Luxemburg als Reiseziel – warum dieses Land zwischen Ardennen, Mosel und moderner Hauptstadt viel mehr ist als nur ein Finanzplatz
Wer zum ersten Mal nach Luxemburg fährt, ist oft überrascht, wie abwechslungsreich dieses kleine Großherzogtum ist. Auf der Karte wirkt alles kompakt, vor Ort fühlt es sich aber an, als würdest du ständig die Kulisse wechseln. Du hast Stadt, Schluchten, Wälder, Burgen und Weinberge fast nebeneinander. Genau deshalb lohnt es sich, nicht nur „mal kurz durchzufahren“, sondern dem Land ein paar Tage zu geben.
In der Hauptstadt spazierst du durch eine historische Altstadt, die sich an Felsränder und Täler schmiegt. Von Brücken schaust du tief in grüne Schluchten, während oben auf den Plateaus moderne Viertel und EU Gebäude stehen. Diese Kombination ist typisch Luxemburg. Alt und neu stehen nicht weit auseinander, und du kannst beides an einem Nachmittag erleben, ohne dass es sich hektisch anfühlt.

Und dann kommt der zweite Teil, der viele begeistert. Schon nach einer halben Stunde stehst du vor einer Burg über einem Flusstal oder bist mitten auf einem Wanderweg. Besonders bekannt ist die Luxemburger Schweiz mit ihren Felsenwegen, schmalen Pfaden und Aussichtspunkten, die überraschend spektakulär wirken. Du brauchst dafür keine alpine Kondition, aber du bekommst trotzdem dieses Gefühl von Natur und Abenteuer, das man in einem so kleinen Land oft nicht erwartet.
Dazwischen liegen Weinberge an der Mosel, kleine Dörfer, ruhige Täler und im Süden eine Portion Industriegeschichte. Gerade dort siehst du, wie sich Regionen verändern können, weil alte Industrieflächen heute oft anders genutzt werden und trotzdem ihren Charakter behalten. Insgesamt ist Luxemburg sehr grün, und du hast ständig die Option, spontan noch eine kurze Runde in der Natur einzubauen.
Luxemburg hat knapp 680.000 Einwohner und ist damit eines der kleineren Länder Europas, aber mit sehr internationaler Bevölkerung. Drei Amtssprachen gehören zum Alltag, und du hörst oft mehrere Sprachen in einem Café. Dazu kommen kurze Wege und ein öffentlicher Verkehr, der kostenlos ist. Das macht Reisen angenehm unkompliziert, weil du nicht ständig rechnen musst und vieles spontan entscheiden kannst.

Wenn du Städtetrip, Burgen, Wanderungen und gutes Essen gern kombinierst, lohnt sich Luxemburg als eigenes Reiseziel. Du bekommst viel Abwechslung ohne langen Aufwand. Und genau das macht den Charme aus. Klein, aber voller Möglichkeiten.
Allgemeines: Lage, Einwohner und Charakter
Luxemburg liegt zwischen Belgien, Deutschland und Frankreich und ist nur rund 2.600 Quadratkilometer groß. Genau das macht Reisen hier so angenehm, weil du selten lange Strecken hast. Du kannst an einem Tag Stadt, Natur und kleine Orte kombinieren, ohne dass es sich nach viel Fahrerei anfühlt. Die Hauptstadt Luxemburg Stadt hat gut 130.000 Einwohner. Der Rest verteilt sich auf kleinere Städte, Dörfer und ländliche Regionen, in denen das Leben oft sehr ruhig wirkt.
Offizielle Sprachen sind Luxemburgisch, Französisch und Deutsch. Im Alltag hörst du zusätzlich viel Englisch, besonders in Luxemburg Stadt und in Bereichen mit internationalem Publikum. Als Besucher ist das praktisch, weil du dich schnell zurechtfindest. Gleichzeitig merkst du, dass Luxemburg sprachlich und kulturell eine eigene Mischung ist, die man so in keinem Nachbarland genauso findet.

