Mallorcas Osten: Diese 4 Sehenswürdigkeiten sollte man gesehen haben

Sandiger Wanderweg mit Holzgeländer durch einen lichten Pinienwald im Naturpark Mondragó auf Mallorca

Von den Drachenhöhlen bis Mondragó: 4 Highlights im Osten Mallorcas

Mallorcas Osten wird häufig mit langen Sandstränden, kleinen Buchten und bekannten Ferienorten wie Cala Millor, Cala Ratjada oder Porto Cristo verbunden. Doch zwischen Küste und Hinterland liegen auch einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten Mallorcas. Unterirdische Höhlensysteme, mittelalterliche Festungen, geschützte Küstenlandschaften und jahrhundertealte Wehrtürme erzählen dabei ganz unterschiedliche Geschichten über die Insel.

Stalaktiten und ein unterirdischer See in den Cuevas del Drach auf Mallorca
Cuevas del Drach – Faszinierende Tropfsteinhöhlen auf Mallorca mit unterirdischem See – Bildnachweis: Artush Stock-Datei-ID: 2183730705

Wer im Osten Mallorcas Urlaub macht, kann diese Ziele gut auf mehrere Ausflugstage verteilen. Die Cuevas del Drach führen tief unter die Erde, das Castell de Capdepera eröffnet weite Blicke über den Nordosten und der Parc Natural de Mondragó zeigt eine weitgehend geschützte Seite der Küste. Mit dem Torre de Canyamel kommt schließlich ein historisches Bauwerk hinzu, das eindrucksvoll an die bewegte Vergangenheit der Region erinnert.

Cuevas del Drach

Die Cuevas del Drach in Porto Cristo gehören zu den bekanntesten Höhlen Mallorcas. Das weitläufige Höhlensystem entstand über lange Zeit durch die Wirkung von Wasser im Kalkstein und beeindruckt heute mit zahlreichen Stalaktiten, Stalagmiten und großen unterirdischen Räumen. Während eines Rundgangs verändert sich die Landschaft immer wieder, sodass sich hinter einzelnen Durchgängen neue Formationen und Höhlenbereiche öffnen.

Cuevas Del Drach in Porto Cristo - Bildnachweis: Marcel Rübesam
Cuevas Del Drach in Porto Cristo – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Eine der größten Besonderheiten befindet sich tief im Inneren der Höhle. Der Lago Martel zählt zu den bekanntesten unterirdischen Seen der Insel und bildet einen Höhepunkt des Besuchs. Zum klassischen Besichtigungsprogramm gehört eine musikalische Darbietung am See, bei der die außergewöhnliche Akustik und Beleuchtung der Höhle eine besondere Atmosphäre schaffen.

Für den Besuch sollte etwas Zeit eingeplant werden, denn die Cuevas del Drach sind kein Ort für einen schnellen Fotostopp. Die Wege führen über Treppen und teilweise feuchte Bereiche, weshalb bequeme und rutschfeste Schuhe sinnvoll sind. Im Inneren herrschen außerdem andere Temperaturen als draußen, was besonders an heißen Sommertagen deutlich zu spüren ist.

Da die Drachenhöhlen zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Mallorcas gehören, kann es während der Hauptreisezeit entsprechend voll werden. Tickets, Besuchszeiten und aktuelle Regelungen sollte man deshalb vor dem Ausflug direkt beim Betreiber überprüfen. Anschließend lohnt sich ein Abstecher nach Porto Cristo, wo man am Hafen entlanglaufen oder den restlichen Tag am Meer verbringen kann.

Porto Cristo bietet sich außerdem als Ausgangspunkt für weitere Ziele entlang der Ostküste an. Wer mit dem Auto unterwegs ist, erreicht von hier aus beispielsweise kleinere Buchten und Orte rund um Manacor. Dadurch lassen sich die Cuevas del Drach hervorragend in einen ganzen Ausflugstag integrieren, ohne ausschließlich wegen der Höhlen in die Region zu fahren.

unterirdischer See Cuevas Del Drach - Bildnachweis: Marcel Rübesam
unterirdischer See Cuevas Del Drach – Bildnachweis: Marcel Rübesam

Castell de Capdepera

Hoch über dem gleichnamigen Ort erhebt sich das Castell de Capdepera und gehört schon aufgrund seiner Lage zu den eindrucksvollsten historischen Bauwerken im Osten Mallorcas. Die befestigte Anlage entstand im Mittelalter und diente dazu, die Bevölkerung und die strategisch wichtige Region im Nordosten der Insel zu schützen. Bis heute sind große Teile der Mauern erhalten und lassen erahnen, wie mächtig die Befestigung einst gewirkt haben muss.

