Mallorcas Südwesten: Märkte, Buchten und besondere Ausflugsziele

Blick auf Cala Fornells mit kristallklarem Wasser, Booten, Ferienhäusern an der Steilküste und üppiger Vegetation

Mallorcas Südwesten: Sant Elm, Andratx, Port d’Andratx und Peguera

Zwischen langen Sandstränden, kleinen Buchten und den ersten Bergen der Serra de Tramuntana zeigt sich Mallorcas Südwesten ausgesprochen vielseitig. Während Peguera mit Stränden und einer lebhaften Promenade klassischen Urlaub am Meer bietet, wirken Sant Elm und das Hinterland von Andratx deutlich ruhiger. Dazwischen liegt mit Port d’Andratx einer der bekanntesten Hafenorte der Insel.

Panoramablick auf die grüne Küstenlandschaft Mallorcas mit Blick auf die vorgelagerte Insel Sa Dragonera nahe Sant Elm, beliebtes Ziel bei Wanderung zur Ruine La Trapa
Aussicht auf die Küste bei Sant Elm und die Insel Sa Dragonera auf Mallorca – Wanderung zum ehemaligen Kloster La Trapa – Bildnachweis: Leonsbox Stock-Datei-ID: 2157901508

Gerade diese Mischung macht die Region für einen längeren Aufenthalt interessant. Innerhalb weniger Kilometer lassen sich ein Strandtag, eine Wanderung, ein Marktbesuch und ein Ausflug in die Berge miteinander verbinden. Vor der Küste wartet außerdem die geschützte Insel Sa Dragonera, während sich hinter Andratx die Serra de Tramuntana immer deutlicher erhebt.

Sant Elm liegt am äußersten Südwesten Mallorcas

Sant Elm ist ein kleiner Küstenort, der sich seinen vergleichsweise entspannten Charakter bewahrt hat. Der Blick reicht von vielen Stellen direkt auf Sa Dragonera, deren langgezogene Silhouette vor der Küste kaum zu übersehen ist. Besonders am späteren Nachmittag entsteht dadurch eine der charakteristischsten Landschaftskulissen im Südwesten Mallorcas.

Der Ort besitzt einen kleinen Strand und mehrere Restaurants und Cafés entlang der Küste. Große Hotelanlagen und ein ausgeprägtes Nachtleben stehen hier weniger im Mittelpunkt als in anderen Ferienregionen. Wer Ruhe, Meer und eine natürliche Umgebung sucht, findet in Sant Elm deshalb einen schönen Ausgangspunkt.

Auch für Wanderer ist der Ort interessant. Verschiedene Wege führen in die umliegende Berg- und Küstenlandschaft und eröffnen immer wieder Ausblicke auf Sa Dragonera und die Westküste.

Fotograf mit Strohhut fotografiert die Insel Dragonera vor der Küste Mallorcas, mit türkisblauem Wasser, Segelbooten und felsiger Küstenlandschaft.
Aussicht auf die Insel Dragonera bei Mallorca mit Fotograf im Vordergrund – Bildnachweis: Kris Hoobaer – Stock-ID: 1411465250

Sa Dragonera ist das große Naturziel vor Sant Elm

Direkt vor Sant Elm liegt der Parc Natural de Sa Dragonera. Die unbewohnte Felseninsel gehört zu den wichtigsten Naturschutzgebieten im Südwesten und lässt sich mit Ausflugsbooten erreichen. Offizielle Tourismusinformationen führen Bootsverbindungen von Sant Elm nach Sa Dragonera auf.

Auf der Insel gibt es verschiedene Wanderwege, Aussichtspunkte und Leuchttürme. Besonders auffällig sind die zahlreichen Eidechsen, die Besuchern auf den Wegen regelmäßig begegnen. Außerdem besitzt Sa Dragonera eine große Bedeutung für See- und Greifvögel.

Wer hinüberfährt, sollte Wasser, Sonnenschutz und geeignetes Schuhwerk mitnehmen. Schatten ist nicht überall vorhanden und im Sommer kann die Sonne ausgesprochen kräftig sein. Da Fahrpläne und Verbindungen saisonabhängig sind, sollten die aktuellen Abfahrtszeiten vor dem Ausflug überprüft werden.

