Sonne, Meer und Meze: So genussvoll zeigt sich Limassol im Süden Zyperns
Limassol, auf Griechisch Lemesos, gehört zu den vielseitigsten Reisezielen auf Zypern. Die Stadt liegt an der Südküste der Insel und verbindet historische Viertel, moderne Marina, lange Strandabschnitte und mediterranes Großstadtleben miteinander. Nur wenige Kilometer außerhalb warten außerdem einige der bedeutendsten archäologischen Stätten Zyperns, traditionelle Weindörfer und die ersten Ausläufer des Troodos-Gebirges.

Wer ausschließlich nach einer stillen zyprischen Kleinstadt sucht, ist hier nicht unbedingt richtig. Limassol ist lebendig, modern und teilweise ausgesprochen kosmopolitisch. Gleichzeitig liegen zwischen den neueren Gebäuden noch schmale Straßen, traditionelle Häuser, Kirchen und kleine Plätze, die eine völlig andere Atmosphäre besitzen.
Für die Stadt selbst sind zwei Tage angenehm. Wer zusätzlich Kourion, Kolossi, Omodos, die Weindörfer oder einen längeren Strandtag einplanen möchte, sollte drei bis fünf Tage bleiben.

Die Altstadt zeigt Limassol von seiner gemütlichsten Seite
Das historische Zentrum ist deutlich kompakter als die moderne Stadt, lässt sich aber wunderbar zu Fuß erkunden. Kleine Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants liegen zwischen älteren Häusern und verwinkelten Straßen. Besonders rund um die mittelalterliche Burg und den alten Hafen entsteht eine angenehme Mischung aus Geschichte und modernem Stadtleben.
Wer morgens durch die Altstadt läuft, erlebt Limassol noch vergleichsweise ruhig. Gegen Nachmittag und vor allem am Abend werden viele Straßen deutlich lebendiger.
Gerade diese Tageszeiten machen einen Unterschied: Vormittags lohnt sich Sightseeing, während die Altstadt später perfekt für einen Kaffee, ein langes Abendessen oder einen Drink ist.
Limassol Castle – mittelalterliche Geschichte mitten im Zentrum
Im Herzen der Altstadt steht die mittelalterliche Burg von Limassol. Das heutige Bauwerk vereint verschiedene historische Phasen. Mit dem Ort ist außerdem die Überlieferung verbunden, dass Richard Löwenherz 1191 in Limassol Berengaria von Navarra heiratete, die anschließend zur Königin von England gekrönt wurde.
Heute befindet sich innerhalb der Burg das Cyprus Medieval Museum. Die Ausstellung beschäftigt sich mit mittelalterlicher Geschichte, Waffen, Keramik, Grabsteinen und weiteren Fundstücken unterschiedlicher Epochen.
Auch wenn man kein großer Museumsfan ist, lohnt sich die Umgebung. Burgplatz und angrenzende Altstadt gehören zu den schönsten Bereichen für einen Spaziergang.
Der alte Hafen verbindet Geschichte und modernes Hafenleben
Nur wenige Schritte von der Burg entfernt liegt der Old Port von Limassol.
Der frühere Hafenbereich wurde umfassend neu gestaltet und ist heute ein lebendiger Treffpunkt mit Restaurants, Cafés und Spazierwegen direkt am Wasser. Kleine Boote und Yachten sorgen weiterhin für maritimes Flair.
Besonders am späten Nachmittag lohnt sich der Besuch. Dann kann man vom historischen Zentrum Richtung Meer laufen und anschließend entlang der Küste weiter zur Marina oder zum Molos spazieren.
Limassol Marina zeigt die moderne Seite der Stadt
Direkt neben dem alten Hafen beginnt die Limassol Marina.
Yachten, moderne Architektur, Restaurants, Cafés und Geschäfte sorgen hier für eine deutlich elegantere Atmosphäre. Die Marina wurde so angelegt, dass sie unmittelbar an Altstadt, alten Hafen und Burg anschließt.
Dadurch entsteht ein interessanter Übergang: Innerhalb weniger Minuten läuft man von mittelalterlichen Mauern zu modernen Apartments und großen Yachten.
