Windmühlen auf Mallorca: Wo sie stehen, wofür sie früher da waren, wie viele es ungefähr gibt und wo du heute die schönsten findest 🌬️🏝️

Mallorcas Windmühlen gehören zu den Dingen, die man erst dann wirklich versteht, wenn man einmal stehen bleibt und genauer hinschaut. Am Anfang sind sie oft nur Teil der Kulisse, weil sie einfach irgendwo am Straßenrand auftauchen. Sobald du dir aber Zeit nimmst, merkst du, wie sehr sie zum alten Mallorca gehören, weil sie früher nicht Deko waren, sondern ein Werkzeug für den Alltag. Genau deshalb wirken sie heute so besonders, weil sie still dastehen und trotzdem eine ganze Epoche erzählen.

Historische Steinwindmühle mit roter Kappe und Gitterflügeln unter blauem Himmel auf Mallorca.
Eine historische Steinwindmühle mit roter Kappe vor Wolkenhimmel auf Mallorca – Bildnachweis: Alex – iStock-Datei-ID: 950862624

Du findest sie auf Feldern, am Rand von Dörfern, in flachen Landwirtschaftszonen und manchmal überraschend nah an modernen Straßen. Viele stehen in der Inselmitte, wo das Land weit wird und du den Wind richtig spürst, und dort wirken die Silhouetten besonders stark, weil nichts den Blick ablenkt. Andere tauchen in der Nähe von Küstenebenen oder Feuchtgebieten auf, wo Windkraft früher geholfen hat, Wasser zu bewegen und Landwirtschaft möglich zu machen. Und ja, sogar in Palma begegnen dir Windmühlen, wo sie zwischen Stadt, Promenade und alten Vierteln plötzlich zeigen, dass Mallorca auch hier einmal viel ländlicher gedacht war, als es heute wirkt.

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Spannend ist dieses Nebeneinander aus gut erhaltenen Mühlen, halb restaurierten Türmen und reinen Resten, bei denen nur noch ein Sockel oder ein Turmstumpf übrig ist. Genau dadurch kannst du an ihnen ablesen, wie Mallorca früher funktioniert hat, weil jede Mühle ein Hinweis auf Arbeit, Versorgung und Nutzung der Landschaft ist. Bei der Anzahl gibt es keine eine Zahl, die alles sauber abdeckt, weil manche nur noch als Standort erkennbar sind. Es gibt grob mehrere hundert sichtbare Mühlen, und wenn man historische Geschichte und Standorte mitzählt, sprechen viele Einordnungen auch von deutlich über tausend Punkten, an denen einmal eine Mühle stand.

Historische Windmühle und Kirchturm von Llubí über roten Feldern mit Bergkulisse unter blauem Himmel.
Llubí, Mallorca – Windmühle und Kirche vor der Tramuntana – Bildnachweis: Alex – iStock-Datei-ID: 960844206

Du musst sie nicht wie ein Museum besichtigen, weil sie als Motive und Orientierungspunkte schon genug erzählen. Wenn du einmal weißt, in welchen Gegenden viele stehen, wird es fast zu einem kleinen Spiel, denn plötzlich entdeckst du bei jeder Fahrt neue. Am schönsten wirken sie oft am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird und selbst einfache Formen plötzlich magisch aussehen. Und wenn du kurz anhältst, merkst du schnell, dass diese stillen Bauwerke Mallorca eine zweite, leise Seite geben, die man nicht planen kann, die aber lange im Kopf bleibt.

Was genau sind Mallorcas Windmühlen und warum gibt es verschiedene Typen

Auf Mallorca werden mehrere Mühlenarten oft unter einem Begriff zusammengefasst, obwohl sie früher ganz unterschiedliche Aufgaben hatten und für den Alltag wirklich entscheidend waren. Es gibt klassische Getreidemühlen, die Korn zu Mehl gemahlen haben, und es gibt Windmühlen, die Wasser gepumpt haben, um Felder zu bewässern. Wenn du das einmal im Kopf hast, sehen die Mühlen plötzlich nicht mehr alle gleich aus, weil du beim Vorbeifahren anfängst, nach ihrer ursprünglichen Funktion zu suchen. Genau das macht das Thema so spannend, weil du an den Mühlen ablesen kannst, wie Landwirtschaft, Versorgung und Landschaft auf Mallorca früher zusammengehört haben.

Die Getreidemühlen standen oft so, dass sie möglichst viel Wind abbekamen und gleichzeitig gut erreichbar waren. Dort ging es um Mahlarbeit, also um das Mahlen von Getreide, das später als Mehl in Küchen, Bäckereien und im Alltag gebraucht wurde. Diese Mühlen wirken häufig „klassischer“, weil man sie schnell mit dem typischen Mühlenbild verbindet. Nicht jede ist heute noch komplett, aber Form, Standort und Bauweise geben oft Hinweise darauf, dass hier früher wirklich gearbeitet wurde und nicht nur ein hübsches Symbol stand.

