Die 5 schönsten Orte am Mittelmeer, die Lust auf Meer, Altstadtgassen und laue Sommerabende machen

Die Mittelmeerküste ist wie ein langer, bunter Faden, an dem sich Städte, Dörfer und Inseln aufreihen. Du findest lebhafte Metropolen, kleine Häfen, weiße Dörfer an Felsküsten und lange Strände, an denen die Zeit langsamer läuft. Zwischen Wellen, Promenaden und alten Mauern kannst du jeden Reisetag anders füllen.

Blick vom Park Güell in Barcelona über die Stadt mit buntem Mosaikgeländer und Gaudí-Bauten.
Park Güell Aussicht über Barcelona im Abendlicht – Bildnachweis: Gatsi – iStock-Datei-ID: 625648834

Mal spazierst du durch enge Gassen, mal fährst du mit dem Boot in eine Bucht, mal sitzt du einfach mit einem Glas Wein in der Hand und siehst zu, wie die Sonne im Meer verschwindet. Überall begegnen dir verschiedene Sprachen, Küchen und Traditionen, die trotzdem durch Licht, Wasser und Olivenbäume verbunden sind. Fünf Orte zeigen dir besonders gut, wie unterschiedlich die Strände, Städte und Inseln am Mittelmeer sein können. Vielleicht ist einer davon dein nächstes Ziel.

Barcelona – Stadtstrand, Gaudí und Stadtleben

Barcelona ist eine der Städte, in denen du an einem Tag fast alles bekommst. Du kannst morgens an der Barceloneta am Strand spazieren, mittags durch das Gotische Viertel laufen und nachmittags vor der Sagrada Família stehen. Überall taucht Gaudí auf, in der Kirche, im Park Güell, in Häusern an der Passeig de Gràcia. Die Rambla verbindet Placa de Catalunya und Hafen. In Seitengassen findest du Tapas Bars und kleine Läden. Oben auf dem Montjuïc liegen Parks, Aussichtspunkte und Museen, von denen du weit über Hafen und Stadt schaust.

Luftaufnahme der Sagrada Família in Barcelona, umgeben von dicht bebauten Straßenzügen.
Sagrada Família mitten im Häusermeer von Barcelona – Bildnachweis: Cristian Lourenço – iStock-Datei-ID: 2211829947

Ausflüge führen dich an die Costa Brava mit ihren Buchten und Felsen oder ins Hinterland nach Montserrat mit dem Kloster im Gebirge. Abends ist Barcelona lebhaft, mit Bars, Musik und vielen Menschen auf Plätzen und in den Straßen. Essen bedeutet hier viel mehr als nur satt werden. Tapas, Meeresfrüchte, Paella, Märkte wie die Boqueria und moderne Lokale machen es leicht, jeden Tag etwas Neues zu probieren.

Nizza – Côte d’Azur zwischen Stadt, Strand und Hügeln

Nizza liegt direkt an der französischen Riviera und verbindet Stadtleben und Meer fast nahtlos. Die Promenade des Anglais zieht sich an der Bucht entlang, dahinter liegen Kiesstrand und Wasser. Im alten Zentrum wird es enger und bunter, mit Märkten, schmalen Gassen und kleinen Plätzen. Vom Burgberg aus siehst du die ganze Küste im Bogen vor dir.

Panorama der Altstadt von Nizza mit orangefarbenen Dächern, Kirchtürmen und Hügeln im Hintergrund an der Côte d’Azur.
Blick über die Altstadt von Nizza an der Côte d’Azur – Bildnachweis: kim willems – iStock-Datei-ID: 2238028650

Von Nizza aus erreichst du schnell andere Orte an der Côte d’Azur. Du kannst nach Villefranche sur Mer, Antibes oder Cannes fahren, in kleine Häfen schauen und an Stadtstränden baden. Das Hinterland mit Hügeldörfern und Weinbergen zeigt eine ruhigere Seite. Die Küche ist mediterran, mit Fisch, Gemüse, Olivenöl, Socca, Salade niçoise und vielem mehr. Im Sommer wird es lebhaft und mondän, im Frühling und Herbst bleibt das Licht schön und die Tage sind oft mild genug für lange Spaziergänge am Wasser.

