Salerno: Sehenswürdigkeiten, Meer und Ausflüge zur Amalfiküste
Salerno liegt in Kampanien am gleichnamigen Golf und wird von vielen Reisenden vor allem als Ausgangspunkt für Amalfi, Positano oder Paestum genutzt. Dabei besitzt die Stadt selbst genügend Sehenswürdigkeiten für mehrere abwechslungsreiche Tage. Eine lebendige historische Altstadt, eine lange Uferpromenade und eine bis ins Mittelalter reichende Wissenschaftsgeschichte verleihen Salerno einen eigenen Charakter.

Im Vergleich zum nahe gelegenen Neapel wirkt die Stadt überschaubarer und ruhiger. Gleichzeitig ist Salerno keine künstliche Ferienkulisse, sondern eine echte italienische Hafenstadt, in der Studierende, Familien, Geschäftsleute und Reisende denselben öffentlichen Raum teilen.
Viele wichtige Orte liegen zwischen dem Bahnhof, dem Meer und den höher gelegenen Gassen des Centro Storico. Dadurch lässt sich Salerno gut zu Fuß entdecken. Wer länger bleibt, kann die Stadt außerdem als entspannte Basis für Ausflüge an die Amalfiküste und ins Cilento nutzen.

Das Centro Storico zeigt die älteste Seite der Stadt
Die Altstadt beginnt nur wenige Schritte hinter der modernen Einkaufszone. Enge Gassen, kleine Plätze und historische Paläste bilden ein dichtes Netz zwischen Via dei Mercanti, Via Duomo und den Hängen unterhalb des Castello di Arechi.
Die Via dei Mercanti war über Jahrhunderte eine wichtige Handelsstraße. Heute führt sie an Geschäften, Cafés, Kirchen und versteckten Innenhöfen vorbei. Besonders am frühen Vormittag lässt sich das historische Salerno angenehm und ohne große Besuchergruppen erkunden.
Ein Rundgang sollte nicht zu streng geplant werden. Kleine Treppen, Durchgänge und Nebenstraßen führen immer wieder zu überraschenden Orten. Rund um Largo Barbuti, Palazzo Fruscione und San Pietro a Corte sind noch Spuren der langobardischen Stadtgeschichte sichtbar.
Der Dom San Matteo ist das wichtigste Wahrzeichen Salernos
Die Cattedrale di San Matteo steht im Herzen der Altstadt und gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Sie wurde nach der normannischen Eroberung Salernos zwischen 1080 und 1085 errichtet und später mehrfach umgestaltet.
Der Zugang erfolgt durch die Porta dei Leoni in einen eindrucksvollen Kreuzgang. Antike Säulen, erhöhte Rundbögen und der romanische Glockenturm erzeugen eine ungewöhnliche Mischung aus normannischer und mediterraner Architektur. Eine byzantinische Bronzetür bildet den Haupteingang in die Kirche.
Im Inneren befinden sich mehrere kunstvoll gestaltete Bereiche. Besonders sehenswert ist die reich dekorierte Krypta, in der die Gebeine des Evangelisten Matthäus verehrt werden. Auch das Grab von Papst Gregor VII. gehört zu den wichtigen historischen Stationen des Doms von Salerno.
Da der Dom weiterhin religiös genutzt wird, sollten Gottesdienste respektiert und aktuelle Besichtigungszeiten geprüft werden.
San Giorgio überrascht hinter einer schlichten Fassade
Nur wenige Schritte vom Dom entfernt liegt die Kirche San Giorgio. Von außen wirkt sie eher unauffällig, doch im Inneren öffnet sich einer der prachtvollsten barocken Kirchenräume Salernos.
Fresken, vergoldete Verzierungen und farbiger Marmor prägen die Barockkirche San Giorgio. Unter dem heutigen Fußboden wurden außerdem Reste einer älteren, bemalten Apsis entdeckt, die auf die lange Geschichte des religiösen Standorts hinweisen.
Die Kirche lässt sich gut mit dem Dom und dem Diözesanmuseum verbinden. Gemeinsame Besuchspässe können angeboten werden, wobei Preise und Zugänge vor Ort überprüft werden sollten.

San Pietro a Corte führt durch mehrere Epochen
Der monumentale Komplex San Pietro a Corte gehört zu den spannendsten, aber weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Salerno. An diesem Ort treffen römische Überreste, langobardische Architektur und spätere kirchliche Umbauten aufeinander.