Windmühle auf einer Anhöhe mit Blick auf bunte Häuser und blühende Sträucher in Mallorca.
Windmühlen über bunten Häusern und Bougainvillea auf Mallorca – Bildnachweis: xbrchx – iStock-Datei-ID: 2244461614

Die Wasserpumpen Mühlen erkennst du häufig daran, dass sie im flachen Land und in Zonen stehen, in denen Bewässerung entscheidend war. Dort ging es um Wasserarbeit, also darum, Wasser zu bewegen und Felder verlässlich zu versorgen, wenn Regen nicht ausreichte. Gerade in landwirtschaftlichen Ebenen ergibt das sofort Sinn, weil du dir vorstellen kannst, wie wichtig Wasser für Ertrag und Alltag war. Viele dieser Mühlen wirken weniger romantisch als die klassischen Mahlmühlen, aber sie erzählen oft noch direkter von der Logik der Landschaft und davon, wie man sich früher geholfen hat.

Viele Türme sind aus Stein oder verputztem Mauerwerk gebaut, weil sie stabil sein mussten und Wind und Wetter aushalten sollten. Oben saß der Mechanismus mit Flügeln, der die Windkraft nutzbar machte, und je nach Typ wurde diese Kraft dann zum Mahlen oder zum Pumpen umgesetzt. Selbst wenn heute Flügel fehlen oder Teile erneuert wurden, kannst du oft noch erkennen, wie die Konstruktion gedacht war, weil Proportionen, Öffnungen und die Lage der Mühle Hinweise geben. Wenn du einmal anfängst, genau hinzuschauen, wird aus „da steht eine Mühle“ schnell eine kleine Entdeckungsreise, weil jede Mühle ihren eigenen Zweck hatte und damit ein Stück Geschichte der Insel sichtbar macht.

Wenn du darauf achtest, siehst du mit der Zeit immer schneller, ob eine Mühle eher für Getreide oder eher für Bewässerung gebaut wurde. Und genau dann macht das Ganze richtig Spaß, weil du nicht nur schöne Silhouetten siehst, sondern die Insel ein bisschen besser verstehst. Mallorcas Windkraft war früher kein romantisches Detail, sondern eine praktische Lösung, die Felder und Versorgung überhaupt erst möglich gemacht hat.

Geschichte, die auf dem Feld beginnt 🏺

Windmühlen sind auf Mallorca über Jahrhunderte Teil des Alltags gewesen, weil Wind eine kostenlose Energiequelle war, die man klug nutzen konnte. Auf einer Insel, auf der Sonne, Wasser und Wind den Rhythmus vorgeben, war das eine praktische Lösung, die nichts gekostet hat außer Wissen, Wartung und Arbeit. Besonders wichtig wurden Mühlen in Zeiten, in denen Landwirtschaft und Versorgungssicherheit eine große Rolle spielten, denn Mehl und Wasser waren Grundlagen des Lebens. Wenn du dir das vorstellst, wirken die Mühlen sofort weniger romantisch und mehr wie echte Werkzeuge, die den Alltag möglich gemacht haben.

In vielen Regionen entstand eine richtige Mühlenlandschaft, weil sich die Technik bewährt hat und weil man mit Windkraft unabhängig arbeiten konnte. Wo Wind verlässlich war und Felder bewirtschaftet wurden, lohnte sich die Investition in Türme, Mechanik und Flügel. Das war keine einzelne Mühle als Ausnahme, sondern oft ein ganzes System, das über Jahre mitgewachsen ist. Genau deshalb stehen Mühlen heute oft in Gruppen oder in Gegenden, in denen du sie auf einmal überall siehst, als hätten sie das Land früher wie ein Netz überzogen.

Später kamen modernere Antriebe, Pumpen und Strom, und viele Mühlen verloren ihre Funktion. Mit Motoren wurde alles schneller, planbarer und weniger abhängig von Windrichtung und Wetter. Genau deshalb stehen heute so viele still, weil sie nicht abgebaut wurden, sondern einfach überflüssig wurden und dann als Bauwerke geblieben sind. Manche wurden umgenutzt, manche restauriert, viele sind aber einfach stehen geblieben, als hätte man sie nur kurz verlassen.

Und genau das macht sie heute so schön, weil sie wie feste Inselzeichen wirken, die an eine andere Zeit erinnern. Du siehst sie in Feldern, am Ortsrand oder als Silhouette im Abendlicht, und plötzlich versteht man, wie Mallorca früher funktioniert hat. Windmühlen erzählen von Arbeit, von Landschaft und von einem Alltag, der stärker von Natur abhängig war. Wenn du das einmal im Kopf hast, werden sie zu kleinen Orientierungspunkten, die jede Fahrt über die Insel still begleiten.

Weiße Windmühle mit Gitterflügeln über einer Palmenanlage in Mallorca.
Eine Stadtwindmühle zwischen Palmen und Mauern auf Mallorca – Bildnachweis: chrisuk1 – iStock-Datei-ID: 981581486

Wofür sie früher da waren und warum das auf Mallorca so entscheidend war

Die wichtigste Funktion der mallorquinischen Windmühlen war lange die Versorgung, entweder durch Mahlen oder durch Bewässerung. Es ging nicht um schöne Kulisse, sondern um Alltag, um Arbeit und um die Frage, wie man auf einer Insel zuverlässig Grundbedürfnisse abdeckt. Wenn du das im Kopf hast, bekommen die Mühlen sofort eine andere Tiefe, weil sie nicht mehr wie Deko wirken, sondern wie ein sichtbarer Teil der Infrastruktur von früher.

