Mehr als Sonne und Strand: So vielseitig ist Gran Canaria wirklich

Blick auf den Anfi del Mar Strand auf Gran Canaria mit Palmen, Sonnenliegen und türkisblauem Meer.

Gran Canaria: Sehenswürdigkeiten, Strände und Tipps für die Kanareninsel

Goldene Dünen, schwarze Vulkanlandschaften, grüne Bergtäler und lebhafte Küstenorte: Gran Canaria gehört zu den vielseitigsten Inseln der Kanaren. Wer ausschließlich wegen Sonne und Strand anreist, sieht deshalb nur einen kleinen Teil der Insel. Bereits eine Fahrt von der Küste ins gebirgige Inselinnere zeigt, wie schnell sich Landschaft, Vegetation und Atmosphäre verändern können.

Eine weiße Windmühle steht am Straßenrand neben leuchtend pinken Bougainvillea-Blüten.
Traditionelle Windmühle vor Bergkulisse – Bildnachweis: Balate Dorin – iStock-Datei-ID: 1312603266

Im Süden liegen bekannte Ferienorte und lange Strände, während der Norden stellenweise grüner und ursprünglicher wirkt. Dazwischen warten Bergdörfer, tiefe Schluchten, Aussichtspunkte und eindrucksvolle Felsformationen. Dazu kommt mit Las Palmas de Gran Canaria eine Großstadt, die historische Viertel, Stadtstrand und modernes Leben miteinander verbindet.

Las Palmas ist weit mehr als nur die Inselhauptstadt

Im Nordosten liegt Las Palmas de Gran Canaria, die größte Stadt der Insel und eine der beiden Hauptstädte der Kanarischen Inseln. Wer während eines Gran-Canaria-Urlaubs etwas Abwechslung vom klassischen Strandtag sucht, sollte mindestens einen Tag für die Stadt einplanen.

Besonders interessant ist das historische Viertel Vegueta. Enge Straßen, traditionelle Gebäude und kleine Plätze prägen den ältesten Teil der Stadt. Rund um die Plaza de Santa Ana erhebt sich die Kathedrale Santa Ana, die zu den wichtigsten historischen Bauwerken Gran Canarias gehört.

Las Palmas besitzt gleichzeitig eine vollkommen moderne Seite. Einkaufsstraßen, Restaurants, Museen und ein großer Hafen machen deutlich, dass hier nicht nur Urlauber, sondern mehrere Hunderttausend Menschen leben und arbeiten.

Segelboote treiben auf klarem Wasser vor steilen Küstenklippen.
Türkises Wasser vor hohen Felswänden – Bildnachweis: Freeartist – iStock-Datei-ID: 1128714355

Vegueta erzählt von der Geschichte Gran Canarias

Das Viertel Vegueta ist der beste Ausgangspunkt, um die historische Seite von Las Palmas kennenzulernen. Viele Gebäude stammen aus unterschiedlichen Epochen und erinnern an die Entwicklung der Stadt seit dem Ende des 15. Jahrhunderts.

Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehört die Casa de Colón. Das Museum beschäftigt sich mit Christoph Kolumbus, seinen Atlantikreisen und den historischen Beziehungen zwischen den Kanarischen Inseln und Amerika.

Wer durch Vegueta läuft, sollte trotzdem nicht nur einzelne Gebäude abhaken. Kleine Plätze, Innenhöfe und Fassaden machen den Stadtteil besonders reizvoll und lassen sich am besten bei einem entspannten Rundgang entdecken.

Las Canteras ist einer der bekanntesten Stadtstrände Spaniens

Mitten in Las Palmas liegt die Playa de Las Canteras. Der mehrere Kilometer lange Stadtstrand zeigt eindrucksvoll, dass sich eine Städtereise auf Gran Canaria problemlos mit einem Strandurlaub verbinden lässt.

Entlang der Promenade befinden sich Restaurants, Cafés und zahlreiche Möglichkeiten für eine Pause am Meer. Teile des Strandes werden durch ein natürliches Riff geschützt, während andere Abschnitte bei entsprechenden Bedingungen bei Surfern beliebt sind.

