Canyamel: Wo kristallklares Wasser auf bewaldete Hügel trifft

Canyamel liegt an der Nordostküste Mallorcas und gehört zur Gemeinde Capdepera. Der überschaubare Ferienort befindet sich zwischen bewaldeten Hügeln, landwirtschaftlich geprägten Flächen und einer geschützten Meeresbucht. Die örtliche Tourismusorganisation beschreibt Canyamel als kleinen, familienfreundlichen Urlaubsort mit hellem Sand, klarem Wasser und einer vergleichsweise ruhigen Umgebung.

Sandstrand von Canyamel mit türkisblauem Meer, Hotels und grünem Hügel im Hintergrund
Strand von Canyamel mit Hotels und Bergen – Bildnachweis: Alex – iStock-Datei-ID: 951026806

Im Gegensatz zu Cala Ratjada oder Cala Millor gibt es keine kilometerlange Promenade und kein großes Ausgehviertel. Einige Hotels, Apartments, Restaurants und Geschäfte verteilen sich in Strandnähe, während an den Hängen der Costa de Canyamel überwiegend Ferienhäuser und private Wohngebäude stehen.

Gerade diese Mischung macht Canyamel als Urlaubsziel interessant. Reisende können erholsame Strandtage verbringen und erreichen gleichzeitig Höhlen, Burgen, Märkte, Naturparks und weitere Buchten innerhalb kurzer Zeit.

Luftbild von Canyamel mit Strand, Häusern, Waldgebieten und Feldern im Hinterland
Luftaufnahme von Canyamel und Umgebung – Bildnachweis: Alexander Gixt – iStock-Datei-ID: 2256299534

Der Strand ist das entspannte Zentrum des Ortes

Die Platja de Canyamel liegt am Ende einer von grünen Hügeln eingerahmten Bucht. Heller Sand, klares Wasser und die relativ kompakte Größe schaffen eine angenehm überschaubare Atmosphäre. Hinter dem Strand beginnt der Ortskern mit Unterkünften, Restaurants und kleineren Einkaufsmöglichkeiten.

In der Sommersaison werden üblicherweise verschiedene Strandangebote bereitgestellt. Der genaue Umfang kann sich jedoch von Jahr zu Jahr verändern und sollte vor Ort geprüft werden.

Das Wasser kann an ruhigen Tagen sehr klar wirken. Wind und Wellen verändern die Bedingungen allerdings auch in einer geschützten Bucht. Badeflaggen und Hinweise des Rettungsdienstes sollten deshalb immer beachtet werden.

Im Juli und August füllt sich der Strand vor allem am späten Vormittag. Wer Canyamel besonders ruhig erleben möchte, kommt früh, bleibt bis zum Abend oder reist im Juni beziehungsweise September.

Familien profitieren von kurzen Wegen

Canyamel eignet sich gut für Familien, die keinen großen Ferienort benötigen. Strand, Restaurants und viele Unterkünfte liegen nah beieinander, sodass nicht für jeden Badetag ein Auto gebraucht wird.

Der Strand wirkt übersichtlich, dennoch kann das Meer stellenweise schneller tiefer werden, als es vom Ufer aussieht. Kinder sollten daher auch bei ruhigem Wasser ständig beaufsichtigt werden.

Für einen abwechslungsreichen Urlaub lassen sich Strandtage mit den Coves d’Artà, dem Castell de Capdepera oder einem Ausflug nach Cala Ratjada verbinden. Dadurch bleibt Canyamel auch bei einem längeren Aufenthalt vielseitig.

Panoramablick über Canyamel mit Strand, Hotels, Pinien und bewaldeten Hügeln
Panorama von Canyamel und Strandbucht – Bildnachweis: Alexander Gixt – iStock-Datei-ID: 2284495031

Der Torrent de Canyamel schafft einen kleinen Naturraum

Am südlichen Ende des Strandes erreicht der Torrent de Canyamel die Küste. Der Bachlauf und das angrenzende Feuchtgebiet bilden einen wichtigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Der Bereich ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen und gehört zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000.

Je nach Niederschlag und Jahreszeit verändert sich das Erscheinungsbild deutlich. Nach regenreicheren Wochen führt der Torrent mehr Wasser, während der Bereich im Sommer teilweise trockener wirkt.

Besucher sollten Tiere nicht füttern und sensible Uferflächen nicht betreten. Der Naturbereich ist keine zusätzliche Liegewiese, sondern ein wertvoller Teil der Landschaft von Canyamel.