Getreidemühlen waren für Brot und einfache Grundnahrung entscheidend, weil man Mehl im Alltag brauchte und weil der Transport früher viel aufwendiger war. Was heute ein kurzer Einkauf ist, war damals ein größerer Aufwand, und genau deshalb war es wichtig, dass man vor Ort mahlen konnte. In solchen Mühlen wurde Korn zu Mehl, und damit wurde die Basis für viele einfache Gerichte und für das tägliche Brot gesichert. Wenn du an einer alten Mühle vorbeifährst, kannst du dir gut vorstellen, wie stark das ganze Dorfleben von solchen Funktionen abhing, weil Versorgung eben nicht selbstverständlich war.

Wasserpumpen Mühlen waren auf Mallorca besonders relevant, weil Teile der Insel trocken sind und Landwirtschaft ohne Bewässerung schnell an Grenzen stößt. Vor allem in flachen, landwirtschaftlich geprägten Zonen konnte eine Mühle den Unterschied machen, weil sie Wasser aus dem Boden förderte und damit Felder nutzbar hielt. Sie war damit nicht nur ein Hilfsmittel, sondern oft eine Art Lebensversicherung für Ernte und Einkommen. Ohne Wasser wird Land schnell hart, und genau deshalb war die Fähigkeit, Wasser zu bewegen, so entscheidend, selbst wenn der Wind nicht jeden Tag perfekt stand.

Wenn du heute durch diese Gegenden fährst, wirken die Mühlen wie stille Markierungen der früheren Arbeitslandschaft. Du siehst sie nicht zufällig, sondern genau dort, wo früher gearbeitet wurde, wo Felder lagen und wo Bewässerung Sinn machte. Und plötzlich ergibt es Sinn, warum du sie nicht nur an „schönen Stellen“ findest, sondern mitten im flachen Land, am Rand von Wegen oder zwischen Parzellen. Genau dort erzählen sie am meisten, weil sie dir zeigen, wie Mallorca sich früher organisiert hat. Ohne großen Lärm, aber mit viel Bedeutung.

Eine traditionelle Windmühle steht hinter einem Feld mit blühenden Bäumen.
Windmühle vor blühenden Bäumen auf Mallorca – Bildnachweis: pwmotion – iStock-Datei-ID: 1248555109

Wie viele Windmühlen es ungefähr gibt und warum niemand eine perfekte Zahl nennt

Bei den Windmühlen auf Mallorca ist „wie viele“ immer nur eine grobe Antwort, weil es stark davon abhängt, was du überhaupt mitzählst. Wenn du nur die vollständig erhaltenen Mühlen nimmst, bei denen du noch klare Bauteile und eine erkennbare Funktion siehst, wird die Zahl deutlich kleiner. Viele Reisende denken genau an dieses Bild, also Turm plus Mechanik, und wundern sich dann, warum andere Zahlen viel höher klingen.

Sobald du aber alle historischen Türme, Sockel, Mühlenstümpfe und dokumentierten Standorte mitnimmst, wird das Bild größer. Dann zählt nicht nur das, was wie eine „fertige“ Mühle aussieht, sondern auch das, was als Bauwerk geblieben ist und heute nur noch als Rest erzählt. Genau deshalb ist es am ehrlichsten zu sagen, dass es grob mehrere hundert sichtbare Windmühlenbauwerke gibt, während die historische Gesamtheit der Standorte deutlich darüber liegt. Viele Mühlen sind im Laufe der Zeit schlicht still geworden, ohne dass man sie komplett entfernt hat, und dadurch wirken sie heute wie Spuren in der Landschaft.

Für dich als Reisender ist die gute Nachricht, dass du nicht lange suchen musst. In bestimmten Regionen siehst du sie im Dutzend, manchmal sogar mit echtem Mühlenfeld Gefühl, weil mehrere Türme nah beieinander stehen und das Land plötzlich wie ein altes Arbeitsgebiet wirkt. Wenn du einmal in so einer Zone unterwegs bist, verstehst du sofort, warum die Zahl schwer festzunageln ist. Du siehst nicht nur einzelne Motive, du siehst eine ganze Struktur.

Und genau das macht das Zählen am Ende fast zweitrangig. Viel wichtiger ist, dass du überall Hinweise findest, wie Mallorca früher funktioniert hat. Wenn du bewusst hinschaust, wird aus „da steht eine Mühle“ schnell eine kleine Entdeckungstour. Dann werden diese stillen Türme zu Orientierung und zu einem roten Faden, der dich bei Fahrten über die Insel begleitet.

Wo du die meisten Windmühlen auf Mallorca findest 🗺️

Wenn du viele Windmühlen auf einmal sehen willst, fährst du nicht an die steilste Küste, sondern ins flachere Inselinnere und in landwirtschaftlich geprägte Zonen. Dort erzählen sie am meisten, weil sie nicht als Fotospot platziert wirken, sondern genau da stehen, wo sie früher gebraucht wurden. Du merkst das sofort, weil die Landschaft ruhiger wird, die Straßen gerader sind und die Blickachsen länger. Genau in diesem offenen Raum wirken die Mühlen wie feste Inselzeichen, die dir zeigen, wie Mallorca früher gearbeitet hat.