Am Abend gehört die Marina zu den beliebtesten Bereichen für einen Spaziergang.

Molos – Limassols große Promenade am Meer
Zu den schönsten kostenlosen Unternehmungen gehört ein Spaziergang über den Molos.
Die weitläufige Uferpromenade zieht sich am Meer entlang und verbindet Grünflächen, Wege, Spielbereiche, Palmen und Kunst miteinander. Direkt an der Küste befindet sich außerdem ein Skulpturenpark mit Arbeiten zyprischer und internationaler Künstler.
Hier wird spaziert, gejoggt und Fahrrad gefahren. Zwischendurch führen kleine Stege Richtung Meer und bieten schöne Blicke auf die Küste.
Besonders angenehm ist der Molos am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang. Im Hochsommer kann es während der Mittagsstunden dagegen sehr heiß werden.
Limassol lässt sich wunderbar am Wasser entlang entdecken
Eine der schönsten Seiten der Stadt ist die lange Küstenlinie.
Wer genügend Zeit hat, kann über weite Strecken entlang des Meeres laufen oder radeln. Die Küstenroute verbindet zentrale Bereiche wie Molos, alten Hafen und Marina mit weiter östlich gelegenen Stadtteilen und Stränden.
Dadurch unterscheidet sich Limassol deutlich von Städten, deren historisches Zentrum weit vom Meer entfernt liegt.
Hier lassen sich Stadtbesichtigung und Strand problemlos an einem einzigen Tag miteinander kombinieren.
Akti Olympion – Stadtstrand direkt in Limassol
Wer nicht extra aus der Stadt fahren möchte, findet mit Akti Olympion einen langen Strandabschnitt direkt im Stadtgebiet.
Die Abschnitte Akti Olympion A und B bilden zusammen einen ungefähr zwei Kilometer langen Küstenstreifen. Das Wasser ist meist vergleichsweise ruhig und entlang der Küste gibt es verschiedene Einrichtungen.
Der Sand ist dunkler als an manchen berühmten Postkartenstränden Zyperns. Dafür ist die Lage ausgesprochen praktisch.
Nach einem Vormittag in Altstadt und Burg kann man hier problemlos einige Stunden am Meer verbringen.
Lady’s Mile gehört zu den bekanntesten Stränden bei Limassol
Westlich der Stadt erstreckt sich Lady’s Mile Beach entlang der Akrotiri-Halbinsel.
Der Strand zieht sich über ungefähr fünf Kilometer und besitzt überwiegend dunklen Sand sowie flaches, meist ruhiges Wasser. Besonders im südlichen Bereich wird der Sand heller.
Durch die Länge findet man sehr unterschiedliche Bereiche – von Strandrestaurants bis zu ruhigeren Abschnitten.
Für Familien kann das flach abfallende Wasser besonders angenehm sein.
Governor’s Beach lockt mit einer ganz anderen Küstenlandschaft
Östlich von Limassol liegt die Gegend um Governor’s Beach.
Hier wechseln dunklere Sandabschnitte mit hellen Felsen und kleinen Buchten. Besonders der Bereich Kalymnos gehört zu den bekannten Stränden dieser Küstenregion.
Wer einen Mietwagen besitzt und ohnehin Richtung Larnaka unterwegs ist, kann den Strand gut mit einem längeren Küstenausflug verbinden.
Agios Tychonas bietet Strände, Hotels und alte Geschichte
Östlich des Stadtzentrums beginnt die touristisch stärker entwickelte Küstenzone rund um Agios Tychonas.
Hier liegen mehrere Strände, größere Hotels, Restaurants und Beachbars. Vouppa Beach ist für ruhigeres Wasser bekannt, während Castella Beach Abschnitte mit stärkerem Beachbar-Flair besitzt.
Wer hauptsächlich einen Badeurlaub in Limassol plant und trotzdem schnell in die Innenstadt gelangen möchte, findet in diesem Küstenbereich zahlreiche Unterkünfte.

Amathus – antike Geschichte östlich von Limassol
In unmittelbarer Nähe von Agios Tychonas liegt die archäologische Stätte von Amathus.