Die Palastkapelle wurde im 8. Jahrhundert für Fürst Arechi II. errichtet. Sie ist das wichtigste erhaltene Zeugnis seines früheren Palastes und erinnert an die Zeit, als Salerno ein bedeutendes Zentrum der Langobarden war.
Da nicht immer sämtliche Bereiche zugänglich sind, lohnt sich eine aktuelle Prüfung der Öffnungszeiten. Der Besuch ergänzt den klassischen Stadtrundgang um eine besonders interessante archäologische Perspektive.
Die medizinische Geschichte machte Salerno in Europa berühmt
Im Mittelalter entwickelte sich in Salerno eine der bedeutendsten medizinischen Lehrtraditionen Europas. Die Scuola Medica Salernitana verband Wissen aus verschiedenen kulturellen Räumen und gilt als frühes Zentrum systematischer medizinischer Ausbildung.
Das Virtuelle Museum der Medizinischen Schule befindet sich in der ehemaligen Kirche San Gregorio an der Via dei Mercanti. Multimediale Inszenierungen erzählen von Ärzten, Heilmethoden und der Weitergabe medizinischen Wissens. Die Ausstellung wurde 2023 technisch erneuert.
Ergänzend zeigt das Museo Roberto Papi historische Instrumente, eingerichtete Behandlungsräume und medizinische Objekte. Gemeinsam vermitteln die Museen, warum Salerno über Jahrhunderte als Hippocratica Civitas bekannt war.
Der Giardino della Minerva verbindet Pflanzen und Heilkunst
Oberhalb der Altstadt liegt der terrassenförmig angelegte Giardino della Minerva. Der historische Garten ist eng mit Matteo Silvatico und der medizinischen Tradition Salernos verbunden. Heute wachsen dort zahlreiche Heil- und Nutzpflanzen, die nach Prinzipien antiker und mittelalterlicher Medizin erklärt werden.
Treppen, Wasserläufe und Terrassen führen den Hang hinauf. Dabei öffnen sich schöne Ausblicke über die Dächer von Salerno bis zum Meer. Ein kleiner Ausschank bietet unter anderem Kräutertees an.
Für den Besuch sollten aktuelle Zeiten beachtet werden. Der Garten ist nicht täglich geöffnet und kann bei Veranstaltungen oder Wartungsarbeiten eingeschränkt zugänglich sein. Nach aktuellem Angebot gibt es außerdem ein Kombiticket mit den medizinischen Museen.
Das Castello di Arechi bietet den großen Panoramablick
Hoch über der Stadt liegt das Castello di Arechi auf dem Bonadies-Hügel. Die Festungsanlage befindet sich ungefähr 300 Meter über dem Meer und wurde unter dem Langobardenfürsten Arechi II. im 8. Jahrhundert erheblich erweitert.
Von den Mauern und Terrassen reicht der Blick über die Stadt Salerno, den Hafen und den gesamten Golf. Besonders am späten Nachmittag ist die Aussicht eindrucksvoll, wenn das Licht weicher wird und sich die Küstenlinie deutlicher abzeichnet.
Im Inneren befinden sich archäologische Funde und Ausstellungsbereiche. Der Zugang erfolgt über eine kurvenreiche Straße oder über Wanderwege, wobei der Aufstieg zu Fuß eine gute Kondition erfordert.
Öffnungszeiten und Verkehrsverbindungen können sich verändern. Wer den Sonnenuntergang erleben möchte, sollte außerdem die Rückfahrt frühzeitig organisieren.

Der Lungomare Trieste ist Salernos großes Wohnzimmer
Die Uferpromenade gehört zu den angenehmsten Orten der Stadt. Palmen, Sitzbänke und breite Fußwege begleiten das Meer über eine lange Strecke. Cafés und freie Blicke auf beide Seiten des Golfs machen den Lungomare Trieste zu einem beliebten Treffpunkt.
Am Morgen gehen Einheimische spazieren oder joggen, während sich am Abend Familien und Freundesgruppen entlang der Promenade treffen. Der Blick auf Fähren, Fischerboote und die Berge der Küste vermittelt sofort ein entspanntes süditalienisches Lebensgefühl.