Besonders typisch ist das Pla de Mallorca, also diese Ebene mit Feldern, kleinen Orten und viel Himmel. Dort sind die Mühlen oft einzeln gesetzt, sodass sie sich als klare Silhouetten abzeichnen und du sie schon von weitem erkennst. Gerade am späten Nachmittag ist das stark, weil das Licht weicher wird und die Formen plötzlich fast grafisch wirken. Wenn du langsam fährst und ab und zu kurz anhältst, bekommst du schnell dieses Gefühl, dass die Ebene früher wie eine echte Mühlenlandschaft funktioniert hat.

Auch in Gegenden mit früher intensiver Bewässerung findest du viele, weil dort Wasserpumpen Mühlen gebraucht wurden, um Felder nutzbar zu halten. Das erklärt, warum du sie häufig in flachen Bereichen siehst, in denen Landwirtschaft ohne Wasser schnell schwierig wird. Und dann gibt es Palma, wo du Mühlen überraschend urban erleben kannst. Das fühlt sich komplett anders an als im Feld, weil du plötzlich zwischen Stadt und Geschichte stehst und merkst, dass Mallorca selbst in der Hauptstadt lange viel ländlicher geprägt war, als man es heute erwartet.

Historische Windmühle mit bunten Metallflügeln auf einem frisch gepflügten Feld vor Bergkulisse auf Mallorca
Traditionelle Windmühle mit Metallflügeln auf einem Acker bei Llucmajor auf Mallorca – Bildnachweis: doescher Stock-Datei-ID: 623291286

Die schönsten Mühlen-Spots, die sich wirklich lohnen

Es Jonquet in Palma ist einer der Orte, an denen du Windmühlen fast wie ein Stadtmotiv erlebst. Du läufst durch ein Viertel mit Blick auf Meer und Dächer, und plötzlich stehen da mehrere restaurierte Mühlen, die wie kleine Wahrzeichen wirken. Genau dieser Kontrast ist so schön, weil du nicht im Feld bist, sondern mitten in Palma, und trotzdem siehst du auf einmal, wie sehr die Inselgeschichte auch in der Stadt steckt.

Das Viertel fühlt sich wie ein kurzer Perspektivwechsel an. Du hast enge Wege, ruhige Ecken und immer wieder diese Blickmomente Richtung Wasser. Und dann stehen die Mühlen da, nicht als Deko, sondern als sichtbare Erinnerung daran, dass Mallorca früher viel stärker von Arbeit, Wind und Versorgung geprägt war. Wenn du dir ein paar Minuten Zeit nimmst, wirkt Es Jonquet fast wie ein kleines Freiluft Kapitel über Palma, nur ohne Museumston und ohne großes Programm.

Es passt perfekt, wenn du Palma sowieso besuchst und dir neben Altstadt und Promenade noch etwas Typisches ansehen willst, das nicht jeder auf dem Schirm hat. Du brauchst dafür keinen langen Ausflug, sondern nur einen kleinen Umweg, der sich sofort lohnt. Gerade am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird, wirken die Mühlen besonders schön, weil Formen, Schatten und Meerblick zusammenkommen. Und genau dann bleibt der Ort hängen, weil du Palma plötzlich nicht nur als Stadt siehst, sondern als Teil einer Inselgeschichte.


Campos und die südöstlichen Felder sind stark, wenn du das klassische Mallorca Mühlenbild suchst, weil die Landschaft dort offen ist und die Windmühlen wirklich Raum bekommen. Du fährst durch weites Land, siehst lange Blickachsen und plötzlich stehen da Türme am Feldrand, manchmal einzeln, manchmal in kleinen Gruppen. Genau dieses Bild bleibt hängen, weil es nicht nach Sehenswürdigkeit wirkt, sondern nach einer stillen Arbeitslandschaft, die nur zufällig so fotogen ist. Wenn du langsam unterwegs bist, entdeckst du ständig neue Mühlen, weil sie wie Markierungen in der Ebene auftauchen und dir den Weg quasi begleiten.

Dort siehst du viele Mühlen in offener Landschaft, oft verteilt über Felder und manchmal so, dass es fast wie ein kleines Mühlenfeld wirkt. Das ist genau die Art von Mallorca, die viele nicht erwarten, weil sie eher an Küste und Buchten denken. In dieser Gegend wird die Insel leiser, und genau dadurch wirken die Mühlen stärker, weil nichts ablenkt. Du hörst mehr Wind als Verkehr, siehst mehr Himmel als Häuser und bekommst dieses Gefühl von Weite, das auf Mallorca nicht überall so deutlich ist.

Besonders schön ist das am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und die Türme warm anleuchtet. Dann werden Formen klarer, Schatten länger und das Licht macht selbst einfache Linien magisch. Wenn du fotografierst, sind das die Stunden, in denen die Mühlen am meisten Charakter bekommen, weil sie nicht flach wirken, sondern wie echte Figuren in der Landschaft stehen. Und wenn du nicht fotografierst, lohnt es sich trotzdem, kurz anzuhalten, weil genau diese Ruhe und dieses Licht oft der Moment sind, in dem Mallorca plötzlich ganz anders wirkt.


