Die spektakulärste Schlucht der Tramuntana, die du einmal gesehen haben musst 🏞️🌊
Der Torrent de Pareis ist Mallorca in seiner wildesten Form. Du stehst zwischen senkrechten Felswänden, hörst Wind und manchmal Wasser, und mit jedem Schritt wird die Schlucht enger und beeindruckender. Das Licht wandert über die Steine, es wird stiller, und du merkst schnell, dass das hier kein normaler Spaziergang ist.

Am Ende öffnet sich die Schlucht direkt zum Meer bei Sa Calobra. Dieser Moment ist wie ein kleiner Film, weil plötzlich Sand, Wellen und Weite da sind, nachdem du so lange von Fels umgeben warst. Das fühlt sich nicht nach Ausflug an. Das fühlt sich nach richtigem Abenteuer an.
Wenn du hingehst, plane genug Zeit ein und nimm feste Schuhe, Wasser und etwas Geduld mit. Und geh lieber früher am Tag, dann ist es ruhiger und du kannst den Ort wirklich wirken lassen.
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Wo liegt der Torrent de Pareis
Der Torrent de Pareis liegt im Gemeindegebiet Escorca im Nordwesten der Insel, mitten in der Serra de Tramuntana. Diese Bergwelt ist seit 2011 UNESCO Welterbe und genau das spürst du hier sofort. Alles wirkt groß, roh und fast ein bisschen unwirklich, weil die Felswände so steil und nah zusammenstehen.

Die Schlucht endet unten am Meer bei Sa Calobra. Unten angekommen fühlt es sich an, als würdest du aus einer anderen Welt auftauchen, weil nach all dem Stein plötzlich Wasser, Licht und Weite da sind. Zu der kleinen Bucht kommst du über den Tunnelweg, den du von vielen Fotos kennst. Der Weg ist kurz, aber er baut Spannung auf, weil du die Bucht erst im letzten Moment siehst. Und genau dieser Übergang macht den Ort so besonders.
Warum dieser Ort so besonders ist
Die Route führt durch ein enges Bachbett mit riesigen Felsbrocken. Du kletterst, balancierst und suchst ständig den besten Tritt. Links und rechts steigen die Felswände steil auf. Sie können dabei bis zu 300 Meter hoch sein. Genau dadurch wirkt alles so monumental und gleichzeitig so nah.

Manchmal ist es trocken und staubig. Dann frisst die Schlucht trotzdem Kraft, weil der Untergrund uneben bleibt. Nach Regen kann es schnell rutschig werden. Dann wird es auch rasch gefährlich, weil Wasserstände steigen und Steine wie Seife werden können.
Der Torrent ist kein Spazierweg. Er ist Natur pur und verlangt Respekt. Geh nur mit festen Schuhen, genug Wasser und realistischer Zeitplanung. Und wenn Wetter oder Bedingungen nicht passen, dreh um oder wähle eine sichere Alternative.
Zwei Arten, den Torrent zu erleben
Variante 1: Die einfache Version ab Sa Calobra
Wenn du einfach nur das Gefühl der Schlucht willst, startest du unten am Strand von Sa Calobra und gehst ein Stück in den Torrent hinein. Du läufst so weit, wie es sich für dich gut anfühlt, schaust dir die Felsformationen an und drehst dann wieder um. So bekommst du die Stimmung, ohne dass es zu einer langen Tour wird.
Das ist ideal, wenn du mit Familie unterwegs bist oder wenn du keinen alpinen Tag einplanen willst. Du musst nicht über große Blöcke klettern, und du bleibst näher am Ausgang, falls jemand müde wird. Trotzdem stehen diese gigantischen Wände um dich herum, und die Akustik ist besonders. Jeder Schritt klingt anders, und manchmal reicht schon ein kurzer Abschnitt, damit es sich wie richtiges Abenteuer anfühlt.
Variante 2: Der große Wanderklassiker durch die Schlucht
Die komplette Durchquerung gilt als schwierig und ist nicht ausgeschildert. Laut offizieller Routeninfo in Escorca hat die Tour etwa 8,46 Kilometer und dauert rund 5 Stunden ohne Pausen. In der Praxis brauchst du oft länger, weil du über Felsbrocken kletterst, Umwege suchst und ständig den besten Tritt findest.
Du brauchst Trittsicherheit, Kondition und Erfahrung im Gelände. Es kann richtige Kletterei geben, je nach Abschnitt kann sogar ein Seil sinnvoll sein. Geh die Route nicht allein und prüfe das Wetter vorher sehr genau. Nach Regen verändert sich die Schlucht schnell, und dann wird aus Abenteuer leicht ein Risiko. Wenn du unsicher bist, nimm lieber eine geführte Tour oder bleib bei der kurzen Variante vom Strand aus.