Luxemburg ist bekannt als Finanz und EU Standort und als Sitz wichtiger Institutionen, darunter auch der Europäische Gerichtshof. Trotzdem wirkt das Land außerhalb der modernen Bürowelt erstaunlich grün und entspannt. Du brauchst oft nur ein paar Minuten, um von Glasfassaden in Parks, an Flussufer oder in kleine Gassen zu kommen, in denen alles viel langsamer wirkt.
Landschaftlich ist Luxemburg klein, aber sehr abwechslungsreich. Im Norden dominieren die Ardennen mit Wäldern und Hügeln, ideal für Wanderungen und Aussichtspunkte. Im Osten liegt das Felsenland des Müllerthals, mit Schluchten, Felsformationen und verwinkelten Wegen. Im Südosten prägt die Mosel die Region, mit Weinbergen, Winzerorten und einer gemütlichen Genuss Stimmung.
Im Süden findest du die ehemalige Industrieregion mit Tagebauen und Stahlgeschichte. Dort siehst du, wie sich eine Region verändert hat und wie Industrie und Natur heute nebeneinanderstehen. Genau dieser Mix macht Luxemburg so interessant. Es ist klein, aber fühlt sich an, als würdest du mehrere Reisearten in einem Land bekommen.
Anreise und Infrastruktur: klein, gut angebunden und kostenloser ÖPNV
Aus Deutschland kommst du sehr bequem nach Luxemburg, vor allem mit dem Auto. Viele fahren über Trier, Saarbrücken oder durch die Eifel. Autobahnen und Schnellstraßen sind gut ausgebaut, und weil das Land klein ist, bist du nach der Grenze oft schnell dort, wo du hinwillst. Parken klappt in Städten meist über Parkhäuser oder ausgewiesene Zonen, und wenn du eher ländlich übernachtest, ist es meistens unkompliziert.

Mit der Bahn reist du zum Beispiel über Koblenz und Trier oder über Saarbrücken und Metz nach Luxemburg Stadt. Von dort kommst du mit Regionalzügen und Bussen weiter in fast alle Regionen, auch wenn manche Naturspots am besten mit einer kurzen Kombination aus Bus plus Spaziergang funktionieren. Für einen Städtetrip ist der Zug besonders entspannt, weil du direkt im Zentrum ankommst und vor Ort kein Auto brauchst.
Wenn du fliegst, landest du am Flughafen Luxemburg Findel, nur wenige Kilometer außerhalb der Hauptstadt. Von dort bringen dich Buslinien ins Zentrum, und du bist schnell in der Stadt, ohne lange Transfers. Das ist praktisch, wenn du Luxemburg mit einem anderen Ziel kombinierst oder wenig Zeit hast.
Eine Besonderheit ist der kostenlose öffentliche Verkehr. Seit 2020 kannst du Busse, nationale Züge und die Straßenbahn in der Hauptstadt ohne Ticket nutzen, nur für die erste Klasse im Zug zahlst du extra. Für dich als Besucher heißt das, du kannst spontan losziehen, ohne ständig an Tarife zu denken. Das macht Tagesausflüge leicht, egal ob du Burgen, Wandergebiete oder Nachbarorte ansteuern willst.

In Luxemburg Stadt ergänzt eine moderne Tram das Busnetz. Dazu kommen praktische Helfer, die die Stadt sehr bequem machen, weil sie auf mehreren Ebenen liegt. Es gibt einen Panoramaaufzug nach Pfaffenthal und Rolltreppen, die Ober und Unterstadt verbinden. So sparst du dir viele Höhenmeter und bist trotzdem schnell von einem Viertel ins andere.
Für Ausflüge nach deinem eigenen Rhythmus ist ein Auto oder Camper trotzdem praktisch, besonders wenn du abgelegene Startpunkte für Wanderungen oder mehrere Stopps an einem Tag planst. Wirklich nötig ist es aber nicht unbedingt, weil der öffentliche Verkehr so gut nutzbar ist und dir viel Freiheit gibt.
