Menorca abseits der Klassiker: Darum ist Cala Pregonda so besonders
Menorca ist für türkisfarbenes Wasser, helle Sandbuchten und versteckte Calas bekannt. Doch Cala Pregonda passt nicht ganz in dieses typische Bild. Die Bucht an der Nordküste der Insel überrascht mit goldfarbenem bis rötlichem Sand, dunklen Felsen und kleinen vorgelagerten Inseln. Statt dichter Hotelbebauung bestimmt hier vor allem die Natur das Bild.
Schon der Weg zum Strand gehört zum Erlebnis. Cala Pregonda liegt abgelegen und lässt sich nicht einfach mit dem Auto bis ans Wasser erreichen. Besucher müssen einen Teil der Strecke zu Fuß zurücklegen und erleben dabei eine Landschaft, die stellenweise karg und beinahe unberührt wirkt. Wer schließlich die Bucht erreicht, versteht schnell, warum Cala Pregonda regelmäßig zu den außergewöhnlichsten Stränden Menorcas gezählt wird.

Cala Pregonda
Cala Pregonda liegt im Norden Menorcas in der Gemeinde Es Mercadal. Die Küste unterscheidet sich deutlich vom Süden der Insel, wo viele Buchten von hellem Kalkstein und Pinien eingerahmt werden. Rund um Pregonda dominieren dagegen rötliche Erde, dunkle Felsen und niedrige Vegetation.
Diese Farben setzen sich bis zum Strand fort. Der Sand wirkt goldfarben bis leicht rötlich und bildet zusammen mit dem klaren Wasser einen starken Kontrast. Besonders auffällig sind die Felsen und kleinen Inseln vor der Küste, die der Bucht ihr unverwechselbares Aussehen geben.
Einige dieser natürlichen Felsformationen schützen Teile der Bucht vor dem offenen Meer. Trotzdem können Wind, Wellen und Strömungen je nach Wetterlage unterschiedlich ausfallen. Wie an allen naturbelassenen Stränden sollte man deshalb die aktuellen Bedingungen berücksichtigen und das Meer nicht unterschätzen.
Cala Pregonda ist kein Strand, den man wegen einer langen Promenade, Strandbars oder eines großen Freizeitangebots besucht. Gerade das Gegenteil macht ihren Reiz aus. Wer hierherkommt, sucht vor allem Meer, Landschaft und Ruhe.

Der Weg zur Cala Pregonda
Ein Besuch benötigt etwas mehr Planung als ein klassischer Strandtag. Mit dem Auto gelangt man zunächst in Richtung Binimel·là. Von dort geht es zu Fuß weiter. Der Weg ist Teil des bekannten Camí de Cavalls und führt durch die charakteristische Landschaft der Nordküste.
Für die Strecke sollte man ungefähr eine halbe Stunde einplanen, abhängig von Tempo und Bedingungen. Unterwegs gibt es nur wenig Schatten. Gerade im Hochsommer können Sonne und Hitze den Spaziergang deshalb deutlich anstrengender machen, als die reine Entfernung vermuten lässt.
Festes oder zumindest bequemes Schuhwerk ist sinnvoll. Flip-Flops mögen für den eigentlichen Strand praktisch sein, für den Hin- und Rückweg sind stabilere Schuhe angenehmer. Außerdem gehören ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung ins Gepäck.
Der Vorteil der kleinen Wanderung zeigt sich spätestens bei der Ankunft. Weil Cala Pregonda nicht direkt mit dem Auto erreichbar ist, fühlt sich der Besuch stärker wie ein kleiner Ausflug an. Der Weg gehört hier genauso zum Erlebnis wie der Strand selbst.

