Reise nach Benidorm

Ist Benidorm nur für Partyurlaub geeignet?
Nein. Neben Nachtleben bietet die Stadt ruhige Strandabschnitte, eine Altstadt, Wanderwege, archäologische Fundorte und zahlreiche Familienangebote.

Welcher Strand ist in Benidorm am schönsten?
Levante ist besonders lebhaft und zentral. Poniente bietet mehr Platz und Ruhe, während Mal Pas klein und malerisch zwischen Altstadt und Hafen liegt.

Kann man Benidorm gut ohne Auto besuchen?
Ja. Stadtbusse, TRAM, Panoramabusse und zahlreiche fußläufige Wege verbinden Strände, Zentrum und umliegende Küstenorte.

Lohnt sich die Altstadt von Benidorm?
Ja. Kirche, Balcón del Mediterráneo, Tapasbars und kleine Gassen zeigen eine deutlich traditionellere Seite der Stadt.

Kann man in Benidorm wandern?
Ja. Besonders beliebt sind die Route zum Kreuz, Punta del Cavall und die anspruchsvollere Überschreitung der Serra Gelada.

Ist Benidorm für Familien geeignet?
Ja. Breite Strände, Spielbereiche, Bootsausflüge sowie mehrere Wasser-, Tier- und Freizeitparks bieten viel Abwechslung.

Welche Ausflüge lohnen sich besonders?
Empfehlenswert sind Altea, La Vila Joiosa, Guadalest, die Algar-Wasserfälle und Alicante.

Wie kommt man von Alicante nach Benidorm?
Möglich sind Fernbus, Mietwagen und TRAM-Linie 1. Vom Flughafen verkehren Busse und Transfers; alternativ fährt man über Alicante-Luceros mit der TRAM weiter.

Wann ist die beste Reisezeit für Benidorm?
Mai, Juni, September und Anfang Oktober bieten häufig warmes Wetter und weniger Andrang. Für Wandern und Stadtbesichtigungen eignen sich auch Winter und Frühling.

Wie lange sollte man in Benidorm bleiben?
Eine Woche ist ideal, um Strandtage mit Natur, Altstadt und mehreren Ausflügen zu verbinden.

Benidorm überrascht zwischen Hochhäusern, Buchten und Bergpanoramen

Benidorm ist laut, modern und stark touristisch – aber zugleich wesentlich vielseitiger, als sein bekanntes Image vermuten lässt. Die langen Strände von Levante und Poniente ermöglichen einen unkomplizierten Badeurlaub, während Altstadt und Balcón del Mediterráneo mediterranes Flair in die moderne Skyline bringen.

Mit der Serra Gelada beginnt direkt hinter den Ferienvierteln eine felsige Naturlandschaft. Kleine Buchten, das Kreuz von Benidorm und die vorgelagerte Insel zeigen, dass neben Hotels und Unterhaltung genügend Raum für Naturerlebnisse bleibt.

Auch die Umgebung sorgt für Abwechslung. Altea begeistert mit weißen Gassen, La Vila Joiosa mit farbenfrohen Häusern und Guadalest mit einer spektakulären Bergkulisse. Alicante lässt sich sogar bequem mit der TRAM erreichen.


Welche Orte und Küstenregionen an der Costa Blanca hast du bereits besucht? Kannst du Benidorm als Urlaubsziel empfehlen, und welche Strände, Aussichtspunkte oder Ausflüge stehen dort noch auf deiner persönlichen Reiseliste? Teile deine Erfahrungen und besonderen Spanien-Tipps gerne in den Kommentaren.