Die schönsten Reiseziele in Bayern: München, Nürnberg, Regensburg, Zugspitze und Allgäu
Hohe Alpengipfel, klare Seen, mittelalterliche Städte und weltberühmte Schlösser: Bayern gehört zu den vielseitigsten Reisezielen Deutschlands. Zwischen den Alpen im Süden und den historischen Städten Frankens und der Oberpfalz liegen Landschaften, die sich hervorragend für Städtereisen, Wanderurlaub und längere Rundreisen eignen. Dabei besitzt jede Region ihren eigenen Charakter und teilweise sogar ihre eigenen Traditionen, Dialekte und kulinarischen Spezialitäten.

Wer Bayern zum ersten Mal besucht, muss sich deshalb entscheiden, ob historische Städte, Berge oder eine Mischung aus beidem im Mittelpunkt stehen sollen. München, Nürnberg und Regensburg gehören zu den interessantesten Städten, während Garmisch-Partenkirchen mit der Zugspitze und das Allgäu mit Schloss Neuschwanstein vollkommen andere Seiten des Bundeslandes zeigen. Zusammen ergeben diese fünf Ziele eine abwechslungsreiche Route durch einige der schönsten Regionen Bayerns.
München verbindet Großstadt und bayerische Tradition
Mit rund 1,6 Millionen Einwohnern ist München die größte Stadt Bayerns und für viele Besucher der Ausgangspunkt einer Reise durch den Süden Deutschlands. Die bayerische Landeshauptstadt verbindet historische Gebäude, große Museen und weitläufige Parks mit einer lebendigen Gastronomie- und Kulturszene.
Im Zentrum liegt der Marienplatz mit dem Neuen Rathaus und seinem markanten Glockenspiel. Nur wenige Schritte entfernt befinden sich die Frauenkirche, der Viktualienmarkt und zahlreiche historische Straßen der Altstadt. Wer zum ersten Mal in München ist, kann einen Großteil dieser Sehenswürdigkeiten problemlos während eines längeren Spaziergangs miteinander verbinden.
München ist gleichzeitig erstaunlich grün. Der Englische Garten zieht sich über mehrere Kilometer durch die Stadt und gehört zu den größten innerstädtischen Parkanlagen Europas. An warmen Tagen sitzen Einheimische auf den Wiesen, während an der Eisbachwelle mitten in der Stadt Surfer beobachtet werden können.

Der Marienplatz ist das Herz der Münchner Altstadt
Der Marienplatz ist einer der besten Ausgangspunkte für einen Stadtrundgang. Besonders auffällig ist das neugotische Neue Rathaus, dessen Fassade mit zahlreichen Figuren und Verzierungen geschmückt ist.
Von hier sind viele weitere Sehenswürdigkeiten schnell erreichbar. Die Türme der Frauenkirche prägen die Münchner Skyline, während die Peterskirche zu den ältesten Kirchen der Stadt gehört. Vom Turm des Alten Peter bietet sich bei passenden Bedingungen ein weiter Blick über die Dächer und bei klarer Sicht bis in Richtung Alpen.
Auch die historische Residenz ist nicht weit entfernt. Der weitläufige Gebäudekomplex war über Jahrhunderte Sitz der bayerischen Herrscher und gehört heute zu den bedeutendsten Schlossanlagen Deutschlands.
Der Viktualienmarkt zeigt die kulinarische Seite Münchens
Nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt liegt der Viktualienmarkt. Obst, Gemüse, Käse, Fleischwaren, Backwaren und zahlreiche Spezialitäten werden hier angeboten.
Der Markt eignet sich hervorragend für eine Pause während eines Rundgangs. Rundherum befinden sich außerdem verschiedene gastronomische Angebote, sodass man nicht unbedingt ein klassisches Restaurant besuchen muss.
Wer typische bayerische Küche kennenlernen möchte, begegnet in München Gerichten wie Weißwurst, Schweinsbraten, Knödeln und Obazda. Dazu kommen Brezn und zahlreiche regionale Backwaren, die sich auch für einen schnellen Snack eignen.
Schloss Nymphenburg erinnert an das königliche Bayern
Westlich des Zentrums liegt Schloss Nymphenburg, eine der bedeutendsten Schlossanlagen Münchens. Die ehemalige Sommerresidenz der Wittelsbacher wird von einem weitläufigen Park mit Kanälen, Seen und kleineren Parkburgen umgeben.
Für Schloss und Garten sollte genügend Zeit eingeplant werden. Wer ausschließlich einen schnellen Blick auf die Fassade werfen möchte, verpasst einen großen Teil der Anlage.
Besonders an schönen Frühjahrs- und Herbsttagen lohnt sich ein längerer Spaziergang durch den Schlosspark. Dadurch lässt sich ein klassischer Städtetrip mit einigen ruhigeren Stunden im Grünen verbinden.