Besonders am Abend lohnt sich ein Spaziergang entlang der Promenade. Wenn die Sonne tiefer steht und sich Restaurants und Terrassen füllen, entwickelt Las Canteras eine vollkommen andere Atmosphäre als tagsüber.

Ein Paar steht auf einem Felsvorsprung und blickt in eine weite Schlucht.
Ein Moment zu zweit über dem Tal – Bildnachweis: Unaihuiziphotography – iStock-Datei-ID: 2210018009

Die Dünen von Maspalomas gehören zu den Wahrzeichen der Insel

Im Süden wartet eine Landschaft, die eher an eine kleine Wüste als an eine europäische Ferieninsel erinnert. Die Dünen von Maspalomas erstrecken sich unmittelbar hinter der Küste und gehören zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Gran Canarias.

Wind formt den Sand ständig neu, sodass sich die Dünenlandschaft kontinuierlich verändert. Das Gebiet steht unter Naturschutz und sollte ausschließlich auf den vorgesehenen beziehungsweise erlaubten Bereichen betreten werden.

Besonders am frühen Morgen oder späteren Nachmittag wirkt die Landschaft eindrucksvoll. Dann ist das Licht weicher und die Temperaturen sind angenehmer als während der heißesten Stunden des Tages.

Der Leuchtturm von Maspalomas ist ein beliebter Treffpunkt

Am westlichen Ende der Dünenlandschaft erhebt sich der Faro de Maspalomas. Der historische Leuchtturm gehört zu den markanten Bauwerken im Süden der Insel und steht unmittelbar an der Küste.

Rund um den Leuchtturm beginnt eine Promenade mit Restaurants, Geschäften und Hotels. Dadurch lässt sich ein Spaziergang durch Maspalomas hervorragend mit einem Essen oder einem Abend am Meer verbinden.

Besonders zum Sonnenuntergang wird die Umgebung lebhaft. Wer ruhigere Momente bevorzugt, sollte bereits am Vormittag kommen.

Playa del Inglés ist eines der großen Ferienzentren

Direkt neben Maspalomas liegt Playa del Inglés, einer der bekanntesten Ferienorte der Kanaren. Hotels, Apartments, Restaurants, Einkaufszentren und Nachtleben sorgen für eine umfangreiche touristische Infrastruktur.

Der lange Strand geht in Richtung Maspalomas in die Dünenlandschaft über. Dadurch lassen sich ausgedehnte Spaziergänge am Meer unternehmen, ohne ständig zwischen unterschiedlichen Buchten wechseln zu müssen.

Wer Ruhe und kleine traditionelle Orte sucht, wird andere Regionen Gran Canarias wahrscheinlich interessanter finden. Für Urlauber, die kurze Wege, Unterhaltung und einen großen Strand bevorzugen, bietet Playa del Inglés dagegen viele Möglichkeiten.

Ein ruhiger Platz liegt unter großen Bäumen mit einer Kirche dahinter.
Schattiger Platz mit Kirche im Hintergrund – Bildnachweis: DaLiu – iStock-Datei-ID: 2202864681

Puerto de Mogán gehört zu den schönsten Küstenorten

Im Südwesten liegt Puerto de Mogán, ein kleiner Hafenort mit Kanälen, Brücken und blumengeschmückten Straßen. Die Kombination aus weiß getünchten Häusern und farbigen Details sorgt für ein besonders fotogenes Ortsbild.

Rund um den Hafen befinden sich zahlreiche Restaurants und Cafés. Gleichzeitig besitzt Puerto de Mogán einen geschützten Strand, sodass sich ein Ortsbesuch problemlos mit einigen Stunden am Meer verbinden lässt.

Der Ort ist entsprechend beliebt und kann tagsüber recht lebhaft werden. Wer die ruhigere Atmosphäre erleben möchte, sollte möglichst früh kommen oder bis in den Abend bleiben.

Playa de Amadores bietet hellen Sand und ruhiges Wasser

Zwischen Puerto Rico und Puerto de Mogán liegt die Playa de Amadores. Der künstlich angelegte Strand ist für seinen hellen Sand und das häufig vergleichsweise ruhige Wasser bekannt.