Nahaufnahme einer Eidechse, die auf einem sonnenbeschienenen Felsen auf der Insel Dragonera bei Mallorca sitzt.
Eidechse auf der Insel Dragonera bei Mallorca – Bildnachweis: Peter Shaw – Stock-ID: 1168200315

La Trapa gehört zu den schönsten Wanderzielen der Gegend

Oberhalb der Küste zwischen Sant Elm und der Tramuntana liegt La Trapa, eine historische Anlage in einer spektakulären Berglandschaft. Die Wanderung dorthin gehört zu den bekanntesten Touren rund um Sant Elm.

Besonders beeindruckend ist der Blick auf Sa Dragonera. Von den höheren Abschnitten erscheint die Insel direkt vor der zerklüfteten Küste und liefert eines der klassischen Panoramen des mallorquinischen Südwestens.

Die Tour sollte allerdings nicht als einfacher Strandspaziergang betrachtet werden. Je nach gewählter Strecke sind festes Schuhwerk, ausreichend Wasser und eine realistische Einschätzung der eigenen Kondition wichtig. Im Hochsommer sind die frühen Morgenstunden für längere Wanderungen meist wesentlich angenehmer.

Torre de Cala en Basset bietet einen fantastischen Ausblick

Ein weiteres Wanderziel oberhalb von Sant Elm ist der Torre de Cala en Basset. Der historische Wachturm erinnert an die Zeit, als solche Anlagen zur Beobachtung der Küste und zur Warnung vor Angriffen dienten.

Die Umgebung des Turms bietet einen weiten Blick auf das Meer, Sa Dragonera und die felsige Küstenlandschaft. Gerade für Wanderer und Fotografen gehört die Gegend zu den interessantesten Bereichen rund um Sant Elm.

Wie bei vielen historischen Küstenwegen Mallorcas sollte man auf geeignetes Schuhwerk achten und markierte beziehungsweise zulässige Wege nicht verlassen. Besonders bei großer Hitze kann der Rückweg anstrengender werden als erwartet.

Andratx zeigt das alltägliche Mallorca

Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt liegt Andratx, der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Im Gegensatz zu Port d’Andratx handelt es sich nicht in erster Linie um einen Ferien- oder Hafenort, sondern um eine gewachsene mallorquinische Kleinstadt.

Enge Straßen, traditionelle Häuser und die Kirche Santa Maria prägen Teile des historischen Zentrums. Oberhalb des Ortes befindet sich außerdem das Castell de Son Mas, in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist.

Ein Rundgang lässt sich gut mit einem Cafébesuch oder dem Wochenmarkt verbinden. Wer hauptsächlich in Peguera oder an der Küste Urlaub macht, erlebt hier eine deutlich andere Seite der Region.

Mittwochs ist Markttag in Andratx

Der Wochenmarkt von Andratx findet mittwochs statt. Offizielle Mallorca-Informationen führen Andratx ausdrücklich mit Mittwoch als Markttag.

Der Markt passt hervorragend zu einem Vormittagsausflug. Je nach Angebot finden Besucher Obst und Gemüse, Lebensmittel, Kleidung und weitere typische Marktprodukte. Anschließend kann man durch den Ort laufen oder die Fahrt nach Port d’Andratx beziehungsweise Sant Elm fortsetzen.

Wer Märkte auf Mallorca mag, sollte möglichst am Vormittag kommen. Das Angebot ist dann gewöhnlich am größten und gleichzeitig bleibt anschließend genügend Zeit für weitere Ziele im Südwesten.

Weiß lackierte Boote im ruhigen Wasser des Hafens von Andratx mit Promenade, Palmen und Gebäuden im Hintergrund auf Mallorca
Hafen von Andratx mit traditionellen Fischerbooten, Palmenpromenade und Blick auf das Tramuntana-Gebirge auf Mallorca – Bildnachweis: LUNAMARINA Stock-Datei-ID: 123079785

Port d’Andratx verbindet Fischerhafen und mondänen Urlaubsort

Wenige Kilometer unterhalb von Andratx liegt Port d’Andratx. Der Naturhafen ist von Bergen eingerahmt und gehört zu den bekanntesten Hafenorten Mallorcas.

Traditionelle Fischerboote erinnern an die maritime Vergangenheit, während Yachten, Restaurants und hochwertige Immobilien die moderne Seite des Ortes prägen. Gerade dieser Gegensatz macht einen Spaziergang entlang des Hafens interessant.