Amalfiküste – Dörfer an der Steilküste

Die Amalfiküste wirkt, als hätte jemand Häuser direkt in Felsen gepflanzt. Dörfer wie Positano, Amalfi oder Ravello liegen an steilen Hängen, die fast senkrecht ins Meer fallen. Gassen, Treppen und Terrassen verbinden alles, dazwischen wachsen Zitronen und Bougainvillea. Die Küstenstraße schlängelt sich mit vielen Kurven an der Felskante entlang und bietet ständig neue Ausblicke auf Buchten und das offene Meer.

Blick auf Positano an der Amalfiküste mit bunten Häusern am Steilhang und Strand am tiefblauen Meer.
Positano an der Amalfiküste im Sommerlicht – Bildnachweis: carmengabriela – iStock-Datei-ID: 2162808252

Du kannst mit Booten zwischen Orten hin und her fahren, in kleinen Buchten baden und Ausflüge nach Capri oder an den Vesuv und nach Pompeji planen. Die Küche ist leicht und aromatisch. Pasta, Fisch, Meeresfrüchte, Zitronengerichte, Limoncello und einfache Süßspeisen bestimmen viele Karten. In der Hauptsaison ist die Küste sehr gefragt. Schön ist es, wenn du dir Zeit für langsamere Wege nimmst, ab und zu einen Bus oder ein Boot statt des Autos nimmst und die Abende auf Terrassen mit Blick auf das Wasser verbringst.

Dubrovnik – Stadtmauer und Inseln in Dalmatien

Dubrovnik sitzt wie eine steinerne Festung an der Adriaküste. Die Altstadt ist von einer kompletten Mauer umgeben, auf der du einmal herumgehen kannst. Dabei blickst du auf rote Dächer, das Meer und die Felsen unter dir. In den Gassen liegen Kirchen, Klöster, kleine Plätze und Cafés dicht beieinander. Vom Berg oberhalb der Stadt siehst du in der einen Richtung die Altstadt, in der anderen Richtung das Hinterland und Inseln.

Blick auf Dubrovnik mit Festungsmauern, orangefarbenen Dächern und Booten im türkisblauen Hafen.
Altstadtpanorama über dem Hafen von Dubrovnik – Bildnachweis: Goran Safarek – iStock-Datei-ID: 1339306716

Direkt vor Dubrovnik liegt Lokrum, eine grüne Insel für Spaziergänge und Badeplätze. Ein Stück weiter warten die Elafiten Inseln mit kleinen Dörfern, Stränden und viel Ruhe. Etwas weiter weg kannst du Weinregionen und den Nationalpark Mljet kennenlernen. Essen bedeutet hier viel Fisch und Meeresfrüchte, dazu einfache Grillgerichte, Olivenöl, Käse und lokale Weine. In den Sommermonaten ist Dubrovnik sehr voll. Früh am Morgen und später am Abend zeigt sich die Stadt von einer ruhigeren Seite und wirkt fast wie eine kleine Bühne für Altstädte am Meer.

Santorin – Weiße Häuser und Kraterrand am Meer

Santorin ist die Insel, die viele mit dem typischen Bild einer griechischen Insel verbinden. Weiße Häuser mit blauen Kuppeln, schmale Gassen und Terrassen kleben am Rand einer vulkanischen Caldera. In Orten wie Fira und Oia schaust du von oben auf das dunkle Meer und die steilen Felskanten. Sonnenuntergänge ziehen viele Menschen an die Kante, weil Licht und Farben hier besonders intensiv wirken.