Eine Promenade mit Gastronomie und touristischer Infrastruktur macht den Strand besonders unkompliziert für einen klassischen Badetag. Familien schätzen die geschützte Lage, wobei natürlich auch hier die aktuellen Bedingungen im Meer beachtet werden sollten.

Wer natürliche und abgeschiedene Buchten bevorzugt, findet auf Gran Canaria andere Alternativen. Amadores steht eher für komfortablen Strandurlaub mit kurzen Wegen.

Agaete zeigt die ruhigere Seite des Nordwestens

Im Nordwesten liegt Agaete, das sich deutlich von den großen Ferienorten des Südens unterscheidet. Weiße Häuser, eine bergige Umgebung und die Nähe zum Meer bestimmen das Landschaftsbild.

Direkt an der Küste befindet sich Puerto de las Nieves. Restaurants servieren hier unter anderem frischen Fisch und andere kanarische Gerichte. Die Promenade eignet sich hervorragend für einen Spaziergang mit Blick auf die steilen Berge des Westens.

Agaete ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Landesinnere. Wer Gran Canaria mit dem Mietwagen erkundet, sollte für diese Region ausreichend Zeit einplanen.

Ein Hafenbecken ist voller Segelboote vor weißen Häusern am Meer.
Weiße Häuser und Yachthafen in der Sonne – Bildnachweis: Iryna Shpulak – iStock-Datei-ID: 2245597365

Das Agaete-Tal überrascht mit üppiger Vegetation

Hinter dem Küstenort zieht sich das Valle de Agaete in Richtung der Berge. Palmen, Obstbäume und landwirtschaftlich genutzte Flächen schaffen eine überraschend grüne Landschaft.

Eine Besonderheit ist der lokale Kaffeeanbau. Gran Canaria gehört zu den wenigen Regionen Europas, in denen Kaffee in kleinem Umfang kultiviert wird. Einige Fincas verbinden den Anbau mit Führungen oder Verkostungen.

Auch tropische und subtropische Früchte gedeihen aufgrund des milden Klimas. Dadurch zeigt das Tal eine vollkommen andere Seite der Insel als die trockenen Dünenlandschaften im Süden.

Roque Nublo ist eines der großen Naturwahrzeichen

Hoch im Inselinneren erhebt sich der Roque Nublo, eine markante vulkanische Felsformation und eines der Wahrzeichen Gran Canarias. Der Felsen liegt in einer eindrucksvollen Berglandschaft und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer.

Schon die Fahrt in die Region führt über kurvige Bergstraßen und eröffnet immer wieder weite Ausblicke. Je nach Wetter können Wolken durch die Berge ziehen und die Landschaft innerhalb weniger Minuten verändern.

Für den Zugang zum Roque Nublo können besondere Verkehrs-, Park- oder Zugangsregelungen gelten. Wer die Wanderung plant, sollte deshalb vorab die aktuellen offiziellen Informationen prüfen.

Pico de las Nieves bietet weite Ausblicke

Zu den höchsten Bereichen der Insel gehört die Region rund um den Pico de las Nieves. Von verschiedenen Aussichtspunkten eröffnen sich beeindruckende Perspektiven über die Bergwelt Gran Canarias.

Bei klarer Sicht kann am Horizont sogar Teneriffa mit dem Teide zu erkennen sein. Wolken und Passatwinde sorgen allerdings dafür, dass die Sichtbedingungen schnell wechseln können.

Selbst wenn an der Küste sommerliche Temperaturen herrschen, kann es in den Bergen deutlich kühler sein. Eine leichte Jacke gehört deshalb bei einem Ausflug ins Inselinnere ins Auto oder in den Rucksack.

Tejeda gehört zu den schönsten Bergdörfern

Mitten in der Berglandschaft liegt Tejeda, ein kleiner Ort mit weißen Häusern und spektakulärer Umgebung. Die Berge und Felsformationen rund um das Dorf sorgen dafür, dass bereits die Anfahrt zahlreiche Fotostopps ermöglicht.

Tejeda eignet sich hervorragend für eine Pause während einer Rundfahrt durch das Inselinnere. Cafés und Restaurants bieten Gelegenheit, regionale Spezialitäten zu probieren und dabei die Aussicht zu genießen.