Sa Pobla ist bekannt für seine landwirtschaftliche Prägung, und genau deshalb findest du in der Umgebung viele Wasserpumpen Mühlen. Die Landschaft wirkt flach, praktisch und ehrlich, und die Mühlen passen dort ganz selbstverständlich hinein, weil sie früher genau für diese Arbeit gebraucht wurden. Du siehst sie nicht als „Attraktion“, sondern als stille Technikspuren, die zeigen, wie man die Felder nutzbar gehalten hat. Sobald du das einmal verstanden hast, wirken diese Türme wie Markierungen einer alten Arbeitslogik, die bis heute in der Ebene sichtbar bleibt.

Gerade fotografisch ist die Gegend spannend, weil die Motive sehr mallorquinisch wirken, ohne dass du dafür an einen überlaufenen Spot musst. Du bekommst weite Linien, viel Himmel, klare Formen und diese Ruhe, die Bildern oft mehr Tiefe gibt als jeder Hotspot. Wenn du morgens oder am späten Nachmittag unterwegs bist, wird das Licht weicher und die Mühlen wirken noch stärker, weil sich Schatten und Konturen klarer abzeichnen.

Das Schöne ist, dass du hier schnell ins Entdecken kommst. Du fährst eine Landstraße entlang, siehst links und rechts immer wieder Türme, hältst kurz an und hast sofort ein echtes Inselgefühl, das nicht nach Tourismus aussieht. Sa Pobla ist damit perfekt, wenn du Mallorca einmal von der leisen Seite sehen willst, mit Feldern, Wind und diesen Mühlen, die erzählen, ohne dass sie laut sein müssen.

Traditionelle mallorquinische Windmühle aus Naturstein an einer Straße in Sineu
Historische Windmühle in Sineu auf Mallorca – Bildnachweis: Susanne Neumann – Stock-ID: 1134463608

Llucmajor und das südliche Hinterland geben dir ebenfalls viele Mühlenmomente, weil die Felder weit sind und du beim Fahren ständig neue Türme siehst. Die Landschaft wirkt dort offen, mit langen Blickachsen und genau dem Raum, den Windmühlen brauchen, damit sie als Silhouette wirken können. Du musst nicht lange suchen, weil die Mühlen oft einfach am Rand von Feldern stehen und wie stille Wegmarken auftauchen, während du von Ort zu Ort fährst.

Das ist ideal, wenn du sowieso im Süden unterwegs bist und einen kleinen Schlenker durchs Inselinnere machen willst. Du verbindest ganz entspannt Strecke mit Entdecken, hältst hier kurz an, machst dort ein Foto und spürst nebenbei diese ruhigere Seite der Insel. Besonders schön ist es am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, weil das Licht dann weicher wird und die Türme warm leuchten. Genau so wird aus einer normalen Fahrt plötzlich ein kleines Mallorca Erlebnis, das nicht geplant wirken muss, aber lange hängen bleibt.


Im Pla de Mallorca rund um Orte wie Sineu, Maria de la Salut, Llubí oder Petra lohnt es sich, ganz bewusst über Landstraßen zu fahren und immer wieder kurz anzuhalten. Hier funktioniert das Erlebnis nicht über einen einzigen berühmten Spot, sondern über die Strecke selbst. Du fährst durch Felder, siehst lange Blickachsen, und plötzlich taucht wieder ein Turm auf, dann noch einer, dann noch einer. Genau so entsteht dieses Gefühl, dass das Inselinnere früher wirklich eine Mühlenlandschaft war und nicht nur hier und da ein einzelnes Motiv.

Das Schöne ist, dass du dir dein eigenes kleines Mühlen Erlebnis bauen kannst, ohne dass es nach Programm wirkt. Du nimmst eine Abzweigung, fährst ein paar Minuten, hältst kurz an, schaust, machst vielleicht ein Foto und fährst weiter. So sammelst du ein persönliches Mühlen Mosaik, weil jede Mühle anders steht, anders aussieht und in einem anderen Licht wirkt. Manche wirken fast wie Landmarken, andere wie zufällige Reste, die still im Feld stehen und trotzdem sofort erzählen.

Gerade in dieser Gegend ist die Menge an Eindrücken der eigentliche Reiz. Die Mühlen tauchen immer wieder auf, und du bekommst mit jeder Pause ein neues Bild aus Weite, Wind und Landwirtschaft. Wenn du das am frühen Morgen oder am späten Nachmittag machst, wird es noch stärker, weil das Licht weicher ist und die Silhouetten klarer wirken. Und genau dann merkst du, dass du Mallorca hier nicht „besichtigst“, sondern entdeckst.

Kann man Windmühlen auf Mallorca besichtigen

Das Wichtigste vorweg ist, dass viele Windmühlen auf Mallorca privat sind oder als historische Bauwerke ohne regelmäßigen Besuchsbetrieb dastehen. Innenbesichtigungen sind deshalb eher die Ausnahme als die Regel, selbst dann, wenn die Mühle von außen sehr gut erhalten wirkt. Oft fehlt schlicht Personal, manchmal ist das Innere aus Sicherheitsgründen gesperrt, und bei manchen Gebäuden wohnen heute Menschen in direkter Nähe. Plane deine Tour daher so, dass du dich vor allem auf den Anblick, die Lage und die Bauweise konzentrierst, statt fest mit einer offenen Tür zu rechnen.