Die antike Stadt gehörte zu den bedeutenden frühen Zentren Zyperns und lag östlich des heutigen Limassol. Gemeinsam mit Kourion bildet sie einen wichtigen Teil der historischen Landschaft rund um die moderne Stadt.
Der Ort eignet sich gut für Reisende, die Archäologie erleben möchten, ohne gleich einen ganzen Tagesausflug einzuplanen.
Kourion gehört zu den größten Höhepunkten rund um Limassol
Wer nur einen einzigen Ausflug von Limassol unternehmen kann, sollte Kourion weit oben auf die Liste setzen.
Die antike Stadt liegt westlich von Limassol auf einer Anhöhe über der Küste. Sie gehörte einst zu den bedeutenden Stadtkönigreichen Zyperns und zählt heute zu den eindrucksvollsten archäologischen Stätten der Insel.
Besonders spektakulär ist die Kombination aus antiken Ruinen und Meerblick. An wenigen historischen Orten Zyperns liegen Landschaft und Archäologie so eindrucksvoll zusammen.
Das antike Theater von Kourion ist der berühmteste Teil der Anlage
Das große griechisch-römische Theater von Kourion entstand ursprünglich gegen Ende des 2. Jahrhunderts vor Christus und wurde später mehrfach erweitert und verändert. Heute wird das restaurierte Theater weiterhin für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Von den Sitzreihen blickt man über die Bühne hinaus Richtung Küste und Meer.
Neben dem Theater gibt es in Kourion deutlich mehr zu sehen: Reste frühchristlicher Basiliken, Wohnhäuser, Mosaiken und weitere archäologische Bereiche gehören zur Anlage.
Für einen Besuch sollte man deshalb nicht nur 20 Minuten einplanen.
Kourion Beach verbindet Archäologie und Strand
Unterhalb der archäologischen Stätte liegt ein langer Küstenabschnitt.
Dadurch lässt sich der Besuch von Kourion wunderbar mit einigen Stunden am Meer verbinden. Besonders im Sommer ist das angenehm: morgens die Ruinen besichtigen, bevor die größte Hitze einsetzt, und anschließend Richtung Strand fahren.
Wer im Hochsommer unterwegs ist, sollte für die archäologische Anlage unbedingt Wasser, Kopfbedeckung und Sonnenschutz dabeihaben. Schatten ist auf offenen Ausgrabungsflächen naturgemäß begrenzt.
Kolossi Castle – kompakte Kreuzrittergeschichte
Nicht weit von Kourion steht das Kolossi Castle.
Die mittelalterliche Festung gehört zu den bekanntesten historischen Bauwerken rund um Limassol und lässt sich gut mit Kourion zu einem gemeinsamen Ausflug verbinden. Die Gegend war im Mittelalter eng mit Ritterorden und dem landwirtschaftlichen Besitz rund um Zuckerrohr und Wein verbunden.
Die Burg selbst ist deutlich kleiner als große europäische Festungsanlagen. Gerade deshalb reicht ein vergleichsweise kurzer Besuch.
Wer einen Mietwagen hat, kann Kolossi, Kourion und Lady’s Mile problemlos zu einem abwechslungsreichen Tag kombinieren.

Limassol ist das Tor zu Zyperns berühmten Weindörfern
Eine völlig andere Landschaft beginnt nördlich der Küste.
Die Hügel des Bezirks Limassol gehören zu den wichtigsten traditionellen Weinregionen Zyperns. Kleine Dörfer, Weinberge und Kellereien liegen zwischen den Ausläufern des Troodos-Gebirges.
Wer ausschließlich an der Küste bleibt, verpasst deshalb eine der schönsten Seiten der Region.
Schon nach relativ kurzer Fahrt verändert sich die Landschaft deutlich und die moderne Hafenstadt scheint weit entfernt.
Omodos gehört zu den schönsten Dörfern bei Limassol
Besonders bekannt ist Omodos.
Das Dorf liegt rund 42 Kilometer nordwestlich von Limassol in der traditionellen Weinregion und auf ungefähr 800 Metern Höhe. Weinberge und Obstbäume prägen die Umgebung.