Besonders bekannt ist die Gegend für Mandeln. Entsprechend findet man verschiedene Süßigkeiten und Produkte, bei denen Mandeln eine wichtige Rolle spielen.

Blick auf die goldgelben Sanddünen von Maspalomas auf Gran Canaria mit Palmen im Vordergrund und dem tiefblauen Atlantik im Hintergrund.
Gran Canaria – Dünen von Maspalomas – Bildnachweis: nito100 – Stock-ID: 188061054

Artenara liegt hoch in den Bergen

Noch ursprünglicher wirkt Artenara, einer der höchstgelegenen Orte Gran Canarias. Die Umgebung ist von Bergen, Schluchten und spektakulären Aussichtspunkten geprägt.

Eine Besonderheit sind die traditionellen Höhlenwohnungen. Das vulkanische Gestein wurde über lange Zeit genutzt, um Wohnräume in den Berg hineinzubauen. Einige dieser Strukturen werden bis heute verwendet oder touristisch zugänglich gemacht.

Wer die Bergwelt Gran Canarias kennenlernen möchte, sollte Artenara mit Tejeda und weiteren Zielen im Inselinneren kombinieren.

Barranco de Guayadeque führt tief in die Inselgeschichte

Im Osten Gran Canarias liegt der Barranco de Guayadeque, eine eindrucksvolle Schlucht mit steilen Felswänden und archäologischer Bedeutung. Höhlen spielten hier bereits für die vorspanische Bevölkerung der Insel eine wichtige Rolle.

Auch heute befinden sich in der Gegend Höhlenhäuser und teilweise in den Fels integrierte Restaurants. Dadurch verbindet sich die besondere Landschaft mit Kultur und Gastronomie.

Ein Ausflug eignet sich gut als Ergänzung zu einem Tag im Osten der Insel. Wer mehr über die Geschichte Gran Canarias erfahren möchte, findet hier einen interessanten Kontrast zu den klassischen Küstenorten.

Teror besitzt einen historischen Ortskern

Im Norden des Inselinneren liegt Teror, einer der bekanntesten traditionellen Orte Gran Canarias. Historische Häuser mit charakteristischen Holzbalkonen prägen das Zentrum.

Die Basílica de Nuestra Señora del Pino besitzt große religiöse Bedeutung für die Insel. Rund um die Kirche und die angrenzenden Straßen lässt sich Teror hervorragend zu Fuß erkunden.

Wer Märkte und regionale Produkte mag, sollte sich außerdem über den traditionellen Markt informieren. Öffnungszeiten und Veranstaltungstage können sich ändern und sollten aktuell geprüft werden.

Arucas ist für seine Altstadt und Rumtradition bekannt

Nördlich von Las Palmas liegt Arucas. Schon aus der Entfernung fällt die dunkle Kirche San Juan Bautista auf, deren neugotische Architektur das Stadtbild dominiert.

Die historische Innenstadt lässt sich gut bei einem Spaziergang erkunden. Plätze, traditionelle Häuser und kleinere Geschäfte sorgen für eine angenehme Atmosphäre.

Arucas ist außerdem mit der Herstellung von kanarischem Rum verbunden. Wer sich für regionale Produkte interessiert, kann den Besuch deshalb mit der kulinarischen Seite Gran Canarias verbinden.

Ein hoher Leuchtturm steht an der Küste neben Promenade und Hotels.
Leuchtturm am Meer im warmen Abendlicht – Bildnachweis: DaLiu – iStock-Datei-ID: 2165722102

Die Westküste gehört zu den spektakulärsten Straßen der Insel

Zwischen Agaete und dem Südwesten zeigt sich Gran Canaria besonders dramatisch. Steile Berge fallen in Richtung Atlantik ab und Straßen schlängeln sich durch eine Landschaft, die deutlich wilder wirkt als die touristisch erschlossenen Küstenregionen.

Wer hier mit dem Auto unterwegs ist, sollte genügend Zeit einplanen. Kurvige Bergstraßen und Aussichtspunkte machen eine schnelle Durchfahrt ohnehin wenig sinnvoll.

Fahrer sollten ihre Aufmerksamkeit vollständig auf die Straße richten. Für Fotos und Landschaftspausen sollten ausschließlich sichere und erlaubte Haltemöglichkeiten genutzt werden.