Besonders schön ist Port d’Andratx am späten Nachmittag. Dann lässt die Hitze langsam nach und entlang der Promenade beginnt der Abend. Wer anschließend essen gehen möchte, findet zahlreiche Restaurants mit Blick auf den Hafen.

Der Sonnenuntergang gehört zu den schönsten Momenten in Port d’Andratx

Durch seine Lage im Westen eignet sich die Region hervorragend für Sonnenuntergänge am Meer. Besonders rund um Port d’Andratx gibt es verschiedene Stellen, von denen sich das Abendlicht über der Küstenlandschaft beobachten lässt.

Im Sommer kann es sich lohnen, erst später am Tag anzureisen. Ein Spaziergang durch den Hafen, anschließend ein Abendessen und der Sonnenuntergang ergeben einen entspannten Ausflug, ohne dass ein umfangreiches Besichtigungsprogramm notwendig ist.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte in der Hauptsaison etwas zusätzliche Zeit für die Parkplatzsuche einplanen. Port d’Andratx kann an beliebten Tagen entsprechend lebhaft werden.

Panoramablick auf Port d’Andratx mit Segelbooten im Hafen, mediterranen Häusern und grünen Hügeln auf Mallorca
Aussicht auf den Yachthafen und die malerische Stadt Port d’Andratx im Südwesten von Mallorca – Bildnachweis: Alex Stock-Datei-ID: 917245956

Cala Egos zeigt die wilde Küste bei Port d’Andratx

Wer die stärker erschlossenen Bereiche verlassen möchte, findet rund um Port d’Andratx auch deutlich ursprünglichere Küstenlandschaften. Cala Egos gehört zu den abgelegeneren Buchten der Region und ist wesentlich weniger komfortabel erreichbar als klassische Ferienstrände.

Gerade darin liegt ihr Reiz. Felsen, klares Wasser und eine weitgehend natürliche Umgebung bestimmen das Bild. Der Zugang zu abgelegenen Buchten sollte allerdings nie unterschätzt werden, insbesondere bei großer Sommerhitze.

Alternativ lässt sich die Küste vom Wasser aus entdecken. Offizielle Mallorca-Informationen nennen beispielsweise Bootsausflüge von Peguera und anderen Orten über Port d’Andratx und Cala Egos bis in Richtung Sant Elm und Sa Dragonera.

Camp de Mar liegt zwischen Andratx und Peguera

Zwischen Port d’Andratx und Peguera liegt Camp de Mar. Der kleine Ferienort besitzt einen geschützten Sandstrand und eignet sich hervorragend für einen entspannten Badestopp.

Bekannt ist die Bucht auch für die kleine vorgelagerte Insel, die über einen Steg mit dem Strand verbunden ist. Zusammen mit den umliegenden Hügeln entsteht eine vollkommen andere Atmosphäre als an den langen Stränden von Peguera.

Camp de Mar lässt sich gut mit Port d’Andratx kombinieren. Wer einen ganzen Tag für den Südwesten plant, kann morgens Andratx besuchen, anschließend einige Stunden am Strand verbringen und den Abend am Hafen ausklingen lassen.

Peguera verbindet Strandurlaub und kurze Wege

Peguera gehört zu den klassischen Ferienorten im Südwesten Mallorcas. Drei größere Strände, eine lange Promenade und der zentrale Boulevard sorgen dafür, dass sich ein Urlaub hier auch ohne Mietwagen unkompliziert gestalten lässt.

Die Playa Palmira ist der größte und zentralste Strand. Hinzu kommen die Playa de Torà und die Playa de la Romana. Zwischen den Stränden lässt sich bequem zu Fuß wechseln, während Restaurants, Cafés und Geschäfte nur wenige Schritte entfernt liegen.

Trotz der touristischen Infrastruktur ist Peguera gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge. Die offizielle Tourismusinformation von Calvià hebt neben den Stränden ausdrücklich die Natur- und Wandermöglichkeiten der Umgebung hervor.

Luftaufnahme von Peguera auf Mallorca mit Hotels, Sandstrand und türkisblauem Meer.
Luftaufnahme von Peguera Mallorca mit Strand und Hotels – Bildnachweis: Solovyova – Stock-ID: 2134103654

Dienstags findet der Wochenmarkt in Peguera statt

Wer Märkte mag, sollte Dienstagmorgen in Peguera einplanen. Der traditionelle Wochenmarkt findet am Boulevard statt und bietet unter anderem Lebensmittel und Kunsthandwerk. Nach Angaben der Gemeinde Calvià läuft er dienstags am Vormittag.