Der Uhrenturm vom Castell de Capdepera - Bildnachweis: MarkusBeck Stock-Datei-ID: 2177746374 – Lizenz vom: 26.05.2025
Der Uhrenturm vom Castell de Capdepera – Bildnachweis: MarkusBeck Stock-Datei-ID: 2177746374 – Lizenz vom: 26.05.2025

Bereits der Aufstieg durch Capdepera gehört zum Besuch dazu. Die Straßen werden auf dem Weg zur Burg teilweise steiler, bevor man die mächtigen Mauern erreicht. Oben angekommen eröffnet sich bei klarer Sicht ein weiter Blick über Capdepera, das Umland und Teile der Küste. Gerade dieser Wechsel zwischen Geschichte und Panorama macht das Castell auch für Besucher interessant, die normalerweise keine großen Burgenfans sind.

Innerhalb der Anlage kann man entlang der Mauern laufen und verschiedene historische Bereiche entdecken. Besonders markant ist die kleine Kirche innerhalb der Befestigung. Wer sich etwas Zeit nimmt, erkennt schnell, dass das Castell nicht nur eine einzelne Burg war, sondern über lange Zeit eng mit der Entwicklung des Ortes verbunden gewesen ist.

Capdepera selbst sollte man anschließend ebenfalls nicht sofort wieder verlassen. Rund um die unteren Straßen und Plätze findet man Cafés, Restaurants und traditionelle Häuser, während es nur wenige Kilometer bis zur Küste ist. Dadurch lässt sich der Besuch beispielsweise mit Cala Ratjada, Cala Agulla oder Canyamel verbinden.

Wer das Castell während der warmen Monate besucht, sollte den Aufstieg möglichst nicht unterschätzen. In der Mittagssonne kann es schnell heiß werden und innerhalb der offenen Bereiche gibt es nicht überall Schatten. Wasser, Sonnenschutz und bequeme Schuhe gehören deshalb zur sinnvollen Ausstattung für diesen Ausflug.

Wunderschöne Aussicht vom Castell de Capdepera - Bildnachweis: cinoby Stock-Datei-ID: 1894883659 – Lizenz vom: 26.05.2025
Wunderschöne Aussicht vom Castell de Capdepera – Bildnachweis: cinoby Stock-Datei-ID: 1894883659 – Lizenz vom: 26.05.2025

Parc Natural de Mondragó

Im Südosten Mallorcas zeigt der Parc Natural de Mondragó eine vollkommen andere Seite der Insel. Das geschützte Gebiet verbindet mediterrane Vegetation, felsige Küstenabschnitte, Wanderwege und mehrere wunderschöne Buchten miteinander. Obwohl die Strände längst keine Geheimtipps mehr sind, konnte sich rundherum eine Landschaft erhalten, die sich deutlich von dicht bebauten Ferienküsten unterscheidet.

Natürlicher Wanderweg im Wald des Parc natural de Mondraga - Bildnachweis: Arkadij Schell Stock-Datei-ID: 1296608885 – Lizenz vom: 26.05.2025
Natürlicher Wanderweg im Wald des Parc natural de Mondraga – Bildnachweis: Arkadij Schell Stock-Datei-ID: 1296608885 – Lizenz vom: 26.05.2025

Zu den bekanntesten Badeplätzen gehört die Bucht, die häufig einfach als Cala Mondragó bezeichnet wird und deren Strand als Caló de sa Font de n’Alis bekannt ist. Nicht weit entfernt liegt s’Amarador, eine größere Bucht mit hellem Sand und klarem Wasser. Beide lassen sich über einen kurzen Weg entlang der Küste miteinander verbinden, sodass Besucher nicht den gesamten Tag an einem einzigen Strand verbringen müssen.

Wer Mondragó ausschließlich als Badeziel betrachtet, verpasst allerdings einen wichtigen Teil des Naturparks. Mehrere Wege führen durch Pinienbestände, mediterrane Vegetation und entlang der felsigen Küste. Unterwegs eröffnen sich immer wieder Ausblicke auf kleine Buchten und das Meer, weshalb sich ein Besuch besonders im Frühling und Herbst gut mit einer Wanderung verbinden lässt.

Während des Sommers können die bekannten Strandbereiche stark besucht sein. Ein früher Start ist deshalb empfehlenswert, insbesondere wenn man anschließend noch einen Spaziergang durch den Naturpark unternehmen möchte. Aktuelle Informationen zu Parkmöglichkeiten, Zufahrten und möglichen saisonalen Verkehrsangeboten sollte man vor dem Besuch überprüfen.