Der Lungomare verbindet Bahnhof, Stadtzentrum, Villa Comunale und Hafenbereiche. Dadurch eignet er sich auch als angenehme Orientierungslinie für den ersten Tag.
Santa Teresa bringt Strandgefühl in die Innenstadt
Westlich des historischen Zentrums liegt der Stadtstrand Santa Teresa. Er befindet sich unmittelbar zwischen Altstadt, Piazza della Libertà und Meer und ist dadurch besonders leicht erreichbar.
Der Strand eignet sich für eine kurze Pause, zum Sonnen oder für einen Blick auf den Hafen. Er ersetzt nicht die weitläufigeren Strände Kampaniens, bietet aber eine schöne Möglichkeit, Stadtbesichtigung und Meer miteinander zu verbinden.
Wasserqualität, Wellengang und mögliche saisonale Regeln sollten vor dem Baden beachtet werden. Wer einen ganzen Strandtag plant, findet außerhalb des Zentrums oder südlich von Salerno meist mehr Platz.
Piazza della Libertà zeigt das moderne Salerno
An der westlichen Seite der Innenstadt liegt die große Piazza della Libertà. Sie verbindet den Lungomare mit dem Hafen und dem halbkreisförmigen Gebäudekomplex Crescent. Der Platz gehört zu den auffälligsten neueren Stadtentwicklungsprojekten Salernos.
Die offene Fläche bildet einen starken Kontrast zu den engen Gassen des Centro Storico. Von hier reicht der Blick über das Wasser, zum Hafen und zurück zur historischen Stadtsilhouette.
Besonders am Abend eignet sich die Piazza für einen Spaziergang. Die moderne Architektur ist zwar nicht unumstritten, zeigt aber, dass Salerno nicht ausschließlich von seiner Vergangenheit lebt.
Die Villa Comunale ist eine ruhige grüne Pause
Zwischen Altstadt und Lungomare liegt die Villa Comunale. Der historische Stadtgarten wurde nach der italienischen Einigung angelegt und besitzt seltene Pflanzen, schattige Wege und eine angenehm ruhige Atmosphäre.
Die Anlage eignet sich gut für eine Pause nach dem Stadtrundgang. Im Winter wird sie häufig in die bekannten Luci d’Artista einbezogen, wenn zahlreiche Lichtinstallationen Salerno in eine farbenfrohe Abendkulisse verwandeln.
Da Termine und Installationen jährlich wechseln, sollte das aktuelle Veranstaltungsprogramm vor einer Winterreise geprüft werden.

Luci d’Artista verwandelt Salerno im Winter
In der Advents- und Winterzeit ist Salerno für seine großen Lichtinstallationen bekannt. Straßen, Plätze, Gärten und historische Gebäude werden dabei mit thematischen Kunstwerken beleuchtet.
Die Luci d’Artista in Salerno ziehen viele Besucher an und sorgen besonders an Wochenenden für volle Straßen, höhere Hotelpreise und stärkeren Verkehr. Wer die Veranstaltung erleben möchte, sollte Unterkunft und Anreise frühzeitig organisieren.
Die genaue Dauer, die Motive und die Standorte werden für jede Ausgabe neu festgelegt. Eine aktuelle Karte führt unter anderem an Dom, Villa Comunale, Castello di Arechi und weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei.
Essen in Salerno bedeutet Meer, Büffelmozzarella und einfache Küche
Die Küche Salernos ist eng mit Kampanien und dem Meer verbunden. Auf vielen Speisekarten stehen frischer Fisch, Muscheln, Pasta und Gemüsegerichte. Besonders beliebt sind Scialatielli mit Meeresfrüchten, Alici und unterschiedliche Zubereitungen von Tintenfisch.
Aus der Umgebung stammt außerdem die berühmte Mozzarella di Bufala Campana. Südlich von Salerno, besonders rund um Battipaglia und Paestum, liegen zahlreiche Käsereien und landwirtschaftliche Betriebe.
Auch Pizza gehört selbstverständlich zum kulinarischen Alltag. Salerno besitzt eine eigene, lebendige Pizzeria-Kultur, die weniger touristisch wirken kann als in den bekanntesten Bereichen Neapels.
Zum Abschluss passen Zitronendesserts, Sfogliatelle oder ein Gelato während des Spaziergangs über den Lungomare.
