Ulm: Höchster Kirchturm der Welt, Fischerviertel und viel Geschichte
Ulm ist eine Stadt, die sofort ein klares Bild im Kopf entstehen lässt: das mächtige Münster, die Donau, kleine Gassen, Fachwerkhäuser, Brücken, Wasserläufe und der Blick hinüber nach Neu-Ulm. Die Stadt ist nicht riesig, aber erstaunlich vielseitig. Sie verbindet historische Altstadt, moderne Architektur, Wissenschaftsgeschichte und schöne Ausflugsziele in der Umgebung.

Besonders reizvoll ist die Lage. Ulm liegt in Baden-Württemberg, Neu-Ulm direkt gegenüber in Bayern. Die Donau trennt die beiden Städte, verbindet sie aber gleichzeitig durch Brücken, Uferwege und gemeinsame Stadtmomente. Dadurch wirkt ein Besuch oft abwechslungsreicher, als man es von einer klassischen Mittelstadt erwartet.
Ulm eignet sich sehr gut für ein Wochenende. Am ersten Tag kann man Münster, Rathaus, Fischerviertel und Donau erleben, am zweiten Tag Museen, Kloster Wiblingen, Bundesfestung oder einen Ausflug nach Blaubeuren einbauen. Wer Kultur, Geschichte und kurze Wege mag, wird Ulm schnell sympathisch finden.
Die Stadt hat außerdem eine besondere Mischung aus berühmten Namen und überraschenden Details. Albert Einstein wurde hier geboren, der Löwenmensch gehört zu den bedeutendsten Eiszeitfunden Europas, und das Ulmer Münster bleibt eines der eindrucksvollsten Kirchenbauwerke Deutschlands.

Das Ulmer Münster
Das Ulmer Münster ist das große Wahrzeichen der Stadt. Sein Turm ragt 161,53 Meter hoch in den Himmel und prägt die gesamte Silhouette. Damit besitzt Ulm den höchsten Kirchturm Deutschlands und eines der beeindruckendsten Bauwerke im Land.
Lange galt das Münster auch als höchste Kirche der Welt. Seit 2025 hat die Sagrada Família in Barcelona diesen Titel übernommen, nachdem ihr zentraler Turm 162,91 Meter erreichte. Das nimmt dem Ulmer Münster aber nichts von seiner Wirkung. Wer davorsteht, spürt sofort, wie mächtig dieser Bau ist.
Besonders beeindruckend ist der Aufstieg. Wer die Stufen hinaufsteigt, wird mit einem weiten Blick über Ulm, Neu-Ulm, die Donau und bei gutem Wetter sogar bis zur Schwäbischen Alb belohnt. Der Weg nach oben ist anstrengend, aber für viele Besucher einer der Höhepunkte der Reise.
Auch innen lohnt sich der Besuch. Die hohen Gewölbe, Fenster, das Chorgestühl und die ruhige Atmosphäre zeigen eine andere Seite des Münsters. Es ist nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern ein lebendiger Kirchenraum und ein wichtiger Teil der Stadtidentität.
Münsterplatz und Stadthaus
Der Münsterplatz ist das Herz von Ulm. Hier steht das Münster frei und mächtig im Zentrum, umgeben von Geschäften, Cafés, dem Stadthaus und vielen Wegen in die Altstadt. Der Platz wirkt weit, offen und lebendig.
Das moderne Stadthaus direkt am Münsterplatz setzt einen starken Kontrast zur gotischen Kirche. Diese Mischung aus alt und neu ist typisch für Ulm. Die Stadt hält nicht nur an ihrer Geschichte fest, sondern zeigt auch moderne Architektur und Gegenwart.
Wer zum ersten Mal in Ulm ist, sollte sich am Münsterplatz Zeit nehmen. Hier kann man sitzen, schauen, Kaffee trinken und die Größenverhältnisse wirken lassen. Besonders schön ist der Platz am Morgen, wenn es noch ruhiger ist, oder am Abend, wenn das Münster im warmen Licht steht.
Fischer- und Gerberviertel
Das Fischer- und Gerberviertel gehört zu den schönsten Bereichen von Ulm. Kleine Wasserläufe, Brücken, Fachwerkhäuser, schmale Gassen, alte Handwerkerhäuser und Restaurants schaffen eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Früher war das Viertel eng mit Schiffern, Gerbern und Donaufischern verbunden.