Was fast immer gut geht, sind Außenbesichtigungen, Fotostopps und kleine Spaziergänge, bei denen du dir Details wie Flügelansätze, Steinmauerwerk, Rundbau und den Standort auf einer kleinen Anhöhe anschaust. Gerade aus der Nähe erkennst du, wie praktisch diese Bauwerke früher geplant waren, weil Wind, Blickachsen und Gelände eine große Rolle spielten. Für Fotos lohnt es sich, morgens oder am späten Nachmittag vorbeizuschauen, weil das Licht dann weicher ist und die Formen besser wirken. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, parke so, dass du keine Einfahrten blockierst, und halte Wege frei, denn rund um die Mühlen sind die Zufahrten oft schmal.

In Palma ist es meist am einfachsten, weil du dort in öffentlich zugänglichen Vierteln unterwegs bist und Mühlen häufig wie ein Teil des Stadtbilds wirken. Du kannst dich in Ruhe bewegen, ohne dich unsicher zu fühlen, ob du versehentlich auf Privatgrund gerätst. Bei ländlichen Mühlen gilt dagegen besonders, dass du respektvoll bleibst, keine Zäune übergehst und nicht auf Grundstücke gehst, auch wenn die Mühle nah aussieht oder der perfekte Fotowinkel nur „ein paar Schritte“ entfernt wäre. Genau diese paar Schritte sind häufig schon Privatbesitz, und das sorgt schnell für Ärger, den man leicht vermeiden kann.

Wenn du unbedingt eine Innenbesichtigung willst, ist eine Führung oder ein lokaler Kulturtermin oft die beste Chance. Solche Öffnungen finden eher gelegentlich statt, zum Beispiel im Rahmen von Dorffesten, Kulturwochen oder besonderen Denkmaltagen, und sie sind selten täglich verfügbar. Am zuverlässigsten ist es, vorher beim örtlichen Tourismusbüro, der Gemeinde oder bei lokalen Kulturvereinen nachzufragen, ob es in den nächsten Wochen geplante Öffnungen gibt, und ob eine Anmeldung nötig ist. So planst du realistisch, bleibst entspannt und hast trotzdem die Chance, mit etwas Glück einmal hineinsehen zu können.

Was man heute noch mit den Windmühlen macht

Viele Windmühlen sind heute vor allem Identität und Kulisse, also ein Stück kulturelles Gedächtnis der Insel. Sie stehen nicht nur irgendwo herum, sondern erzählen ganz leise von einer Zeit, in der Wind, Wasser und harte Arbeit den Alltag bestimmt haben. Wenn du über Mallorca fährst und plötzlich eine Mühle am Horizont auftaucht, wirkt das oft wie ein Foto aus einer anderen Epoche, obwohl du in Wirklichkeit mitten in einer modernen Insel bist.

Einige wurden gezielt restauriert, damit sie als Wahrzeichen erhalten bleiben. Das passiert besonders dort, wo sie das Ortsbild prägen und die Mühlenreihen oder einzelnen Türme einfach dazugehören wie eine Kirche oder ein alter Platz. Restaurierung heißt dabei nicht immer, dass sie wieder „funktionieren“ müssen. Oft geht es darum, Mauern zu sichern, Flügel nachzubauen oder das Dach zu schützen, damit die Silhouette bleibt und das Gebäude nicht langsam zerfällt. Für viele Gemeinden ist das eine Art sichtbares Versprechen, dass man die eigene Geschichte nicht vergisst.

Spannend ist auch, dass manche Mühlen heute in Privatbesitz sind und als besondere Gebäude genutzt werden. Auf Mallorca gibt es Fincas, bei denen eine alte Mühle zum Ensemble gehört, manchmal als dekoratives Element, manchmal wirklich als Teil des Wohnhauses. Von außen sieht man oft, dass hier etwas Besonderes steht, innen bleibt es aber privat. Genau das macht den Reiz aus, aber auch die Grenze, die man respektieren sollte. Eine Mühle kann wunderschön wirken, und trotzdem ist sie kein Ort, an dem man einfach „mal kurz“ durchs Tor spaziert.

In manchen Orten werden Windmühlen als Symbol bewusst gepflegt, weil sie Tourismus und Geschichte verbinden, ohne dass daraus ein klassischer Attraktionspark wird. Es ist eher dieses stille, echte Mallorca-Gefühl. Du bekommst ein Motiv, das sofort Inselcharakter hat, aber gleichzeitig bleibt es authentisch. Häufig sind es kleine Maßnahmen, die viel ausmachen. Ein freigeschnittener Blick, eine Infotafel, ein sauberer Weg oder eine dezente Beleuchtung am Abend reichen schon, damit die Mühle wieder als Teil des Orts wahrgenommen wird.