Gran Canaria ist ein hervorragendes Wanderziel

Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, findet auf der Insel zahlreiche Möglichkeiten. Wandern auf Gran Canaria bedeutet nicht nur Küstenwege, sondern vor allem Berglandschaften, Kiefernwälder, Schluchten und vulkanische Formationen.

Rund um Tejeda, Artenara und den Roque Nublo liegen besonders beliebte Wandergebiete. Auch andere Regionen bieten kürzere Spaziergänge und längere Tagestouren.

Wasser, Sonnenschutz und geeignetes Schuhwerk sind unabhängig von der Jahreszeit wichtig. Höhenunterschiede und starke Sonneneinstrahlung können Touren anstrengender machen, als die reine Kilometerzahl vermuten lässt.

Luftaufnahme der Kathedrale Santa Ana im historischen Viertel Vegueta in Las Palmas de Gran Canaria mit Blick auf den Atlantik.
Gran Canaria – Kathedrale Santa Ana in Las Palmas – Bildnachweis: AlexKane – Stock-ID: 1470061125

Die kanarische Kiefer prägt die Bergwelt

In höheren Regionen begegnet man häufig der Kanarischen Kiefer. Die Art ist hervorragend an die Bedingungen der Kanaren angepasst und kann sogar mit bestimmten Folgen von Waldbränden erstaunlich gut umgehen.

Kiefernwälder schaffen einen deutlichen Kontrast zu den trockenen Landschaften des Südens. Besonders bei Fahrten durch das Inselinnere wechselt die Vegetation innerhalb relativ kurzer Entfernungen.

Gran Canaria wird deshalb häufig als eine Art Miniaturkontinent beschrieben. Der Begriff ist touristisch geprägt, beschreibt die landschaftlichen Gegensätze der Insel aber durchaus anschaulich.

Delfine und Wale leben vor der Küste

Die Gewässer rund um die Kanarischen Inseln sind Lebensraum verschiedener Wal- und Delfinarten. Von Gran Canaria werden Bootstouren angeboten, bei denen nach den Meeressäugern Ausschau gehalten wird.

Eine Begegnung in freier Natur kann niemals vollständig garantiert werden. Verantwortungsvolle Anbieter halten ausreichend Abstand und passen ihre Fahrt an das Verhalten der Tiere an.

Wer eine solche Tour plant, sollte deshalb nicht ausschließlich nach dem günstigsten Preis suchen. Der respektvolle Umgang mit Wildtieren sollte wichtiger sein als ein möglichst nahes Foto.

Gran Canaria besitzt mehr als klassische Sandstrände

Neben Las Canteras, Maspalomas und Amadores gibt es zahlreiche weitere Strände auf Gran Canaria. Einige bestehen aus hellem Sand, andere aus dunklem vulkanischem Material oder Kies.

Im Norden und Westen können Meer und Brandung deutlich kräftiger sein als an geschützten Stränden im Süden. Warnflaggen und lokale Hinweise sollten deshalb immer ernst genommen werden.

Gerade kleine Naturstrände besitzen häufig wenig Infrastruktur. Wasser, Sonnenschutz und geeignetes Schuhwerk können dort entsprechend wichtiger sein.

Papas arrugadas gehören auf den Teller

Kulinarisch führt auf Gran Canaria kaum ein Weg an Papas arrugadas vorbei. Die kleinen Kartoffeln werden traditionell mit viel Salz gekocht, bis ihre charakteristische runzelige Oberfläche entsteht.

Dazu werden meist Mojo-Saucen serviert. Mojo rojo ist häufig kräftiger und rötlich, während Mojo verde unter anderem mit Kräutern zubereitet wird.

Das einfache Gericht begegnet Urlaubern in zahlreichen Restaurants und passt sowohl als Beilage als auch zu verschiedenen kanarischen Speisen.

Gofio gehört zu den ältesten Lebensmitteln der Kanaren

Eine weitere typisch kanarische Spezialität ist Gofio. Dabei handelt es sich um geröstetes und anschließend gemahlenes Getreide, dessen Tradition bis in die Zeit vor der spanischen Eroberung der Kanaren zurückreicht.