Heute ist der Bereich einer der beliebtesten Orte für Spaziergänge. Man läuft entlang der Blau, entdeckt kleine Brücken, verwinkelte Ecken und Häuser, die sich teilweise deutlich zur Seite neigen. Gerade dieser leicht unperfekte, historische Charakter macht das Viertel so reizvoll.
Am schönsten ist es, wenn man ohne Eile unterwegs ist. Das Fischerviertel lebt von Details: Fensterläden, alte Balken, Wasser, Kopfsteinpflaster, Blumen, kleine Gasthäuser und immer wieder überraschende Blickachsen mitten in Ulm.

Das Schiefe Haus
Das Schiefe Haus ist eines der bekanntesten Fotomotive im Fischer- und Gerberviertel. Das historische Gebäude neigt sich sichtbar zur Seite und wirkt fast so, als würde es jeden Moment weiter kippen. Bei der Sanierung wurde die besondere Schräge bewusst erhalten, statt das Haus wieder geradezurichten.
Heute wird das Schiefe Haus als Gästehaus genutzt und zieht viele Besucher an. Es ist kein riesiges Bauwerk, aber ein perfektes Beispiel für den Charme von Ulm: historisch, etwas kurios und sehr fotogen.
Besonders schön ist der Blick von der kleinen Brücke oder vom Wasserlauf aus. Wer durch das Fischerviertel läuft, sollte hier unbedingt kurz stehen bleiben.
Donauufer und Stadtmauer
Die Donau ist ein wichtiger Teil des Ulmer Stadtgefühls. Entlang des Ufers kann man wunderbar spazieren, auf die Altstadt blicken oder hinüber nach Neu-Ulm laufen. Besonders schön ist die Ansicht der Ulmer Altstadt vom bayerischen Ufer aus.
Die alte Stadtmauer verläuft an mehreren Stellen entlang des Flusses. Von dort hat man schöne Blicke auf Wasser, Häuser und Brücken. Dieser Bereich wirkt ruhiger als der Münsterplatz und eignet sich gut für eine Pause.
Ein schöner Rundgang führt vom Münsterplatz durch das Fischerviertel zur Donau, weiter an der Stadtmauer entlang und dann über eine Brücke nach Neu-Ulm. So erlebt man Ulm nicht nur als Altstadt, sondern auch als Flussstadt.
Metzgerturm
Der Metzgerturm steht nahe der Donau und gehört zu den markanten historischen Bauwerken der Stadt. Wegen seiner leichten Schieflage wird er manchmal humorvoll mit anderen schiefen Türmen verglichen. Zusammen mit Stadtmauer, Donau und Münster bildet er eines der klassischen Ulm-Motive.
Besonders schön wirkt der Turm vom Neu-Ulmer Ufer aus, wenn man ihn zusammen mit der Altstadtsilhouette sieht. Dann erkennt man gut, wie viele historische Schichten in Ulm dicht beieinanderliegen.
Rathaus Ulm
Das Ulmer Rathaus ist eines der schönsten Gebäude in der Innenstadt. Die bemalte Fassade, die astronomische Uhr und die Lage nahe Münsterplatz und Fischerviertel machen es zu einem wichtigen Stopp bei jedem Stadtrundgang.
Die Fassade erzählt viele Geschichten und wirkt fast wie ein großes Bilderbuch. Man sollte nicht nur schnell vorbeigehen, sondern sich die Details in Ruhe ansehen. Gerade im Zusammenspiel mit dem Münster und den umliegenden Gassen zeigt das Rathaus die historische Seite von Ulm besonders deutlich.
Zentralbibliothek und Glaspyramide
Die Zentralbibliothek ist eines der auffälligsten modernen Gebäude in der Altstadt. Die Glaspyramide steht nahe dem Rathaus und bildet einen klaren architektonischen Kontrast zu den historischen Gebäuden. Sie gehört damit zu den modernen Sehenswürdigkeiten von Ulm.
Gerade dieser Kontrast macht die Stadt spannend. Zwischen Münster, Rathaus, Fachwerk und Stadtmauer taucht plötzlich moderne Glasarchitektur auf. Das wirkt zunächst ungewöhnlich, passt aber gut zu einer Stadt, die Geschichte und Gegenwart sichtbar nebeneinanderstellt.

Museum Ulm und der Löwenmensch
Das Museum Ulm gehört zu den wichtigsten Kulturorten der Stadt. Besonders berühmt ist der Löwenmensch, eine aus Mammutelfenbein geschnitzte Figur aus der Eiszeit. Er zählt zu den ältesten figürlichen Kunstwerken der Welt und macht den Besuch besonders eindrucksvoll.
