Capdepera als Reiseziel: wie mittelalterliche Mauern, Naturstrände und ruhige Dörfer den Nordosten der Insel ideal für entspannte Mallorca Ferien machen
Capdepera ist einer dieser Orte auf Mallorca, an denen sich vieles ursprünglicher anfühlt. Über dem Städtchen thront die Burg. Unten ziehen sich enge Gassen mit Natursteinhäusern rund um kleine Plätze. Alles wirkt kompakt und gewachsen. Du spürst schnell, dass hier nicht nur Urlaub passiert, sondern Alltag.

Die Gemeinde liegt im Nordosten der Insel in der Region Llevant. Sie umfasst neben Capdepera auch Küstenorte wie Cala Ratjada, Font de sa Cala und Cala Mesquida. Insgesamt leben hier rund 11.000 Menschen. Dadurch hast du eine gute Mischung aus Dorfgefühl und Meer in Reichweite.
Ein typischer Tag fühlt sich hier angenehm leicht an. Du startest morgens im Ort und läufst hoch zur Burgmauer. Von dort siehst du Hügel, Felder und die Küstenlinie. Vormittags passt ein Marktbesuch oder ein Kaffee in einer Bar. Danach entscheidest du spontan, ob du ans Wasser fährst oder lieber zu Fuß unterwegs bist.
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Ein paar Kilometer weiter warten die Strände. An Cala Agulla und Cala Mesquida hörst du oft die Brandung, und der Sand ist breit und hell. Küstenwege verbinden Aussichtspunkte und kleine Buchten. Am Abend kannst du wieder zurück in den Ort. Oder du bleibst unten am Hafen, bestellst etwas zu essen und schaust dem Licht beim Weichwerden zu.

Im Sommer mischen sich Einheimische, Urlauber und Langzeitgäste. Im Winter wird es leise. Dann merkst du erst richtig, wie viel Inselalltag hier steckt. Wer Landschaft, Meer und Geschichte verbinden will und dabei keine riesige Hotelkulisse braucht, findet in Capdepera einen sehr guten Ausgangspunkt.
Allgemeines: Lage, Atmosphäre und Orte der Gemeinde
Capdepera liegt im äußersten Nordosten Mallorcas, auf der Halbinsel von Artà, und ist ungefähr eine Stunde mit dem Auto von Palma entfernt. Der Ort zieht sich den Hang hinauf unterhalb des Burgberges. Du läufst durch schmale Gassen, siehst Natursteinhäuser und landest schnell im kleinen Zentrum rund um die Plaça de l’Orient. Alles wirkt kompakt und gewachsen, und du bist in wenigen Minuten von unten nach oben unterwegs.
Zur Gemeinde gehören außerdem mehrere Küstenorte. Dazu zählen der Hafen und Badeort Cala Ratjada, die ruhigeren Ferienzonen Font de sa Cala und Canyamel sowie der etwas abgesetzte Badeort Cala Mesquida. Das ist praktisch, weil du je nach Stimmung zwischen Dorf, Promenade und Strand wählen kannst, ohne weit fahren zu müssen.

Die Atmosphäre ist anders als in den großen Resort-Zonen der Insel. Capdepera fühlt sich dörflicher an, auch wenn drumherum touristische Infrastruktur existiert. Im Ort selbst findest du Bars, Cafés, Bäcker und kleinere Läden. Es gibt einen Wochenmarkt, und die Burg ist immer präsent, weil sie über allem liegt und dem Ort seinen Charakter gibt.
Cala Ratjada ist deutlich lebhafter. Dort gibt es Promenade, Restaurants, Bars und Hotels, besonders abends ist mehr los. Font de sa Cala und Canyamel sind dagegen eher ruhig und wirken mehr nach Ferienhäusern, kleinen Hotels und Erholung. Cala Mesquida fühlt sich wie ein kleiner Außenposten an, weil du dort zwischen Dünen und Kiefern stehst und die Landschaft fast wichtiger ist als der Ort selbst.
Geschichte und Burg Castell de Capdepera
Der Burghügel war lange vor den heutigen Häusern wichtig. Die Kuppe liegt exponiert und bietet einen weiten Blick Richtung Meer. Von hier aus konnte man früh erkennen, was sich auf der Route Richtung Menorca bewegte. Das machte den Ort zu einem natürlichen Ausschaupunkt. Es ging um Sicherheit, Kontrolle und Schutz für die Menschen in der Umgebung.
Im 14. Jahrhundert ließ König Jaume II. die Festungsanlage Castell de Capdepera als Wehrdorf errichten. Ziel war es, Küste und Schiffsverkehr zu überwachen. Gleichzeitig sollte die Bevölkerung vor Piratenangriffen geschützt werden. Innerhalb der Mauern standen damals viele Häuser. Sie lagen dicht an der Mauer, damit man im Ernstfall schnell reagieren konnte. Dazu kamen eine Kapelle und Verteidigungstürme, die das Areal zusätzlich absicherten.