Der Englische Garten bringt Natur mitten in die Stadt
Der Englische Garten gehört zu München wie Marienplatz und Frauenkirche. Die riesige Grünanlage beginnt praktisch im Zentrum und erstreckt sich weit nach Norden.
Zu den bekanntesten Stellen gehören der Chinesische Turm, der Monopteros und die Eisbachwelle. Gerade der Blick vom Monopteros über die Grünflächen bis zur Münchner Innenstadt ist bei schönem Wetter sehenswert.
Wer mehrere Tage in München verbringt, sollte deshalb nicht ausschließlich Museen und historische Gebäude einplanen. Der Englische Garten zeigt eine Seite der Stadt, die besonders im Sommer einen großen Teil des Münchner Lebensgefühls ausmacht.
Nürnberg erzählt von Mittelalter und jüngerer deutscher Geschichte
Rund 170 Kilometer nördlich von München liegt Nürnberg. Die fränkische Großstadt verbindet eine rekonstruierte historische Altstadt mit einer Geschichte, die vom Mittelalter bis zu den dunkelsten Kapiteln des 20. Jahrhunderts reicht.
Über der Altstadt erhebt sich die Kaiserburg, die über Jahrhunderte eine wichtige Rolle im Heiligen Römischen Reich spielte. Von den höheren Bereichen bietet sich ein weiter Blick über die Dächer Nürnbergs.
Unterhalb der Burg führen kleine Straßen durch die historische Innenstadt. Fachwerkhäuser, Kirchen und Plätze sorgen dafür, dass sich viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen lassen.

Die Kaiserburg ist Nürnbergs großes Wahrzeichen
Die Nürnberger Kaiserburg dominiert die Silhouette der Altstadt. Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches hielten sich hier über Jahrhunderte immer wieder auf.
Heute können verschiedene Bereiche der Burganlage besichtigt werden. Mauern, Türme und Innenhöfe vermitteln einen Eindruck von der Bedeutung, die Nürnberg im Mittelalter besaß.
Der Aufstieg lohnt sich auch wegen der Aussicht. Anschließend kann man durch die Straßen unterhalb der Burg zurück in Richtung Hauptmarkt laufen.
Der Hauptmarkt gehört zu einem Nürnberg-Besuch dazu
Mitten in der Altstadt befindet sich der Nürnberger Hauptmarkt. Hier steht der reich verzierte Schöne Brunnen, während die Frauenkirche die östliche Seite des Platzes prägt.
Besonders bekannt wird der Platz während der Adventszeit. Dann findet hier der Nürnberger Christkindlesmarkt statt, der zu den berühmtesten Weihnachtsmärkten Deutschlands gehört.
Aber auch außerhalb der Weihnachtszeit ist der Hauptmarkt ein zentraler Treffpunkt. Von hier lassen sich zahlreiche Bereiche der Altstadt zu Fuß erkunden.
Albrecht Dürer ist eng mit Nürnberg verbunden
Einer der bekanntesten Söhne Nürnbergs ist Albrecht Dürer. Der Renaissancekünstler lebte viele Jahre in einem Haus unmittelbar unterhalb der Kaiserburg.
Das Albrecht-Dürer-Haus ist heute ein Museum. Besucher erfahren dort mehr über sein Leben, seine Arbeitsweise und die Stadt zur Zeit der Renaissance.
Auch wer das Museum nicht besucht, sollte durch das umliegende Viertel laufen. Fachwerkhäuser und kleine Straßen gehören zu den schönsten Bereichen der Nürnberger Altstadt.