So kommst du nach Sa Calobra und zum Torrent de Pareis
Mit dem Auto
Schon die Anfahrt durch die Tramuntana ist ein Erlebnis. Die Serpentinen hinunter nach Sa Calobra fühlen sich an wie eine kleine Reise für sich, weil sich die Straße spektakulär durch den Fels schraubt. Das berühmteste Element ist der Nus de Sa Corbata. Dort macht die Straße eine Schleife und läuft sogar unter sich selbst durch. Wenn du das zum ersten Mal siehst, bleibst du fast automatisch kurz stehen und schaust zweimal hin.
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Der Entwurf wird dem Ingenieur Antoni Parietti zugeschrieben und wird oft mit den großen Straßenprojekten der 1930er Jahre auf Mallorca verbunden. Fahr hier ruhig, früh und geduldig. Viele Radfahrer sind unterwegs, und im Sommer kann es sich schnell stauen. Mit etwas Puffer wird die Strecke nicht stressig, sondern ein echtes Highlight.
Mit dem Boot ab Port de Sóller
Wenn du die Küste sehen willst, ist das Boot eine wunderschöne Variante. Du fährst entlang der Tramuntana, siehst Klippen, kleine Buchten und das Meer wirkt unterwegs oft noch intensiver als vom Auto aus. Die Fahrt fühlt sich eher wie ein Ausflug an als wie reiner Transport.
Wichtig ist nur, dass die Fahrpläne saisonal sind. In der Hauptsaison gibt es meist mehrere Abfahrten pro Tag, in der Nebensaison oft weniger oder nur an bestimmten Tagen. Prüfe die Zeiten deshalb vorab direkt beim Anbieter und plane ein bisschen Puffer ein, damit du vor Ort nicht hetzen musst. Wenn du es ruhiger magst, nimm eine frühere Abfahrt. Dann ist es oft entspannter und die Lichtstimmung auf dem Wasser ist besonders schön.
Mit dem Bus
Es gibt saisonale Linien in die Tramuntana, und die Fahrpläne ändern sich je nach Jahreszeit. Am sichersten ist der Blick in die offiziellen TIB Fahrpläne kurz vor deiner Tour.

Beste Reisezeit und der Unterschied zwischen Sommer und Winter
Frühjahr bis Frühsommer fühlt sich am besten an
Offiziell wird die Route vor allem für Frühling und Sommer empfohlen.
Dann ist es länger hell, und du hast bessere Bedingungen für die großen Touren. Im Hochsommer ist Sa Calobra dafür oft sehr voll, besonders mittags.
Winter ist ruhiger, aber nicht automatisch leichter
Im Winter ist die Bucht oft deutlich leerer, und das Licht ist für Fotos super. Gleichzeitig können Regen und nasse Felsen die Schlucht gefährlich machen. Genau hier zählt Sicherheit mehr als alles andere, weil Wetter in der Tramuntana schnell kippen kann.

Was du vor Ort erleben kannst
Der Tunnelweg und der erste Wow Moment
Allein der Gang durch den Tunnel Richtung Bucht ist ein kleiner Spannungsaufbau. Dann stehst du plötzlich zwischen den Felsen und blickst aufs Meer. Viele bleiben hier erstmal einfach stehen.
Baden und Pause am Strand
Die kleine Bucht ist wunderschön, aber sie ist kein klassischer Sandstrand wie im Süden. Nimm Badeschuhe mit, wenn du empfindlich bist. Und rechne im Sommer mit vielen Leuten.
In die Schlucht hineingehen
Schon ein kurzes Stück hinein wirkt wie eine andere Welt. Du bekommst Schatten, Felsbögen, kleine Pools je nach Wasserstand und diese besondere Stille, wenn gerade keine Gruppe neben dir ist.
Fotospots, die fast immer funktionieren
Morgens ist das Licht oft weicher, und du hast bessere Chancen auf ruhigere Bilder. Mittags wird es härter, dafür knallen die Kontraste. Wenn du Menschen vermeiden willst, komm sehr früh oder etwas später am Nachmittag.