Der Markt lässt sich hervorragend mit einem Strandtag verbinden. Erst über die Marktstände schlendern, anschließend einen Kaffee trinken und danach zur Playa Palmira laufen – die Wege sind kurz.

In der Gemeinde Calvià gibt es inzwischen an jedem Wochentag einen Markt in einem anderen Ort. Dazu gehören unter anderem Calvià Vila am Montag, Peguera am Dienstag, El Toro am Mittwoch, Son Ferrer am Freitag und Santa Ponça am Samstag.

Cala Fornells liegt praktisch neben Peguera

Nur einen kurzen Weg von Peguera entfernt liegt Cala Fornells. Statt eines langen Sandstrandes bestimmen kleinere Buchten, Felsen, Kiefern und mediterrane Vegetation die Landschaft.

Zu den kleinen Küstenabschnitten der Umgebung gehören Caló de ses Llises und Caló d’en Monjo. Die offizielle Tourismusseite von Calvià hebt außerdem die Wanderwege durch den Kiefernwald in Richtung Cap Andritxol hervor.

Cala Fornells ist deshalb eine schöne Ergänzung zu einem Aufenthalt in Peguera. Innerhalb kurzer Zeit wechselt man vom lebhaften Ferienort in eine deutlich felsigere und natürlichere Küstenlandschaft.

Cap Andritxol verbindet Wandern mit Meerblick

Zwischen Cala Fornells und Camp de Mar erhebt sich das Cap Andritxol. Wanderwege führen durch die mediterrane Landschaft hinauf zu einem historischen Wachturm aus dem 16. Jahrhundert.

Von dort eröffnen sich Ausblicke auf Camp de Mar, Cap des Llamp und die Küste. Die offizielle Tourismusinformation von Calvià nennt den 1580 errichteten Verteidigungsturm ausdrücklich als Ziel der Wanderwege von Cala Fornells.

Die Tour eignet sich gut für Reisende, die einen Strandurlaub mit kleineren Wanderungen verbinden möchten. Im Sommer sollte auch hier möglichst nicht während der heißesten Mittagsstunden gestartet werden.

Santa Ponça eignet sich für einen weiteren Ausflug

Östlich von Peguera liegt Santa Ponça, ein weiterer bekannter Ferienort im Südwesten. Der große Strand und die geschützte Bucht machen den Ort vor allem für Badeurlaub interessant.

Historisch ist die Gegend mit der Eroberung Mallorcas durch König Jaume I. im Jahr 1229 verbunden. Wer sich für die Geschichte der Insel interessiert, kann den Küstenbesuch deshalb mit entsprechenden historischen Stationen in der Umgebung verbinden.

Samstags findet in Santa Ponça außerdem ein Wochenmarkt statt. Damit lassen sich bei einem längeren Aufenthalt mehrere Märkte der Region besuchen, ohne dafür weite Strecken über die Insel fahren zu müssen.

Calvià Vila zeigt eine ruhigere Seite der Gemeinde

Im Landesinneren liegt Calvià Vila, das mit den großen Ferienorten der Gemeinde nur wenig gemeinsam hat. Traditionelle Häuser, die Kirche Sant Joan Baptista und die umgebende Hügellandschaft sorgen für einen deutlich ruhigeren Charakter.

Montags findet hier der traditionelle Wochenmarkt statt. Nach Angaben der Gemeinde werden unter anderem Lebensmittel, Kleidung, Schuhe und Kunsthandwerk angeboten.

Calvià Vila lässt sich gut mit einem Ausflug nach Es Capdellà oder einer Fahrt zurück Richtung Peguera verbinden. Wer das alltägliche Mallorca kennenlernen möchte, sollte nicht ausschließlich an der Küste bleiben.

Es Capdellà liegt zwischen Bergen und Feldern

Nur wenige Kilometer entfernt liegt Es Capdellà, ein kleines Dorf am Fuß der Tramuntana. Die Umgebung ist von Feldern, Hügeln und traditionellen Fincas geprägt.