Der Fund stammt aus der Stadel-Höhle im Lonetal, einer der Höhlen der Schwäbischen Alb, die zum UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ gehören. Diese Fundorte zeigen, wie bedeutend die Region für die frühe Kulturgeschichte Europas ist.
Der Besuch lohnt sich besonders, weil man hier weit über die reine Stadtgeschichte hinausblickt. Ulm wird dadurch nicht nur zur mittelalterlichen Münsterstadt, sondern auch zu einem Ort, an dem eine der ältesten Kunstgeschichten Europas sichtbar wird.
Kunsthalle Weishaupt
Die Kunsthalle Weishaupt liegt direkt in der Innenstadt und zeigt moderne und zeitgenössische Kunst. Die Sammlung wurde von Siegfried und Jutta Weishaupt über Jahrzehnte aufgebaut und ist seit 2007 in einem eigenen Privatmuseum öffentlich zugänglich.
Der Besuch passt gut zu einem Stadttag, weil die Kunsthalle zentral liegt und einen modernen Kontrast zu Münster, Rathaus und Fischerviertel bietet. Wer Kunst mag, sollte sie unbedingt einplanen.
In Kombination mit dem Museum Ulm entsteht ein schöner Kulturblock: Eiszeitkunst, Stadtgeschichte, Design und moderne Kunst liegen hier nah beieinander. So zeigt Ulm auch seine kreative und gegenwärtige Seite.
Museum Brot und Kunst
Das Museum Brot und Kunst ist ein ungewöhnliches und sehr interessantes Museum. Es beschäftigt sich mit Brot, Ernährung, Kultur, Kunst und Welternährung. Die Präsentation verbindet kulturhistorische Fragen mit künstlerischen Perspektiven und macht ein alltägliches Thema überraschend vielseitig.
Der Besuch lohnt sich besonders, weil Brot auf den ersten Blick einfach wirkt, aber viele große Fragen berührt: Alltag, Hunger, Landwirtschaft, Handwerk, Religion, Gesellschaft und Kunst. Wer Museen mag, die nicht überall gleich sind, findet hier einen besonderen Ort mitten in Ulm.
Albert Einstein und Ulm
Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren. Die Stadt erinnert an ihren wohl berühmtesten Sohn unter anderem mit dem Museum „Die Einsteins – Museum einer Ulmer Familie“, das die Wurzeln der Familie Einstein und die Geschichte der jüdischen Gemeinde beleuchtet.
Einstein selbst lebte nur kurz in Ulm, trotzdem gehört sein Name fest zur Stadt. Für Besucher ist dieser Bezug interessant, weil er Ulm eine zusätzliche wissenschafts- und kulturgeschichtliche Ebene gibt.
Wer sich für Einstein interessiert, kann passende Erinnerungsorte in einen Spaziergang einbauen. Besonders spannend ist dabei nicht nur die Person Einstein, sondern auch der Blick auf die jüdische Geschichte der Stadt und ihre Bedeutung für Ulm.
Bundesfestung Ulm
Die Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm ist ein weniger offensichtliches, aber sehr spannendes Kapitel der Stadtgeschichte. Sie wurde zwischen 1842 und 1859 erbaut und war zur Zeit ihrer Entstehung die größte Festungsanlage Deutschlands.
Viele Reste der Festung sind bis heute sichtbar. Der Festungsweg verbindet erhaltene Bauwerke auf rund 12,5 Kilometern und führt zu großen Teilen durch den Ulmer und Neu-Ulmer Glacis-Park. Entlang des Weges informieren Tafeln über Entstehung, Funktion und spätere Nutzung der Anlagen.
Für Besucher, die Ulm abseits der klassischen Altstadt entdecken möchten, ist die Bundesfestung sehr interessant. Sie zeigt eine militärische und stadtplanerische Seite, die man beim ersten Blick auf Münster, Donau und Fischerviertel leicht übersieht.

Friedrichsau und Tiergarten
Die Friedrichsau ist ein großer grüner Erholungsbereich in Ulm. Hier kann man spazieren, entspannen, mit Kindern unterwegs sein oder den Tiergarten besuchen. Der Tiergarten liegt eingebettet in die Parkanlage und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein.
Der Bereich eignet sich gut, wenn man nach Altstadt, Münster und Museen etwas Natur sucht. Besonders für Familien ist die Friedrichsau eine schöne Ergänzung, weil sie mehr Platz, Ruhe und Abwechslung bietet. So zeigt Ulm auch seine entspannte, grüne Seite.