Und ganz praktisch sind Windmühlen für Mallorca auch ein Erinnerungszeichen daran, wie sehr Wasser und Landwirtschaft die Insel geprägt haben. Viele Mühlen hatten einen klaren Zweck, sie halfen beim Pumpen, beim Bewässern oder beim Bearbeiten von Getreide, je nach Bauart und Region. Selbst wenn heute alles moderner läuft, steckt in jeder Mühle die gleiche Botschaft. Diese Insel war immer darauf angewiesen, Ressourcen klug zu nutzen. Genau deshalb wirken die Mühlen nicht nur romantisch, sondern auch erstaunlich modern in ihrer Idee.

Wenn du sie heute besuchst, lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben und nicht nur ein Foto zu machen. Schau dir an, wie sie platziert sind, wie die Landschaft darum „arbeitet“, und wie sehr sie den Ort noch prägen. Dann wird aus einer schönen Kulisse schnell ein kleines Stück Verständnis dafür, warum Mallorca nicht nur Strand ist, sondern auch Tradition, Alltag und ein bisschen Inselgeschichte.

Traditionelle mallorquinische Windmühle mit Steinmauer im Zentrum des Dorfes Costitx
Historische Windmühle im Ortskern von Costitx auf Mallorca – Bildnachweis: hector campoy cifuentes – Stock-ID: 1952375852

So baust du Windmühlen perfekt in deine Mallorca-Route ein

Wenn du in Palma bist, kombinierst du Es Jonquet am besten mit einem Spaziergang an der Küste und einem Altstadtbummel. Das ist ein kurzer, runder Baustein, der kaum Aufwand macht, aber sofort typisch wirkt. Du startest entspannt, schaust dir die Mühlen von außen an, nimmst die kleinen Straßen und Blickachsen mit und gehst dann weiter Richtung Meer. Danach passt ein Abstecher in die Altstadt perfekt, weil du so in kurzer Zeit drei Mallorca-Gefühle kombinierst: historisch, maritim und lebendig.

Wenn du einen Mietwagen hast, plan dir einen halben Tag durchs Pla de Mallorca ein. Genau dort entfaltet sich der Mühlencharme am schönsten, weil die Landschaft weit ist und du die Bauwerke oft schon von weitem siehst. Such dir dazu einen Dorfstopp wie Sineu oder Petra aus. Das fühlt sich nicht nach „Sehenswürdigkeiten abarbeiten“ an, sondern wie ein kleiner Roadtrip mit Sinn. Du fährst bewusst über Nebenstraßen, hältst zwei oder drei Mal an, machst Fotos, atmest kurz durch und lässt die Felder, Steinmauern und Weite wirken. Allein die Fahrt wird so zum Erlebnis, weil du Mallorca abseits der großen Küstenstraßen erlebst.

Wenn du ohnehin im Süden oder Südosten unterwegs bist, passt eine Mühlenrunde über Campos oder in Richtung Sa Pobla wie ein natürlicher Zwischenstopp. Du musst dafür nichts umwerfen. Du legst einfach eine kleine Schleife ein, nutzt das Licht, nimmst dir kurze Stopps und fährst weiter. Gerade das ist der Trick, warum Windmühlen so gut funktionieren. Sie sind kein „Extra Programm“, das Zeit frisst. Sie sind ein Motiv, das dir unterwegs begegnet und deine Route aufwertet, ohne dass du dich festlegen musst.

Praktisch hilft es, dir vorher eine grobe Idee zu machen, wo du halten willst, und dann trotzdem spontan zu bleiben. Eine Mühle, die aus dem Nichts am Straßenrand auftaucht, ist oft die beste. Achte nur darauf, sicher zu parken, Einfahrten frei zu lassen und nicht auf Privatgrund zu gehen. Dann bleiben die Stopps entspannt und du bekommst genau das Mallorca, das viele verpassen: ruhig, ländlich, echt.

Und genau das macht es so gut, weil Windmühlen nicht „Programm“ sein müssen, sondern sich elegant in fast jede Route einfügen. Ob Stadtspaziergang, Roadtrip durchs Inselinnere oder kurzer Abstecher zwischen zwei Stränden: Ein paar Mühlenblicke dazwischen geben deiner Tour mehr Tiefe, ohne dass du dafür mehr Stress hast.

Fototipps, damit die Windmühlen wirklich wirken 📸

Windmühlen sehen am stärksten aus, wenn du ihnen wirklich Raum gibst. Das bedeutet nicht nur Abstand, sondern auch ein Bild, in dem die Mühle nicht „gequetscht“ wirkt, sondern atmen kann. Gerade auf Mallorca ist das leicht, weil du oft freie Sicht hast. Wenn du ein paar Schritte zurückgehst und bewusst Platz für Himmel und Umgebung lässt, wirkt die Mühle sofort größer, ruhiger und ikonischer.

Für Licht sind früher Morgen und später Nachmittag ideal, weil Sonne und Schatten die Formen betonen. Dann zeichnen sich Rundbau, Kanten und alte Steinstrukturen viel plastischer ab, und die Mühle bekommt Tiefe statt flach auszusehen. In der Mittagszeit ist das Licht oft hart. Dann verschwinden Details und die Szene wirkt schnell „ausgewaschen“. Wenn du nur mittags Zeit hast, hilft ein schattiger Winkel oder ein Motiv, bei dem die Mühle als klare Form gegen den Himmel steht.