Touristische Großanlagen sucht man hier vergeblich. Gerade deshalb eignet sich der Ort für eine kleine Rundfahrt durch das Hinterland von Peguera und Calvià.

Von hier wird besonders deutlich, wie schnell sich Mallorcas Landschaft verändert. Nur wenige Kilometer trennen die belebten Strände des Südwestens von ruhigen Dörfern und landwirtschaftlich geprägten Gebieten.

Sa Dragonera lässt sich auch vom Wasser aus umrunden

Wer nicht unbedingt auf Sa Dragonera wandern möchte, kann die Küste auch bei einer Bootstour erleben. Verschiedene Ausflüge verbinden Orte des Südwestens miteinander oder führen rund um die Insel.

Offizielle Mallorca-Informationen führen unter anderem Fahrten ab Peguera, Santa Ponça und Camp de Mar in Richtung Port d’Andratx, Sant Elm und Sa Dragonera auf.

Vom Wasser wirkt die steile Küste noch einmal vollkommen anders. Besonders die Übergänge zwischen Ferienorten, abgelegenen Buchten und den Ausläufern der Tramuntana werden bei einer Bootsfahrt sichtbar.

Die Serra de Tramuntana beginnt praktisch vor der Haustür

Andratx bildet einen der südwestlichen Zugänge zur Serra de Tramuntana. Wer von hier weiter Richtung Norden fährt, gelangt in eine zunehmend bergige Landschaft.

Eine besonders schöne Route führt über Estellencs und Banyalbufar weiter entlang der Westküste. Terrassenfelder, Olivenbäume, Weinberge und kleine Buchten prägen diese Strecke. Auch die offizielle Mallorca-Tourismusroute verbindet Andratx über diese Küstenlandschaft mit Estellencs und Banyalbufar.

Für einen Tagesausflug sollte man allerdings nicht zu viele Orte einplanen. Die Straßen sind kurvig und die Fahrt dauert meist länger, als die reine Entfernung vermuten lässt.

Estellencs ist ein schönes Ziel für eine Rundfahrt

Nördlich von Andratx liegt Estellencs, eines der kleineren Bergdörfer der Serra de Tramuntana. Steinhäuser, Terrassen und eine spektakuläre Lage zwischen Bergen und Meer bestimmen das Bild.

Der Ort eignet sich hervorragend für eine Pause auf einer Fahrt entlang der Westküste. Wer genügend Zeit mitbringt, kann außerdem zur kleinen Küste unterhalb des Dorfes laufen.

Estellencs wirkt deutlich ruhiger als die Ferienorte des Südwestens. Dadurch lässt sich innerhalb eines einzigen Tages ein interessanter Kontrast zwischen Peguera, Port d’Andratx und der Bergwelt erleben.

Banyalbufar lohnt sich als nächstes Ziel entlang der Küste

Noch etwas weiter nördlich wartet Banyalbufar mit seinen berühmten Terrassenfeldern. Die historische Kulturlandschaft zieht sich über die steilen Hänge bis in Richtung Meer.

Weinbau und alte Bewässerungssysteme haben die Umgebung über Jahrhunderte geprägt. Besonders die Rebsorte Malvasia ist mit Banyalbufar verbunden.

Wer von Andratx aus bis Banyalbufar fährt, sollte genügend Zeit für die Strecke einplanen. Die Straße ist landschaftlich wunderschön, aber kurvig und kein Ort für eine schnelle Verbindung von A nach B.

Der Südwesten eignet sich hervorragend zum Wandern

Sant Elm, Cala Fornells, Cap Andritxol und die Ausläufer der Tramuntana machen den Südwesten Mallorcas zu einer interessanten Wanderregion. Die Bandbreite reicht von kürzeren Küstenspaziergängen bis zu deutlich anspruchsvolleren Bergtouren.

Besonders Frühling, Herbst und milde Wintertage eignen sich für längere Wanderungen. Im Hochsommer können offene Wege aufgrund der starken Sonneneinstrahlung dagegen sehr anstrengend werden.

Ausreichend Wasser, Sonnenschutz und feste Schuhe sollten bei längeren Touren selbstverständlich sein. Außerdem lohnt sich vor dem Start ein Blick auf aktuelle Wegbedingungen und mögliche Sperrungen.