Die Altstadt wird am Abend besonders lebendig
Rund um Via dei Mercanti, Largo Campo und die Seitenstraßen des historischen Zentrums liegen Restaurants, Weinbars und kleine Lokale. Sobald die Geschäfte schließen, verlagert sich das Leben stärker auf die Plätze und in die Gassen der Altstadt.
Salerno besitzt ein lebendiges, aber meist nicht übertriebenes Nachtleben. Besonders am Wochenende treffen sich Studierende und jüngere Einwohner in den Bars des Zentrums.
Wer eine ruhige Unterkunft bevorzugt, sollte auf die genaue Lage des Zimmers achten. Direkt über einer beliebten Bar kann es vor allem in warmen Monaten bis spät am Abend laut bleiben.
Vietri sul Mare ist der nächste Ausflug an die Amalfiküste
Nur wenige Kilometer westlich von Salerno beginnt mit Vietri sul Mare die berühmte Amalfiküste. Der Ort ist besonders für seine handbemalte Keramik bekannt. Bunte Teller, Fliesen und dekorative Elemente prägen Geschäfte, Fassaden und kleine Werkstätten.
Das historische Zentrum liegt oberhalb des Meeres. Weiter unten befinden sich Marina di Vietri und kleinere Strandbereiche. Vietri lässt sich mit Bus, Bahn, Taxi oder saisonal mit dem Schiff erreichen.
Durch die Nähe eignet sich der Ort auch für einen halben Tag. Wer nur wenig Zeit hat, erhält hier einen ersten Eindruck von der Costiera Amalfitana, ohne bis Amalfi oder Positano weiterfahren zu müssen.
Mit der Fähre nach Amalfi und Positano
Salerno ist einer der praktischsten Ausgangspunkte für Fahrten entlang der Amalfiküste. Saisonale Schnellfähren starten unter anderem am touristischen Hafen bei Piazza della Concordia, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Verbindungen führen zu Orten wie Vietri sul Mare, Cetara, Maiori, Minori, Amalfi und Positano.
Die Fahrt über das Meer bietet einen freien Blick auf die steilen Berge, Terrassen und Küstenorte. Gleichzeitig werden Staus und die schwierige Parkplatzsuche auf der Küstenstraße vermieden.
Fahrpläne sind saison- und wetterabhängig. Tickets können online oder an der Anlegestelle gekauft werden, wobei in der Hauptsaison eine frühzeitige Buchung sinnvoll ist.
Die Amalfiküste gehört aufgrund ihrer Verbindung aus dramatischer Landschaft, historischen Orten und terrassierter Landwirtschaft zum UNESCO-Welterbe.
Cetara ist klein, kulinarisch und besonders charmant
Cetara liegt zwischen Salerno und Amalfi und ist für seine Fischereitradition bekannt. Der kompakte Ort besitzt einen kleinen Hafen, einen Strand und enge Gassen, die sich am Hang hinaufziehen.
Eine lokale Spezialität ist die Colatura di Alici, eine intensiv würzige Fischsauce aus Sardellen. Sie wird sparsam zu Pasta, Gemüse oder Brot verwendet und gehört zu den charakteristischsten Produkten der Küste.
Cetara eignet sich gut für Reisende, die einen kleineren und bodenständigeren Küstenort suchen. Mit der Fähre lässt sich der Besuch entspannt mit Salerno verbinden.

Paestum gehört zu den wichtigsten Ausflugszielen
Südlich von Salerno liegt Paestum mit außergewöhnlich gut erhaltenen griechischen Tempeln. Die archäologische Stätte und das zugehörige Museum gehören zu den bedeutendsten antiken Anlagen Italiens.
Drei große Tempel prägen das Gelände, darunter der sogenannte Tempel des Neptun und die Basilika. Das Museum zeigt Funde aus der griechischen, lukanischen und römischen Geschichte der Region.
Paestum lässt sich per Regionalzug erreichen. Vom Bahnhof führt ein Fußweg zur archäologischen Zone. Für Gelände und Museum sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden.
Die Anlage ist Teil der UNESCO-Welterbestätte Cilento und Vallo di Diano mit Paestum, Velia und der Certosa di Padula.
Neapel ist schnell erreichbar
Salerno ist gut in das italienische Bahnnetz eingebunden. Regional-, Intercity- und Hochgeschwindigkeitszüge verbinden die Stadt unter anderem mit Neapel und Rom. Salerno liegt außerdem auf mehreren Frecciarossa-Strecken.