Nürnberg erinnert auch an die Zeit des Nationalsozialismus
Nürnberg besitzt gleichzeitig eine schwierige jüngere Geschichte. Während der NS-Zeit fanden auf dem Reichsparteitagsgelände große Propagandaveranstaltungen statt.
Heute setzt sich die Stadt an verschiedenen Orten kritisch mit dieser Vergangenheit auseinander. Das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Gelände gehört zu den wichtigsten historischen Einrichtungen Nürnbergs.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden außerdem die Nürnberger Prozesse gegen führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes statt. Wer sich intensiver mit deutscher Geschichte beschäftigen möchte, findet deshalb in Nürnberg mehrere bedeutende Erinnerungsorte.
Nürnberger Rostbratwürste gehören zu den bekanntesten Spezialitäten
Kulinarisch ist Nürnberg besonders für seine kleinen Nürnberger Rostbratwürste bekannt. Traditionell werden mehrere Würstchen zusammen mit Sauerkraut oder Kartoffelsalat serviert.
Als schneller Snack gibt es außerdem „Drei im Weggla“ – drei Bratwürste in einem Brötchen. Gerade während eines Stadtrundgangs ist diese Variante praktisch.
Eine weitere bekannte Spezialität ist Nürnberger Lebkuchen. Obwohl sie besonders mit der Weihnachtszeit verbunden sind, findet man sie in spezialisierten Geschäften teilweise weit über die Adventszeit hinaus.

Regensburg besitzt eine außergewöhnlich gut erhaltene Altstadt
Weiter südöstlich liegt Regensburg, eine der historisch interessantesten Städte Bayerns. Die Altstadt mit Stadtamhof gehört zum UNESCO-Welterbe und besitzt eine beeindruckende Dichte historischer Gebäude.
Anders als viele deutsche Städte blieb Regensburg im Zweiten Weltkrieg von großflächigen Zerstörungen der historischen Innenstadt weitgehend verschont. Dadurch lässt sich die Entwicklung der Stadt über viele Jahrhunderte besonders gut nachvollziehen.
Enge Straßen, Patrizierhäuser, Kirchen und Plätze prägen das Zentrum. Gleichzeitig sorgt die Donau dafür, dass sich zwischen Stadtbesichtigung und Flussspaziergang problemlos wechseln lässt.
Der Regensburger Dom prägt die Altstadt
Der Dom St. Peter gehört zu den bedeutendsten gotischen Kirchen Deutschlands. Seine beiden Türme sind bereits aus größerer Entfernung sichtbar und bestimmen die Silhouette Regensburgs.
Im Inneren beeindrucken hohe Gewölbe und historische Glasfenster. Wer sich für Kirchenarchitektur interessiert, sollte genügend Zeit für den Besuch einplanen.
Direkt rund um den Dom beginnt ein dichtes Netz historischer Straßen. Von hier sind viele weitere Sehenswürdigkeiten innerhalb weniger Minuten erreichbar.

Die Steinerne Brücke führt über die Donau
Zu den bekanntesten Bauwerken Regensburgs gehört die Steinerne Brücke. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und war über lange Zeit eine der wichtigsten Donauquerungen der Region.
Von der Brücke bietet sich ein schöner Blick auf Altstadt und Dom. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt Stadtamhof, das ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehört.
Gerade am Abend lohnt sich ein Spaziergang entlang der Donau. Wenn sich die historischen Gebäude im Wasser spiegeln, zeigt sich Regensburg von einer besonders schönen Seite.
Die historische Wurstkuchl liegt direkt an der Donau
Unmittelbar bei der Steinernen Brücke befindet sich die Historische Wurstkuchl. Die kleine Gaststätte ist eng mit der Geschichte Regensburgs verbunden und für Bratwürste vom Holzkohlengrill bekannt.
Zusammen mit Sauerkraut und Senf entsteht ein einfaches, aber typisches Gericht. Gerade bei schönem Wetter ist die Lage direkt an der Donau besonders angenehm.
Regensburg besitzt daneben selbstverständlich eine wesentlich breitere Gastronomieszene. Bayerische und oberpfälzische Küche treffen auf moderne Restaurants und internationale Angebote.