Ausflüge rund um Sa Calobra, die sich wirklich lohnen
Tramuntana Roadtrip mit Stopps
Wenn du ohnehin über die Ma 10 fährst, mach den Tag rund. Plane unterwegs Aussichtspunkte ein und gönn dir einen Kaffee in einem Bergdorf. So fühlt sich der Weg nicht wie „Anfahrt“ an, sondern wie Teil des Erlebnisses.
Lluc und Escorca als Kontrastprogramm
In der Gegend rund um Escorca spürst du das ruhige Tramuntana Gefühl. Das passt perfekt, wenn du nach dem Torrent noch etwas Entspannung willst, bevor es wieder Richtung Küste geht.
Bootstag ab Sóller
Du kombinierst Meer, Küstenblick und Sa Calobra in einem. Das ist ideal, wenn du Wandern und Baden mischen willst und keine Serpentinen fahren möchtest.
Typisch essen in der Gegend
Unten in Sa Calobra geht es meist unkompliziert zu, weil viele nur für ein paar Stunden da sind. Du findest eher einfache Gerichte und Snacks, die schnell gehen und ohne viel Schnickschnack satt machen. Genau deshalb lohnt sich der große Genuss oft eher unterwegs in der Tramuntana oder danach, wenn du wieder in einem Ort mit mehr Auswahl bist.
Wenn du den Tag als Tramuntana Tour planst, setz dir ein oder zwei kulinarische Stopps als kleines Ziel. Typisch mallorquinisch passt pa amb oli, dazu ein paar Tapas zum Teilen oder ein Fischgericht, wenn du etwas Frisches willst. Nach so viel Natur schmeckt das gleich doppelt gut. Und zum Abschluss geht fast immer etwas Süßes, zum Beispiel eine Ensaimada oder ein kleines Gebäck aus einer Bäckerei am Weg. So fühlt sich der Tag nicht nur nach Aussicht an, sondern nach einem runden Inselmoment.

Ein besonderes Extra im Sommer
Der Torrent ist nicht nur Naturkulisse. Er wird manchmal sogar zur Konzertbühne. In Escorca gibt es ein traditionelles Sommerevent, bei dem Musik direkt im Torrent de Pareis stattfindet. Das ist besonders, weil die Schlucht eine eigene Akustik hat und alles intensiver wirkt als in einem normalen Konzertsaal.
Wichtig ist nur, dass solche Veranstaltungen nicht jedes Jahr gleich ablaufen. Termine, Uhrzeiten und Ablauf können sich ändern, und manchmal hängt vieles von Wetter und Organisation ab. Wenn du sowas gern mitnehmen willst, hör regelmäßig in die lokalen Nachrichten rein oder schau kurz vor deiner Reise in regionale Ankündigungen. So erwischst du die aktuellen Infos, verpasst nichts und kannst den Besuch im Torrent passend planen.
Praktische Tipps für deinen Tag am Torrent de Pareis
Wenn du nur unten in die Schlucht gehst, reicht gute Grundausrüstung. Nimm genug Wasser mit, pack Sonnenschutz ein und trag rutschfeste Schuhe, weil der Untergrund uneben ist und schnell anstrengend werden kann. Eine kleine Snackpause wirkt dort oft wie ein Reset, weil die Schlucht Kraft zieht, auch wenn du nur ein Stück hineinläufst.
Wenn du die komplette Tour machen willst, plane sie wie eine echte Bergtour. Geh nicht allein, prüfe die Wetterlage sehr genau und nimm deutlich mehr Wasser und Energie mit, als du sonst für einen Ausflug einplanen würdest. Rechne mit langsamen Passagen über große Steine, mit Kletterei und mit Momenten, in denen du den Weg suchst. Starte früh, der Zeitpuffer ist hier Gold wert. Und wenn sich Bedingungen komisch anfühlen, dreh lieber um, denn die Natur dort ist kein Spielplatz.

Der Torrent de Pareis ist ein Ort, der Mallorca plötzlich ganz anders zeigt
Er ist rau, beeindruckend und manchmal auch fordernd. Genau das macht den Torrent de Pareis so besonders, weil er sich nicht „gemacht“ anfühlt, sondern wie Natur in Originalgröße. Du merkst es an den Felsbrocken, an den engen Passagen und an der Stille, die plötzlich alles übernimmt.
Wenn du ihn entspannt erleben willst, geh von Sa Calobra ein Stück hinein und genieße die Kulisse. Du bekommst die gigantischen Wände, das Echo und dieses Abenteuergefühl, ohne dass du dich übernehmen musst. Dreh einfach um, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt, und mach daraus deinen eigenen kleinen Naturmoment.
Wenn du Erfahrung hast, wird die komplette Durchquerung zu einem Tag, den du lange im Kopf behältst. Dann ist es weniger ein Ausflug und mehr eine echte Tour, bei der du langsam vorankommst, aber am Ende mit einem Gefühl rausgehst, das richtig stolz macht.
Warst du schon mal am Torrent de Pareis? Oder kennst du noch andere schöne Sehenswürdigkeiten und Wandergebiete auf der Insel? Wir freuen uns jederzeit über ein paar Kommentare.