Damit lässt sich Neapel als Tagesausflug besuchen. Die Stadt bietet Museen, historische Gassen, Kirchen und eine weltberühmte Esskultur. Wegen des großen Angebots ist allerdings mindestens eine Übernachtung sinnvoller, wenn Neapel nicht nur oberflächlich erlebt werden soll.
Fahrzeiten und Tickets sollten für den konkreten Reisetag direkt bei Trenitalia oder einem anderen offiziellen Betreiber geprüft werden.
Die beste Reisezeit für Salerno
April bis Juni sowie September und Oktober bieten meist besonders angenehme Bedingungen. Die Temperaturen eignen sich für Stadtbesichtigungen, Fährfahrten und Ausflüge, ohne dass die Sommerhitze jeden Spaziergang erschwert.
Im Juli und August wird es heißer und an der Amalfiküste deutlich voller. Dafür verkehren viele Fähren ab Salerno und das Meer ist angenehm warm.
Der Winter bleibt vergleichsweise mild und eignet sich für Kultur, Gastronomie und ruhigere Spaziergänge. Zur Zeit der Luci d’Artista kann die Stadt jedoch an Wochenenden stärker besucht sein.
Die Anreise nach Salerno
Salerno besitzt einen zentral gelegenen Bahnhof an der Piazza Vittorio Veneto. Von dort sind Corso Vittorio Emanuele, Lungomare und Hafen zu Fuß erreichbar.
Direkte oder umsteigefreie Bahnverbindungen bestehen aus verschiedenen italienischen Großstädten. Wer über Neapel anreist, kann Regional- oder Fernzüge nutzen.
Der Flughafen Salerno-Costa d’Amalfi liegt südöstlich der Stadt und besitzt ein wachsendes, aber wechselndes Flugangebot. Eine weitere Möglichkeit ist der größere Flughafen Neapel. Flugplan und Transfermöglichkeiten sollten immer für den konkreten Reisezeitraum überprüft werden.
Mobilität vor Ort
Bahnhof, Lungomare und Altstadt liegen nah beieinander. Für diesen Bereich ist kein Auto erforderlich. Die oberen Teile des Centro Storico besitzen jedoch Treppen und Steigungen.
Busse verbinden die Innenstadt mit äußeren Stadtteilen und dem Castello-Bereich. Taxis eignen sich für Ziele am Hang, den Flughafen oder späte Rückfahrten.
Ein Mietwagen ist für Salerno selbst eher unpraktisch. Enge Straßen, Verkehr und begrenzte Parkmöglichkeiten machen Bahn, Fähre und Bus häufig zur besseren Wahl. Für abgelegene Orte im Cilento und Hinterland Kampaniens kann ein Fahrzeug dennoch hilfreich sein.

Sicherheit und praktische Hinweise
Salerno lässt sich in den zentralen Bereichen grundsätzlich unkompliziert erkunden. An Bahnhof, Hafen und in vollen Straßen sollten Taschen und Wertgegenstände dennoch aufmerksam verwahrt werden.
In der Altstadt können Treppen und altes Pflaster bei Regen rutschig werden. Bequeme Schuhe sind besonders für den Giardino della Minerva und die höher gelegenen Straßen wichtig.
Bei Fährfahrten können Wind und Wellengang zu Änderungen führen. Rückfahrten sollten nicht zu knapp mit einem Zug oder Flug verbunden werden.
Im Sommer gehören Trinkwasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung zur Grundausstattung. Die Mittagshitze sollte besonders bei Aufstiegen zum Castello di Arechi nicht unterschätzt werden.
Für wen sich Salerno besonders lohnt
Salerno ist ideal für Reisende, die eine italienische Stadt mit Meer, Geschichte und guter Verkehrsanbindung suchen. Kulturinteressierte entdecken normannische, langobardische und barocke Bauwerke, während Genussreisende die Küche Kampaniens kennenlernen können.
Auch für eine Reise ohne Mietwagen ist die Stadt sehr gut geeignet. Bahnhof und Fährhafen ermöglichen Ausflüge nach Neapel, Paestum und an die Amalfiküste.
Weniger passend ist Salerno für Urlauber, die ausschließlich einen großen Sandstrand direkt vor dem Hotel erwarten. Die größte Stärke der Stadt liegt in der Verbindung aus Stadturlaub und Küstenausflügen.