Garmisch-Partenkirchen bringt Besucher direkt in die Alpen
Vollkommen anders als die drei Städte präsentiert sich Garmisch-Partenkirchen im Süden Bayerns. Der bekannte Urlaubsort liegt unmittelbar am Fuß des Wettersteingebirges und ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Touren in die bayerischen Alpen.
Historische Häuser mit Lüftlmalerei, Bergpanoramen und zahlreiche Wanderwege prägen die Umgebung. Im Winter kommen Skifahren und weitere Wintersportarten hinzu.
Garmisch-Partenkirchen eignet sich deshalb sowohl für einen längeren Bergurlaub als auch als Station auf einer Bayern-Rundreise. Schon ein zusätzlicher Tag eröffnet vollkommen andere Eindrücke als ein Aufenthalt in München.

Die Zugspitze ist Deutschlands höchster Berg
Südlich von Garmisch-Partenkirchen erhebt sich die Zugspitze. Mit 2.962 Metern ist sie der höchste Berg Deutschlands und eines der bekanntesten Naturziele Bayerns.
Besucher müssen nicht selbst bis zum Gipfel wandern. Seilbahnen und die Zahnradbahn ermöglichen je nach gewählter Route einen deutlich bequemeren Aufstieg.
Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Gipfel weit über die Alpen. Das Wetter kann sich in dieser Höhe allerdings schnell verändern, weshalb aktuelle Bedingungen vor der Auffahrt unbedingt geprüft werden sollten.
Der Eibsee liegt direkt unterhalb der Zugspitze
Am Fuß des Zugspitzmassivs liegt der Eibsee, einer der bekanntesten Bergseen Deutschlands. Klares Wasser, kleine Inseln und die umliegenden Gipfel sorgen für eine außergewöhnliche Landschaft.
Ein Rundweg führt um den See und eröffnet immer wieder neue Perspektiven auf die Zugspitze. Wer nicht die gesamte Strecke laufen möchte, findet auch auf kürzeren Abschnitten schöne Aussichtspunkte.
Besonders am frühen Morgen kann die Atmosphäre ruhig sein. An beliebten Sommertagen und Wochenenden wird es rund um den Eibsee dagegen deutlich voller.
Die Partnachklamm zeigt die wilde Seite der Alpen
Ein weiteres Naturziel bei Garmisch-Partenkirchen ist die Partnachklamm. Der Fluss hat sich hier tief in den Fels eingeschnitten und eine spektakuläre Schlucht geschaffen.
Wege und Tunnel führen dicht an Felswänden und Wasserfällen entlang. Je nach Wetter und Jahreszeit kann das Erlebnis vollkommen unterschiedlich ausfallen.
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert. Vor dem Besuch sollten außerdem die aktuellen Zugangsbedingungen geprüft werden, da es bei ungünstigen Wetterlagen zu Einschränkungen kommen kann.
Mittenwald eignet sich für einen weiteren Alpenausflug
Südöstlich von Garmisch-Partenkirchen liegt Mittenwald. Der Ort ist für bemalte Hausfassaden, Geigenbau und seine Lage zwischen Karwendel und Wettersteingebirge bekannt.
Schon ein Spaziergang durch das historische Zentrum lohnt sich. Bergbahnen und Wanderwege ermöglichen anschließend Ausflüge in die umliegende Bergwelt.
Wer mehrere Tage in der Region verbringt, kann Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Eibsee und Zugspitze hervorragend miteinander kombinieren.
Das Allgäu gehört zu Bayerns schönsten Landschaftsregionen
Im Südwesten Bayerns wartet mit dem Allgäu eine Region aus Bergen, grünen Wiesen, Seen und kleinen Städten. Kühe auf Weiden, traditionelle Bauernhöfe und Alpenpanoramen entsprechen hier tatsächlich an vielen Stellen dem klassischen Bild, das Reisende mit Bayern verbinden.
Das Allgäu eignet sich hervorragend für Wanderungen und Fahrradtouren. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Seen, Schlösser und kleinere historische Orte.
Für einen einzigen Tagesausflug ist die Region eigentlich zu groß. Wer das Allgäu wirklich kennenlernen möchte, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen.