Schnorcheln lohnt sich entlang der Felsen

An den Seiten der Bucht wechseln Sandflächen, Felsen und kleinere Unterwasserformationen einander ab. Bei ruhiger See sind diese Bereiche für einen kurzen Schnorchelausflug interessant.

Badeschuhe erleichtern den Einstieg über steinige Stellen. Zu Felswänden und möglichen Bootsrouten sollte genügend Abstand gehalten werden.

Weiter nördlich und rund um die felsigen Küstenabschnitte von Capdepera beginnt eine abwechslungsreiche Unterwasserlandschaft. In Teilen der Meeresregion gelten Schutzbestimmungen, die vor Aktivitäten wie Angeln oder Tauchen geprüft werden müssen. Schnorcheln ist in der Meeresschutzzone des Llevant grundsätzlich möglich und wird auf der offiziellen Tourismusplattform ausdrücklich empfohlen.

Wanderer blickt von einem felsigen Aussichtspunkt auf die Küste und das Meer bei Canyamel
Aussicht über die Küste von Canyamel – Bildnachweis: Alexander Gixt – iStock-Datei-ID: 2258902966

Die Coves d’Artà sind das größte Naturerlebnis

Nur wenige Kilometer vom Strand entfernt liegen die berühmten Coves d’Artà. Obwohl sie nach Artà benannt sind, befinden sie sich unmittelbar an der Küste von Canyamel im Bereich des Cap Vermell. Der Eingang liegt hoch über dem Meer und bietet bereits vor der Besichtigung einen eindrucksvollen Blick über die Bucht.

Im Inneren führen Wege und Treppen durch große Säle mit Stalaktiten und Stalagmiten. Zu den bekanntesten Formationen gehört eine ungefähr 22 Meter hohe Stalagmite. Eine reguläre Führung dauert nach Angaben der örtlichen Tourismusorganisation etwa 40 Minuten.

In den Höhlen bleibt es auch im Sommer kühler als draußen. Rutschfeste Schuhe und eine leichte Jacke sind deshalb angenehm. Wegen der zahlreichen Treppen ist der Rundgang für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit nur bedingt geeignet.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Beginn der Führungen können saisonal variieren. Besonders in den Sommerferien empfiehlt sich eine frühzeitige Planung.

Der Weg zu den Höhlen bietet schöne Küstenblicke

Die Coves d’Artà lassen sich vom Ortsgebiet aus grundsätzlich auch zu Fuß erreichen. Der Weg führt aus der Bucht hinaus und steigt in Richtung Cap Vermell an.

Da ein Teil der Strecke entlang beziehungsweise in der Nähe einer Straße verläuft, ist die Wanderung nicht überall ein stiller Naturpfad. Bei sommerlicher Hitze kann der Anstieg zudem anstrengend werden.

Wer kleine Kinder dabeihat oder schlecht zu Fuß ist, fährt besser mit dem Auto oder Taxi. Der Parkplatz befindet sich nahe dem Höhleneingang.

Die Torre de Canyamel erinnert an das mittelalterliche Mallorca

Im landwirtschaftlich geprägten Hinterland steht die Torre de Canyamel. Der mächtige Wehr- und Wohnturm entstand im 13. Jahrhundert im gotischen Stil und sollte die Bewohner sowie die umliegenden Höfe vor Angriffen schützen.

Die nahezu quadratische Steinarchitektur wirkt schlicht und wehrhaft. Schmale Öffnungen, dicke Mauern und die erhöhte Eingangssituation zeigen, dass der Turm nicht als repräsentativer Palast, sondern als Schutzbau gedacht war.

Das Gebäude wird heute auch gastronomisch und kulturell genutzt. Da Besichtigungen nicht jederzeit unabhängig möglich sind, sollten aktuelle Öffnungszeiten und Veranstaltungen vorab geprüft werden.

Eine Wanderroute verbindet Strand und Torre de Canyamel

Von Canyamel führt eine offizielle Route zur Torre de Canyamel. Sie beginnt bei den Pinienflächen hinter dem Strand und verläuft anschließend in Richtung des fruchtbaren Tales.

Die Landschaft unterscheidet sich deutlich von der Küste. Felder, Trockensteinmauern, kleinere Waldflächen und der Torrent begleiten den Weg.

Ein Teil der Strecke führt entlang von Straßen. Gute Sichtbarkeit, feste Schuhe und ausreichend Wasser sind daher wichtig. Im Frühling und Herbst ist die Tour wegen der milderen Temperaturen angenehmer als während der sommerlichen Mittagsstunden.