Im Zentrum liegen gepflasterte Straßen, traditionelle Häuser, kleine Geschäfte und Tavernen.
Omodos ist inzwischen kein Geheimtipp mehr und kann tagsüber gut besucht sein. Früh am Morgen oder gegen Abend ist die Atmosphäre meist angenehmer.
Lofou ist perfekt für ein ruhigeres Dorf-Erlebnis
Wer ein etwas kleineres Ziel sucht, kann nach Lofou fahren.
Das Dorf liegt rund 26 Kilometer nordwestlich von Limassol und zieht sich amphitheaterartig über einen Hang auf etwa 800 Metern Höhe.
Steinhäuser, enge Straßen und traditionelle Architektur sorgen für einen starken Kontrast zur Küste.
Gerade im Hochsommer kann ein Ausflug in die höheren Lagen außerdem angenehm sein, weil es dort oft etwas weniger drückend wirkt als direkt am Meer.
Koilani, Vasa und Arsos ergänzen eine Weinroute
Neben Omodos und Lofou gibt es zahlreiche weitere Weindörfer im Bezirk Limassol.
Koilani, Vasa Kilaniou und Arsos gehören zu den Orten, in denen Weinbau bis heute ein sichtbarer Bestandteil der Landschaft ist. In der Region liegen außerdem verschiedene kleinere Weingüter, die Verkostungen und Besichtigungen anbieten.
Wer Wein probieren möchte, sollte selbstverständlich nicht selbst weiterfahren. Eine organisierte Tour oder ein Fahrer ist dann die deutlich bessere Lösung.
Commandaria – einer der berühmtesten Weine Zyperns
Rund um Limassol begegnet man immer wieder Commandaria.
Der süße Dessertwein besitzt eine sehr lange Tradition und gehört zu den bekanntesten Spezialitäten Zyperns.
Am besten probiert man ihn in kleinen Mengen nach dem Essen oder im Rahmen einer Weinverkostung.
Auch trockene zyprische Weiß- und Rotweine sind längst einen Versuch wert und zeigen, dass die Weinregion deutlich vielfältiger ist als nur ihr berühmtester Dessertwein.

Troodos-Gebirge – vom Strand in die Berge
Von Limassol erreicht man relativ schnell die südlichen Bereiche des Troodos-Gebirges.
Kiefernwälder, Bergdörfer, Wanderwege und deutlich höhere Lagen sorgen für eine völlig andere Seite Zyperns. Viele Weinorte des Limassol-Distrikts liegen bereits im Übergang zwischen Küstenebene und Gebirge.
Im Sommer ist ein Bergtag eine wunderbare Abwechslung zur heißen Küste.
Im Frühling und Herbst eignen sich die Wege besonders gut für Wanderungen.
Limassol ist ein hervorragendes Ziel für Genießer
Zyprisches Essen gehört zu den größten Freuden einer Reise.
In Limassol findet man sowohl traditionelle Tavernen als auch moderne Restaurants. Besonders typisch ist Meze, bei dem zahlreiche kleinere Gerichte nacheinander auf den Tisch kommen.
Das können Dips, Salate, Halloumi, Gemüse, Fleisch, Fisch und weitere warme und kalte Speisen sein.
Wer Meze bestellt, sollte vorher Hunger mitbringen – aus „ein paar kleinen Tellern“ kann schnell ein sehr ausgedehntes Essen werden.
Halloumi schmeckt auf Zypern noch einmal anders
Der bekannteste Käse der Insel ist natürlich Halloumi.
Er wird gebraten oder gegrillt, als Vorspeise serviert und mit verschiedenen Beilagen kombiniert.
Gerade im Sommer schmeckt Halloumi hervorragend mit Tomaten, Gurken, Kräutern oder Wassermelone.
In traditionellen Tavernen lohnt es sich außerdem, nach saisonalen Gerichten zu fragen statt ausschließlich die international bekannten Klassiker zu bestellen.
Souvla und Souvlaki gehören zu den herzhaften Klassikern
Fleischliebhaber begegnen schnell Souvlaki und Souvla.