Weiß getünchte Häuser und blaue Kuppeln in Oia auf Santorin mit Blick auf das tiefblaue Meer und die Caldera.
Oia auf Santorin leuchtet über der Caldera – Bildnachweis: Maglara – iStock-Datei-ID: 1145450965

Auf der anderen Seite der Insel liegen Strände mit schwarzem oder rotem Sand, die zeigen, dass Santorin ein Vulkan ist. Du kannst Bootstouren zu kleinen Inseln im Krater machen, heiße Quellen besuchen oder durch Weinregionen laufen, in denen Reben niedrig am Boden wachsen. Die Küche ist typisch griechisch, mit Gemüse, Feta, Olivenöl, Meze, Fisch und lokalen Spezialitäten. In der Hochsaison ist Santorin sehr gefragt und eher teuer. In der Vor und Nachsaison ist es ruhiger, das Meer aber frischer.

Was das Mittelmeer als Reiseziel ausmacht

Eine Reise an die Mittelmeerküste bedeutet oft kurze Wege, viel Wasser und eine starke Mischung aus Alltag und Urlaub. Vom deutschen Süden aus kannst du mit dem Auto in ein bis zwei Tagen an viele Küstenabschnitte in Frankreich oder Italien fahren. Mit dem Flugzeug bist du aus Deutschland in wenigen Stunden in Städten wie Barcelona, Nizza, Neapel, Split, Athen oder auf Inseln. Vor Ort kommst du mit Zügen, Bussen, Booten und Mietwagen weiter. Fähren verbinden viele Inseln und Küstenorte, besonders im Sommer.

Luftaufnahme von Barceloneta mit goldenem Sandstrand, W-Hotel und dem Hafen von Barcelona bei klarem Himmel.
Barcelona – Barceloneta-Strand und Hafen – Bildnachweis: Aimee Tavares – iStock-Datei-ID: 1468554098

Im Sommer ist es heiß und voller, dafür ist das Meer warm und das Leben spielt sich bis spät draußen ab. Im Frühling und Herbst sind Temperaturen milder. Du kannst leichter wandern, Städte erkunden und auf Märkten bummeln. Das Meer ist im Frühherbst oft noch angenehm zum Baden. Im Winter ist das Mittelmeer deutlich ruhiger. Viele Badeorte fahren ihr Angebot zurück, Städte bleiben aber lebendig. In einigen Regionen kannst du an der Küste spazieren und einen Tag später in den Bergen etwas Schnee sehen.

Eine Stadt klebt an steilen Klippen über dem Meer, mit Bögen, Häusern und einer Straße direkt am Wasser.
Mittelmeerküste mit Klippenstadt und Uferstraße – Bildnachweis: Aleh Varanishcha – iStock-Datei-ID: 926979762

Kulinarisch ist die Region ein Traum, wenn du einfache, gute Produkte magst. Vieles dreht sich um Küche mit Gemüse, Olivenöl, Brot, Fisch, Meeresfrüchten, Käse und Wein. Von Tapas in Spanien über Pastagerichte in Italien, Bouillabaisse in Frankreich und Meze in Griechenland bis zu Grillgerichten und süßen Desserts findest du in fast jedem Land Variationen derselben Grundzutaten. Feste und Veranstaltungen ziehen sich durchs Jahr. Musikfestivals im Sommer, Filmfestivals, Weinfeste, religiöse Prozessionen zu Ostern oder an Feiertagen und Stadtfeste bringen dir die Kultur der Orte näher.

Weiße Häuser stehen auf Felsen am Meer, während ein kleines Boot im klaren Wasser treibt.
Mittelmeerküste mit glasklarem Wasser und Küstendorf – Bildnachweis: RobertBreitpaul – iStock-Datei-ID: 918898210

Am Ende macht eine Reise ans Mittelmeer die Mischung aus Meer, Licht, Geschichte und Sommerabende besonders. Du kannst tagsüber aktiv sein und wirst abends fast automatisch langsamer, wenn du irgendwo am Wasser sitzt.

Warst du schon einmal an der Mittelmeerküste unterwegs und hast vielleicht einen dieser Orte besucht oder ganz andere Lieblingsplätze entdeckt? Wir freuen uns jederzeit über deine Kommentare und deine persönlichen Tipps zu Reisen ans Mittelmeer.