Kloster Wiblingen
Das Kloster Wiblingen liegt im Ulmer Stadtteil Wiblingen, etwa fünf Kilometer vom Zentrum entfernt. Besonders berühmt ist die Bibliothek, die 1744 vollendet wurde und zu den bekanntesten Rokokobauten Süddeutschlands gehört.
Der Besuch lohnt sich sehr, auch wenn man dafür ein wenig aus dem Zentrum herausfahren muss. Die Bibliothek ist prachtvoll, hell, reich verziert und bildet einen starken Kontrast zur gotischen Strenge des Münsters.
Auch die Klosterkirche und das Museum im Konventbau sind interessant. Wer ein Wochenende in Ulm verbringt, sollte Wiblingen unbedingt einplanen, besonders wenn Architektur und Geschichte wichtig sind.
Neu-Ulm
Neu-Ulm liegt direkt gegenüber von Ulm auf der bayerischen Seite der Donau. Viele Besucher merken beim Spaziergang kaum, dass sie zwischen zwei Bundesländern wechseln. Genau das macht den Reiz aus: Ulm und Neu-Ulm wirken zusammen fast wie eine Zweistadt.
Von Neu-Ulm aus hat man einen besonders schönen Blick auf die Ulmer Altstadt. Die Donauwiesen und Uferwege eignen sich gut für Spaziergänge, Fotos oder eine Pause. Wer Ulm besucht, sollte deshalb nicht nur auf der baden-württembergischen Seite bleiben.
Blaubeuren und der Blautopf
Blaubeuren liegt rund 20 Kilometer westlich von Ulm auf der Schwäbischen Alb und ist ein sehr lohnender Ausflug. Besonders bekannt ist der Blautopf, eine intensiv blau schimmernde Karstquelle. Seit dem 26. August 2024 gibt es im Blautopf-Areal wegen Renovierungsarbeiten allerdings für mehrere Jahre eingeschränkten Zugang.
Trotzdem bleibt Blaubeuren ein attraktives Ziel, auch wegen Altstadt, Kloster und der Nähe zu den Höhlen der Schwäbischen Alb. Wer den Blautopf besuchen möchte, sollte vorher aktuelle Informationen prüfen, damit die Erwartungen zur Zugänglichkeit stimmen. Als Ausflug ab Ulm lohnt sich der Ort aber weiterhin.
Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb
Die UNESCO-Welterbestätte Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb gehört zu den bedeutendsten Kulturorten in der Umgebung von Ulm. Die Höhlen und Funde zeigen eindrucksvoll, wie früh Kunst, Musik und symbolisches Denken in Europa entstanden sind.
Besonders eng mit Ulm verbunden ist der Löwenmensch im Museum Ulm. Wer mehr Zeit hat, kann außerdem die Region um Blaubeuren und das Lonetal erkunden. Dort wird deutlich, wie alt die kulturelle Geschichte dieser Landschaft ist.
Für Kulturreisende ist diese Verbindung besonders spannend: In Ulm sieht man das Münster und mittelalterliche Stadtgeschichte, wenige Kilometer weiter beginnt eine Kunstgeschichte, die Zehntausende Jahre zurückreicht.
Ausflug nach Günzburg und LEGOLAND
Günzburg liegt nicht weit von Ulm entfernt und ist besonders für Familien interessant, weil sich dort LEGOLAND Deutschland befindet. Wer mit Kindern reist, kann Ulm sehr gut mit einem Familienausflug verbinden.
Ulm selbst bietet mit Münster, Donau, Friedrichsau, Tiergarten und Museen bereits viel Abwechslung. LEGOLAND kann die Reise aber noch familienfreundlicher machen, besonders bei einem längeren Wochenende oder wenn man Stadtbesuch und Freizeitpark kombinieren möchte. So wird Ulm auch für Kinder noch spannender.
Wie kommt man hin?
Ulm ist sehr gut mit der Bahn erreichbar. Der Hauptbahnhof liegt relativ zentral, sodass man schnell in die Innenstadt und zum Münsterplatz kommt. Für einen Städtetrip ohne Auto ist Ulm deshalb sehr angenehm.
Mit dem Auto ist die Stadt ebenfalls gut angebunden, besonders über wichtige Verkehrsachsen in Süddeutschland. In der Innenstadt selbst braucht man es aber kaum, weil viele Sehenswürdigkeiten nah beieinanderliegen.