Kleine Brücke über einen Flusslauf am Strand von Canyamel mit Bergen im Hintergrund
Brücke am Torrent de Canyamel – Bildnachweis: Alexander Gixt – iStock-Datei-ID: 2284202218

Es Claper des Gegants führt in Mallorcas Vorgeschichte

Unweit der Torre de Canyamel liegt die talayotische Siedlung Es Claper des Gegants. Die Anlage entstand vor ungefähr 3.000 Jahren und umfasst verschiedene runde, rechteckige und ovale Räume, Talayots sowie Teile einer äußeren Befestigung.

Der Fundort ist weniger bekannt als viele historische Sehenswürdigkeiten Mallorcas und wirkt entsprechend ursprünglich. Informationstafeln helfen dabei, die erhaltenen Steinstrukturen einzuordnen.

Da es sich um ein archäologisches Gelände handelt, dürfen Mauern nicht bestiegen oder Steine versetzt werden. Der Besuch lässt sich gut mit der Torre de Canyamel und einem Ausflug nach Artà verbinden.

Die Costa de Canyamel eignet sich für ruhige Spaziergänge

Nördlich und südlich des Hauptstrandes steigt das Gelände an. Kleine Straßen, Treppen und Wege führen durch Wohngebiete zu Aussichtspunkten über die Bucht.

Einige Küstenabschnitte sind felsig und nicht als offizieller Wanderweg ausgebaut. Private Grundstücke, geschlossene Tore und Warnschilder müssen respektiert werden.

Zwischen Sa Font de sa Cala und Canyamel verläuft außerdem eine ausgeschilderte Küstenroute durch Felslandschaft und mediterrane Vegetation. Die Strecke enthält unebene Passagen und ist eher eine Wanderung als ein gewöhnlicher Promenadenspaziergang.

Golfer finden mehrere Plätze im Nordosten

In der Umgebung von Canyamel liegen mehrere Golfanlagen. Der örtliche Golfplatz und weitere Plätze rund um Capdepera, Son Servera und Costa dels Pins machen die Region zu einem bekannten Ziel für Golfurlauber. Auch Tennis, Radfahren und Wandern werden von der örtlichen Tourismusorganisation als wichtige Aktivitäten genannt.

Abschlagszeiten sollten besonders im Frühjahr und Herbst früh reserviert werden. Wer keine eigene Ausrüstung mitbringt, klärt Leihmöglichkeiten direkt mit dem jeweiligen Club.

Capdepera besitzt eine der schönsten Burgen Mallorcas

Nur wenige Kilometer von Canyamel entfernt liegt Capdepera. Über dem historischen Ortskern erhebt sich das Castell de Capdepera, eine befestigte Anlage, die im 14. Jahrhundert auf Veranlassung von König Jaume II. ausgebaut wurde. Innerhalb der Mauern befinden sich unter anderem die Casa del Governador, eine Kirche, Zisternen und der auf ältere Ursprünge zurückgehende Torre de Miquel Nunis.

Von den Mauern reicht der Blick über den Nordosten Mallorcas, die Küste und bei klaren Bedingungen in Richtung des Kanals zwischen Mallorca und Menorca.

Die Wege innerhalb der Burg sind stellenweise steil und uneben. Feste Schuhe sind daher angenehmer als offene Sandalen.

Öffnungszeiten werden saisonal angepasst. Vor der Anreise sollte die offizielle Besuchsinformation kontrolliert werden, besonders an Feiertagen oder bei Veranstaltungen.

Der Wochenmarkt bringt Leben nach Capdepera

Jeden Mittwochvormittag findet auf der Plaça de l’Orient in Capdepera der Wochenmarkt statt. Angeboten werden unter anderem Lebensmittel, Pflanzen, Kleidung und verschiedene Alltagswaren.

Der Markt lässt sich gut mit Burg und Altstadt verbinden. Wer früh kommt, findet leichter einen Parkplatz und kann anschließend vor der größten Hitze zur Festung hinaufsteigen.

Besonders bekannt ist außerdem der mittelalterliche Markt, der traditionell im Mai rund um Burg und Ortszentrum veranstaltet wird. Das genaue Programm und die jeweiligen Termine ändern sich jährlich.