Luxemburg-Stadt: Festungen, Schluchten und Museen
Die Hauptstadt ist für viele der erste Kontakt mit Luxemburg. Und sie überrascht sofort, weil sie nicht wie eine typische „kleine Hauptstadt“ wirkt. Luxemburg Stadt liegt spektakulär auf einem Plateau, das von tiefen Tälern der Flüsse Pétrusse und Alzette durchschnitten wird. Du hast ständig Ebenenwechsel, Brückenblicke und plötzlich richtig viel Tiefe in der Landschaft, obwohl du mitten in der Stadt stehst.
Ein perfekter Einstieg ist die Promenade Chemin de la Corniche. Von dort schaust du wie von einem Balkon hinunter ins Tal und auf den Stadtteil Grund, wo die Häuser direkt am Fluss kleben. Das ist einer dieser Orte, an denen du automatisch langsamer wirst, weil der Blick so schön ist. Wenn du dann weitergehst, landest du bei den Bock-Kasematten. Dieses System aus ehemaligen Verteidigungsgängen im Felsen macht greifbar, warum Luxemburg lange als eine der stärksten Festungen Europas galt. Es fühlt sich ein bisschen wie ein Stadtspaziergang mit Geheimtür an, weil du plötzlich in die Tiefe verschwindest und wieder auftauchst.

In der Oberstadt liegen die Klassiker nah beieinander. Du siehst den großherzoglichen Palast, die Kathedrale Notre Dame und das Rathaus. Rundherum liegen Plätze wie Place d’Armes und Place Guillaume II, auf denen man sehr gut sitzen kann, um die Stadt einfach wirken zu lassen. Hier ist die Stimmung eher elegant und ruhig. Tagsüber mit Kaffee und Menschen schauen. Abends mit einem Drink und warmem Licht zwischen den Fassaden.
Ganz anders wirkt Kirchberg. Dort stehen moderne Architektur, große Boulevards, EU Gebäude und mehrere Museen. Besonders spannend ist das MUDAM für zeitgenössische Kunst, und das Musée Dräi Eechelen, das in einer alten Festung sitzt und genau diesen Kontrast aus Geschichte und Gegenwart gut zeigt. Wenn du tiefer in die Vergangenheit willst, passt das Nationale Museum für Geschichte und Kunst, das MNHA, in der Altstadt. Dort bekommst du einen Bogen von Kelten und Römern bis zur jüngeren Geschichte, gut gemacht und nicht trocken.
Am Abend lohnt sich ein Spaziergang, weil die Stadt dann richtig stimmungsvoll wird. Die beleuchtete Oberstadt wirkt wie eine Kulisse, und unten im Grund und in Clausen reiht sich Gastronomie aneinander. Du kannst am Fluss entlanglaufen, kurz in eine Bar gehen und danach wieder hoch, ohne dass es anstrengend wird. Mit dem kostenlosen ÖPNV und den Liften wechselst du bequem zwischen oben und unten. So fühlt sich Luxemburg Stadt gleichzeitig kompakt und spektakulär an.
Ausflugsziele: Burgen, Felsenwege und Moselwein
Trotz kleiner Fläche hat Luxemburg sehr unterschiedliche Regionen, und jede fühlt sich ein bisschen anders an. Du kannst an einem Wochenende mehrere Stimmungen mitnehmen, weil die Wege kurz sind und der Wechsel schnell passiert. Genau das macht das Land so reizvoll, wenn du gern kombinierst.