Auch Radfahrer finden interessante Strecken

Die Region ist ebenfalls bei Rennradfahrern und sportlichen Radfahrern beliebt. Von Peguera und Andratx führen Strecken sowohl entlang der Küste als auch hinauf in die Tramuntana.

Gerade die Bergstraßen verlangen allerdings Kondition und Erfahrung. Kurven, Steigungen und Autoverkehr sollten nicht unterschätzt werden.

Wer gemütlich Rad fahren möchte, sollte sich deshalb gezielt geeignete Strecken aussuchen. Nicht jede landschaftlich schöne Straße im Südwesten ist automatisch eine entspannte Fahrradtour.

Die Strände unterscheiden sich deutlich voneinander

Wer klassische Sandstrände bevorzugt, ist in Peguera und Camp de Mar gut aufgehoben. Hier gibt es touristische Infrastruktur und vergleichsweise unkomplizierte Zugänge zum Meer.

Sant Elm verbindet einen kleineren Strand mit Blick auf Sa Dragonera, während Cala Fornells stärker von Felsen und kleineren Buchten geprägt wird. Abgelegene Küstenabschnitte rund um Andratx wirken wiederum deutlich ursprünglicher.

Gerade diese Unterschiede machen den Südwesten interessant. Statt während des gesamten Urlaubs denselben Strand zu besuchen, lassen sich innerhalb kurzer Entfernung vollkommen verschiedene Küstenlandschaften erleben.

Sonniger Blick auf den Strand von Sant Elm mit Palmen, Liegen und Strohdächern vor dem kristallklaren Meer auf Mallorca
Idyllischer Strand von Sant Elm mit Palmen, Sonnenschirmen und Blick auf türkisblaues Meer im Südwesten Mallorcas – Bildnachweis: pkazmierczak Stock-Datei-ID: 904841548

Wochenmärkte lassen sich fast jeden Tag einplanen

Wer gerne über Mallorcas Wochenmärkte schlendert, findet im Südwesten besonders viele Möglichkeiten. Für diese Region sind vor allem Montag in Calvià Vila, Dienstag in Peguera, Mittwoch in Andratx und Samstag in Santa Ponça interessant. In weiteren Orten der Gemeinde Calvià gibt es inzwischen ebenfalls Märkte an den übrigen Wochentagen.

Das Angebot unterscheidet sich je nach Markt und Saison. Typisch sind Obst und Gemüse, Lebensmittel, Pflanzen, Kleidung, Kunsthandwerk und weitere Waren.

Markttage eignen sich hervorragend als Ausgangspunkt für einen Tagesausflug. Vormittags Markt, anschließend ein Bergdorf oder Strand und am Abend Port d’Andratx – so lässt sich die Region ohne lange Fahrstrecken abwechslungsreich erleben.

Mallorquinische Küche gehört zum Ausflug dazu

Auch kulinarisch bietet der Südwesten zahlreiche Möglichkeiten. In Andratx und den Dörfern des Hinterlands findet man traditionelle mallorquinische Gerichte, während die Hafenorte naturgemäß stärker von Fisch und Meeresfrüchten geprägt sind.

Pa amb oli, Tumbet, Frito mallorquín und verschiedene Reisgerichte gehören zu den Klassikern, nach denen man Ausschau halten kann. In Port d’Andratx und Sant Elm bietet sich zusätzlich Fisch an, wobei Angebot und Preise je nach Restaurant stark variieren können.

Wer möglichst regional essen möchte, sollte nicht ausschließlich direkt an den touristischsten Promenaden suchen. Kleine Restaurants im Hinterland können eine interessante Ergänzung zum gastronomischen Angebot an der Küste sein.

Frühling ist ideal für aktive Urlaubstage

Im Frühling zeigt sich der Südwesten besonders schön. Die Landschaft ist häufig grüner als im Hochsommer und die Temperaturen eignen sich gut für Wanderungen.

Sant Elm, La Trapa und Cap Andritxol lassen sich dann wesentlich angenehmer erkunden. Auch Rundfahrten durch die Tramuntana machen mehr Spaß, wenn nicht die größte Sommerhitze herrscht.

Für einen reinen Badeurlaub kann das Meer dagegen noch frisch sein. Wer Wandern, Märkte und Ausflüge kombinieren möchte, findet im Frühjahr jedoch ausgezeichnete Bedingungen.