Strandbucht von Canyamel mit sanften Wellen, Sandstrand und Häusern am Hang
Bucht von Canyamel mit ruhigem Strand – Bildnachweis: Alexander Gixt – iStock-Datei-ID: 2284202216

Cala Ratjada bietet Hafenleben und mehr Unterhaltung

Cala Ratjada liegt nordöstlich von Canyamel und ist einer der lebhaftesten Ferienorte der Region. Rund um den Fischer- und Sporthafen befinden sich Restaurants, Bars, Geschäfte und eine lange Uferpromenade.

Der Ort eignet sich für einen Nachmittags- oder Abendausflug, wenn in Canyamel zu wenig Auswahl oder Unterhaltung vorhanden ist. Besonders schön ist ein Spaziergang vom Hafen in Richtung Cala Gat und weiter zum Capdepera-Leuchtturm.

Der 1861 in Betrieb genommene Leuchtturm steht an der östlichen Spitze Mallorcas. Von der Umgebung öffnen sich weite Meerblicke, das Gebäude selbst ist jedoch nicht automatisch frei zugänglich.

Cala Agulla verbindet Strand und Naturlandschaft

Westlich von Cala Ratjada liegt Cala Agulla. Die große Sandbucht wird von Pinien, Dünen und den Hügeln des Cap des Freu eingerahmt und gehört zu den bekanntesten Stränden im Nordosten.

Im Hochsommer wird es sehr voll. Ein früher Start erleichtert die Parkplatzsuche und ermöglicht einen ruhigeren Spaziergang am Wasser.

Von Cala Agulla führen Wege durch die Landschaft in Richtung Cala Mesquida. Für längere Touren sind feste Schuhe, Wasser und guter Sonnenschutz notwendig.

Cala Mesquida zeigt eine offenere Küste

Cala Mesquida liegt nördlich von Capdepera und besitzt einen breiten Sandstrand mit einem geschützten Dünensystem. Die Bucht ist stärker dem offenen Meer ausgesetzt als Canyamel, weshalb Wind und Wellen kräftiger ausfallen können.

Die Umgebung eignet sich für Strandtage und Küstenwanderungen. Dünen und abgesperrte Vegetationsflächen dürfen nicht betreten werden.

Cala Agulla und Cala Mesquida lassen sich gut an einem Ausflugstag verbinden, sollten im Hochsommer jedoch möglichst früh besucht werden.

Artà verbindet Markt, Altstadt und Wallfahrtskirche

Artà liegt im grünen Inselinneren westlich von Canyamel. Der Ort verbindet traditionelle Steinhäuser, kleine Geschäfte, Galerien und Cafés mit einer markanten Wallfahrtsanlage über der Stadt. Die Gemeinde besitzt zudem eine lange Küste, eine Meeresschutzzone und große Teile des Naturparks Península de Llevant.

Ein Spaziergang führt durch die Fußgängerstraßen hinauf zur Kirche Transfiguració del Senyor und weiter zum Santuari de Sant Salvador. Von den Mauern rund um das Heiligtum öffnet sich ein weiter Blick über Dächer und Landschaft.

Dienstags findet in Artà ein bekannter Wochenmarkt statt. Da Marktzeiten und Verkehrsregelungen an Feiertagen verändert werden können, lohnt sich eine aktuelle Kontrolle vor dem Besuch.

Der Naturpark Península de Llevant ist das große Wandergebiet

Nordöstlich von Artà erstreckt sich der Naturpark Península de Llevant. Das Schutzgebiet umfasst rund 1.671 Hektar mit Bergen, Kiefern- und Steineichenwäldern, wilden Olivenbäumen, Bachläufen, Stränden und traditionell bewirtschafteten Flächen.

Vom Informationszentrum s’Alqueria Vella de Baix beginnen mehrere ausgeschilderte Routen. Die Wege unterscheiden sich deutlich in Länge und Schwierigkeit. Vor einer Tour sollten Wetter, Wasserbedarf und Rückweg realistisch eingeplant werden.

Im Sommer ist ein früher Start unverzichtbar. Frühling und Herbst bieten meist angenehmere Bedingungen und eine abwechslungsreichere Vegetation.

Son Servera und Costa dels Pins ergänzen den Urlaub

Südlich von Canyamel liegen Son Servera und Costa dels Pins. Son Servera bietet einen traditionellen Ortskern, Cafés und einen Wochenmarkt, während Costa dels Pins durch ruhige Wohngebiete und felsige Badeplätze geprägt wird.

Von Aussichtspunkten rund um Costa dels Pins reicht der Blick über die Bucht von Son Servera bis nach Cala Millor. Die Region eignet sich gut für eine kleine Rundfahrt oder einen ruhigen Restaurantbesuch abseits der größeren Ferienzentren.