Schloss Neuschwanstein wirkt wie eine Filmkulisse
Nahe Füssen erhebt sich Schloss Neuschwanstein oberhalb der Landschaft. König Ludwig II. ließ das Schloss im 19. Jahrhundert errichten und schuf damit eines der bekanntesten Bauwerke Deutschlands.
Türme, Zinnen und die spektakuläre Lage vor den Alpen sorgen dafür, dass Neuschwanstein fast wie ein Fantasieschloss wirkt. Entsprechend gehört es zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Wer die Innenräume besichtigen möchte, sollte sich frühzeitig über Tickets und Besuchsbedingungen informieren. Besonders während der Hauptreisezeit kann der Andrang groß sein.
Die Marienbrücke bietet den berühmten Blick auf Neuschwanstein
Einer der bekanntesten Aussichtspunkte liegt an der Marienbrücke oberhalb der Pöllatschlucht. Von dort öffnet sich der klassische Blick auf Schloss Neuschwanstein und die dahinterliegende Landschaft.
Die Brücke kann stark besucht sein. Wer möglichst ruhig fotografieren möchte, sollte daher früh starten und aktuelle Zugangsbedingungen berücksichtigen.
Auch abseits der Marienbrücke gibt es schöne Perspektiven auf das Schloss. Ein längerer Spaziergang durch die Umgebung lohnt sich deshalb mehr als ein kurzer Fotostopp.

Schloss Hohenschwangau liegt gleich nebenan
Fast im Schatten des berühmten Neuschwansteins liegt Schloss Hohenschwangau. Hier verbrachte König Ludwig II. einen Teil seiner Kindheit.
Das Schloss besitzt einen vollkommen anderen Charakter als Neuschwanstein und ergänzt den Besuch deshalb gut. Wer sich für Ludwig II. und die bayerische Monarchie interessiert, sollte beide Anlagen einplanen.
Zwischen den Schlössern und dem Alpsee lässt sich problemlos ein ganzer Tag verbringen. Dadurch lohnt es sich, nicht zu viele weitere Ziele in denselben Tagesplan zu packen.
Füssen besitzt eine sehenswerte historische Altstadt
Nur wenige Kilometer von Neuschwanstein entfernt liegt Füssen. Die Stadt wird von historischen Häusern, kleinen Plätzen und dem Hohen Schloss geprägt.
Viele Besucher fahren lediglich durch Füssen auf dem Weg zu den Königsschlössern. Dabei lohnt sich ein eigener Rundgang durch die Altstadt.
Füssen eignet sich außerdem hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Touren im Allgäu. Seen, Berge und Österreich liegen praktisch vor der Haustür.
Oberstdorf zeigt das Allgäu von seiner alpinen Seite
Weiter westlich liegt Oberstdorf, einer der bekanntesten Ferienorte des Allgäus. Die Umgebung ist von hohen Bergen, Tälern und zahlreichen Wanderwegen geprägt.
Wintersportfans kennen den Ort unter anderem durch die Vierschanzentournee. Im Sommer stehen Wandern, Bergbahnen und Naturerlebnisse im Mittelpunkt.
Von gemütlichen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Bergtouren gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Touren sollten immer an Wetter, Kondition und Erfahrung angepasst werden.
Die Breitachklamm gehört zu den beeindruckendsten Schluchten
Nahe Oberstdorf liegt die Breitachklamm. Steile Felswände und das rauschende Wasser der Breitach schaffen eine eindrucksvolle Landschaft.
Auf gesicherten Wegen lässt sich die Schlucht zu Fuß erkunden. Besonders nach niederschlagsreichen Perioden zeigt sich die Kraft des Wassers deutlich.
Im Winter kann die Klamm mit Eisformationen eine vollkommen andere Atmosphäre besitzen. Aktuelle Öffnungen und Bedingungen sollten vor dem Besuch immer geprüft werden.
Käsespätzle gehören im Allgäu unbedingt dazu
Kulinarisch ist das Allgäu besonders für Käse und Käsespätzle bekannt. Die Kombination aus Spätzle, kräftigem Käse und Röstzwiebeln gehört zu den klassischen Gerichten der Region.
In vielen Gasthäusern werden unterschiedliche Käsemischungen verwendet. Dadurch kann das Gericht je nach Restaurant deutlich anders schmecken.
Auch Allgäuer Bergkäse und weitere regionale Käsesorten sollte man probieren. Wer sich für die Herstellung interessiert, findet in der Region verschiedene Sennereien und Käsereien.
Schweinsbraten, Knödel und Obazda gehören zur bayerischen Küche
Bayern besitzt eine ausgesprochen vielfältige regionale Küche. Schweinsbraten mit Knödeln, Obazda, Weißwürste und verschiedene Bratwurstspezialitäten gehören zu den bekanntesten Klassikern.
Dabei unterscheiden sich Franken, Oberbayern, Schwaben und die Oberpfalz kulinarisch teilweise deutlich voneinander. Nürnberger Bratwürste haben beispielsweise wenig mit der Münchner Weißwursttradition gemeinsam.
Wer durch Bayern reist, sollte deshalb nicht überall dasselbe bestellen. Gerade regionale Unterschiede machen eine kulinarische Rundreise besonders interessant.
Bayerische Bierkultur ist regional sehr unterschiedlich
Bier spielt in vielen Teilen Bayerns traditionell eine wichtige Rolle. München ist für seine großen Brauereien und Biergärten bekannt, während Franken eine außergewöhnlich hohe Dichte kleinerer Brauereien besitzt.
Neben Hellem und Weißbier gibt es zahlreiche regionale Sorten. Wer keinen Alkohol trinkt, findet inzwischen selbstverständlich ebenfalls alkoholfreie Varianten und andere Getränke.
Interessant ist vor allem die Biergartenkultur. An warmen Tagen gehören Biergärten für viele Menschen zu den klassischen Treffpunkten unter freiem Himmel.