Im Norden, in der Éislek Region, ragen Burgen und Schlösser über Täler und Flüsse. Das ist Luxemburg in seiner „Märchen“ Version, mit viel Grün, Blicken von oben und Orten, die sich richtig historisch anfühlen. Vianden ist hier ein Star. Die fast vollständig restaurierte Burg gehört zu den schönsten Zielen, und der Ort darunter wirkt mit seinen Gassen und Cafés sehr gemütlich. Wenn du willst, nimmst du die Seilbahn dazu und schaust dir das Tal von oben an. Clervaux ist ebenfalls stark, mit Schloss, Abtei und der UNESCO Fotoausstellung „The Family of Man“, die überraschend berührt, selbst wenn du sonst nicht der Museumstyp bist. Dazu kommen weitere Burgen wie Bourscheid und Beaufort, bei denen du Ruinenflair und Natur sehr gut verbinden kannst.

Im Müllerthal, oft Luxemburger Schweiz genannt, wird es dann richtig wanderfreundlich. Du läufst durch Sandsteinfelsen, enge Schluchten und Wälder, und die Wege fühlen sich manchmal an wie ein kleines Felsenlabyrinth. Der Schiessentümpel Wasserfall mit seiner Brücke ist ein bekannter Fotostopp, aber das Müllerthal lebt vor allem von den vielen kleinen Abschnitten dazwischen. Du gehst um Felsen herum, durch schmale Passagen und kommst immer wieder zu Aussichtspunkten, von denen du weit über Täler und Felder schaust.
An der Mosel verändert sich die Stimmung komplett. Hier bestimmen Weinberge, Winzerdörfer und der Fluss das Bild. Orte wie Remich oder Grevenmacher sind perfekt, wenn du Genuss und Bewegung verbinden willst. Du kannst am Ufer radeln, eine Schifffahrt machen oder einfach in einer Straußwirtschaft sitzen und Crémant oder Weißwein probieren. Diese Region wirkt ruhiger, sonniger und ein bisschen südlicher als der Norden.
Im Süden, in der Minette Region rund um Esch sur Alzette und Belval, triffst du auf die industrielle Seite des Landes. Ehemalige Hochöfen, alte Industrieflächen und neu gestaltete Parks zeigen dir, wie stark sich Luxemburg verändert hat. Belval wirkt modern, fast futuristisch, und gleichzeitig siehst du überall Spuren der Stahlgeschichte. Genau diese Mischung aus Umnutzung, Kultur und neuer Architektur ist spannend, weil sie Luxemburg nicht nur „romantisch“, sondern auch modern und kreativ zeigt.
Unterm Strich bekommst du in Luxemburg viel Abwechslung auf kleinem Raum. Burgen, Felsenwege, Wein und Industriegeschichte liegen nah beieinander. Dadurch lassen sich Tagesausflüge sehr flexibel planen, und du kannst das Land genau nach deinem Tempo erleben.
Essen und Trinken: Zwischen deftiger Küche und Moselwein
Die luxemburgische Küche ist eine Mischung aus deutscher, französischer und belgischer Tradition, aber sie hat eigene Akzente, die du schnell schmeckst. Oft ist sie herzhaft, bodenständig und trotzdem nicht schwerfällig, weil viele Gerichte mit guten Zutaten und klaren Aromen arbeiten. Und genau das passt zu Luxemburg. Es ist international, aber trotzdem sehr verwurzelt.

Ein Klassiker ist Judd mat Gaardebounen, geräucherter Schweinehals mit Saubohnen. Das ist ein Gericht, das nach Heimatküche schmeckt und besonders gut in der kühleren Jahreszeit passt. Ebenfalls typisch ist Bouneschlupp, eine Bohnensuppe, die oft sättigend ist und sich perfekt als Mittagessen nach einer Wanderung anfühlt. Dazu kommen Kniddelen, also Mehlklöße, die je nach Variante mit Speck, Sahnesoße oder auch etwas leichter serviert werden. Viele Restaurants bieten solche Gerichte an, weil sie einfach dazugehören.