Historischer Steinturm in felsiger Landschaft mit mediterranen Pflanzen nahe Canyamel
Alter Wachturm bei Canyamel – Bildnachweis: Alexander Gixt – iStock-Datei-ID: 2256444385

Die Küche verbindet Meer und mallorquinische Tradition

In Canyamel stehen mediterrane Speisen, Fisch, Meeresfrüchte, Tapas und internationale Gerichte auf den Speisekarten. Eine größere Auswahl gibt es in Cala Ratjada, Capdepera und Artà.

Typisch mallorquinisch sind Pa amb oli, Tumbet, Frito Mallorquín und verschiedene Reisgerichte. Auch Lamm, Fisch und Gemüse aus der Region gehören zur traditionellen Küche.

Zum Abschluss bieten sich Gató de Almendra, Ensaimada oder ein Eis an. Auf den Märkten von Capdepera und Artà können außerdem Käse, Oliven, Obst, Gebäck und weitere regionale Produkte eingekauft werden.

Die beste Reisezeit für Canyamel

Mai, Juni, September und Anfang Oktober eignen sich besonders gut für eine Kombination aus Baden, Wandern und Ausflügen. Die Temperaturen sind angenehm, während Strand und Parkplätze häufig weniger ausgelastet sind als im Hochsommer.

Juli und August bieten warmes Meer und die vollständig geöffnete touristische Infrastruktur. Gleichzeitig wird es heißer und an beliebten Zielen wie den Coves d’Artà, Cala Agulla und dem Castell de Capdepera voller.

Frühling und Herbst sind ideal für die Bastionen von Capdepera, Küstenwege und den Naturpark. Im Winter zeigt sich Canyamel ausgesprochen ruhig, wobei einige Hotels und Restaurants geschlossen sein können.

Anreise vom Flughafen Palma

Canyamel liegt im Nordosten Mallorcas. Die Autofahrt vom Flughafen Palma dauert abhängig von Route und Verkehr ungefähr eine Stunde bis eineinhalb Stunden.

Mit dem Mietwagen führt die Strecke normalerweise über Manacor oder Artà in Richtung Capdepera. Besonders bei einer späten Ankunft sollte die genaue Lage der Unterkunft gespeichert werden, da sich Hotels und Ferienhäuser auf mehrere Bereiche verteilen.

Parkmöglichkeiten befinden sich im Ort und entlang verschiedener Straßen. Im Hochsommer sind strandnahe Plätze am späten Vormittag häufig belegt.

Canyamel ist auch mit dem Bus erreichbar

Die TIB-Linie 424 verbindet Canyamel unter anderem mit Cala Ratjada, Capdepera, Son Servera, Cala Bona, Cala Millor, Sa Coma, S’Illot und Porto Cristo. Fahrpläne und Betriebstage sollten vor jeder Fahrt über die offizielle TIB-Auskunft geprüft werden.

Für eine Weiterfahrt nach Palma oder Manacor sind je nach Verbindung Umstiege notwendig. Außerhalb der Hauptsaison kann das Angebot geringer sein.

Wer hauptsächlich Strand, Höhlen und einzelne Orte entlang der Ostküste besuchen möchte, kann ohne Auto auskommen. Für den Naturpark, abgelegene Buchten und flexible Rundfahrten ist ein Mietwagen jedoch praktischer.

Sicherheit und praktische Hinweise

Canyamel ist ein ruhiger Ferienort, dennoch sollten Wertsachen weder unbeaufsichtigt am Strand noch sichtbar im Auto liegen.

An felsigen Küstenwegen können Steine lose und Oberflächen rutschig sein. Absperrungen und Privatgrundstücke müssen respektiert werden.

Im Sommer sind Hitze und intensive Sonneneinstrahlung die größten Belastungen. Wasser, Sonnencreme und Kopfbedeckung gehören auch bei kurzen Spaziergängen ins Gepäck.

In den Höhlen, auf der Burg und an historischen Fundorten sind feste Schuhe sinnvoll. Beim Baden gelten immer die aktuellen Flaggen und Hinweise vor Ort.

Für wen sich Canyamel besonders lohnt

Canyamel eignet sich besonders für Ruhesuchende, Familien, Paare und Naturfreunde. Der Ort bietet einen gut erreichbaren Strand, ohne die Größe und Lautstärke vieler bekannter Ferienzentren.

Aktivurlauber können wandern, Rad fahren, Golf spielen oder schnorcheln. Kulturinteressierte erreichen Höhlen, Wehrturm, talayotische Siedlung und das Castell de Capdepera innerhalb kurzer Zeit.