Frühling eignet sich für Städte und erste Wanderungen
Der Frühling in Bayern eignet sich hervorragend für Städtereisen. München, Nürnberg und Regensburg lassen sich dann häufig bei angenehmen Temperaturen erkunden.
In den Alpen kann dagegen noch Schnee liegen. Höhere Wanderwege sind deshalb nicht automatisch bereits im Frühjahr begehbar.
Gerade dieser Kontrast kann reizvoll sein. Während in den Städten bereits Bäume blühen, erscheinen die Gipfel im Süden noch tief verschneit.
Der Sommer gehört den Seen und Bergen
Im Sommer rücken Alpen, Seen und Wanderwege stärker in den Mittelpunkt. Eibsee, Allgäu und Garmisch-Partenkirchen bieten dann zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien.
Auch München und Regensburg entwickeln an warmen Tagen eine lebendige Atmosphäre an Flüssen, in Parks und Biergärten. Gleichzeitig können beliebte Sehenswürdigkeiten sehr gut besucht sein.
Wer Neuschwanstein, Zugspitze oder andere bekannte Ziele besuchen möchte, sollte früh starten. Dadurch lassen sich zumindest einige der größten Besucherströme umgehen.
Der Herbst bringt besondere Farben in die Landschaft
Der Herbst in Bayern gehört zu den schönsten Jahreszeiten für eine Rundreise. Wälder verfärben sich und klare Tage können fantastische Ausblicke auf die Alpen ermöglichen.
In München findet traditionell im Zeitraum Ende September bis Anfang Oktober das Oktoberfest statt, wodurch Unterkünfte in und um die Stadt deutlich stärker nachgefragt sein können. Wer zu dieser Zeit nicht wegen des Festes anreist, sollte das bei der Reiseplanung berücksichtigen.
Im Allgäu und rund um Garmisch-Partenkirchen wird es nach dem Hochsommer vielerorts ruhiger. Für Wanderungen sind stabile Herbsttage besonders schön.
Im Winter verwandeln sich Teile Bayerns
Der Winter verändert die Reise vollkommen. Garmisch-Partenkirchen, Oberstdorf und weitere Alpenorte werden zu Wintersportzielen, während historische Städte ihre Weihnachtsmärkte eröffnen.
Besonders Nürnberg ist für seinen Christkindlesmarkt bekannt. Auch München und Regensburg besitzen zahlreiche Weihnachtsmärkte und festlich beleuchtete Bereiche.
Wer mit dem Auto durch Bayern reist, muss winterliche Straßenbedingungen berücksichtigen. In den Alpen können Schnee und Eis die Planung kurzfristig verändern.