Eine Landschaft, die kaum nach klassischem Menorca aussieht
Wer zuvor mehrere Buchten im Süden Menorcas besucht hat, könnte bei Cala Pregonda beinahe glauben, auf einer anderen Insel gelandet zu sein. Rund um Cala Macarella, Cala Mitjana oder Cala Turqueta prägen helle Felsen und mediterrane Vegetation das Bild. Die Nordküste besitzt dagegen eine rauere und erdigere Landschaft.
Gerade bei Cala Pregonda ist dieser Unterschied besonders deutlich. Die rötlichen und braunen Farbtöne der Umgebung treffen auf das Blau und Türkis des Wassers. Dazwischen liegen kleine helle Sandflächen und dunklere Felsen.
Fotografisch ist die Bucht deshalb besonders interessant. Je nach Tageszeit und Sonnenstand verändern sich die Farben deutlich. Wer nicht ausschließlich zum Baden kommt, sollte sich Zeit nehmen, die Küstenlandschaft auch von etwas höher gelegenen Stellen entlang des Weges zu betrachten.

Baden und Schnorcheln in der Bucht
An ruhigen Tagen wirkt das Wasser der Cala Pregonda häufig klar und einladend. Die Felsen und vorgelagerten Inselchen schaffen interessante Bereiche zum Schwimmen und Schnorcheln.
Maske und Schnorchel können sich deshalb im Strandgepäck lohnen. Rund um felsige Abschnitte gibt es unter Wasser mehr zu entdecken als an einem vollkommen offenen Sandstrand.
Allerdings sollte man die Bedingungen immer direkt vor Ort beurteilen. Cala Pregonda ist ein naturbelassener Strand und der Atlantik beziehungsweise das offene Mittelmeer rund um die Balearen kann sich abhängig von Wind und Wetter verändern. Bei starkem Wellengang oder ungünstigen Bedingungen sollte man entsprechend vorsichtig sein.
Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte außerdem bedenken, dass nicht nur das Baden, sondern auch der Fußweg zur Bucht bewältigt werden muss. Für Familien mit älteren, wanderfreudigen Kindern kann der Ausflug spannend sein, mit sehr kleinen Kindern ist er deutlich aufwendiger.
Was sollte man für einen Strandtag mitnehmen?
An Cala Pregonda sollte man nicht davon ausgehen, alles Notwendige direkt am Strand kaufen zu können. Die fehlende touristische Infrastruktur ist Teil ihres Charmes, verlangt aber etwas Vorbereitung.
Wasser und Verpflegung gehören ebenso ins Gepäck wie Sonnenschutz. Ein Sonnenschirm kann besonders an heißen Tagen sinnvoll sein, denn natürliche Schattenplätze sind begrenzt. Gleichzeitig sollte das Gepäck nicht unnötig schwer werden, da alles zum Strand und später wieder zurückgetragen werden muss.
Praktisch sind außerdem Schnorchelausrüstung, ein kleines Handtuch und ein Beutel für den eigenen Müll. Wer mehrere Stunden bleiben möchte, sollte vorher überlegen, was wirklich benötigt wird. Cala Pregonda ist ein Naturstrand, und entsprechend sollte auch alles wieder mitgenommen werden, was man dorthin gebracht hat.
Cala Pregonda und der Camí de Cavalls
Der Zugang zur Bucht verläuft über einen Abschnitt des Camí de Cavalls, eines historischen Weges, der Menorca entlang der Küste umrundet. Heute gehört er zu den bekanntesten Wanderwegen der Insel.
Dadurch lässt sich Cala Pregonda hervorragend in eine längere Wanderung integrieren. Statt ausschließlich vom Parkplatz zum Strand und zurück zu laufen, können aktive Urlauber weitere Abschnitte der Nordküste erkunden.
Die Landschaft ist dabei mindestens genauso interessant wie das eigentliche Ziel. Immer wieder wechseln sich kleine Buchten, offene Flächen und felsige Küstenabschnitte ab. Gerade außerhalb der heißen Sommermonate ist das Wandern hier eine schöne Möglichkeit, Menorca abseits der Badeplätze kennenzulernen.
Im Hochsommer sollte dagegen die starke Sonneneinstrahlung nicht unterschätzt werden. Früh am Morgen oder später am Nachmittag kann der Weg angenehmer sein als während der heißesten Stunden des Tages.