Auch beim Baden lohnt ein Blick auf die Natur. An den Stränden können Reste von Posidonia-Seegras liegen, das ein wichtiger Bestandteil des mediterranen Ökosystems ist und zum Schutz der Küste beiträgt. Naturstrände müssen deshalb nicht immer aussehen wie frisch gereinigte Hotelstrände – gerade Mondragó lebt davon, dass Landschaft und Küstenökosystem möglichst geschützt bleiben.

Torre de Canyamel

Der Torre de Canyamel gehört zu den markantesten historischen Bauwerken im Nordosten Mallorcas. Der massive Wehrturm steht etwas landeinwärts zwischen Capdepera und der Küste von Canyamel und wirkt mit seinen dicken Steinmauern fast wie eine kleine Festung. Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, als solche befestigten Anlagen für Schutz und Kontrolle der umliegenden Ländereien von großer Bedeutung waren.

Torre de Canyamel - Bildnachweis: Karel Stipek Stock-Datei-ID: 1146883234 – Lizenz vom: 26.05.2025
Torre de Canyamel – Bildnachweis: Karel Stipek Stock-Datei-ID: 1146883234 – Lizenz vom: 26.05.2025

Schon von außen fällt die ungewöhnlich wuchtige Bauweise auf. Anders als die schlanken Küstenwachtürme, die man an vielen Stellen Mallorcas findet, besitzt der Torre de Canyamel einen deutlich massiveren Charakter. Das Gebäude erinnert daran, dass die Insel über Jahrhunderte immer wieder mit Angriffen und Unsicherheit entlang ihrer Küsten konfrontiert war.

Wer das Innere besichtigen kann, bekommt einen noch besseren Eindruck von der Konstruktion und den verschiedenen Ebenen des Turms. Dicke Mauern, historische Räume und der Blick aus den oberen Bereichen machen den Besuch besonders für Geschichtsinteressierte spannend. Da Zugänglichkeit und Öffnungszeiten Veränderungen unterliegen können, sollten die aktuellen Besuchsbedingungen vor dem Ausflug geprüft werden.

Der Torre lässt sich hervorragend mit anderen Zielen im Nordosten verbinden. Canyamel und sein Strand liegen nicht weit entfernt, ebenso das Castell de Capdepera und Cala Ratjada. Dadurch können das Castell de Capdepera und der Torre de Canyamel sogar gemeinsam an einem Tag besucht werden, wenn man historische Sehenswürdigkeiten mit einem Aufenthalt an der Küste kombinieren möchte.

Auch die Umgebung selbst ist reizvoll. Zwischen Feldern, bewaldeten Hügeln und der nahen Küste zeigt sich hier eine ruhigere Seite des Nordostens. Wer nicht nur die großen Ferienorte besuchen möchte, bekommt rund um Canyamel einen guten Eindruck davon, wie schnell sich die Landschaft auf Mallorca bereits wenige Kilometer hinter der Küste verändern kann.

Diese vier Sehenswürdigkeiten zeigen, wie abwechslungsreich der Osten Mallorcas ist. In Porto Cristo geht es tief unter die Erde, während das Castell de Capdepera hoch über der Landschaft liegt. Mondragó verbindet Natur und Meer, und der Torre de Canyamel erinnert an eine Zeit, in der massive Befestigungen zum Schutz der Bevölkerung und der Ländereien notwendig waren.

Man muss deshalb nicht versuchen, alle vier Ziele an einem einzigen Tag abzuhaken. Sinnvoller ist es, die Cuevas del Drach mit Porto Cristo, Mondragó mit Santanyí oder Portopetro und das Castell de Capdepera mit dem Torre de Canyamel und der nordöstlichen Küste zu verbinden. So bleibt genügend Zeit, neben den Sehenswürdigkeiten auch die Orte, Strände und Landschaften der jeweiligen Region kennenzulernen.

Gerade darin liegt der Reiz des Ostens: Zwischen zwei bekannten Ferienorten warten historische Gebäude, Naturparks und Landschaften, die mit einem klassischen Strandurlaub wenig zu tun haben. Wer während seines Mallorca-Urlaubs ein oder zwei Tage für Ausflüge reserviert, kann deshalb eine vollkommen andere Seite der Insel erleben.

Welche dieser vier Sehenswürdigkeiten im Osten Mallorcas kennt ihr bereits? Habt ihr noch einen Ausflugstipp zwischen Porto Cristo, Santanyí, Canyamel und Capdepera, den andere Mallorca-Urlauber unbedingt kennen sollten? Schreibt eure Erfahrungen und persönlichen Tipps gerne in die Kommentare.

AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.