Während Souvlaki kleinere Fleischstücke am Spieß bezeichnet, wird Souvla meist aus größeren Fleischstücken über Holzkohle zubereitet.
Dazu kommen Kartoffeln, Salat, Brot und verschiedene Dips.
Ein einfaches Grillrestaurant kann dabei mindestens so gut sein wie eine schicke Adresse an der Marina.
Kleftiko wird langsam gegart
Ein weiterer Klassiker ist Kleftiko.
Dabei wird meist Lamm sehr langsam gegart, bis das Fleisch besonders zart wird. Traditionell spielte dabei ein geschlossener Ofen eine wichtige Rolle.
Das Gericht ist eher kräftig und passt besonders gut zu einem langen Abendessen.
Loukoumades für den süßen Abschluss
Wer nach Meze überhaupt noch Platz besitzt, kann Loukoumades probieren.
Die kleinen frittierten Teigbällchen werden traditionell mit Sirup oder Honig serviert.
Auch andere zyprische Süßspeisen arbeiten gern mit Nüssen, Sirup und Teig.
Ein starker zyprischer Kaffee passt hervorragend dazu.
Limassol am Abend – deutlich lebendiger als viele andere Inselorte
Nach Sonnenuntergang wird Limassol nicht ruhig.
Rund um Altstadt, Saripolou, alten Hafen und Marina befinden sich zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés. Gerade das Zentrum verbindet ältere Gebäude mit einer jüngeren Gastronomie- und Kulturszene.
Wer einen Urlaubsort sucht, in dem auch nach dem Abendessen noch etwas los ist, findet hier deutlich mehr Möglichkeiten als in vielen kleinen Küstenorten Zyperns.
Trotzdem muss man nicht feiern gehen. Ein Spaziergang am Molos oder durch die Marina reicht völlig, um die Stadt am Abend zu genießen.
Limassol eignet sich gut für Familien
Familien können Strand, Promenade und historische Ausflüge leicht miteinander verbinden.
Akti Olympion liegt direkt in der Stadt, während das flache Wasser an Teilen von Lady’s Mile ebenfalls angenehm sein kann.
Molos bietet viel Platz zum Laufen und Radfahren.
Für ältere Kinder kann Kourion spannend sein, weil die Ruinen deutlich anschaulicher wirken als ein klassisches Museum.
Limassol ist auch eine gute Basis für längere Zypern-Ausflüge
Durch die Lage an der Südküste befindet sich Limassol relativ zentral zwischen Paphos und Larnaka.
Dadurch eignet sich die Stadt hervorragend als Ausgangspunkt für Reisende, die nicht ständig das Hotel wechseln möchten.
Mit einem Mietwagen lassen sich sowohl westliche als auch östliche Teile der Insel erreichen.
Für eine komplette Inselreise sollte man allerdings trotzdem überlegen, einige Nächte in anderen Regionen zu verbringen, weil die Fahrstrecken sonst schnell lang werden.
Pissouri verbindet Dorf und Meer
Westlich von Limassol liegt Pissouri.
Der ältere Ort befindet sich erhöht auf einem Hügel, während die Küste und Pissouri Bay weiter südlich liegen. Das Dorf gehört zum Bezirk Limassol und bietet schöne Ausblicke auf die Landschaft zwischen Bergen und Meer.
Der Ausflug eignet sich gut für Reisende, die eine ruhigere Atmosphäre suchen.
Pissouri lässt sich außerdem auf dem Weg Richtung Paphos einbauen.

Paphos als Tagesausflug
Paphos liegt westlich von Limassol und besitzt mit seinem archäologischen Park, den Königsgräbern und weiteren historischen Stätten einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Zyperns.
Ein Tagesausflug ist möglich, allerdings sollte man früh starten.
Wer sich besonders für Archäologie interessiert, ist mit einer Übernachtung in Paphos besser beraten, weil dort mehrere große historische Anlagen zusammenkommen.
Larnaka lässt sich ebenfalls gut erreichen
In östlicher Richtung liegt Larnaka.
Dort warten unter anderem eine lange Strandpromenade, die Kirche des heiligen Lazarus und der Salzsee.
