Teurer reisen, schneller wieder weg: Was die neuen Zahlen für Mallorca, Ibiza und die Nebensaison bedeuten 🌴💶

Wie das Inselradio in seinem Artikel berichtet, zeichnet sich auf den Balearen ein klarer Trend ab, der auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt.

Ein roter Koffer steht in Mallorca am Wasser, im Hintergrund ist die Kathedrale von Palma unscharf zu sehen.
Ankommen in Mallorca mit Blick auf die Kathedrale – Bildnachweis: AntonioGuillem – iStock-Datei-ID: 470134940

Mehr Urlauber aber kürzere Aufenthalte. Im Jahr 2025 reisten insgesamt mehr Menschen auf die Balearen, trotzdem verbrachten sie dort im Durchschnitt weniger Zeit. Unterm Strich kamen rund 323.000 zusätzliche Gäste auf die Inseln, was einem Zuwachs von knapp 1,7 Prozent entspricht. Gleichzeitig sank die mittlere Aufenthaltsdauer auf etwas mehr als sechs Tage.

Ein wichtiger Grund liegt in den gestiegenen Reisekosten. Wenn Flüge, Unterkünfte und Ausgaben vor Ort teurer werden, reagieren viele mit einer kürzeren Reisedauer. Besonders deutlich zeigt sich das auf Ibiza und Formentera, wo der Aufenthalt im Schnitt nur noch etwa fünf Tage beträgt.

Aus Sicht der Balearenregierung hat diese Entwicklung auch eine spürbare Nebenwirkung. Wenn mehr Reisen auf kürzere Zeiträume verteilt werden, kann das die besonders belasteten Sommermonate etwas entlasten. Vor diesem Hintergrund wurde die geplante Erhöhung der Nachhaltigkeits-Touristensteuer zunächst gestoppt und vorerst nicht umgesetzt.

Eine Frau steht in Mallorca oberhalb einer türkisfarbenen Bucht mit hellem Sandstrand und Felsen.
Traumhafte Badebucht auf Mallorca von oben – Bildnachweis: ellobo1 – iStock-Datei-ID: 911513804

Gleichzeitig bleibt ein anderes Ziel schwierig. Die Nebensaison soll eigentlich gestärkt werden, damit sich die Besucherströme besser über das Jahr verteilen. Zuletzt ließ dieser Effekt jedoch wieder nach. Vor allem zum Jahresende kamen weniger Gäste auf die Inseln, was darauf hindeutet, dass der Schwung außerhalb der Hauptsaison noch nicht dauerhaft stabil ist.