Heute ist die Burg restauriert und zählt zu den am besten erhaltenen Festungen der Insel. Der Besuch lohnt sich schon wegen des Weges nach oben. Du gehst vom Eingang durch den Innenbereich, steigst höher zur Kapelle und erreichst die begehbaren Mauern. Von dort siehst du die Dächer von Capdepera. Du blickst über das Hinterland und erkennst die Serra de Llevant. Bei klarer Sicht schaust du bis hinüber nach Menorca. Informationstafeln erklären die Geschichte, und manchmal gibt es kleine Ausstellungen oder Veranstaltungen.
Ein besonderer Termin ist das dritte Maiwochenende. Dann wird das Areal zur Bühne für den Mittelaltermarkt. Es gibt Stände, Musik und Vorführungen. Die Atmosphäre passt perfekt zur Kulisse, weil Mauern und Türme alles wie eine echte Zeitreise wirken lassen.
Auch im Dorf unterhalb der Burg spürst du Geschichte. Die Gassen sind schmal, viele Häuser sind liebevoll renoviert. Blumentöpfe und Bougainvillea hängen an den Fassaden. Auf der Plaça de l’Orient sitzen Einheimische bei Kaffee oder einem Pa amb Oli. Wenn du früh am Morgen oder am späten Nachmittag durch den Ort gehst, wirkt alles ruhig und echt. Und du hast immer diesen besonderen Bonus im Rücken, die Burg, die über dem Alltag wacht.
Strände und Küste rund um Capdepera
Ein großer Vorteil von Capdepera als Reiseziel ist die Nähe zu mehreren der bekanntesten Strände im Nordosten. Du hast hier kurze Wege und kannst je nach Wind, Stimmung und Tageszeit schnell die passende Bucht auswählen. So fühlt sich ein Strandtag nie wie „nur ein Strandtag“ an, weil du leicht wechseln kannst, wenn es dir irgendwo zu voll oder zu windig ist.
Gleich nebenan bei Cala Ratjada liegt Cala Agulla. Das ist eine große Bucht mit hellem Sand, türkisfarbenem Wasser und Kiefernwald im Rücken. Dazu kommt eine geschützte Naturzone, die dem Strand trotz vieler Besucher etwas Natürliches lässt. Im Sommer kann es voll werden. Wenn du früh kommst oder in der Nebensaison unterwegs bist, erlebst du Cala Agulla aber als richtig schönen Naturstrand, an dem du Platz und dieses „weite Bucht“ Gefühl hast.

Etwas weiter nördlich liegt Cala Mesquida. Der Strand ist breit, mit weißem Sand und Dünen, und das Wasser wirkt oft besonders klar. Es kann hier windiger sein, deshalb mögen viele Wellenfans und Surfer die Bucht. An ruhigeren Tagen ist Cala Mesquida auch sehr gut zum Baden geeignet. Hinter dem Strand liegen geschützte Dünen, durch die Holzstege führen. Das ist perfekt für einen Spaziergang, weil du dich wie am Rand der Zivilisation fühlst und direkt daneben schon fast unbebaute Küstenlandschaft beginnt.
Rund um Cala Ratjada findest du außerdem weitere Buchten. Dazu gehören Son Moll, Cala Gat und kleinere Felsabschnitte mit Einstiegen ins Meer. So kannst du auch mal nur kurz ins Wasser springen oder abends eine kleine Runde am Meer drehen, ohne gleich einen großen Strandtag daraus zu machen.
Südlich von Capdepera liegen Font de sa Cala und Canyamel, beide mit eigenem Strand, Hotels und einem ruhigeren, familienfreundlichen Charakter. Wer mag, kombiniert mehrere Strände in wenigen Tagen. Die Wege sind kurz, und mit dem Auto wechselst du schnell zwischen den Buchten, bis du deinen persönlichen Lieblingsspot gefunden hast.
Markt, Feste und Alltag im Dorf
Ein schöner Einstieg in den Alltag ist der Wochenmarkt von Capdepera. Er findet mittwochs vormittags auf der Plaça de l’Orient und in den umliegenden Straßen statt. Du kaufst dort Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Brot und Pflanzen. Dazu gibt es ein bisschen Kleidung und Haushaltswaren. Der Markt richtet sich eher an Einheimische. Er ist überschaubar und wirkt angenehm authentisch. Du kannst dir einen Einkauf für ein paar Tage in der Ferienwohnung zusammenstellen. Oder du läufst einfach entspannt durch und setzt dich danach in ein Café am Platz.
Gerade am Morgen hat der Markt die beste Stimmung. Dann sind die Stände voll, aber es wirkt nicht hektisch. Du hörst viel Spanisch und Mallorquí. Du siehst Menschen mit Körben und Stofftaschen. Und du bekommst schnell ein Gefühl dafür, wie Capdepera tickt, wenn keine Strandkulisse im Vordergrund steht.
Über das Jahr verteilt gibt es mehrere Feste, die dem Ort zusätzlich Charakter geben. Sehr typisch ist Sant Antoni im Januar mit Teufelsfiguren, Feuern und Segnungen. Später folgen Patronatsfeste, bei denen Musik, Essen und Dorfleben eine große Rolle spielen. Dazu kommt der Mittelaltermarkt an der Burg, der die Festung zur Bühne macht und besonders stimmungsvoll wirkt.