Wer über den Flughafen Larnaka an- oder abreist, kann die Stadt gut am Anfang oder Ende der Reise einbauen.
Nikosia zeigt eine völlig andere Seite Zyperns
Ein weiterer spannender Tagesausflug führt nach Nikosia.
Die Hauptstadt liegt im Landesinneren und besitzt keinen Strand. Dafür warten historische Stadtmauern, Museen, Einkaufsstraßen und die besondere Situation einer bis heute geteilten Hauptstadt.
Limassol und Nikosia ergänzen sich deshalb ausgesprochen gut: mediterrane Hafenstadt auf der einen, politisches und kulturelles Zentrum im Inselinneren auf der anderen Seite.
Frühling gehört zu den schönsten Reisezeiten für Limassol
März bis Mai sind hervorragend für Reisende, die nicht ausschließlich baden möchten.
Dann eignen sich Kourion, Kolossi und die Weindörfer besonders gut für längere Besichtigungen. Auch Wandern und Radfahren sind angenehmer als während der heißesten Sommermonate.
Die Landschaft ist im Frühjahr außerdem vielerorts deutlich grüner.
Das Meer erwärmt sich erst allmählich, weshalb für einen reinen Badeurlaub der spätere Frühling besser geeignet ist.
Sommer bedeutet Sonne, Meer und sehr warme Tage
Von Juni bis September steht Badeurlaub in Limassol im Mittelpunkt.
Die Tage sind lang, das Meer warm und Strandrestaurants und Küstenbereiche besonders lebendig.
Für archäologische Stätten wie Kourion sollte man im Hochsommer früh starten. Offene Ruinenfelder bieten wenig Schatten und die Mittagshitze kann anstrengend werden.
Altstadt und Molos sind am Abend deutlich angenehmer.
Herbst ist ideal für Stadt und Strand
September und Oktober gehören zu den attraktivsten Monaten.
Das Meer hat noch viel Wärme gespeichert, gleichzeitig werden Besichtigungen und Ausflüge langsam angenehmer.
Auch die Weinregion ist im Herbst besonders interessant.
Wer Strandurlaub und Kultur kombinieren möchte, findet in dieser Zeit oft sehr gute Bedingungen.
Winter zeigt Limassol ohne klassischen Sommertrubel
Auch im Winter bleibt Limassol eine richtige Stadt und fällt nicht vollständig in einen touristischen Winterschlaf.
Restaurants, Geschäfte und städtisches Leben bleiben vorhanden, auch wenn Strandurlaub dann nicht mehr der Hauptgrund für die Reise ist.
Für Kultur, Archäologie, Weinorte und Spaziergänge kann die kühlere Jahreszeit sogar sehr angenehm sein.
Welcher Flughafen ist für Limassol am besten?
Limassol besitzt keinen eigenen internationalen Flughafen.
Für die Anreise kommen vor allem Larnaka und Paphos infrage. Der alte Hafen liegt nach aktuellen Angaben ungefähr 67 Kilometer vom Flughafen Larnaka und knapp 60 Kilometer vom Flughafen Paphos entfernt.
Welcher Flughafen praktischer ist, hängt deshalb stärker vom Flugangebot und der gebuchten Unterkunft ab als von einigen Kilometern Unterschied.
Braucht man in Limassol einen Mietwagen?
Für einen reinen Städtetrip nach Limassol ist ein Auto nicht zwingend notwendig.
Altstadt, Marina, Molos und zentrale Strände können zu Fuß oder mit Bussen erreicht werden. Limassol besitzt ein öffentliches Busnetz mit zahlreichen Stadt- und Regionalverbindungen.
Wer jedoch Kourion, Kolossi, mehrere Weindörfer und das Troodos-Gebirge individuell besuchen möchte, profitiert deutlich von einem Mietwagen.
In Zypern herrscht Linksverkehr, woran sich Reisende vom europäischen Festland zunächst gewöhnen müssen.
Busfahren in Limassol
Das lokale Busnetz wird von EMEL betrieben. Fahrpläne und aktuelle Verbindungen können online abgerufen werden.