Wenn du über Märkte schlenderst oder im Winter auf Weihnachtsmärkten unterwegs bist, solltest du Gromperekichelcher probieren. Das sind knusprige Kartoffelpuffer, meist frisch aus der Pfanne, oft mit Apfelmus. Das ist kein großes Gourmetprogramm, aber genau das Richtige, wenn es kalt ist und du etwas Warmes auf die Hand willst. Süß wird es mit Quetschentaart, einer Zwetschgentarte, und anderen Obstkuchen, die in Cafés oft erstaunlich gut sind, weil hier Backtradition wirklich gelebt wird.
An der Mosel spielt dann der Genuss eine andere Rolle. Hier entstehen feine Weißweine, vor allem aus Riesling, Auxerrois und Pinot Blanc. Sehr typisch ist Crémant de Luxembourg, ein spritziger Schaumwein, der gern als Aperitif getrunken wird und perfekt zur entspannten Mosel Stimmung passt. Wenn du in Winzerorten unterwegs bist, lohnt sich eine kleine Verkostung, weil du die Unterschiede zwischen den Lagen oft gut schmeckst.
Dazu kommen lokale Biere und eine wachsende Craft Szene, die in den letzten Jahren sichtbarer geworden ist. In Luxemburg Stadt und größeren Orten findest du gastronomisch fast alles, vom unkomplizierten Bistro bis zur gehobenen Küche. Viele Restaurants kochen saisonal und verbinden regionale Produkte mit moderner Präsentation. So kannst du an einem Tag klassisch deftig essen und am nächsten Abend etwas Feines, ohne die Stadt oder Region wechseln zu müssen.
Beste Reisezeit: Frühling, Sommer und Advent
Luxemburg hat ein gemäßigtes Klima mit relativ milden Sommern und eher kühlen Wintern. Viele mögen als beste Reisezeit die Monate von Mai bis Oktober, weil du dann angenehme Temperaturen hast und die Natur besonders schön wirkt. Gerade in den Ardennen, im Müllerthal und an der Mosel macht draußen sein dann am meisten Spaß, weil Wege trocken sind und die Tage lang bleiben.

Im Frühling fühlt sich Luxemburg frisch und klar an. Die Wälder werden grün, an der Mosel startet die Saison, und du kannst Wanderungen gut planen, ohne Hitze. Der Sommer ist meist warm, aber selten extrem. Das ist angenehm für Stadtspaziergänge, Burgenbesuche und längere Touren. Dazu kommen viele Open Air Events, Stadtfeste und Konzerte, besonders in Luxemburg Stadt, aber auch in kleineren Orten, wo es oft überraschend gemütlich ist.
Der Herbst ist für viele fast die schönste Zeit. Das Licht wird weicher, die Wälder färben sich, und an der Mosel passt die Stimmung perfekt zu Wein und langen Nachmittagen. Außerdem sind die Wege oft weniger voll, was gerade im Müllerthal ein großer Pluspunkt sein kann. Wenn du gern wanderst, ist Frühling oder Herbst meistens die beste Wahl, weil du entspannt unterwegs bist und nicht ständig nach Schatten suchen musst.
Der Winter ist kälter, teils neblig und insgesamt ruhiger, hat aber seinen eigenen Charme. In der Hauptstadt verwandeln Weihnachtsmärkte Plätze wie Place d’Armes und Place de la Constitution in eine kleine Winterwelt mit Lichtern, Ständen und oft auch einer Eisbahn. Das wirkt besonders schön, weil die Altstadt am Abend sehr stimmungsvoll beleuchtet ist und du vieles gut zu Fuß erreichen kannst.
In den Ardennen sind Winterspaziergänge bei passenden Bedingungen möglich, und manchmal klappt sogar Langlauf, wenn genug Schnee liegt. Burgen wie Vianden wirken im Winter fast wie aus einem Märchen, weil die Landschaft dann rauer und stiller ist. Wenn du Märkte, Lichter und eine entspannte Stadt magst, ist der Advent eine richtig schöne Zeit. Wenn du die Natur aktiv erleben willst, nimm lieber Frühjahr oder Herbst, dann bekommst du Luxemburg von seiner beweglichsten Seite.