Im Sommer wird auch in Cala Ratjada mehr gefeiert. Dann gibt es Musikabende, kleinere Events am Hafen und diesen typischen Urlaubsrhythmus aus Promenade, Restaurants und Strand. So kannst du je nach Saison wählen, ob du lieber ruhiges Dorfgefühl willst oder abends noch ein bisschen Leben am Meer.
Aktivitäten und Ausflugsideen im Nordosten
Capdepera ist ein guter Ausgangspunkt, wenn du gern kombinierst. Du bekommst Kultur, Wandern und viel Küste in kurzer Distanz. Du kannst morgens durch den Ort schlendern, mittags ans Meer fahren und am Abend wieder im Dorf sitzen, ohne lange Wege einzuplanen.
Rund um die Burg kannst du kleine Runden drehen und dir immer wieder neue Blickwinkel auf die Dächer und das Umland holen. Wenn du mehr Natur willst, erkundest du die Serra de Llevant mit ihren Hügeln und alten Wegen. Dort fühlt sich Mallorca schnell ursprünglicher an, weil du abseits der großen Resortachsen unterwegs bist.
Ein besonders schöner Klassiker ist der Küstenweg von Cala Agulla Richtung Cala Mesquida. Er führt durch Pinien und über Felsabschnitte mit weitem Blick aufs Meer. Je nach Wind ist es dort mal ruhig und mal richtig wild, aber die Strecke lohnt sich fast immer, weil du ständig neue Buchten und Küstenlinien siehst. Auch die Halbinsel Llevant bietet mehrere Routen im Naturpark. Mit etwas Kondition wirst du dort mit Panoramen belohnt, die weit über Hügelketten und Küste reichen.

In Canyamel gibt es neben dem Strand die Coves d’Artà, die sich gut für einen Ausflug an einem weniger sonnigen Tag eignen. In Cala Ratjada kannst du den Hafenbereich erkunden, Richtung Leuchtturm zu Aussichtspunkten laufen oder eine Bootstour entlang der Küste machen. Wer Golf mag, findet in der Umgebung mehrere Plätze, die oft mit Hügelkulisse oder Meerblick punkten.
Mit dem Auto erreichst du außerdem schnell Orte wie Artà mit Wallfahrtskirche und Wochenmarkt. Auch Tagesausflüge Richtung Alcúdia, Richtung Tramuntana oder ins Inselinnere sind machbar. Für viele fühlt sich Capdepera deshalb wie eine ruhige Basis an, von der aus du den Nordosten flexibel in alle Richtungen entdecken kannst.
Essen, Unterkünfte und Preise
Im Ort Capdepera selbst ist die Gastro Szene überschaubar, aber angenehm. Du findest Bars und kleine Restaurants mit Tapas, Pa amb Oli und mallorquinischen Eintöpfen. Dazu gibt es etwas internationale Küche und natürlich Fischgerichte, je nach Karte und Saison. Der Vorteil ist das Tempo. Es wirkt weniger wie Promenade und mehr wie Dorf, in dem man einfach gut isst und danach noch eine Runde durch die Gassen geht.
In Cala Ratjada ist die Auswahl deutlich größer. Dort reicht es von Strandbars und Eisdielen bis zu Restaurants mit gehobener Küche oder internationaler Ausrichtung. Gerade abends ist mehr los. Du kannst spontan entscheiden, ob du nur einen Drink am Hafen willst oder ein längeres Abendessen mit Meerblick.