Für Reisende, die mehrere Tage häufig Bus fahren, gibt es verschiedene Ticketmodelle. Tarife und Bedingungen können sich ändern und sollten deshalb direkt vor der Reise noch einmal geprüft werden.
Für Innenstadt und Promenade läuft man allerdings oft angenehmer, als auf einen Bus zu warten.
Limassol mit dem Fahrrad
Die flache Küstenzone eignet sich abschnittsweise gut zum Radfahren.
Besonders entlang der Promenade kann das Fahrrad eine schöne Möglichkeit sein, größere Distanzen zurückzulegen. Darüber hinaus gibt es im Bezirk anspruchsvollere Routen durch Dörfer, Weinberge und bergigere Landschaften.
Im Hochsommer sollten längere Touren unbedingt auf den frühen Morgen gelegt werden.
Ein Tag in Limassol – so könnte der Rundgang aussehen
Der Vormittag beginnt in der Altstadt.
Zuerst lohnt sich die mittelalterliche Burg, anschließend geht es durch die umliegenden Straßen Richtung alter Hafen.
Danach führt der Spaziergang weiter zur Marina und über den Molos. Mittagessen kann man entweder direkt am Wasser oder wieder im historischen Zentrum.
Am Nachmittag bleibt Zeit für einen Stadtstrand wie Akti Olympion.
Zum Sonnenuntergang geht es wieder Richtung Marina, bevor der Abend mit zyprischem Meze in der Altstadt endet.
Zwei Tage verbinden Limassol mit Kourion
Der zweite Tag sollte westlich der Stadt beginnen.
Morgens geht es zuerst nach Kourion, damit die Ausgrabungen noch vor der größten Hitze erkundet werden können. Anschließend lässt sich Kolossi Castle besuchen.
Am Nachmittag eignet sich Lady’s Mile oder ein anderer Strand.
Damit verbindet der Tag praktisch alles, was die Region ausmacht: Antike, Mittelalter und Mittelmeer.
Drei Tage bringen die Weindörfer ins Spiel
Der dritte Tag führt ins Landesinnere.
Omodos ist ein guter erster Anlaufpunkt. Anschließend können je nach Zeit Lofou, Koilani oder ein Weingut ergänzt werden.
Die Fahrt durch die Hügellandschaft zeigt ein Zypern, das mit Hochhäusern und Strandhotels rund um Limassol kaum etwas gemeinsam hat.
Gerade dieser Kontrast macht den Ausflug besonders.
Vier oder fünf Tage machen Limassol zu einer richtig guten Urlaubsbasis
Mit zusätzlichen Tagen kann man entspannter reisen.
Ein Tag gehört beispielsweise vollständig dem Strand. Ein weiterer führt ins Troodos-Gebirge oder Richtung Pissouri.
Auch Paphos oder Nikosia sind als Tagesausflug möglich.
Wer dagegen lieber langsam reist, sollte ruhig weniger Ziele einplanen und dafür abends länger in Altstadt und Marina bleiben.
Wo sollte man in Limassol übernachten?
Für einen Städtetrip sind Altstadt, Marina und angrenzende zentrale Viertel besonders praktisch.
Dann können Restaurants, Molos und historische Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreicht werden.
Wer hauptsächlich baden möchte, findet östlich des Zentrums entlang der Küste zahlreiche Hotels rund um Agios Tychonas und weitere Strandbereiche.
Die Entscheidung hängt deshalb stark davon ab, ob Stadtleben oder Strand im Mittelpunkt stehen soll.
Praktische Tipps für den Urlaub in Limassol
Im Sommer gehören Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser unbedingt ins Tagesgepäck. Besonders archäologische Stätten können sehr heiß werden.
Für Kirchen und religiöse Orte sollte angemessene Kleidung gewählt werden.
Beim Mietwagen muss man sich an Linksverkehr und die ungewohnte Fahrzeugseite gewöhnen.
Für Kourion und Weindörfer lohnt sich ein früher Start.
Und man sollte Limassol nicht nur als Badeort betrachten. Die interessantesten Erlebnisse entstehen häufig durch die Kombination aus Stadt, Meer, Archäologie und Bergdörfern.

Häufige Fragen & Antworten für die Reise nach Limassol
Ist Limassol eine Reise wert?