Preise und Lebenshaltung: nicht günstig, aber gut planbar
Luxemburg gehört zu den Ländern mit sehr hohem Pro Kopf Einkommen in Europa, und das merkst du als Besucher. Hotels, Restaurantbesuche und generell vieles rund ums Ausgehen liegen oft über dem Niveau vieler Nachbarregionen. Vor allem in Luxemburg Stadt und an beliebten Ausflugsorten kann es schnell teuer werden, wenn du jeden Tag zentral wohnst und immer abends essen gehst. Gleichzeitig ist es ein Land, in dem du mit ein paar einfachen Tricks gut gegensteuern kannst.

Ein großer Vorteil ist der kostenlose öffentliche Verkehr. Busse, Tram und nationale Züge kannst du ohne Ticket nutzen. Damit sparst du sofort Geld und bist trotzdem flexibel. Du kannst dir also auch eine Unterkunft etwas außerhalb suchen und bequem reinfahren, ohne dass sich das wie ein Extra Aufwand anfühlt. Gerade bei mehreren Tagen macht das einen spürbaren Unterschied.
Beim Essen hilft es, den Tag schlau zu bauen. In Supermärkten und Bäckereien bekommst du Snacks, belegte Brötchen und einfache Mahlzeiten oft zu moderaten Preisen. Viele Cafés und Bistros haben Mittagsmenüs, die deutlich günstiger sind als die Abendkarte. Wenn du abends trotzdem schön essen willst, mach es nicht jeden Tag, sondern setz dir ein oder zwei Genussabende als Highlight.
Sehr praktisch sind Ferienwohnungen oder Hotels mit kleiner Küche. Dann kannst du Frühstück oder ein einfaches Abendessen selbst machen und musst nicht jede Mahlzeit unterwegs bezahlen. Ein Picknick funktioniert in Luxemburg auch gut, weil es viele Parks, Flussufer und Aussichtspunkte gibt, an denen du schön sitzen kannst.
Museen und Burgen kosten Eintritt, und das summiert sich, wenn du viel sehen willst. Hier kann die Luxembourg Card sinnvoll sein. Du bekommst je nach Variante für ein bis drei Tage freien oder vergünstigten Zugang zu vielen Sehenswürdigkeiten und kannst gleichzeitig den Nahverkehr nutzen. Wenn du mehrere Highlights in kurzer Zeit planst, rechnet sich das oft.
Unterm Strich ist Luxemburg kein Billigziel. Aber es ist sehr gut organisiert, und genau dadurch kannst du dein Budget gut steuern. Wenn du Unterkunft und Essen etwas vorausplanst, lässt sich der Aufenthalt problemlos anpassen, ohne dass du auf die schönen Dinge verzichten musst.
Was du erlebt haben solltest
Einige Erlebnisse gehören für viele einfach zu einem Luxemburg Trip dazu, weil sie das Land in kurzer Zeit sehr gut zeigen. Du bekommst Stadt, Geschichte, Natur und Genuss, ohne dass du dafür lange Strecken planen musst. Wenn du nur ein paar Tage hast, sind das perfekte Bausteine, die sich gut kombinieren lassen.
In Luxemburg Stadt ist ein Spaziergang auf der Corniche fast Pflicht. Du stehst oben wie auf einem Balkon und schaust tief in die Täler hinein, besonders Richtung Grund. Wenn du danach die Kasematten besuchst, verstehst du schnell, warum die Stadt als Festungsanlage so berühmt war und warum sie UNESCO Welterbe ist. Das fühlt sich an wie ein Perspektivwechsel, weil du erst die Weite siehst und dann plötzlich in den Fels hineinläufst.
Für das klassische Burggefühl lohnt sich ein Tagesausflug nach Vianden. Die Burgbesichtigung ist beeindruckend, und der Ort darunter ist genau richtig, um danach noch gemütlich einen Kaffee zu trinken und durch die kleinen Gassen zu gehen. Das ist so ein Ausflug, der nicht anstrengend ist, aber trotzdem nach „ich war richtig weg“ wirkt.