Wie viele Tage sollte man für Salerno einplanen?
Für Altstadt, Dom, Lungomare und Castello sind zwei volle Tage sinnvoll. Dadurch bleibt genügend Zeit, Salerno ohne Eile kennenzulernen.
Mit einer Fährfahrt nach Amalfi oder Positano sollte ein weiterer Tag eingeplant werden. Paestum benötigt ebenfalls mindestens einen halben bis ganzen Tag.
Vier bis fünf Nächte sind ideal, wenn Salerno als Ausgangspunkt für mehrere Ziele in Kampanien und an der Amalfiküste dienen soll.

Häufige Fragen & Antworten für die Reise nach Salerno
Wie viele Tage braucht man für Salerno?
Für die Stadt selbst sind zwei volle Tage empfehlenswert. Mit Amalfiküste und Paestum lohnt sich ein Aufenthalt von vier bis fünf Tagen.
Was sollte man in Salerno unbedingt gesehen haben?
Zu den wichtigsten Orten gehören der Dom San Matteo, die Altstadt, der Giardino della Minerva, der Lungomare Trieste und das Castello di Arechi.
Lohnt sich Salerno als Reiseziel ohne Amalfiküste?
Ja. Die Stadt besitzt eine sehenswerte Altstadt, historische Kirchen, Museen, eine lange Promenade und eine eigenständige gastronomische Kultur.
Kann man Salerno gut zu Fuß erkunden?
Bahnhof, Lungomare und Altstadt liegen nah beieinander. In den oberen Teilen des historischen Zentrums gibt es allerdings Treppen und Steigungen.
Kann man von Salerno mit der Fähre nach Amalfi fahren?
Ja. Während der Saison bestehen Schiffsverbindungen nach Amalfi und zu weiteren Küstenorten. Fahrpläne hängen von Jahreszeit und Wetter ab.
Ist Salerno besser als Unterkunft geeignet als Positano?
Salerno bietet meist mehr Auswahl, eine bessere Bahnanbindung und einfachere Wege. Positano besitzt die spektakulärere Lage, ist aber häufig voller und deutlich schwieriger mit dem Auto erreichbar.
Gibt es in Salerno einen Strand?
Mit Santa Teresa besitzt die Innenstadt einen leicht erreichbaren Stadtstrand. Größere Strandbereiche befinden sich weiter östlich und südlich der Stadt.
Wann ist die beste Reisezeit für Salerno?
Mai, Juni, September und Oktober eignen sich besonders gut für Stadtbesichtigungen und Ausflüge. Im Hochsommer ist es heißer und an der Küste voller.
Lohnt sich Paestum als Tagesausflug?
Ja. Die griechischen Tempel gehören zu den wichtigsten antiken Sehenswürdigkeiten Süditaliens und sind von Salerno mit dem Zug erreichbar.
Braucht man in Salerno einen Mietwagen?
Für die Stadt, Neapel, Paestum und viele Orte der Amalfiküste ist kein Mietwagen notwendig. Bahn und Fähren sind häufig bequemer.
Salerno bleibt als lebendige Küstenstadt zwischen Geschichte und Mittelmeer in Erinnerung
Salerno besitzt nicht die dramatische Berühmtheit Positanos und nicht die überwältigende Größe Neapels. Gerade dadurch wirkt die Stadt angenehm zugänglich. Die Wege sind kürzer, der Alltag bleibt sichtbar und das Meer begleitet viele Spaziergänge.
Der Dom San Matteo, die langobardischen Spuren und die Geschichte der Medizinischen Schule erzählen von einer Vergangenheit, die weit über die Bedeutung einer einfachen Hafenstadt hinausgeht. Lungomare, Altstadtlokale und Piazza della Libertà zeigen dagegen das heutige Salerno.
Hinzu kommt die außergewöhnlich gute Lage. Am Morgen kann man durch historische Gassen laufen, am Nachmittag mit der Fähre entlang der Amalfiküste fahren und am nächsten Tag zwischen den Tempeln von Paestum stehen.
Welche italienischen Orte hast du schon besucht? Kannst du vielleicht einige Plätze und Sehenswürdigkeiten von Salerno empfehlen? Teile deine Erlebnisse und Empfehlungen gerne in den Kommentaren.