Ja. Limassol verbindet historische Altstadt, Marina, lange Küstenpromenade, Strände und einige der wichtigsten archäologischen Sehenswürdigkeiten Zyperns in der näheren Umgebung.
Wie viele Tage sollte man für Limassol einplanen?
Zwei Tage reichen für Stadt und einen ersten Strandbesuch. Drei bis fünf Tage sind besser, wenn auch Kourion, Kolossi und die Weindörfer dazugehören sollen.
Was muss man in Limassol unbedingt gesehen haben?
Zu den wichtigsten Limassol Sehenswürdigkeiten gehören Altstadt, mittelalterliche Burg, alter Hafen, Marina und Molos. Außerhalb der Stadt sollte Kourion nicht fehlen.
Hat Limassol schöne Strände?
Ja. Direkt im Stadtgebiet liegt unter anderem Akti Olympion. In der Umgebung sind Lady’s Mile, Governor’s Beach und verschiedene Strände rund um Agios Tychonas beliebt.
Welcher Strand ist besonders gut für Familien geeignet?
Lady’s Mile besitzt über längere Abschnitte flaches Wasser. Auch Parekklisia Beach ist für seinen relativ flachen Einstieg bekannt.
Lohnt sich Kourion?
Unbedingt. Die antike Stadt gehört zu den eindrucksvollsten archäologischen Anlagen Zyperns. Besonders das Theater und die Lage oberhalb der Küste sind sehenswert.
Welche Dörfer sollte man bei Limassol besuchen?
Besonders beliebt sind Omodos und Lofou. Auch Koilani, Arsos und Vasa Kilaniou gehören zur traditionellen Weinregion.
Kann man Limassol ohne Auto besuchen?
Ja. Für Altstadt, Promenade und zentrale Strände reicht öffentlicher Nahverkehr in Kombination mit Spaziergängen. Für Weindörfer und mehrere abgelegene Sehenswürdigkeiten ist ein Mietwagen jedoch praktischer.
Welcher Flughafen liegt näher an Limassol?
Paphos und Larnaka liegen beide in gut erreichbarer Entfernung. Vom Bereich des alten Hafens sind es ungefähr 59 Kilometer nach Paphos und 67 Kilometer nach Larnaka.
Was sollte man in Limassol essen?
Typisch sind zyprisches Meze, Halloumi, Souvlaki, Souvla, Kleftiko und zahlreiche Gemüse- und Grillgerichte. Dazu passen Weine aus den umliegenden Weinregionen.
Wann ist die beste Reisezeit für Limassol?
Frühling und Herbst sind ideal für eine Mischung aus Stadt, Archäologie und Ausflügen. Der Sommer eignet sich besonders für Strandurlaub, während der Winter für Kultur- und Genussreisen interessant sein kann.
Ist Limassol besser für Stadturlaub oder Badeurlaub geeignet?
Für beides. Genau darin liegt eine der größten Stärken der Stadt. Wer zentral wohnt, kann morgens die Altstadt erkunden und wenige Stunden später am Meer liegen.
Limassol ist dort am schönsten, wo Stadt, Meer und Zyperns Geschichte zusammenkommen
Limassol als Reiseziel lässt sich schwer in eine einzige Kategorie einordnen. Es ist weder nur Badeort noch klassische historische Stadt. Genau diese Mischung macht den Aufenthalt interessant.
Morgens kann man zwischen alten Häusern und der mittelalterlichen Burg durch die Altstadt von Limassol laufen. Danach geht es vorbei an Yachten und Palmen zum Molos und wenige Stunden später liegt man am Strand.
Am nächsten Tag wartet mit Kourion eine antike Stadt über dem Meer, bevor man am dritten Tag zwischen Weinbergen und Steinhäusern durch Omodos oder Lofou läuft.
Gerade deshalb eignet sich Limassol hervorragend für Reisende, die sich nicht zwischen Strandurlaub, Städtereise und Kultururlaub entscheiden möchten. Die Stadt bietet von allem etwas – und wird besonders spannend, sobald man auch die Küste und das bergige Hinterland in die Reise einbezieht.