Wenn du gern wanderst und Fotomotive suchst, ist das Müllerthal ideal. Die Felsenwege, Schluchten und Waldabschnitte wirken teilweise fast wie ein kleines Abenteuer, ohne dass du extremes Terrain brauchst. Gerade bei gutem Licht ist das eine Region, in der du automatisch öfter stehen bleibst, weil jede Kurve anders aussieht.
An der Mosel darf Genuss nicht fehlen. Eine Weinprobe oder ein Glas Crémant mit Blick auf die Reben passt perfekt, weil die Stimmung dort ruhiger ist und du sofort in dieses „langsamer werden“ kommst. Radwege am Fluss und kleine Winzerorte machen es leicht, den Tag entspannt zu gestalten.

Zurück in Luxemburg Stadt lohnt sich am Abend ein Spaziergang durch die Oberstadt. Die beleuchteten Brücken und Mauern wirken dann besonders stimmungsvoll, und du kannst den Tag in einem Restaurant oder einer Brasserie ausklingen lassen, ohne viel planen zu müssen. Im Winter kommen die Weihnachtsmärkte dazu, mit Gromperekichelcher und Glühwein, was der Stadt eine gemütliche Seite gibt.
Dank des kostenlosen ÖPNV erreichst du diese Highlights auch ohne Auto ziemlich bequem. Du kannst also flexibel bleiben, spontan umplanen und trotzdem viel sehen, ohne dass die Logistik dich stresst.
Deine Reise nach Luxemburg
Luxemburg ist ein Reiseziel für alle, die kompakte Wege, viel Natur, Burgen und eine überraschend vielfältige Hauptstadt mögen. Das Land ist klein, aber es fühlt sich nicht klein an, weil du ständig neue Landschaften und Stimmungen bekommst. Du bist schnell von Stadt zu Wald, von Festungsmauer zu Flusstal, von Museum zu Wanderweg. Genau diese Mischung macht Luxemburg so angenehm, besonders wenn du nicht nur an einem Ort bleiben willst.
Du kannst morgens in Luxemburg Stadt durch Festungsreste, Altstadtgassen und moderne Viertel laufen. Du nimmst dir einen Kaffee auf einem Platz, schaust in die Täler und hast in kurzer Zeit sehr viele Perspektiven. Mittags steigst du in den Zug und bist schnell in der Ardennen Region oder im Müllerthal. Dort läuft alles ruhiger, grüner und natürlicher, und du merkst sofort, dass Luxemburg nicht nur Hauptstadt ist, sondern vor allem Landschaft.
Am Nachmittag passt eine Burg oder ein Felsenpfad perfekt. Du musst dafür keinen ganzen Wandertag planen. Oft reichen ein paar Stunden, um wirklich draußen zu sein und trotzdem entspannt zu bleiben. Und abends sitzt du wieder in einem Restaurant in der Stadt oder in einem Winzerort, als wärst du den ganzen Tag nicht viel gefahren. Luxemburg ist eben kompakt und dadurch sehr bequem.

Vielleicht kombinierst du Luxemburg mit Trier, Metz oder der Eifel, weil alles nah ist und sich gut verbindet. Vielleicht nimmst du dir aber auch bewusst ein paar Tage nur für dieses kleine Land, weil du merkst, wie angenehm es ist, ohne großen Aufwand viel zu erleben. Luxemburg ist nicht laut und nicht überladen. Es ist eher das Reiseziel, das dich überrascht, weil es leise funktioniert und trotzdem viel bietet.
Warst du schon einmal in Luxemburg oder bist du vielleicht schon durchgefahren? Was würdest du dort gern erleben oder hast du schon erlebt? Wir freuen uns jederzeit über deine Kommentare und deine persönlichen Tipps zu Luxemburg als Reiseziel.