Wer aus München, Stuttgart, Augsburg oder Nürnberg kommt, kann Ulm gut als Tagesausflug oder Wochenendziel einplanen. Durch die Lage zwischen Schwäbischer Alb, Bayern und Bodensee eignet sich Ulm auch als Station auf einer größeren Süddeutschland-Reise.

Wie bewegt man sich vor Ort?
In Ulm bewegt man sich am besten zu Fuß. Münster, Rathaus, Fischerviertel, Donauufer, Museum Ulm, Kunsthalle und Zentralbibliothek liegen nah genug beieinander, um sie bequem bei einem Rundgang zu erleben.
Für Wiblingen, Friedrichsau, die Bundesfestung oder weiter entfernte Stadtteile nutzt man Bus, Straßenbahn, Fahrrad oder Auto. Die Stadt ist überschaubar, aber nicht alle Ziele liegen direkt im Altstadtkern.
Besonders schön ist ein Spaziergang über die Donau nach Neu-Ulm. So bekommt man einen guten Blick zurück auf die Stadt und erlebt Ulm nicht nur von innen, sondern auch als Flusspanorama.
Was isst und trinkt man dort?
Ulm liegt im schwäbischen Raum, und das merkt man auch kulinarisch. Typisch sind Maultaschen, Spätzle, Linsen mit Spätzle, Zwiebelrostbraten, schwäbische Suppen, deftige Gasthausküche und regionale Backwaren. Dazu passen lokale Biere, Weine aus der weiteren Region und gemütliche Wirtshäuser.
Im Fischerviertel und in der Altstadt findet man viele Restaurants, Cafés und Gasthäuser. Besonders schön ist es, nach einem Spaziergang durch die Gassen oder entlang der Donau einzukehren.
Neben klassischer schwäbischer Küche bietet Ulm auch internationale Restaurants, moderne Cafés und einfache Imbisse. Durch Studierende, Tourismus und die Lage zwischen mehreren Regionen ist die Auswahl vielseitiger, als man zunächst erwartet.
Beste Reisezeit
Ulm kann man das ganze Jahr besuchen. Besonders angenehm sind Frühling, Sommer und früher Herbst. Dann sind Spaziergänge durch das Fischerviertel, entlang der Donau, hinauf zur Münsterplattform oder zur Friedrichsau besonders schön.
Im Frühling wirken die Gassen frischer, die Donauufer lebendiger und Ausflüge zur Schwäbischen Alb besonders reizvoll. Der Sommer eignet sich gut für Abende am Fluss, Straßencafés und Ausflüge nach Blaubeuren oder Neu-Ulm.
Der Herbst ist ideal für Kultur, Museen und Spaziergänge. Das Licht auf den alten Fassaden, dem Münster und der Donau kann dann sehr stimmungsvoll sein.
Im Winter lohnt sich Ulm ebenfalls. Die Altstadt wirkt gemütlich, Museen und Kirchen rücken stärker in den Vordergrund, und der Weihnachtsmarkt rund um das Münster gehört zu den besonders schönen Momenten des Jahres.

Sicherheit und praktische Hinweise
Ulm ist grundsätzlich ein unkompliziertes und angenehmes Reiseziel. Wie in jeder Stadt sollte man am Bahnhof, in belebten Einkaufsbereichen und bei Veranstaltungen auf Wertsachen achten. Insgesamt lässt sich die Stadt aber entspannt erkunden.
Für den Aufstieg auf das Münster sind bequeme Schuhe und etwas Kondition wichtig. Wer Höhenangst hat, sollte vorher überlegen, ob der Weg nach oben passt. Bei schlechtem Wetter oder starkem Wind können Aussichtsbereiche eingeschränkt sein.
Wer den Blautopf besuchen möchte, sollte aktuelle Zugangshinweise prüfen, weil dort seit August 2024 mehrjährige Renovierungsarbeiten mit Einschränkungen angekündigt sind.
Für Museen lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten, besonders beim Museum Ulm und bei Sonderausstellungen.
Für wen lohnt sich Ulm?
Ulm lohnt sich besonders für Reisende, die historische Städte mit kurzen Wegen mögen. Die Stadt ist groß genug für Kultur und Abwechslung, aber kompakt genug für ein entspanntes Wochenende.
Für Paare ist Ulm sehr schön, weil man durch das Fischerviertel schlendern, an der Donau spazieren, die Aussicht vom Münster genießen und abends gemütlich essen gehen kann.