Weniger passend ist Canyamel für Reisende, die ein großes Nachtleben, eine lange Einkaufsstraße oder täglich wechselnde Unterhaltungsangebote erwarten. Dafür eignen sich Cala Ratjada oder Cala Millor besser.

Wie viele Tage sollte man für Canyamel einplanen?

Für Strand, Coves d’Artà und Torre de Canyamel reichen drei bis vier Tage.

Eine Woche ist ideal, wenn zusätzlich Capdepera, Cala Ratjada, Cala Agulla, Artà und Costa dels Pins besucht werden sollen.

Wer auch Cala Mesquida, den Naturpark Península de Llevant und weitere Orte der Ostküste entdecken möchte, kann problemlos zehn bis vierzehn Tage in Canyamel und dem Nordosten Mallorcas verbringen.

Blick auf den Strand von Canyamel mit vielen Sonnenliegen, Sonnenschirmen und Badegästen
Sonnenliegen am Strand von Canyamel – Bildnachweis: trabantos – iStock-Datei-ID: 1053396064

Häufige Fragen & Antworten für die Reise nach Canyamel

Wo liegt Canyamel auf Mallorca?
Canyamel liegt an der Nordostküste Mallorcas und gehört zur Gemeinde Capdepera.

Ist Canyamel für Familien geeignet?
Ja. Der überschaubare Strand, die kurzen Wege und die ruhige Atmosphäre machen den Ort besonders familienfreundlich.

Was sollte man in Canyamel unbedingt gesehen haben?
Zu den wichtigsten Zielen gehören der Strand, die Coves d’Artà, die Torre de Canyamel und die talayotische Siedlung Es Claper des Gegants.

Kann man von Canyamel zu den Coves d’Artà laufen?
Grundsätzlich ja. Wegen Steigungen, Hitze und Straßenabschnitten ist die Strecke jedoch nicht für jeden geeignet.

Kann man in Canyamel schnorcheln?
Ja. Besonders entlang der felsigen Seiten der Bucht gibt es bei ruhigem Meer gute Bedingungen.

Gibt es in Canyamel Nachtleben?
Der Ort ist eher ruhig. Für Bars und ein umfangreicheres Abendprogramm eignet sich das nahe Cala Ratjada besser.

Braucht man in Canyamel einen Mietwagen?
Nicht zwingend. Strand und Höhlen sind vor Ort erreichbar, während die Buslinie 424 mehrere Küstenorte verbindet. Für Naturpark und abgelegene Buchten ist ein Auto hilfreich.

Welche Ausflüge lohnen sich besonders?
Empfehlenswert sind Capdepera, Cala Ratjada, Cala Agulla, Cala Mesquida, Artà und der Naturpark Península de Llevant.

Wann ist die beste Reisezeit für Canyamel?
Mai, Juni, September und Anfang Oktober bieten meist angenehmes Badewetter und weniger Andrang als der Hochsommer.

Wie lange sollte man in Canyamel bleiben?
Eine Woche ist ideal, um Strandtage mit mehreren Ausflügen im Nordosten Mallorcas zu verbinden.

Canyamel verbindet erholsame Strandtage mit Mallorcas vielseitigem Nordosten

Canyamel gehört zu den Urlaubsorten, die nicht durch eine große Promenade oder ein lautes Unterhaltungsprogramm beeindrucken. Der besondere Reiz liegt in der ruhigen Bucht, der grünen Umgebung und den kurzen Wegen zur Natur.

Mit den Coves d’Artà wartet eines der eindrucksvollsten Naturziele Mallorcas direkt vor der Haustür. Torre de Canyamel und Es Claper des Gegants führen dagegen tief in die Geschichte der Region.

Capdepera, Cala Ratjada, Artà und der Naturpark Península de Llevant sorgen dafür, dass auch außerhalb des Strandes genügend Abwechslung vorhanden ist. Dadurch eignet sich Canyamel hervorragend als entspannter Ausgangspunkt für eine vielseitige Reise durch den Nordosten Mallorcas.


Welche Orte und Badebuchten im Nordosten Mallorcas hast du bereits besucht? Kannst du Canyamel als Urlaubsziel empfehlen, und welche Strände, Höhlen oder Ausflüge in der Umgebung stehen noch auf deiner persönlichen Reiseliste? Teile deine Erfahrungen und besonderen Mallorca-Tipps gerne in den Kommentaren.