Bei den Unterkünften hast du viel Bandbreite. Es gibt Fincas im Umland, kleine Hotels im Dorf und viele Hotels und Apartments an der Küste. In Cala Ratjada, Cala Mesquida, Font de sa Cala und Canyamel findest du unterschiedliche Kategorien, von einfachen Unterkünften bis zu Vier Sterne Resorts. Preislich ist die Gegend im Vergleich zu großen Hotspots wie Palma oder manchen Luxusregionen oft moderater. In der Hochsaison ziehen die Preise aber spürbar an. Wer früh bucht oder Randzeiten wählt, findet meist solide Angebote.
Einkaufen kannst du in kleineren Supermärkten im Ort, in Cala Ratjada oder in größeren Märkten in der Umgebung. Wenn du gern selbst kochst, lohnt sich die Kombi aus Wochenmarkt und Supermarkt. So nutzt du regionale Produkte wie Gemüse, Oliven, Käse, Wurst und frischen Fisch und hast gleichzeitig alles für den Alltag griffbereit.
Sommer und Winter in Capdepera
Der Unterschied zwischen Sommer und Winter ist in Capdepera besonders deutlich. Im Sommer dreht sich vieles um die Küste. Cala Ratjada ist belebt. Die Strände sind gut besucht. Viele Hotels, Restaurants und Läden haben geöffnet. Abends flanieren Menschen über die Promenade, in Bars läuft Musik, und es gibt mehr Ausflugsangebote wie Bootstouren und Aktivitäten. Busse fahren häufiger, und die Infrastruktur wirkt klar auf Urlaub eingestellt. Du kannst dann sehr spontan entscheiden, ob du Strandtag, Ausflug oder Burgbesuch machst.
Im Winter wird der Nordosten spürbar ruhiger. Viele Hotels und Restaurants in Cala Ratjada, Cala Mesquida oder Font de sa Cala schließen oder haben eingeschränkte Öffnungszeiten. Im Ort Capdepera selbst läuft das Dorfleben weiter. Schulen, Bäcker und ein paar Bars sind da. Touristische Angebote sind aber deutlich reduziert. Wer das nicht erwartet, empfindet den Winter manchmal als zu still, weil abends wenig los ist und du eher einheimische Treffpunkte findest als volle Restaurantterrassen. Für andere ist genau das der große Pluspunkt.
Wenn du Ruhe liebst, gern wanderst und es magst, Orte fast für dich zu haben, ist der Winter hier sehr angenehm. Du kannst an Stränden spazieren, ohne Trubel und ohne Liegenreihen. Du erlebst Burg und Dorf ohne Gedränge. Und bei gutem Wetter machst du lange Touren durch die Landschaft.

Ein bisschen Mobilität ist im Winter wichtig. Du fährst öfter ins Umland, um einen geöffneten Supermarkt, ein Restaurant oder einen Ausflugspunkt zu finden. Dafür fühlt sich der Nordosten dann mehr nach echter Insel an und weniger nach Urlaubsmaschine.
Deine Reise nach Capdepera
Capdepera ist kein Ort für alle, die jeden Abend Großstadtprogramm brauchen. Es ist eher ein Platz für Menschen, die morgens mit Blick auf Hügel und Meer aufwachen und sich dann aussuchen, ob heute Burg, Strand, Markt oder Wanderweg dran ist. Genau diese Wahlfreiheit macht den Ort so angenehm, weil du nicht ständig etwas „musst“, sondern einfach dem Tag folgst.
Die Kombination aus historischem Dorf und Castell de Capdepera gibt dir Kultur ohne Stress. Dazu kommt die Nähe zu Stränden wie Cala Agulla und Cala Mesquida, die schnell erreichbar sind und sich trotzdem nach Natur anfühlen. Viele kleine Ausflugsziele im Nordosten liegen praktisch um die Ecke, sodass du nicht lange im Auto sitzt und trotzdem viel siehst.

Das Schöne ist die Vielseitigkeit ohne Lärm. Du kannst morgens durch Gassen schlendern, mittags am Meer sitzen und nachmittags noch einen Küstenweg laufen. Abends endet der Tag oft in einer Bar oder einem kleinen Restaurant, eher entspannt als laut.
Vielleicht planst du ein paar Tage hier als Gegenpol zu Palma. Vielleicht suchst du eine Basis für Wander- und Strandurlaub. Oder du kommst bewusst im Winter, wenn alles langsamer ist und du die Insel in Ruhe erlebst. In allen Varianten funktioniert Capdepera als ruhiger Ausgangspunkt, der dir viel gibt, ohne sich aufzudrängen.
Warst du schon einmal in Capdepera oder irgendwo im Nordosten Mallorcas unterwegs und wie hast du die Region erlebt, besonders im Vergleich zwischen Sommer und Winter? Wir freuen uns jederzeit über deine Kommentare, deine Tipps zu Lieblingsplätzen und deine Eindrücke von Capdepera als Reiseziel.