Für Familien ist Ulm ebenfalls geeignet. Münster, Donau, Friedrichsau, Tiergarten, Museum Brot und Kunst, Blaubeuren oder Günzburg bieten genug Abwechslung für mehrere Tage.
Für Kulturreisende ist Ulm besonders stark. Münster, Museum Ulm, Löwenmensch, Kunsthalle Weishaupt, Kloster Wiblingen, Bundesfestung und die UNESCO-Höhlen in der Umgebung ergeben eine dichte Mischung aus Geschichte, Kunst und Architektur.

Häufige Fragen und Antworten zu Ulm
Ist Ulm ein gutes Ziel für einen Städtetrip?
Ja, Ulm eignet sich sehr gut für einen Städtetrip. Die Stadt bietet Münster, Altstadt, Fischerviertel, Donau, Museen, moderne Architektur und schöne Ausflüge in die Umgebung.
Wie viele Tage sollte man für Ulm einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht ein voller Tag. Wer Kloster Wiblingen, Museen, Bundesfestung, Neu-Ulm und Blaubeuren einbauen möchte, sollte zwei bis drei Tage planen.
Was sollte man in Ulm unbedingt sehen?
Unbedingt sehenswert sind das Ulmer Münster, der Münsterplatz, das Rathaus, das Fischer- und Gerberviertel, das Schiefe Haus, die Donauufer, das Museum Ulm, die Kunsthalle Weishaupt und das Kloster Wiblingen.
Hat Ulm noch den höchsten Kirchturm der Welt?
Nein, nicht mehr. Das Ulmer Münster besitzt mit 161,53 Metern weiterhin den höchsten Kirchturm Deutschlands. Als höchste Kirche der Welt wurde es 2025 von der Sagrada Família in Barcelona überholt.
Lohnt sich der Aufstieg auf das Ulmer Münster?
Ja, wenn man gut zu Fuß ist und keine starke Höhenangst hat. Von oben hat man einen sehr schönen Blick über Ulm, Neu-Ulm, die Donau und bei gutem Wetter weit in die Umgebung.
Wo ist das schönste Viertel in Ulm?
Das Fischer- und Gerberviertel gehört zu den schönsten Bereichen der Stadt. Dort findet man Fachwerkhäuser, kleine Wasserläufe, Brücken, historische Gassen und das Schiefe Haus.
Was hat Ulm mit Albert Einstein zu tun?
Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren. Seit 2024 informiert die Dauerausstellung „Die Einsteins – Museum einer Ulmer Familie“ über seine familiären Wurzeln und die Geschichte der jüdischen Gemeinde.
Ist der Blautopf bei Ulm sehenswert?
Ja, der Blautopf in Blaubeuren ist ein sehr schöner Ausflug ab Ulm. Allerdings gibt es seit August 2024 für mehrere Jahre Einschränkungen wegen Renovierungsarbeiten im Blautopf-Areal.
Kann man Ulm gut zu Fuß erkunden?
Ja, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt liegen nah beieinander. Für Wiblingen, Friedrichsau oder weitere Ausflüge sind Bus, Straßenbahn, Fahrrad oder Auto praktisch.
Was isst man typisch in Ulm?
Typisch sind schwäbische Gerichte wie Maultaschen, Spätzle, Linsen mit Spätzle, Zwiebelrostbraten und deftige Gasthausküche. Dazu passen regionale Biere und gemütliche Lokale in Altstadt und Fischerviertel.
Ulm bleibt als Stadt zwischen Münster, Donau und Geschichte in Erinnerung
Ulm ist eine Stadt, die viel mehr bietet als nur ihren berühmten Kirchturm. Natürlich ist das Münster der große Blickfang, aber erst zusammen mit Fischerviertel, Donau, Rathaus, Museen, Bundesfestung, Kloster Wiblingen und Ausflügen zur Schwäbischen Alb entsteht das ganze Bild.
Besonders schön ist die Mischung aus Nähe und Vielfalt. Man kann vieles zu Fuß erleben, entdeckt aber trotzdem sehr unterschiedliche Seiten: gotische Höhe, alte Wasserläufe, moderne Glasarchitektur, Eiszeitkunst, schwäbische Küche und ruhige Momente am Fluss.
Wer Süddeutschland bereist, sollte Ulm unbedingt einplanen. Die Stadt ist ideal für ein Wochenende, einen Tagesausflug oder als Station zwischen Stuttgart, München, Bodensee und Schwäbischer Alb.
Warst du schon einmal in Ulm? Schreib deine Erfahrungen und Tipps gerne in die Kommentare.