Mit dem Zug lassen sich viele Ziele gut erreichen
München, Nürnberg und Regensburg sind sehr gut an das Bahnnetz angebunden. Auch Garmisch-Partenkirchen und Füssen lassen sich grundsätzlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
Für eine reine Städtereise ist ein Auto deshalb nicht erforderlich. Wer allerdings kleine Dörfer, abgelegene Seen und mehrere Naturziele miteinander kombinieren möchte, gewinnt mit einem eigenen Fahrzeug an Flexibilität.
Eine interessante Variante ist die Kombination aus Bahn und regionalen Verkehrsmitteln. So lässt sich eine Bayern-Reise auch ohne durchgehenden Mietwagen planen.
Eine Woche reicht für einen ersten Eindruck
Wer nur eine Woche in Bayern zur Verfügung hat, sollte nicht versuchen, jedes bekannte Ziel einzubauen. Die Entfernungen wirken auf der Karte teilweise kleiner, als sie bei einer Rundreise tatsächlich sind.
Eine mögliche Route könnte München mit Garmisch-Partenkirchen und dem Allgäu verbinden. Alternativ lassen sich München, Regensburg und Nürnberg hervorragend zu einer Städtereise kombinieren.
Wer alle fünf hier vorgestellten Regionen kennenlernen möchte, sollte eher zehn Tage bis zwei Wochen einplanen. Dann bleibt genügend Zeit, um nicht jeden Tag mehrere Stunden unterwegs zu sein.

München ist der ideale Ausgangspunkt für den Süden
Für eine Reise durch Oberbayern und die Alpen ist München besonders praktisch. Von hier gelangt man Richtung Garmisch-Partenkirchen, Zugspitze und Allgäu.
Auch Seen wie Starnberger See oder Ammersee lassen sich als zusätzliche Ausflugsziele einbauen. Wer länger bleibt, kann außerdem weitere Alpenregionen erkunden.
Für Nürnberg und Teile Nordbayerns sind dagegen eigene Übernachtungen sinnvoll. Bayern ist zu groß, um sämtliche Ziele bequem als Tagesausflug von München zu besuchen.
Bayern bietet weit mehr als Lederhose und Oktoberfest
International wird Bayern häufig auf Oktoberfest, Bier und Alpen reduziert. Diese Dinge gehören durchaus zur regionalen Kultur, zeigen aber nur einen kleinen Ausschnitt.
Nürnberg erzählt von mittelalterlicher Reichsgeschichte und der Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Regensburg bewahrt eine außergewöhnliche historische Altstadt, während München Kunst, Museen, Parks und Großstadtleben verbindet.
Im Süden übernehmen Berge, Seen und Schlösser die Hauptrolle. Gerade diese Unterschiede machen Bayern zu einem Reiseziel, das sich sowohl für ein Wochenende als auch für eine mehrwöchige Rundreise eignet.

Fünf Reiseziele zeigen die Vielfalt Bayerns besonders gut
München, Nürnberg, Regensburg, Garmisch-Partenkirchen und das Allgäu könnten unterschiedlicher kaum sein. In München trifft bayerische Tradition auf eine moderne Millionenstadt, während Nürnberg mittelalterliche Architektur mit wichtigen Erinnerungsorten verbindet. Regensburg begeistert mit seiner historischen Altstadt direkt an der Donau.
Rund um Garmisch-Partenkirchen verändert sich die Landschaft vollkommen. Die Zugspitze, der Eibsee und die Partnachklamm zeigen Bayern von seiner alpinen Seite. Im Allgäu setzen grüne Wiesen, Seen und Bergpanoramen diesen landschaftlichen Charakter fort.
Mit Schloss Neuschwanstein kommt schließlich eines der berühmtesten Bauwerke Deutschlands hinzu. Wer genügend Zeit mitbringt, sollte deshalb Stadt und Natur nicht gegeneinander ausspielen, sondern miteinander kombinieren.
Gerade darin liegt der Reiz einer Bayern-Reise: Morgens kann man durch eine mittelalterliche Altstadt laufen, wenige Tage später auf Deutschlands höchstem Berg stehen und anschließend zwischen Seen und Alpengipfeln im Allgäu unterwegs sein. Bayern bietet Geschichte, Natur und regionale Küche auf einer Reise – und trotzdem genügend Unterschiede, damit jeder neue Stopp wieder vollkommen anders wirkt.
Welche Ecke Bayerns gefällt euch am besten? München und seine Sehenswürdigkeiten, das historische Nürnberg, Regensburg an der Donau oder die Berge rund um Zugspitze und Neuschwanstein? Schreibt eure Bayern-Tipps und Erfahrungen gerne in die Kommentare.
AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.