Wann lohnt sich ein Besuch besonders?
Cala Pregonda besitzt zu jeder Jahreszeit einen anderen Charakter. Im Sommer steht natürlich das Baden im Mittelpunkt. Gleichzeitig ist dies die Zeit, in der besonders viele Besucher Menorcas Strände entdecken.
Wer den Strand ruhiger erleben möchte, sollte möglichst früh am Tag starten. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass der Hinweg bei niedrigeren Temperaturen angenehmer sein kann.
Im späten Frühjahr und frühen Herbst eignet sich die Gegend hervorragend für die Kombination aus Wandern und Strand. Das Meer kann je nach Jahreszeit noch oder bereits angenehm sein, während die Temperaturen für den Fußweg häufig angenehmer ausfallen als im Hochsommer.
Auch außerhalb der Badesaison bleibt Cala Pregonda interessant. Dann steht weniger der Strandtag als vielmehr die außergewöhnliche Küstenlandschaft im Vordergrund.
Cala Pregonda mit anderen Orten verbinden
Wer ohnehin im Norden Menorcas unterwegs ist, kann den Ausflug gut mit weiteren Zielen kombinieren. Naheliegend ist zunächst Binimel·là, von wo aus der Fußweg beginnt.
Auch Fornells lässt sich gut in einen Ausflugstag integrieren. Der Küstenort liegt an einer großen geschützten Bucht und ist für seinen Hafen und seine gastronomische Tradition bekannt. Nach einer Wanderung und einigen Stunden am Strand bietet sich dort beispielsweise ein später Nachmittag oder Abend an.
Ebenfalls interessant ist der Monte Toro im Inselinneren. Der höchste Punkt Menorcas bietet einen weiten Blick über die Insel und lässt sich gut auf dem Hin- oder Rückweg besuchen.
Wer mehrere Tage auf Menorca verbringt, sollte außerdem bewusst Strände im Norden und Süden miteinander vergleichen. Erst dann wird deutlich, wie unterschiedlich die Küstenlandschaften der relativ kleinen Insel tatsächlich sind.
Für wen lohnt sich Cala Pregonda?
Cala Pregonda ist ideal für Reisende, die einen Strand nicht nur nach Liegestühlen, Restaurants und möglichst kurzem Fußweg auswählen. Die Bucht belohnt diejenigen, die bereit sind, etwas Aufwand für eine besondere Landschaft in Kauf zu nehmen.
Naturfreunde, Wanderer, Fotografen und Schnorchler dürften hier besonders auf ihre Kosten kommen. Auch für Paare kann die Kombination aus Spaziergang und Strand ein schöner Tagesausflug sein.
Weniger geeignet ist Cala Pregonda für Besucher, die umfangreiche Infrastruktur unmittelbar am Wasser benötigen oder Schwierigkeiten mit längeren Fußwegen haben. Auch wer einfach nur schnell für eine Stunde ins Meer springen möchte, findet auf Menorca leichter erreichbare Alternativen.
Genau darin liegt aber der Charakter dieses Ortes: Cala Pregonda möchte ein wenig entdeckt werden.
Warum Cala Pregonda zu Menorcas besonderen Stränden gehört
Es gibt auf Menorca Strände mit hellerem Sand, kürzeren Wegen und mehr Infrastruktur. Trotzdem bleibt Cala Pregonda vielen Besuchern besonders im Gedächtnis.
Das liegt an der ungewöhnlichen Kombination aus goldenem Sand, rötlicher Landschaft, Felsen und klarem Wasser. Dazu kommt der Fußweg, der dafür sorgt, dass der Strand nicht einfach nur eine weitere Station auf einer Autofahrt über die Insel ist.
Wer früh startet, ausreichend Wasser mitnimmt und sich Zeit für die Landschaft nimmt, kann hier einen der schönsten Ausflugstage im Norden Menorcas verbringen. Dabei sollte man Cala Pregonda nicht nur als Badeplatz betrachten. Der Weg, die Umgebung und der Blick über die felsige Küste gehören genauso dazu.
Gerade diese Mischung macht die Bucht zu einem Ort, der zeigt, wie wild und abwechslungsreich Menorca abseits seiner bekannten Postkartenstrände sein kann.
Habt ihr Cala Pregonda bereits besucht? Wie hat euch die Wanderung zur Bucht gefallen und welcher Strand auf Menorca ist euer persönlicher Favorit? Wir freuen uns über eure Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen in den Kommentaren.
AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.