Gofio kann auf sehr unterschiedliche Weise verwendet werden. Es taucht in herzhaften Gerichten ebenso auf wie in Desserts oder anderen Zubereitungen.

Für Besucher wirkt das Produkt zunächst unscheinbar. Wer sich jedoch für die traditionelle Küche der Kanaren interessiert, begegnet damit einem wichtigen Teil der kulinarischen Geschichte der Inselgruppe.

Ein Teller Paella wird mit Garnelen und Muscheln auf einem bunten Randteller serviert.
Paella mit Meeresfrüchten frisch serviert – Bildnachweis: Kell Lunam Cowan – iStock-Datei-ID: 1443918481

Kanarischer Käse lohnt sich ebenfalls

Auf Gran Canaria werden verschiedene Käsesorten hergestellt, häufig aus Ziegen-, Schafs- oder Kuhmilch beziehungsweise aus Mischungen. Besonders interessant sind kleinere regionale Produktionen.

Zu den bekannten Spezialitäten gehört Käse aus dem Norden beziehungsweise Nordwesten der Insel. Je nach Reifegrad unterscheiden sich Geschmack und Konsistenz deutlich.

Eine Käseplatte mit regionalen Produkten eignet sich hervorragend, um während eines Restaurantbesuchs mehrere Varianten kennenzulernen.

Frischer Fisch spielt an der Küste eine große Rolle

In Hafenorten wie Agaete oder Puerto de Mogán findet man häufig Fisch und Meeresfrüchte auf den Speisekarten. Welche Arten angeboten werden, hängt von Saison, Fang und Restaurant ab.

Einfach zubereiteter Fisch mit Kartoffeln und Mojo passt hervorragend zur kanarischen Küche. Auch Suppen und verschiedene Reisgerichte sind verbreitet.

Wer regionale Küche kennenlernen möchte, sollte sich ruhig von den stark international ausgerichteten Restaurants der großen Ferienzentren entfernen und kleinere lokale Lokale ausprobieren.

Bienmesabe ist etwas für Naschkatzen

Wer Süßes mag, kann nach Bienmesabe Ausschau halten. Die kanarische Spezialität wird unter anderem mit Mandeln hergestellt und besitzt eine intensive Süße.

Sie wird beispielsweise zu Eis oder anderen Desserts serviert. Gerade in den Mandelregionen des Inselinneren passt die Spezialität hervorragend zum kulinarischen Gesamtbild.

Auch andere Desserts mit Mandeln, Honig und regionalen Zutaten zeigen, dass Gran Canarias Küche wesentlich mehr zu bieten hat als die typischen Gerichte der Hotelbuffets.

Ein Mietwagen eröffnet die größte Freiheit

Wer ausschließlich einen Strandurlaub plant, benötigt auf Gran Canaria nicht zwingend ein Auto. Für das Inselinnere und abgelegenere Regionen bietet ein Mietwagen jedoch deutlich mehr Flexibilität.

Entfernungen wirken auf der Karte häufig gering, können aufgrund kurviger Bergstraßen aber wesentlich länger dauern als erwartet. Deshalb sollte man einen Tagesplan nicht mit zu vielen Stationen füllen.

Besonders schön sind Rundfahrten, bei denen genügend Zeit für spontane Aussichtspunkte, kleine Orte und längere Pausen bleibt.

Öffentliche Busse verbinden viele Orte

Gran Canaria besitzt ein vergleichsweise umfangreiches Busnetz. Las Palmas und die großen Ferienregionen sind gut miteinander verbunden, sodass sich viele Ziele auch ohne Mietwagen erreichen lassen.

Für abgelegenere Wandergebiete und kleinere Bergdörfer ist die Planung allerdings aufwendiger. Fahrpläne sollten deshalb vor dem Ausflug aktuell geprüft werden.

Wer hauptsächlich Las Palmas, Maspalomas, Playa del Inglés und andere größere Orte besuchen möchte, kann einen Urlaub jedoch durchaus ohne eigenes Auto gestalten.