Der Herbst bringt wieder Ruhe in die Wanderwege

Auch der Herbst auf Mallorca eignet sich hervorragend für den Südwesten. Nach den heißen Sommermonaten werden längere Wanderungen wieder angenehmer und die Landschaft verändert sich nach den ersten Regenfällen.

Gleichzeitig bleibt das Meer häufig noch länger warm. Dadurch lassen sich je nach Wetter Strand und Aktivurlaub gut miteinander verbinden.

Nach kräftigen Regenfällen können steinige Wanderwege allerdings rutschig sein. Gerade in den Bergen sollte das Wetter deshalb immer berücksichtigt werden.

Blick auf Cala Fornells mit kristallklarem Wasser, Booten, Ferienhäusern an der Steilküste und üppiger Vegetation
Cala Fornells auf Mallorca – mediterrane Badebucht mit türkisblauem Wasser, Villen und Palmen – Bildnachweis: Freeartist – Stock-ID: 2167554595

Peguera eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt

Wer die gesamte Region erkunden möchte, findet in Peguera einen praktischen Ausgangspunkt. Strände, Restaurants und touristische Infrastruktur sind direkt vorhanden, während viele Ausflugsziele des Südwestens schnell erreichbar sind.

Cala Fornells liegt praktisch nebenan, Camp de Mar nur wenige Kilometer entfernt und auch Andratx, Port d’Andratx und Sant Elm lassen sich gut erreichen. Zusätzlich starten saisonal Bootsausflüge in Richtung der westlichen Küste.

Wer lieber möglichst ruhig wohnt, könnte dagegen Sant Elm oder kleinere Orte im Hinterland bevorzugen. Port d’Andratx bietet wiederum eine stärker auf Hafen, Gastronomie und gehobenes Ambiente ausgerichtete Atmosphäre.

Drei bis fünf Tage zeigen die Region ohne Hektik

Theoretisch lassen sich Sant Elm, Andratx, Port d’Andratx und Peguera an einem langen Tag besuchen. Empfehlenswert ist dieses Tempo allerdings kaum, denn gerade der Südwesten lebt von Spaziergängen, Aussichtspunkten und spontanen Stopps.

Mit drei bis fünf Tagen bleibt genügend Zeit für einen Strandtag, einen Marktbesuch, eine Wanderung und einen Ausflug nach Sa Dragonera. Zusätzlich kann eine Fahrt über Estellencs nach Banyalbufar eingeplant werden.

Wer ohnehin eine Woche in Peguera oder Umgebung verbringt, muss kaum große Tagesprogramme vorbereiten. Viele der interessantesten Ziele liegen so nah beieinander, dass jeden Tag spontan eine andere Ecke erkundet werden kann.

Mallorcas Südwesten vereint erstaunlich viele Seiten der Insel

Kaum eine Region Mallorcas verbindet auf so kurzen Wegen so unterschiedliche Urlaubserlebnisse. Peguera steht für Sandstrände und eine gute touristische Infrastruktur, während Cala Fornells kleine Buchten und Kiefernwälder bietet. Port d’Andratx verbindet Fischereitradition mit Yachthafen und Gastronomie, und Sant Elm öffnet den Blick auf die wilde Insel Sa Dragonera.

Nur wenige Kilometer dahinter beginnt bereits die Serra de Tramuntana. Wanderwege führen zu historischen Wachtürmen und spektakulären Aussichtspunkten, während Andratx, Calvià und kleine Dörfer das alltäglichere Mallorca zeigen. Wochenmärkte bringen zusätzlich regionales Leben in einen Urlaub, der sonst schnell ausschließlich aus Strand und Hotel bestehen könnte.

Wer Mallorcas Südwesten langsam erkundet, sollte deshalb nicht nur zwischen Peguera und Port d’Andratx pendeln. Sant Elm, Sa Dragonera, Camp de Mar, Cala Fornells, Cap Andritxol und die Bergstraße Richtung Estellencs und Banyalbufar machen aus der Region eines der abwechslungsreichsten Ausflugsgebiete der Insel.

Welche Ecke im Südwesten Mallorcas gefällt euch am besten? Sant Elm mit Blick auf Sa Dragonera, der Hafen von Port d’Andratx oder die Strände von Peguera? Schreibt eure Tipps und Erfahrungen aus Mallorcas Südwesten gerne in die Kommentare.


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