Besonders schön ist leichter Dunst. Dann wirken die Türme oft stimmungsvoller, weil sie wie Silhouetten im Raum stehen, fast ein bisschen filmisch. Diese Stimmung bekommst du oft nach kühleren Nächten oder an Tagen, an denen die Luft nicht komplett klar ist. Der Trick ist, die Mühle nicht zu nah zu nehmen, sondern sie in die Weite zu setzen, damit der Dunst seine Wirkung entfalten kann. Das macht aus einem einfachen Foto schnell ein Bild mit Atmosphäre.

Wenn du Menschenmassen vermeiden willst, ist das Inselinnere dein Freund. Dort stehst du oft allein am Feldrand und kannst in Ruhe fotografieren, ohne dass ständig jemand durchs Bild läuft. Außerdem wirkt das Pla de Mallorca mit seinen Feldern, Wegen und Steinmauern automatisch authentisch. Du musst weniger „inszenieren“, weil die Umgebung schon die Stimmung liefert.

Wenn du ein Motiv suchst, das sich wirklich nach Mallorca anfühlt, nimm die Mühle nicht nur frontal. Bau die Landschaft mit ein. Ein Feld, ein Weg, eine Trockensteinmauer oder ein paar Olivenbäume im Vordergrund erzählen sofort mehr Geschichte als ein reines Gebäude-Porträt. So sieht man nicht nur die Mühle, sondern auch ihren Sinn. Sie steht nicht zufällig dort. Sie gehört zu genau dieser Landschaft.

Ein paar praktische Foto-Ideen, die fast immer funktionieren. Eine Mühle am Rand des Bildes, damit der Blick durch die Landschaft wandert. Ein Weg, der als Linie zur Mühle führt. Eine niedrige Perspektive, damit Himmel und Flügel dominieren. Und ein Detailfoto von Mauerwerk, Flügelansatz oder Türöffnung für Abwechslung. So hast du am Ende nicht nur ein schönes Erinnerungsbild, sondern eine kleine Serie, die sich rund und echt anfühlt.

Mallorcas Windmühlen sind ein leiser Must Have Moment, weil sie nicht schreien, aber lange im Kopf bleiben

Du fährst vielleicht erst achtlos vorbei, und dann merkst du plötzlich, wie sehr diese Silhouetten zur Insel gehören. Eine Mühle am Feldrand, eine Reihe alter Türme am Stadtrand oder ein einzelner Rundbau im warmen Licht erzählen mehr Mallorca als manches Postkartenmotiv. Es ist dieses ruhige Gefühl, dass hier Geschichte einfach stehen geblieben ist, ohne sich in Szene zu setzen.

Sie erzählen von Arbeit, Wasser, Wind und der Art, wie die Insel sich früher selbst versorgt hat. Wenn man kurz innehält, versteht man, dass die Mühlen nie nur „schön“ sein sollten. Sie waren Werkzeuge. Sie standen dort, wo Wind und Landschaft zusammenpassen, und sie hatten einen Zweck im Alltag. Genau deshalb wirken sie heute so ehrlich. Du spürst noch, dass Mallorca einmal eine Insel war, die mit knappen Ressourcen auskommen musste und trotzdem Wege fand, Landwirtschaft und Leben zu organisieren.

Heute sind sie Inselzeichen, Fotomotive und kleine Ankerpunkte, die deine Route plötzlich mallorquinischer machen, ohne dass du dafür Eintritt oder Programm brauchst. Das ist ihr größter Vorteil. Du musst keinen Zeitplan einhalten und keine Tickets buchen. Du hältst an, schaust, machst ein Foto, gehst ein paar Schritte und fährst weiter. Und trotzdem bleibt etwas hängen. Diese Stopps fühlen sich nicht nach „Sehenswürdigkeiten abhaken“ an, sondern nach echten Momenten zwischen den Orten.

Wenn du sie bewusst suchst, findest du nicht nur Mühlen, sondern auch ein Mallorca, das ruhiger ist als die Küste und genau deshalb oft schöner nachwirkt. Du landest automatisch auf Nebenstraßen, in kleinen Dörfern, zwischen Feldern, Steinmauern und weiten Blicken. Die Insel wirkt dort offener, langsamer und irgendwie näher. Windmühlen sind dabei wie kleine Wegmarken. Sie geben dir Richtung und Stimmung, ohne dich festzulegen.

Und genau das macht sie zu einem Must Have auf jeder Mallorca-Route. Du brauchst keine große Planung. Du brauchst nur den Blick dafür, wann es sich lohnt, kurz anzuhalten. Ein schöner Himmel, eine freie Fläche, ein Weg, der zur Mühle führt, und schon wird aus einem normalen Fahrtag ein Tag mit Charakter. Am Ende hast du nicht nur Fotos, sondern auch dieses Gefühl, Mallorca ein Stück besser verstanden zu haben.

Wenn du dir dafür eine einfache Regel merken willst, dann diese: Gib der Mühle Raum, gib dir Zeit für einen kurzen Moment Stille, und lass die Landschaft den Rest erzählen.

Schon einige Windmühlen auf Mallorca entdeckt? Was magst du noch an Mallorca und welche Ecken sind deine Lieblingsorte? Wir freuen uns über ein paar Reiseberichte und Kommentare.