Blick auf den Anfi del Mar Strand auf Gran Canaria mit Palmen, Sonnenliegen und türkisblauem Meer.
Gran Canaria – Anfi del Mar Strand mit Palmen und weißem Sand – Bildnachweis: Balate Dorin – Stock-ID: 1481741981

Der Norden und Süden unterscheiden sich deutlich

Eine der wichtigsten Erkenntnisse während einer Gran-Canaria-Reise ist, dass nicht jede Region gleich aussieht. Der Süden ist tendenziell trockener und sonniger, während Passatwolken im Norden und in höheren Lagen häufiger für grünere Landschaften sorgen.

Dadurch kann man morgens bei Sonnenschein in Maspalomas starten und wenig später in den Bergen zwischen Wolken stehen. Für Tagesausflüge sollte deshalb immer auch das Wetter im Zielgebiet geprüft werden.

Eine leichte Jacke gehört bei Fahrten ins Gebirge selbst dann ins Gepäck, wenn am Strand sommerliche Temperaturen herrschen.

Gran Canaria ist ein Ganzjahresziel

Das milde Klima macht Gran Canaria ganzjährig zu einem beliebten Reiseziel. Besonders im europäischen Winter suchen viele Urlauber auf den Kanaren Sonne und angenehmere Temperaturen.

Frühling und Herbst eignen sich hervorragend für eine Kombination aus Wandern, Rundfahrten und Strand. Im Sommer kann es vor allem in tieferen und südlichen Regionen sehr warm werden.

Für Bergwanderungen sind Temperatur, Wind und Wolken entscheidender als die reine Jahreszeit. Die Bedingungen können sich mit zunehmender Höhe schnell verändern.

Eine Woche ist ein guter Einstieg

Wer Gran Canaria zum ersten Mal besucht, sollte ungefähr eine Woche einplanen. Damit lassen sich Strandtage mit mehreren Ausflügen kombinieren.

Zwei Wochen ermöglichen ein deutlich entspannteres Tempo. Dann bleibt genügend Zeit für Las Palmas, das Inselinnere, verschiedene Küstenorte und mehrere Tage am Meer.

Wer gerne wandert und kleine Dörfer erkundet, kann Gran Canaria problemlos noch länger bereisen. Gerade abseits der großen Ferienorte gibt es zahlreiche Gegenden, die bei einem kurzen Aufenthalt häufig übersehen werden.

Gran Canaria zeigt auf kleiner Fläche erstaunlich viele Welten

Die große Stärke Gran Canarias liegt in den Gegensätzen. Morgens kann man durch die Dünen von Maspalomas laufen, wenige Stunden später zwischen den Bergen von Tejeda stehen und den Abend in einem Hafenort verbringen.

Las Palmas bringt zusätzlich Großstadtleben und Geschichte ins Spiel, während Agaete, Artenara und andere kleinere Orte die ruhigere Seite der Insel zeigen. Strände, Schluchten, Kiefernwälder und vulkanische Felsformationen sorgen dafür, dass selbst längere Aufenthalte abwechslungsreich bleiben.

Landschaft auf Gran Canaria mit dem markanten Felsen Roque Nublo, umgeben von Bergen und Wäldern.
Gran Canaria – Panorama mit dem Roque Nublo und Blick auf die Berge der Kanarischen Inseln – Bildnachweis: DaLiu – Stock-ID: 2153397121

Auch kulinarisch lohnt sich der Blick über die touristischen Zentren hinaus. Papas arrugadas mit Mojo, Gofio, kanarischer Käse, Fisch und Mandelspezialitäten gehören ebenso zu einer Reise wie Strand und Sonne.

Wer Gran Canaria nur als Ziel für einen klassischen Badeurlaub betrachtet, verpasst deshalb einen großen Teil der Insel. Ein Mietwagen, einige Wanderschuhe und ein paar Tage abseits der Küste reichen bereits aus, um ein vollkommen anderes Gran Canaria kennenzulernen.

Wart ihr schon einmal auf Gran Canaria? Was hat euch am besten gefallen – Maspalomas, Las Palmas, Puerto de Mogán oder die Bergwelt rund um Tejeda? Schreibt eure Erfahrungen und Gran-Canaria-Tipps gerne in die Kommentare.


AI-Assisted: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft und redaktionell überarbeitet.